Freitag, 30. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:33 Uhr

Das war Freitag, der 30. Oktober 2020

Alles hat ein Ende, auch diese lange und schwierige Arbeitswoche: Frankreich ist zurück im Fadenkreuz des Terrors und in Deutschland ist Merkels Corona-Horror-Szenario bereits eingetreten. Da ich mich nicht mit diesen beunruhigenden Schlagzeilen in den Feierabend verabschieden möchte, lege ich Ihnen noch ein paar Meldungen ans Herz:

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Restabend und ein schönes Wochenende!

21:50 Uhr

Dutzende Jugendliche randalieren in Wiener Kirche

In einer Kirche in Wien haben gestern Abend etwa 30 Jugendliche randaliert.

  • Die jungen Männer hätten in der katholischen Kirche im Stadtteil Favoriten herumgeschrien und gegen Sitzbänke getreten, sagte ein Polizeisprecher der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
  • Verletzt oder bedroht wurde niemand. Als der Pfarrer die Polizei rief, entkamen die Randalierer unerkannt.
  • Laut der Wiener Tageszeitung "Kurier" sollen Ermittler des Verfassungsschutzes dahinter eine Gruppe türkischer Jugendlicher vermuten, die sich über die sozialen Medien organisiert habe. Der Vorfall sei von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden, die nun ausgewertet werde. Laut dem berichten, sollen die Jugendlichen "Allahu Akbar" gerufen haben.
20:57 Uhr

Wahlbeteiligung in Texas jetzt schon höher als 2016 insgesamt

Vier Tage vor der US-Wahl haben bereits mehr Texaner ihre Stimme abgegeben als vor vier Jahren insgesamt. Das Innenministerium des Bundesstaates sprach von bislang neun Millionen Wählern, 2016 waren dort 8,9 Millionen.

  • Texas ist damit nach Hawaii der zweite Bundesstaat, wo die Beteiligung von 2016 schon übertroffen wurde.
  • Der mit 29 Millionen Einwohnern zweitgrößte Staat stellt 38 Wahlleute und ist damit für den Amtsinhaber Donald Trump wie seinen Herausforderer Joe Biden von großer Bedeutung.
  • Der Sieger muss landesweit insgesamt mindestens 270 Wahlleute auf sich vereinigen. Umfragen zufolge liegen beide Männer in Texas gegenwärtig gleichauf. Der Bundesstaat hat seit 1976 nicht mehr für einen demokratischen Kandidaten gestimmt.
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20:19 Uhr

Schauspielerin Lori Loughlin kommt ins Gefängnis

Schauspielerin Lori Loughlin hat ihre zweimonatige Haftstrafe angetreten.

Der "Full House"-Star wird ihre Strafe im US-Bundesgefängnis für weibliche Insassen in Dublin, Kalifornien, absitzen. Loughlin wurde im August zu zwei Monaten Gefängnis, einer Geldstrafe von 150.000 Dollar und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Ihr Ehemann, Designer Mossimo Giannulli, sieht sich unterdessen einer fünfmonatigen Haftstrafe sowie 250 Sozialstunden und 250.000 US-Dollar Buße gegenüber. Das Ehepaar bekannte sich des Betrugs schuldig, 500.000 Dollar gezahlt zu haben, um seine beiden Töchter an die University of Southern California zu bringen.

19:44 Uhr

BBC-Journalisten dürfen privat nicht mehr demonstrieren

Für Journalisten der öffentlich-rechtlichen BBC gelten künftig strenge Regeln, die das unabhängige Profil des Senders stärken sollen. So sollen die Nachrichtenjournalisten und bekannte Gesichter der BBC sich auch privat nicht mehr an Demonstrationen oder Kampagnen beteiligen, wie die BBC-Angestellten gestern erfuhren.

  • Auch für Aktivitäten auf Twitter und in anderen sozialen Medien gelten strenge neue Regeln. BBC-Journalisten dürften fortan weder durch das Teilen von Inhalten noch durch Likes oder andere Interaktionen Zweifel an ihrer Unabhängigkeit aufkommen lassen.
  • Im Extremfall könne die Missachtung sogar zur Kündigung führen.
  • Der seit September amtierende, neue BBC-Chef hat weitreichende Reformen angekündigt und will das Vertrauen in den Sender stärken.
19:30 Uhr

Fußball-Weltmeister "Nobby" Stiles ist tot

Der englische Ex-Weltmeister Norbert "Nobby" Stiles ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Das berichteten am Freitag britische Medien unter Berufung auf Familienangehörige des ehemaligen Fußballers. Er sei "nach langer Krankheit friedlich im Kreis seiner Familie gestorben", hieß es. Stiles litt jahrelang an Prostatakrebs und fortgeschrittener Demenz.

Der frühere Mittelfeldspieler von Manchester United bezeichnete die englische Weltmeisterschaft von 1966 noch Jahrzehnte später als "größte Sache, die ich jemals erlebt habe" - und auf die er selbst von Kindern im Alter seiner Enkel angesprochen werde. Beim denkwürdigen WM-Finale 1966, das England gegen Deutschland mit 4:2 in der Verlängerung gewonnen hatte, war "Nobby" Stiles einer der Schlüsselspieler. Nach dem Triumph tanzte er mit dem Pokal durch das Wembley-Stadion und war der meistfotografierte englische Star. Mit Manchester United holte Stiles 1968 für England erstmals den Europapokal der Meister.

Mehr Sport-Meldungen gibt es hier im Sport-Tag.

18:55 Uhr

Heidi Klum gewährt erste Blicke auf ihr Halloween-Kostüm

Obwohl in diesem Jahr vieles anders ist, hält Heidi Klum an einer Sache fest: dem großen Geheimnis um ihr Halloweenkostüm. Eine Party, wie sie die Blondine seit Anfang der 2000er-Jahre veranstaltet, wird es nicht geben. Den Spaß am Verkleiden lässt sie sich dennoch nicht nehmen. Bei Instagram gewährte sie nun einen ersten Blick auf ihr diesjähriges Kostüm.

"Die Verwandlung beginnt", kommentierte Klum ein Video, das sie auf einer am Boden liegenden Matratze zeigt. Feine Linien auf ihrem Körper lassen vermuten, dass es sich bei dem Endergebnis um einen Steinmenschen aus Marmor oder ähnlichem handeln könnte. Wann und wo Klum ihr fertiges Kostüm präsentieren wird, ist nicht bekannt.

*Datenschutz

 

18:13 Uhr

Musks Baby bekommt Filme mit FSK 16 zu sehen

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Ihr Sohn steht auf "radikale Kunst": Grimes und Elon Musk.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dass der kanadischen Musikerin Grimes eine etwas andere Früherziehung ihres ersten gemeinsamen Kindes mit Multimilliardär Elon Musk vorschwebt, war abzusehen. Spätestens, als dem inzwischen fünf Monate alten Sohn der Name X Æ A-Xii in die Geburtsurkunde geschrieben wurde. Dass ihm seine Mutter jemals verbietet, einen für sein Alter unangebrachten Film anschauen zu dürfen, wird der kleine "X" wohl jedenfalls nicht fürchten müssen. Das sagte Grimes nun der "New York Times".

Nicht etwa "Peppa Wutz" oder die "Teletubbies" bekomme der Junge vorgesetzt, im Hause Grimes/Musk gibt es den Höhepunkt des Vietnamkriegs zu sehen. "Ich habe mir mit meinem Baby 'Apocalypse Now' und solche Sachen angesehen", sagte die Musikerin. "Er steht auf radikale Kunst", sei sie sich sicher.

In Deutschland ist Francis Ford Coppolas Anti-Kriegsfilm ab 16 Jahren freigegeben.

17:49 Uhr

Dax beendet Woche zum Vergessen 

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten ins Wochenende. Der Dax schließt 0,4 Prozent schwächer bei 11.556 Punkten - das ist ein Wochenminus von 8,6 Prozent. Der MDax verliert 0,3 Prozent auf 25.721 Zähler, der TecDax 0,8 Prozent auf 2813 Punkte.

Mehr börsenrelevante Meldungen finden Sie im Börsen-Tag.

17:29 Uhr

SUV rast über Maidan in Kiew und tötet zwei Menschen

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Das Auto erfasste mehrere Menschen; die Polizei geht von einem Unfall aus.

(Foto: National Police of Ukraine)

Mitten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist ein Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit über den Maidan gerast und hat mehrere Menschen erfasst.

  • Zwei Menschen sind ums Leben gekommen, drei weitere Fußgänger wurden verletzt.
  • Der Wagen fuhr mehrere Treppen auf dem zentralen Platz hinunter. Etliche Menschen konnten noch rechtzeitig zur Seite laufen. Auf einem Gehweg erfasste das Auto dann viele Fußgänger und rammte mehrere andere Autos auf der Straße.
  • Die Polizei geht von einem Unfall aus. Der 66-jährige Fahrer habe die Kontrolle über sein Auto verloren, teilte die Behörde mit. Nach Medienberichten war der Mann betrunken.
16:52 Uhr

Jan Böhmermann geht offline

Die Social-Media-Kanäle des Satirikers Jan Böhmermann sind nicht mehr erreichbar - weder bei Twitter noch bei Instagram oder Facebook. Zugleich wurde bei dem Messengerdienst Telegram ein neuer Kanal unter dem Namen "realjanböhmermann" eröffnet. Was hinter der Aktion steckt, ist noch völlig unklar.

In einem Interview bei "T-Online" hatte sich der Moderator sehr kritisch über Telegram geäußert: "Vielleicht wird das (Telegram) meine Alternative zu Facebook - die Plattform, wo früher die manipulierbaren Idioten saßen." Böhmermann sagte über Telegram: "Es ist ein unregulierter Raum, bei dem der Staat absolut keine Ahnung hat, was passiert. Für Anarchisten ist das toll." Böhmermann warnte in dem Interview, dass von Telegram Gefahren ausgingen: "Aber solange der Staat das nicht schnallt und solange er dort nicht eingreift, nicht sieht, was dort passiert, können und müssen wir das als Realität hinnehmen."

Update: Der Leiter der Landesmedienanstalt NRW, Tobias Schmid, teilte ntv daraufhin mit: "Wir haben die Ausweichbewegung illegaler Inhalte auf Dienste wie Telegram auf dem Schirm und das wird bereits die nächsten Tage auch ziemlich deutlich werden. Denn eines ist vollkommen klar, es gibt keine rechtsfreien Räume natürlich auch nicht bei Messengerdiensten.“

16:12 Uhr

Lukaschenko will Demonstranten die Hände abhacken

Sonntags zieht er gerne seine Kampfmontur an und läuft mit einem Maschinengewehr vor seinem Palast herum. Jetzt spricht der belarussische Diktator offen über seine Gewaltfantasien.

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Lukaschenkos Schergen haben nach der gefälschten Präsidentenwahl bereits mehrere Menschen umgebracht, der Diktator will aber noch mehr Blut.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Wir werden keine Gefangenen machen", sagte Alexander Lukaschenko bei einem Treffen mit führenden Vertretern der Sicherheitskräfte mit Blick auf die seit Monaten anhaltenden friedlichen Proteste. "Wenn jemand einen Beamten berührt, sollte er anschließend mindestens seine Hände verlieren."

"Wir werden nicht den Rückzug antreten", betonte Lukaschenko. Das gelte auch für ihn persönlich. "Der Präsident ist niemals irgendwohin geflohen und plant das auch nicht", sagte er mit Blick auf die Rücktrittsforderungen der Opposition, die für Sonntag zu neuen Protesten aufgerufen hat.

15:36 Uhr

Kim Kardashians toter Vater gibt ihr Hinweis, wenn sie "laut pupst"

Geschmacklos? Es gibt offenbar Leute, die das süß finden. Zu ihrem 40. Geburtstag hat Kanye West seine Ehefrau Kim Kardashian mit einem besonderen Geschenk überrascht: Der 43-Jährige ließ ein Hologramm ihres verstorbenen Vaters Robert Kardashian erstellen. Der nachgebildete Robert Kardashian erzählt, dass er jeden Tag auf sie, ihre Geschwister und ihre Kinder aufpasse. "Manchmal gebe ich euch einen Hinweis, wenn ich in der Nähe bin: Zum Beispiel wenn jemand - oder du - laut pupst."

Die Reaktionen ihrer Fans fielen gemischt aus. Während einige Nutzer das Video als "süß" und "emotional" bezeichneten, nannten andere das Hologramm "merkwürdig", "respektlos gegenüber dem Verstorbenen" oder "eine Geldverschwendung". Das Geburtstagskind selbst freute sich aber offenbar über den Gruß des verstorbenen Vaters: "Kanye hat mir das durchdachteste Geschenk meines Lebens gemacht. Es ist eine besondere Überraschung aus dem Himmel."

14:51 Uhr

Frankreich warnt Bürger: "Die Bedrohung ist überall"

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Wütende Proteste gegen Frankreich in muslimischen Ländern dauern an. Hier ein Foto aus Bangladesch.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Frankreich warnt seine Bürger weltweit vor Anschlägen: "Die Bedrohung ist überall", sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts unter Leitung von Präsident Emmanuel Macron.

  • "Der Schritt vom virtuellen Hass zur echten Gewalt ist klein", sagte Le Drian. Paris habe die diplomatischen Vertretungen im Ausland angewiesen, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken.
  • Erst am Donnerstag hatte es der frühere malaysische Regierungschef Mahathir Mohamad als legitim bezeichnet, "Millionen von Franzosen zu töten". Er begründete dies mit französischen "Massakern" der Kolonialzeit. Twitter löschte die Nachricht.
  • Im Inland will Frankreich insbesondere Schulen und Kirchen besser schützen. Dafür werden 3500 Reservepolizisten mobilisiert. Allein 120 zusätzliche Polizisten sollen in Nizza patrouillieren.
14:32 Uhr

Trickbetrüger erbeuten Goldmünzen von Seniorin

Gold gilt schon seit Langem als sichere Anlage für Sparer. Eine 71-jährige Frau ist ihre Goldmünzensammlung im Wert von rund 100.000 Euro jetzt allerdings los, und zwar, weil Trickbetrüger ihr Vertrauen schamlos ausgenutzt haben. Am Telefon überzeugten sie die ältere Frau, dass sie von der Polizei wären und sowohl um ihre Sicherheit als auch ihr Eigentum besorgt seien. Denn ein Tatverdächtiger habe angeblich ihre Adresse. Die Frau aus Bad Mergentheim wurde überredet, die Goldmünzen aus einem Bankschließfach zu holen und in einem Rucksack an einen vereinbarten Ort zu hinterlegen.

Ein angeblicher Polizist sollte die Münzen dort abholen, damit dieser die Goldmünzen "in Sicherheit" bringt. Abgesprochen war, dass die Seniorin die Goldmünzen zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückbekommt. Daraus wurde nichts.

14:29 Uhr

Schichtwechsel

Yuki Schubert verabschiedet sich in den verregneten Feierabend, ich übernehme den "Tag" und bin bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag!

13:53 Uhr

Erdbeben erschüttert West-Türkei

Mit einer Erdbeben-Stärke von 6,6 wurde besonders die türkische Provinz Izmir stark getroffen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Der türkische Nachrichtensender TRT zeigte Bilder von einem eingestürzten Gebäude in Izmir und berichtete von Panik auf den Straßen während des Bebens. Telefonverbindungen seien unterbrochen gewesen.

Auf Fernsehbildern waren größere Staubwolken zu sehen, die über der Stadt hingen. Der Gouverneur von Izmir sagte im Interview mit dem Fernsehsender, bisher könne man keine genauen Informationen über Opfer oder Schäden machen. Das Beben hat sich Anadolu zufolge um 14.51 Uhr Ortszeit zugetragen.

Die Erschütterungen waren sogar noch in Griechenland zu spüren. Besonders betroffen ist die Insel Samos, hier gibt es Berichte von einigen Gebäudeschäden.

13:40 Uhr

Mindestens sechs Tote bei Erdrutsch in El Salvador

Heftige Regenfälle haben im Westen von El Salvador einen Erdrutsch verursacht und etwa 40 Häuser unter Schutt und Schlamm begraben. Dabei sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, 40 Menschen werden laut Zivilschutz des mittelamerikanischen Landes noch vermisst.

Präsident Nayib Bukele entsandte die Streitkräfte in die Region. Mitarbeiter des Zivilschutzes und Soldaten suchten mithilfe von Spürhunden nach Verschütteten. Ein Tropensturm hatte das Land erst im Mai schwer getroffen.

13:16 Uhr

Seltenes Chamäleon nach über 100 Jahren wieder gesichtet

Lange galt das seltene Voeltzkow-Chamäleon als verschollen - ein Expeditionsteam wurde nun im Nordwesten Madagaskars fündig und konnte einen Blick auf das farbenprächtige Reptil erhaschen. Ein "Once in a Lifetime"-Erlebnis und zwar deshalb, weil die Tiere nur wenige Monate leben.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Laut Zoologischer Staatssammlung München wachsen die Tiere im Rekordtempo heran, legen ihre Eier ab und sterben am Ende der Regenzeit. Damit sind die Tiere "quasi die Eintagsfliegen unter den Reptilien", erklärten die Experten weiter.


12:23 Uhr

Russische Polizei erschießt mutmaßlichen 16-jährigen Terroristen

Ein Teenager soll in Kukmor, einem Ort in der islamisch geprägten russischen Teilrepublik Tatarstan, versucht haben, eine Polizeiwache mit einem "Molotow-Cocktail" in Brand zu setzen. Als die Polizei eingriff, habe der 16-Jährige mit einem Messer zugestochen. Dabei sei ein Beamter schwer verletzt worden.

Ein weiterer Polizist feuerte demnach zwölf Schüsse ab, von denen sechs trafen. Der junge Mann verstarb. Der Attentäter habe "Allahu akbar" ("Gott ist groß" auf Arabisch) gerufen, hieß es. Zudem soll er geschrien haben, dass alle anderen Ungläubige seien.

Die Ermittler prüfen laut Agentur Interfax, ob der Lehrermord in Frankreich einen Einfluss auf die Tat des Jugendlichen gehabt haben könnte.

11:56 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:37 Uhr

Foto mit Laschet ohne Maske sorgt für Aufruhr - zu Recht?

Politiker, die die AHA-Regeln nicht einhalten, sind keine guten Vorbilder, so viel ist klar. Nun ist ein Foto von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet in einem Flugzeug aufgetaucht, wo er seine Maske zwar dabei hat, diese aber locker an einem Ohr baumelt. Die "Bild"-Zeitung veröffentlichte die Aufnahme.

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Auf dem Bild ist zu sehen, wie er in seinem Sitz nach hinten umgedreht zu seinem Regierungssprecher, augenscheinlich im Gespräch ist. Ein Fluggast hatte die Szene am Mittwochabend auf einem Flug von Köln nach Berlin festgehalten.

Bleibt die Frage: Regelverstoß? Unsinn, sagt ein Sprecher der NRW-Staatskanzlei gegenüber ntv.de: "Ministerpräsident Armin Laschet hat während des genannten Fluges sowie an den Flughäfen selbstverständlich einen Mund-Nasen-Schutz getragen. Dies wurde lediglich - entsprechend der allgemeinen AHA-Regeln und den Vorgaben der Fluggesellschaft - für einen kurzzeitigen Moment zum Verzehr von Speisen und Getränken unterbrochen. Unmittelbar danach wurde der MNS-Schutz wieder wie vorgesehen vollständig aufgesetzt." Er ergänzt: "Die Einhaltung der AHA-Regeln ist für Ministerpräsident Armin Laschet nicht nur selbstverständlich. Er sieht sie als unbedingt notwendig an."

Das Bild zeigt zwar nicht, dass Laschet isst oder trinkt, aber es ist auch nicht erkennbar, ob sein Klappbrett noch steht oder er etwas in der Hand hält. Vorläufiges Fazit: Viel Lärm um nichts.


10:57 Uhr

Waffenchats mit Tausenden Mitgliedern aufgelöst

Das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main haben neun Chatgruppen des Messengerdiensts Telegram mit rund 8000 Mitgliedern "übernommen und sichergestellt", teilten die Ermittler nun mit. Die kriminellen Chats wurden demnach genutzt, um mit Drogen und Waffen zu handeln.

Bisher konnten die Ermittler 28 Menschen aus Deutschland und Österreich identifizieren und führten bei den Beschuldigten eine Razzia durch, dabei haben sie vier Kilogramm Drogen, acht Waffen und 8000 Euro Bargeld gefunden. Zwei Männer stammen aus dem Landkreis Offenbach.

10:27 Uhr

Drohschreiben gegen Politiker: Mann und Frau festgenommen

Eine 39-jährige Frau und ein 38-jähriger Mann stehen im Verdacht, anonyme Drohschreiben an Politiker, Behörden, Ministerien und Verkehrsverbünde versendet zu haben. Das teilt die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun mit. Fünf Gebäude wurden dafür in Berlin und Stuttgart durchsucht.

Das Duo soll seit Dezember 2019 mehrere Drohbriefe versendet haben mit der Unterschrift "MIlitantE ZellE (MIEZE) - vereint im Kollektiv der Revolutionären Aktionszellen (RAZ)". Darin forderten sie unter Androhung von Gewalt unter anderem, dass sich die Empfänger in ihrem Zuständigkeitsbereich mehr um die Bedürfnisse der Bevölkerung kümmern sollen, und nicht um die von Wirtschaftslobbyisten. Den Schreiben legten sie Platzpatronen, Streichhölzer, Grillanzünder oder auch Messer bei, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Das Paar soll im August einen Brandanschlag auf ein Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg begangen haben. Außerdem gibt es die Anschuldigung, dass sie einen Brandsatz am Haus des Fleischfabrikanten Clemens Tönnies deponiert haben sollen.

10:08 Uhr
Breaking News

Konjunktur in Deutschland erholt sich

Nach dem Einbruch wegen der Corona-Krise im Frühjahr hat sich die deutsche Wirtschaft spürbar erholt und ist im Sommerquartal in Rekordtempo gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Juli und September um 8,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:51 Uhr

Karlie Kloss ist schwanger

Das US-amerikanische Model Karlie Kloss soll laut einem Bericht von "People" ihr erstes Kind mit Ehemann Joshua Kushner erwarten. "Karlie ist überglücklich", zitiert das Magazin eine anonyme Quelle aus dem Umfeld des Paares: "Sie wird die wunderbarste Mutter sein."

Die 28-jährige Kloss sorgt auf Instagram aber aus einem anderen Grund für Schlagzeilen. Denn sie zeigt sich dort als Wählerin für die Demokraten und damit als Unterstützerin für Joe Biden.

*Datenschutz

Interessant ist dabei: Kloss hat familiäre Beziehungen zur Familie Trump. Denn ihr Mann ist der jüngere Bruder von Jared Kushner und der ist bekanntermaßen Berater von Präsident Donald Trump und verheiratet mit Trumps Tochter Ivanka.

Karlie Kloss ist sehr beliebt bei den großen Designern und Designerinnen dieser Welt. So lief sie schon auf den Laufstegen von Karl Lagerfeld, Louis Vuitton oder Yves Saint Laurent.

09:28 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:10 Uhr

Weiterer Verdächtiger in Nizza festgenommen

Drei Menschen verlieren in Nizza bei einem mutmaßlich islamistisch motivierten Messerangriff ihr Leben. In Verdacht steht ein 21-jähriger Tunesier namens Brahim Aouissaoui. Nun wurde ein 47-Jähriger in Gewahrsam genommen. Er soll am Tag vor der Tat mit dem mutmaßlichen Täter in Kontakt gestanden haben, heißt es aus französischen Justizkreisen. Die Tageszeitung "Nice-Matin" hatte zuvor von der Festnahme berichtet.

Der Angriff hat sich am Donnerstagmorgen in der Basilika Notre-Dame zugetragen. Ein Mann und eine Frau wurden brutal getötet; eine verletzte Frau konnte zwar in eine Bar flüchten, erlag aber ihren Verletzungen. Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi zufolge rief der Angreifer mehrfach "Allahu Akbar" (Gott ist groß), bevor ihn die Polizei mit Schüssen verletzte und festnahm. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.

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08:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Ein bedeutungsschweres Feiertagswochenende mit Reformationstag und Allerheiligen steht vor der Tür. In nur wenigen Tagen wird in den USA gewählt und ab Montag treten die Regelungen für den sogenannten Teil-Lockdown in Kraft. Bis Ende November wird das öffentliche Leben deutlich runtergefahren. Kinos, Museen, Fitness- oder Kosmetikstudios, Bars, Clubs und Kneipen müssen schließen. Restaurants ebenso - erlaubt sind nur noch Lieferungen oder Essen zum Mitnehmen.

Die Länderregierungen und Landtage treffen sich heute zu Sondersitzungen, um sich für die Beschlüsse des Teil-Lockdowns zu rüsten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer wollen Regierungserklärungen abgeben.

Das steht heute auf dem Plan

  • Die Bundesregierung stellt heute die Konjunkturprognose vor und wie sich die Corona-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft auswirkt. Ab 10 Uhr wird CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier erwartet.
  • Die EU-Gesundheitsminister schalten sich auf einem Videogipfel zusammen und beraten unter anderem über eine mögliche Stärkung der Weltgesundheitsorganisation.
  • Sie wollen sich über die aktuelle Corona-Lage informieren? Der Liveticker zu den aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus steht Ihnen dafür natürlich zur Verfügung.
  • In Italien sind neue Corona-Demos gegen die Maßnahmen der Regierung geplant
  • Anti-Terror-Ermittler suchen mögliche Komplizen des Nizza-Angreifers, nachdem der Mann, der aus Tunesien stammen soll, drei Menschen bei einer Messerattacke getötet hat. Der von Polizisten schwer verletzte Terrorverdächtige schwebt derzeit in Lebensgefahr.
  • FC Schalke 04 trifft heute auf den VfB Stuttgart zum 6. Spieltag der Bundesliga-Saison 2020/21. Anpfiff ist um 20.30 Uhr.
  • Vier Tage vor der Wahl hat sich Trump in den umkämpften Bundesstaaten Michigan, Wisconsin und Minnesota angekündigt.

Wieder liegt ein vollgepackter Tag vor uns. Mein Name ist Yuki Schubert und ich freue mich, Sie durch den Tag zu begleiten. Lassen Sie sich nicht von dem grauen Tag die Laune verderben und vor allem, bleiben Sie gesund! Falls Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir gerne an yuki.schubert(at)nama.de

08:30 Uhr

Video: Seehofer warnt vor islamistischer Terrorgefahr

08:04 Uhr

Trüb, nass und windig

Das Tief "Marola" bei Island lenkt weiterhin feuchte, aber wieder etwas mildere Luft vom Atlantik zu uns. Dabei zeigt sich das Wetter heute Vormittag verbreitet trüb und es fällt teils kräftiger Regen.

Im Westen und Südwesten lässt der Regen im Tagesverlauf aber immer mehr nach und am Nachmittag sind vom Rheinland über den Schwarzwald bis zu den Alpen auch mal einige sonnige Auflockerungen mit dabei. Im Norden und Osten bleibt es hingegen weiter trüb und nass.

Die Temperaturen erreichen zwischen 11 Grad im Erzgebirge und 17 Grad am Rhein. Dazu weht frischer, auf den Bergen in Böen stürmischer Südwestwind.

Die Aussicht zum Wochenende ist gemischt. Das Hoch "Pit" über Spanien dehnt sich allmählich Richtung Mitteleuropa aus und sorgt am Samstag für Wetterbesserung, allerdings sind Sonnenstunden unwahrscheinlich.

07:35 Uhr

Polizei untersucht tödlichen Unfall in Kempen

Am Donnerstagnachmittag ist ein zwölfjähriger Junge in Kempen am Niederrhein getötet worden, als ein Auto in eine Fußgängergruppe gefahren ist. Die Polizei untersucht nun, wie es zu dem Unfall kam und ob der 30-jährige Fahrer absichtlich handelte. Derzeit gebe es darauf keine Hinweise, teilt die Polizei mit.

Die Mutter des Jungen und ein Fußgänger wurden schwer verletzt. Der zwei Jahre alte Bruder des Gestorbenen erlitt leichte Verletzungen. Die Unfallstelle auf der Straße Richtung Tönisvorst befindet sich nach Angaben eines Polizeisprechers in einer langgezogenen Rechtskurve an einem Waldstück. Sie ist unbeleuchtet. Hier war der Fahrer gegen 16.30 Uhr von der Straße abgekommen. Sein Wagen schleuderte über den Fuß- und Radweg auf ein Feld, wo er stehen blieb.

Der Bruder des Gestorbenen hatte zum Zeitpunkt des Zusammenpralls in einem Kinderwagen gesessen. Das Gefährt wurde vollständig zerstört, wie Bilder zeigen.

07:18 Uhr

Flixbus stellt Betrieb vorübergehend ein

Eigentlich ist Flixbus von dem am Montag beginnenden Lockdown nicht betroffen - aber die Maßnahme sowie die steigenden Infektionszahlen haben natürlich Auswirkungen auf den Fernreiseverkehr. Das Unternehmen FlixMobility stellt daher im November seinen Betrieb ein. Wenn Kanzlerin Merkel darum bitte, auf Reisen zu verzichten, dann habe das Einfluss auf die Nachfrage, sagt Geschäftsführer André Schwämmlein der "Welt am Sonntag". Das Unternehmen hofft, "an Weihnachten mit Flixbus für unsere Kunden im Einsatz sein zu können". Flixtrain mache vorübergehend Winterpause.

07:07 Uhr