Der Tag
18. September 2024
DSCF2333-2-Zuschnitt-Autorenboxmit Friederike Zörner
Zum Archiv
22:36 Uhr

Das war Mittwoch, der 18. September 2024

Die Explosionen im Libanon nehmen kein Ende. Auch am Tag nach der zeitgleichen Detonation von Hunderten Hisbollah-Pagern gibt es Verletzte und Tote. Diesmal fliegen diverse Kommunikationsgeräte von Miliz-Mitgliedern in die Luft. Der Libanon und andere arabische Staaten sehen klar Israel für die Aktionen in der Verantwortung. Dessen Verteidigungsminister Joav Galant geht darauf zwar nicht direkt ein, ruft aber sogleich eine neue Phase des Krieges aus. An die Nordgrenze sollen Truppen und Ressourcen verlegt werden.

Damit dürften die täglichen Gefechte zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee zunehmen, zumal die Islamisten auf Rache sinnen. Die internationale Gemeinschaft ist besorgt. Der UN-Sicherheitsrat rief angesichts der angespannten Lage eine Dringlichkeitssitzung für diesen Freitag ein. Wir halten Sie über die beunruhigenden Geschehnisse in Nahost auf dem Laufenden.

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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

Das war Mittwoch, der 18. September 2024
22:24 Uhr

Urlauberin stirbt durch Steinschlag auf Kreta

Eine Urlauberin ist auf der griechischen Ferieninsel Kreta durch Steinschlag ums Leben gekommen. Die Frau sei beim Wandern in der Samaria-Schlucht durch einen herabfallenden Felsbrocken tödlich verletzt worden, sagte ein Behördensprecher dem Fernsehsender Mega TV. Trotz Erste-Hilfe-Maßnahmen sei sie gestorben, bevor sie in ein Krankenhaus gebracht werden konnte.

Der Steinschlag wurde demnach durch ein plötzliches Unwetter mit heftigen Regenfällen ausgelöst. Die Nationalität der Verunglückten ist bislang unklar. Einigen Berichten zufolge handelte es sich um eine in Deutschland lebende Ukrainerin.

Urlauberin stirbt durch Steinschlag auf Kreta
21:56 Uhr

Harris liegt laut neuer Umfrage in zwei Schlüsselstaaten klar vor Trump

Die US-Präsidentschaftswahlen werden mit Spannung erwartet. Schon jetzt ist klar: Am 5. November wird in den meisten Bundesstaaten ein eindeutiges Voting für oder gegen Kamala Harris beziehungsweise für oder gegen Donald Trump abgegeben. Doch sieben Staaten sind nach jetzigem Stand umkämpft. Da dürfte es für die Demokratin erfreulich sein, dass sie in einer neuen Umfrage in zwei dieser besagten Swing States deutlich vor ihrem republikanischen Kontrahenten liegt. Laut der von der Quinnipiac-Universität veröffentlichten Erhebung lag Harris in Pennsylvania bei 51 Prozent der Stimmen, während Trump 45 Prozent verzeichnete. In Michigan war das Verhältnis demnach 50 zu 45 Prozent.

Die Umfrage wurde nach dem TV-Duell der beiden Kandidaten vom 10. September erstellt, das Harris nach allgemeiner Einschätzung für sich entschieden hatte. In Pennsylvania verbesserte sich die Demokratin gegenüber der August-Umfrage desselben Instituts um drei Prozentpunkte. Im Bundesstaat Wisconsin ergab die Umfrage ein knapperes Bild: Dort kam Harris auf 48 Prozent der Stimmen, während Trump 47 Prozent verzeichnete. Pennsylvania, Michigan und Wisconsin zählen zur Gruppe von insgesamt sieben US-Bundesstaaten, in denen das Rennen besonders knapp ist. In den Staaten Arizona, Georgia und North Carolina liegt Trump laut einem Umfragen-Mix der Website realclearpolitics knapp vorn; im siebten Staat, Nevada, führt demnach Harris mit hauchdünnem Vorsprung.

Harris liegt laut neuer Umfrage in zwei Schlüsselstaaten klar vor Trump
21:24 Uhr

Hausband kehrt "TV total" den Rücken und ist wieder mit Stefan Raab vereint

Stefan Raab ist zurück. Nach seinem fulminanten Boxkampf am Wochenende ging heute die erste Ausgabe von "Du gewinnst hier nicht die Million bei Stefan Raab" bei RTL+ auf Sendung. Zuschauerinnen und Zuschauer dürften dabei nicht schlecht gestaunt haben, als sie nicht nur Raab im gewohnten Look früherer Jahre (blaues Hemd, Jeans, weiße Sneaker) zu Gesicht bekamen, sondern auch andere alte Bekannte: die Heavytones. Die Showband war im Jahr 2001 auf Wunsch von Raab für seine damalige Late-Night-Show "TV total" entstanden. Doch nach Raabs TV-Abschied im Jahr 2015 waren die Musiker auch in der 2021 gestarteten Neuauflage von "TV total" mit Moderator Sebastian Pufpaff zu hören gewesen.

Damit ist aber nun - offensichtlich - Schluss. Auf Instagram hatten die Heavytones bereits am gestrigen Dienstag ihren Abschied von "TV total" bekannt gegeben und von einem neuen Kapitel gesprochen, das jetzt beginne. Seit heute Abend ist klar, was damit gemeint ist. Der 57-jährige Raab sagte derweil zum Start seiner Show nach einer kurzen Gesangseinlage: "Vielen Dank. Da bin ich wieder. So einfach kann's gehen!"

Hausband kehrt "TV total" den Rücken und ist wieder mit Stefan Raab vereint
20:45 Uhr

Dutzende prominente Republikaner stellen sich öffentlich gegen Trump

"Als Präsident förderte er das tägliche Chaos in der Regierung, lobte unsere Feinde und unterminierte unsere Verbündeten, politisierte das Militär und verunglimpfte unsere Veteranen, stellte seine persönlichen Interessen über die amerikanischen Interessen und verriet unsere Werte, die Demokratie und die Gründungsdokumente dieses Landes."

Mit diesen und anderen eindeutigen Worten wenden sich 111 ehemalige nationale Sicherheitsbeamte republikanischer Regierungen und ehemalige republikanische Kongressabgeordnete von dem aktuellen Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei ab: Donald Trump. Über den Brief, mit dem sie sich an die Öffentlichkeit richteten, berichtet die "New York Times". Sie seien zu dem Schluss gekommen, dass Trump "nicht in der Lage ist, erneut als Präsident zu dienen". Deswegen würden sie die Kandidatur von Vizepräsidentin Kamala Harris unterstützen. Sie würden zwar in vielen Fragen nicht mit ihr übereinstimmen, Trump habe jedoch "gefährliche Eigenschaften" gezeigt. Dazu gehöre eine "ungewöhnliche Affinität" zu Diktatoren wie dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und eine "Verachtung für die Normen anständigen, ethischen und rechtmäßigen Verhaltens". (Den vollständigen Brief mit der Liste der Unterzeichner können Sie hier im Original nachlesen.)

Dutzende prominente Republikaner stellen sich öffentlich gegen Trump
20:14 Uhr

Hisbollah-Geräte explodiert: Opferzahlen im Libanon steigen rapide

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Die Überbleibsel eines explodierten Hisbollah-Funkgeräts. (Foto: dpa)

Bei erneuten Explosionen zahlreicher elektronischer Geräte sind im Libanon nach Behördenangaben mehr als 450 Menschen verletzt worden. Außerdem seien 14 weitere getötet worden. Wie am Vortag soll es viele Mitglieder der proiranischen Hisbollah getroffen haben, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen.

Bereits am Dienstag waren an mehreren Orten im Libanon gleichzeitig Hunderte Pager explodiert, die Menschen unter anderem in ihren Hosentaschen trugen. Dabei wurden rund 2800 Menschen verletzt und mindestens 12 starben. Die Hisbollah machte Israel für den Angriff vom Dienstag verantwortlich und schwor Vergeltung. Israel selbst äußerte sich dazu nicht. Auch die Explosionen vom heutigen Mittwoch kommentierte Israel zunächst nicht.

Hisbollah-Geräte explodiert: Opferzahlen im Libanon steigen rapide
20:02 Uhr

US-Leitzinswende ist da: Fed wagt großen Schritt nach unten

Die US-Notenbank hat die Zinswende mit einem ungewöhnlich großen Schritt nach unten gestartet. Sie setzte den geldpolitischen Schlüsselsatz zur Überraschung vieler Experten um einen halben Prozentpunkt nach unten - auf die neue Spanne von 4,75 bis 5,00 Prozent. Es war die erste Senkung seit Anfang des Jahrzehnts, als die Corona-Krise die Fed zu einer Lockerung zwang.

US-Leitzinswende ist da: Fed wagt großen Schritt nach unten
19:56 Uhr

Israels Verteidigungsminister beschreibt "neue Phase" des Kriegs

Nach den Explosionen im Libanon hat Israels Verteidigungsminister Joav Galant eine "neue Phase" des Kriegs angekündigt. "Der Schwerpunkt verlagert sich nach Norden", sagte Galant nach Angaben seines Büros. Dort liefern sich Israels Armee und die libanesische Hisbollah-Miliz seit Monaten Gefechte. "Wir stellen Kräfte, Ressourcen und Energie für den nördlichen Bereich bereit", sagte Galant den Angaben nach bei dem Besuch eines Luftwaffenstützpunkts. Er erinnerte an das kürzlich festgelegte Kriegsziel Israels: die Rückkehr geflüchteter israelischer Bürger in das Grenzgebiet.

"Wir stehen am Anfang einer neuen Phase des Kriegs - sie erfordert Mut, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen unsererseits", so Galant weiter. Die Armee habe zusammen mit dem Auslandsgeheimdienst Mossad "hervorragende Leistungen erbracht", sagte er, ohne Details zu nennen.

Israels Verteidigungsminister beschreibt "neue Phase" des Kriegs
19:25 Uhr

Frankreich ist nicht mehr größter Weinproduzent der Welt

Durch den Klimawandel haben es Weinbäuerinnen und Weinbauern vielerorts nicht leicht. Wiederkehrende Dürre-Perioden und Starkregen beeinträchtigen die Erde. Die diesjährige Produktion liegt vor diesem Hintergrund in Italien noch immer weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Dennoch konnte das Land nach vorläufigen Zahlen den Titel als größter Weinproduzent der Welt zurückerobern.

Nach einer sehr schlechten Ernte im vergangenen Jahr geht der italienische Hauptverband der Weinbauern Coldiretti nach aktuellen Angaben für 2024 von einem Plus um acht Prozent und einer Ernte von 41 bis 42 Millionen Hektolitern aus. Die Ernte im Spitzenland des vergangenen Jahres - Frankreich - fiel derweil mit voraussichtlich 39,3 Millionen Hektolitern 18 Prozent schlechter aus als 2023. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) war Italien seit 2007 jedes Jahr der weltweit führende Weinerzeuger, mit Ausnahme von 2011, 2014 und 2023, als es jeweils von Frankreich überholt wurde.

Frankreich ist nicht mehr größter Weinproduzent der Welt
19:01 Uhr

Deutsche Bank dünnt Filialnetz weiter aus

Die Deutsche Bank will ihr Filialnetz weiter ausdünnen. Von den 400 Filialen seien etwa 50 kleinere Standorte betroffen. Eine "mittlere zweistellige" Anzahl von Filialen werde geschlossen, teilte Deutschlands größtes Bankhaus mit. Die genaue Zahl müsse noch geklärt werden, Verhandlungen mit dem Betriebsrat würden zeitnah aufgenommen. "Die Deutsche Bank bleibt dabei weiterhin bundesweit mit einem flächendeckenden Filialnetz präsent", teilte das Institut weiter mit.

Deutsche Bank dünnt Filialnetz weiter aus
18:51 Uhr

US-Präsident Biden plant kurz vor Abschied aus dem Amt Berlin-Besuch

Vor seinem Abschied aus dem Amt plant US-Präsident Joe Biden Mitte Oktober einen zweitägigen Besuch in Deutschland. Das erfuhr ntv aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die US-Zeitung "The Hill" unter Berufung auf Bidens Umfeld berichtet, der Demokrat wolle Mitte Oktober nach Berlin reisen, bevor er weiter nach Afrika fliege. Erwartet werde ein Staatsbesuch in der deutschen Hauptstadt. Eine offizielle Bestätigung gab es bislang dafür nicht.

US-Präsident Biden plant kurz vor Abschied aus dem Amt Berlin-Besuch
18:34 Uhr

Stabschefin verdient mehr als britischer Premier - Personalie in Kritik

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Sue Gray ist Spitzenverdienerin. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Als "Partygate"-Ermittlerin machte sie sich einen Namen. Jetzt gerät Sue Gray wegen ihres Gehalts in die Schlagzeilen. Die Stabschefin des britischen Premierministers, Keir Starmer, erhält einem BBC-Bericht zufolge mehr Geld als der Regierungschef selbst. Ihr Jahresgehalt sei nach der Regierungsübernahme im Juli deutlich auf 170.000 Pfund (knapp 202.000 Euro) gestiegen, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender. Starmer bekommt 166.786 Pfund (etwa 198.200 Euro) im Jahr.

Der Bericht dürfte Kritik an der Personalie anheizen. In der Downing Street gibt es Medien zufolge bereits seit längerem Vorwürfe, Gray sehe sich de facto als Vize-Premierministerin, die in jedes Thema eingebunden werden müsse. Die ehemalige Spitzenbeamtin der Regierungsbehörde Cabinet Office arbeitet seit rund einem Jahr für Starmer, der damals Oppositionsführer war. Der Wechsel sorgte für Aufsehen: Gray hatte die internen Ermittlungen zur "Partygate"-Affäre um Lockdown-Feiern in der Downing Street geleitet. Ihr Bericht über Führungsversagen trug zum Sturz des damaligen Premierministers Boris Johnson bei.

Stabschefin verdient mehr als britischer Premier - Personalie in Kritik
18:04 Uhr

Nach zweiter Explosionswelle im Libanon: 9 Tote und 300 Verletzte

Bei erneuten Explosionen zahlreicher elektronischer Geräte sind im Libanon nach Behördenangaben mehr als 300 Menschen verletzt worden. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte zudem mit, dass dabei mindestens neun Menschen getötet wurden.

Nach zweiter Explosionswelle im Libanon: 9 Tote und 300 Verletzte
17:58 Uhr

Königin Silvia beklagt Todesfall in ihrer engsten Familie

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Königin Silvia ist aktuell in Berlin. (Foto: IMAGO/pictureteam)

Königin Silvia verweilt momentan in Deutschland und wurde heute von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue empfangen. Doch gleichzeitig wird eine traurige Nachricht bekannt: Wie der Königshof mitteilt, starb die Schwägerin der Königin: Charlotte Sommerlath, die Ehefrau ihres Bruders Ralf Sommerlath. Ein genaues Todesdatum oder eine Ursache werden nicht genannt. Aufgrund des Trauerfalls muss die 80-jährige Monarchin ihre Teilnahme an einem für Freitag geplanten Event absagen. Gemeinsam mit der norwegischen Königin Sonja sollte Silvia in Stockholm eine Ausstellung eröffnen. Den Termin wird Königin Sonja nun alleine wahrnehmen.

In Berlin eröffnete Silvia unterdessen ein neues Kinderhaus der von ihr gegründeten World Childhood Foundation. Am morgigen Donnerstag soll sie dann aus der Bundeshauptstadt zu ihrem deutschen Bruder reisen, "um ihm bei der Beerdigung zur Seite zu stehen". Der 95-jährige Ralf Sommerlath ist der älteste Bruder der schwedischen Königin und der einzige noch lebende. Königin Silvia wurde als Silvia Renate Sommerlath in Heidelberg geboren.

Königin Silvia beklagt Todesfall in ihrer engsten Familie
17:22 Uhr

Frau verharrt zwei Stunden in Würgegriff eines Pythons

In Thailand durchlebt eine Frau gefühlt vermutlich eine Ewigkeit der Angst. Ein etwa vier Meter langer Python wickelt sich um den Bauch der 64-Jährigen und beißt sich in ihrem Bein fest. Es dauert mehr als zwei Stunden, bis Hilfe kommt. Einsatzkräfte können das Opfer befreien.

Frau verharrt zwei Stunden in Würgegriff eines Pythons
16:56 Uhr

Zwei Menschen sterben bei Wohnungsbrand in Gelsenkirchen

Bei einem Wohnungsbrand in Gelsenkirchen sind zwei Menschen gestorben. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der beiden 60 Jahre alten Menschen feststellen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Andere Hausbewohner wurden nicht verletzt. Die Brandursache ist noch unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Nach Angaben der Feuerwehr in Gelsenkirchen brach das Feuer in der Nacht im zweiten Stock des Wohnhauses im Stadtteil Schalke aus. Die Treppe blieb rauchfrei, was die Rettung der Bewohner erleichterte. Im Schlafzimmer der brennenden Wohnung fanden die Einsatzkräfte eine leblose Frau und einen leblosen Mann. Reanimationen blieben erfolglos. Der Brand konnte zügig gelöscht werden, die übrigen Bewohner konnten nach etwa einer Stunde wieder in ihre Wohnungen zurück.

Zwei Menschen sterben bei Wohnungsbrand in Gelsenkirchen
16:45 Uhr

Jetzt explodieren Hisbollah-Walkie-Talkies im Libanon

In einer Hisbollah-Hochburg am südlichen Stadtrand von Beirut sowie im Süden und Osten des Landes sind weitere Kommunikationsgeräte von Hisbollah-Mitgliedern explodiert. In einem südlichen Vorort der libanesischen Hauptstadt sei "eine Anzahl von Walkie-Talkies explodiert", verlautete aus Hisbollah-Kreisen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur meldete Explosionen von Pagern und anderen Kommunikationsgeräten im Osten und Süden des Libanons; AFP-Reporter berichteten von Explosionen in Sidon im Süden und in Baalbeck im Osten des Landes. Laut Reuters sei es in der Nähe einer von der Hisbollah organisierten Trauerfeier zu mindestens einer Explosion gekommen.

Jetzt explodieren Hisbollah-Walkie-Talkies im Libanon
16:21 Uhr

Spektakuläre Aufnahmen: Wal spuckt Robbe wieder aus

An der US-Pazifikküste vor Washington kommt es zu einer bizarren Tierbegegnung: Offenbar jagen eine Robbe und ein Buckelwal demselben Fischschwarm hinterher, als sich die Robbe in den Barten des Wals verfängt. Beinahe verschluckt der Meeressäuger die Robbe - spuckt sie dann aber wieder aus.

Spektakuläre Aufnahmen: Wal spuckt Robbe wieder aus
15:55 Uhr

"Schwere, wahllose Kollateralschäden": EU äußert sich zu Pager-Explosionen im Libanon

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verurteilt die Explosion von zahlreichen Funkempfängern mit mehreren Toten und Tausenden Verletzten im Libanon. "Auch wenn die Angriffe offenbar gezielt erfolgten, hatten sie schwere, wahllose Kollateralschäden unter der Zivilbevölkerung zur Folge; auch Kinder sind unter den Opfern", teilte Borrell mit.

Hunderte sogenannte Pager, die Berichten zufolge von der islamistisch-schiitischen Hisbollah-Miliz verwendet werden, waren am Dienstag im Libanon gleichzeitig explodiert. Rund 2800 Menschen wurden dabei verletzt, mindestens 12 Menschen starben. Die proiranische Schiitenmiliz machte Israel verantwortlich und kündigte Vergeltung an. "Ich halte diese Situation für äußerst besorgniserregend. Ich kann diese Angriffe, die die Sicherheit und Stabilität des Libanons gefährden und die Gefahr einer Eskalation in der Region erhöhen, nur verurteilen", so Borrell. "Die Europäische Union appelliert an alle Beteiligten, einen umfassenden Krieg zu verhindern, der schwerwiegende Folgen für die gesamte Region und darüber hinaus haben würde."

"Schwere, wahllose Kollateralschäden": EU äußert sich zu Pager-Explosionen im Libanon
15:26 Uhr

Fünfjährige stirbt in Freizeitbad - Ermittlungen gegen Mutter

Eine Fünfjährige ist in Baden-Württemberg nach einem Badeunfall in einem Freizeitbad gestorben. Gegen die Mutter wird wegen des Verdachts der Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht ermittelt, wie die Polizei Reutlingen mitteilte. Demnach hatte sich der Unfall am Sonntagnachmittag in Albstadt ereignet. Ein Badegast holte das Mädchen aus dem Wasser, nachdem er es leblos am Boden des Schwimmbeckens entdeckt hatte. Nach einer sofortigen Reanimation wurde es im kritischen Zustand mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort starb es am Dienstag. Wie es zu dem Unglück kam, ist bislang unklar.

Fünfjährige stirbt in Freizeitbad - Ermittlungen gegen Mutter
14:51 Uhr

Diensthund skalpiert Frau - Polizist vor Gericht

Ein besonders brutaler Fall aus Nordrhein-Westfalen zeigt mal wieder: Maulkörbe sind eine tolle Erfindung. Nur leider hat ein Polizist seinem Diensthund keinen aufgesetzt, obwohl er von dem aggressiven Verhalten seines Tieres wusste. Doch der Reihe nach: Ende September 2023 geht der heute 45-Jährige in seiner Freizeit mit dem belgischen Schäferhund spazieren. Dabei soll er den Hund an einer etwa drei Meter langen Leine geführt haben. Auf einem Parkplatz passiert es: Zwischen den Autos beißt das Tier eine Frau, die an einer offenen Beifahrertür hantierte, in den Arm.

Vermutlich deutete der Schäferhund die Armbewegung der Frau als Angriff und biss sie daraufhin gemäß seinem Training zunächst in den Arm. Doch es kommt noch schlimmer: Der Hund verbeißt sich anschließend in den Kopf der am Boden liegenden Frau. Die Verletzungen der 73-Jährigen sind erheblich. Sie trägt eine ausgedehnte Skalpierung der Kopfhaut davon. Ihr muss Haut transplantiert werden. Jetzt steht der Polizist in Hattingen in Nordrhein-Westfalen vor dem Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fahrlässige Körperverletzung vor. So soll sich der Hund bereits kurze Zeit vor dem Vorfall gegenüber seinem Hundeführer aggressiv gezeigt haben, ohne dass dies der Dienstbehörde entsprechend gemeldet worden sei. Ein Urteil könnte schon heute fallen.

Update 15.23 Uhr: Der Polizist wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Der 45-Jährige muss der schwer verletzten Frau eine Entschädigung von 2000 Euro zahlen, wie das Amtsgericht Hattingen in Nordrhein-Westfalen mitteilte. Zudem wurde in gleicher Höhe eine Verwarnung mit Strafvorbehalt ausgesprochen.

Diensthund skalpiert Frau - Polizist vor Gericht
14:26 Uhr

US-Küstenwache zeigt Aufnahmen des "Titan"-Wracks

Vor einem guten Jahr kehrt das Tauchboot "Titan" nicht von seiner Fahrt zur Titanic zurück. Die US-amerikanische Küstenwache veröffentlicht nun Bilder des Wracks auf dem Meeresgrund. Eine noch laufende Anhörung soll endgültig klären, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

US-Küstenwache zeigt Aufnahmen des "Titan"-Wracks
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Sabine Oelmann hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet und mir das "Tag"-Zepter übergeben. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Schichtwechsel
13:59 Uhr

Sporthallendach in Indonesien bricht unter Wassermassen

Nach Unwettern mit schwerem Niederschlag stürzt im indonesischen Aceh Besar das Dach einer Turnhalle ein. Dort wurde zum Zeitpunkt des Unglücks ein Schießwettbewerb veranstaltet. Aufnahmen zeigen den Moment des Einbruchs, verletzt wurde zum Glück und erstaunlicherweise niemand.

Sporthallendach in Indonesien bricht unter Wassermassen
13:41 Uhr

Darf ein salafistischer Prediger ausgewiesen werden?

Das Innenressort sieht in den Predigten eines Islamisten eine Gefahr für die Öffentlichkeit und ordnet seine Ausreise an. Doch er wehrt sich erfolgreich vor Gericht. Nun wird erneut vor dem Bremer Oberverwaltungsgericht verhandelt. Zum Auftakt ordnete ein Islamwissenschaftler von der Uni Erlangen verschiedene Aussagen aus Predigten des Tunesiers ein. Er erklärte, dass es im Salafismus eine klare Trennung zwischen Gut und Böse gibt. Nach seinem Gutachten hat der Imam teilweise eindeutige Formulierungen verwendet - gegen Juden und für die Unterstützung muslimischer Kämpfer.

Der Mann hat gegen seine Ausweisung geklagt, nachdem die Bremer Innenbehörde im Jahr 2021 angeordnet hatte, dass er das Land verlassen muss. Laut Verfassungsschutz verbreitete der Mann als Imam des Islamischen Kulturzentrums Bremen (IKZ) verfassungsfeindliche Ansichten. Er soll sich auch werbend über terroristische Vereinigungen geäußert haben. Nach Einschätzung des Innenressorts gefährdet der Salafist die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Gegen die Ausweisung und die Anordnung eines 20-jährigen Einreise- und Aufenthaltsverbots und die Androhung der Abschiebung in die Tunesische Republik ging der Imam gerichtlich vor. Das Verwaltungsgericht hob die Bescheide des Innensenators im Jahr 2022 auf. Nun wird der Fall also vor dem Oberverwaltungsgericht verhandelt.

Darf ein salafistischer Prediger ausgewiesen werden?
13:20 Uhr

Ausmaß von Luftverschmutzung im europäischen Umland wird verschleiert

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft Behörden in mehreren europäischen Staaten vor, das Ausmaß von Luftverschmutzung zu verschleiern. "Luftqualitätsmessungen belegen eine deutlich höhere Stickstoffdioxid-Belastung an 64 Standorten in Bulgarien, Ungarn, Tschechien, Kosovo, Slowakei und Rumänien, als offizielle Daten glauben lassen", erklärt die Organisation. Bei staatlichen Messungen werde "offensichtlich systematisch gegen EU-Vorgaben verstoßen".

Die DUH beruft sich auf mehr als 300 eigene Messungen in den Jahren 2022 bis 2024, deren Ergebnisse an diesem Mittwoch veröffentlicht wurden. Demnach wurden auch an 55 Stellen NO2-Konzentrationen gemessen, die über dem verbindlichen EU-Jahresmittelgrenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter liegen. Kritik übte die Umwelthilfe am Export von Dieselfahrzeugen aus Deutschland nach Osteuropa. Bundesverkehrsminister Volker Wissing setze "auf Neuwagen für Deutschland und den Export von vom Dieselskandal betroffener Gebrauchtwagen nach Osteuropa", warf DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem Minister vor.

"Leidtragende sind die Menschen in Osteuropa, die der Luftverschmutzung ausgesetzt sind", erklärte Resch weiter. Die DUH verlangt die Nachrüstung von Fahrzeugen mit hohen Schadstoffwerten. "Schmutzige, manipulierte Diesel-Pkw müssen auf Kosten der Hersteller nachgerüstet und dürfen nicht ins Ausland abgeschoben werden."

Ausmaß von Luftverschmutzung im europäischen Umland wird verschleiert
13:12 Uhr

Martha von Maydells freundlicher Blick auf die Welt

Berlin ist noch immer im "Art Week" -Glücksmodus und gönnt sich einfach keine Pause. Es geht weiter mit der Vernissage einer Künstlerin, die ihre aktuelle Inspiration aus "Fauna, Flora und Frauen" bezieht, so heißt auch die Ausstellung. Martha von Maydell wusste bereits mit drei Jahren, dass sie Künstlerin werden wollte. Zum Glück bestärkten ihre Eltern sie, kauften immer wieder mehr und mehr Buntstifte. Aus dem ständig malenden Kind wurde die Künstlerin, und der war schon immer klar: Ich will nichts anderes. In einem Interview verriet sie, dass es eine ganz schön harte Schule war, durch die sie gehen musste. Hat sich aber gelohnt!

1982 in Berlin geboren, studierte sie erst Grafik-Design, reiste lange durch die Welt, bevor sie sich bei Kiel niederließ. In Berlin stellt die Illustratorin nun ihre neuesten Werke aus, eine Mischung ganz unterschiedlicher Stile. Sie ruhen in sich, denn das ist es, was Martha von Maydell momentan auf der Welt vermisst - Ruhe und Einklang, die sie in der Verschmelzung von Papierillustration und Linoldruck wiederfindet.

Frauen, Flora und Fauna sind ihre Inspirationsquellen - und finden bei von Maydell die Aufmerksamkeit, die diese Themen verdienen. Die Vernissage findet heute um 18 Uhr in der Pappelallee 69 (10437 Berlin) statt, die Ausstellung ist bis zum 22. September in der Galerie Erster Erster zu sehen.

Martha von Maydells freundlicher Blick auf die Welt
12:38 Uhr

Trump erläutert seine Hannibal-Lecter-Erwähnungen

Dass Donald Trump mit seinen Aussagen häufig polarisiert, ist für ihn wohl nichts Neues. In Michigan versucht er dennoch zu erklären, warum er im Kontext von Asyl von der Filmfigur "Hannibal Lecter" aus dem Thriller "Das Schweigen der Lämmer" spricht. Kritiker vermuten, dass er das englische Wort für Asyl missversteht.

Trump erläutert seine Hannibal-Lecter-Erwähnungen
12:21 Uhr

Wilder Grenz-Krimi, Mann flüchtet zu Fuß nach Polen nach Verfolgungsjagd

Wilder Grenz-Krimi: Polizei liefert sich Verfolgungsjagd mit Autodieb - Audi touchiert zivilen Dienstwagen, crasht Leitplanke auf Grenzbrücke - Unbekannter Täter stoppt Fahrzeug, steigt aus und flüchtet nach Polen - Bundespolizist wird bei Aktion verletzt - Fahrzeug der Bundespolizei Totalschaden. So lautet die Meldung in kurz.

In etwas ausführlicher:

  • "Heute Morgen sind Einsatzkräfte von Bundespolizei und Zoll auf der S 127 zwischen Rothenburg und Krauschwitz auf einen Münchener Audi aufmerksam geworden.

  • Der Fahrer verließ später mit seinem Fahrzeug die Staatsstraße und bog in Richtung Grenzübergang Podrosche ab.

  • In der Ortslage Podrosche (Gemeinde Krauschwitz) sollte das Auto gestoppt werden. Dieser Anhalteversuch misslang allerdings.

  • Ein Beamter überholte daraufhin den Kombi und fuhr mit seinem zivilen Dienstwagen bis an den Kopf der Grenzbrücke. Dort sollte ein zweiter Anhalteversuch unternommen werden. Der Audi-Fahrer ignorierte auch dieses Mal alle Zeichen und Weisungen.

  • Als er mit vergleichsweiser hoher Geschwindigkeit an dem Einsatzfahrzeug vorbeifuhr, touchierte er dieses mit der gesamten rechten Fahrzeugseite. Die linke Fahrzeugseite des Audi berührte zudem die Leitplanke an der Brücke.

  • Unmittelbar nach Passieren der Brücke stoppte der Mann das Auto, stieg aus und rannte auf polnischem Hoheitsgebiet davon. Nach dem unbekannten Täter wird derzeit gefahndet.

Wilder Grenz-Krimi, Mann flüchtet zu Fuß nach Polen nach Verfolgungsjagd
11:26 Uhr

Royales: Kate arbeitet wieder, Harry kommt zum Winken, und ein Kleid

Trotz seines Rücktritts als arbeitender Royal und dem Umzug in die USA, wird Prinz Harry noch im September nach London zurückkehren, um eine der wenigen royalen Pflichten wahrzunehmen, die dem 40-Jährigen geblieben sind. Dort werde der Herzog von Sussex in seiner Rolle als Schirmherr der Wohltätigkeitsorganisation WellChild, die sich für schwer kranke Kinder engagiert, bei der alljährlichen Preisverleihung am 30. September in London teilnehmen.

Prinzessin Kate ist zum ersten Mal seit Abschluss ihrer Krebsbehandlung wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Laut dem "Court Circular", dem offiziellen Bericht über die Aktivitäten der königlichen Familie, traf sich die Prinzessin von Wales mit den Mitarbeitern des Centre for Early Childhood und dem Personal des Kensington Palasts auf Schloss Windsor, um über ihr Projekt zur Förderung von Kindern im frühen Kindesalter zu sprechen. Was Meghan macht, interessiert anscheinend niemanden, und William ist im Fußballfieber - die Champions League ist gestartet.

PS: Prinzessin Amalia der Niederlande und Andrew-Ex Fergie hatten kürzlich das gleiche Kleid an.

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Amalia (Foto: IMAGO/NL Beeld)
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Fergie (Foto: IMAGO/TT)
Royales: Kate arbeitet wieder, Harry kommt zum Winken, und ein Kleid
10:48 Uhr

Heute sagt Gisele Pelicot im Vergewaltigungsfall aus

Gisele Pelicot soll heute in Avignon vor Gericht aussagen, nachdem ihr Ehemann Dominique Pelicot zugegeben hatte, sie fast ein Jahrzehnt lang unter Drogen gesetzt und Dutzende Fremde angeworben zu haben, um sie zu vergewaltigen. Gegen Dominique Pelicot werden mehrere Anklagen erhoben, darunter Vergewaltigung, Gruppenvergewaltigung und Verletzung der Privatsphäre durch die Aufzeichnung und Verbreitung sexueller Bilder.

Der Fall hat das Land schockiert und landesweite Proteste zur Unterstützung Gisele Pelicots ausgelöst, die zum Symbol des Kampfes gegen sexuelle Gewalt in Frankreich geworden ist. Sie hatte auf einem öffentlichen Prozess bestanden, um ihren Mann und die anderen Männer, denen die Vergewaltigung vorgeworfen wurde, bloßzustellen. Fünfzig weitere Männer im Alter von derzeit 26 bis 74 Jahren stehen ebenfalls wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht. Dominique Pelicot sagte, insgesamt seien 72 Männer an der Misshandlung seiner damaligen Frau beteiligt gewesen.

Der Prozess soll bis Dezember dauern. Bei einem Schuldspruch drohen den Angeklagten bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Heute sagt Gisele Pelicot im Vergewaltigungsfall aus
10:27 Uhr

Zwei Schleuser von mehr als 80 Menschen festgenommen

Weil sie die Einschleusung von mehr als 80 Ausländern organisiert haben sollen, sind in Sachsen zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Die Verdächtigen, ein 36-Jähriger und eine 38-Jährige, kamen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Dresden und die Bundespolizei in Halle in Sachsen-Anhalt mitteilen. Sie sollen für die Einschleusungen mehr als hunderttausend Euro kassiert haben.

Mehrere Beweismittel wurden bei der Durchsuchung der gemeinsamen Wohnung der Beschuldigten beschlagnahmt, unter anderem Speichermedien, Smartphones sowie tausende Euro Bargeld und Goldschmuck. 55 Kräfte der Bundespolizei waren im Einsatz.

Der 36-jährige Libanese soll laut den Angaben seit November 2022 die Einschleusung von mindestens 87 Menschen organisiert haben. Dabei handelte es sich überwiegend um Syrer. Sie wurden demnach vor allem über Belarus und Polen nach Deutschland gebracht. Insgesamt geht es um 15 Taten. Die 38-jährige Libanesin soll sich in vier Fällen an der Organisation beteiligt haben. Beide Beschuldigte erhielten dafür gemeinsam etwa 130.000 Euro Schleuserlohn. Der 36-Jährige soll zusätzlich etwa 260.000 Euro erhalten haben.

Zwei Schleuser von mehr als 80 Menschen festgenommen
10:14 Uhr

AfD verliert Klagen auf Vorsitz in Bundestags-Ausschüssen

Im Streit um ihr Recht auf Ausschussvorsitzposten im Bundestag ist die AfD-Fraktion beim Bundesverfassungsgericht gescheitert. Zwei Organklagen der AfD blieben ohne Erfolg, teilt das Gericht in Karlsruhe mit.

Die AfD hat demnach keinen Anspruch darauf, die Stelle eines Vorsitzenden in Ausschüssen des Bundestages zu besetzen. Auch die Abwahl des AfD-Abgeordneten Stephan Brandner als Vorsitzender des Rechtsausschusses verstieß nicht gegen die Verfassung, wie der Zweite Senat des höchsten deutschen Gerichtes einstimmig entschied. Damit scheiterten die Klagen der AfD.

Brandner wurde abgewählt, nachdem er nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 einen Tweet weiterverbreitet hatte, in dem kritisiert wurde, dass jetzt Politiker in Synagogen mit Kerzen "rumlungern". Brandner entschuldigte sich später, lehnte Rücktrittforderungen jedoch ab. Kandidaten der AfD wurden danach auch nicht mehr zu Vorsitzenden von Bundestagsausschüssen gewählt.

AfD verliert Klagen auf Vorsitz in Bundestags-Ausschüssen
09:38 Uhr

Neues Video von P. Diddy aufgetaucht, verprügelt Frau in Hotelflur

Aus der Nummer kommt er nicht mehr raus: In einem Video aus dem Jahr 2016 zerrt P. Diddy (bürgerlich Sean Combs) seine damalige Freundin durch einen Hotelflur in Los Angeles. Die Aufnahmen sind brutal, der mittlerweile 54-Jährige tritt nach ihr, während sie bereits auf dem Boden liegt, und zerrt sie an den Haaren durch den Flur.

Dem inzwischen festgenommenen US-Rapper werden Menschenhandel für Sex und organisierte Kriminalität vorgeworfen. Aus der Anklageschrift geht hervor, dass Combs über Jahrzehnte Frauen missbraucht, bedroht und genötigt haben soll, seine sexuellen Wünsche zu erfüllen und danach zu schweigen.

Er habe "kriminelle Unternehmungen" betrieben, um sein Handeln zu verschleiern und darauf vertraut, dass seine Mitarbeiter ihn unterstützen, heißt es in der Anklage. Beim Verlesen der Anklage am Dienstag stand Combs laut US-Medienberichten kurz auf und erklärte sich klar für "nicht schuldig". Im Falle eines Schuldspruchs in einigen oder allen Punkten droht lebenslange Haft.

Neues Video von P. Diddy aufgetaucht, verprügelt Frau in Hotelflur
08:27 Uhr

Junge Jugendliche greifen ältere Jugendliche mit Böllern an

Gestern Abend soll eine Gruppe Minderjähriger am Bahnhof Haltern am See Feuerwerkskörper auf Jugendliche geworfen haben. Gegen 20 Uhr informierte ein Reisender die Polizei Recklinghausen über eine größere Personengruppe am Bahnhof Haltern am See, welche pyrotechnische Gegenstände anzünde und auf umstehende Passanten werfe. Zudem soll eine Reisende mit einem Messer bedroht worden sein.

Vier Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren gaben an, dass die unbekannte achtköpfige Gruppe mehrere Böller in ihre Richtung geworfen habe. Diese seien teilweise zwischen ihren Beinen detoniert. Verletzt wurde niemand, man habe sich jedoch stark belästigt gefühlt.

Eine Jugendliche bestätigte, dass die Gruppe Minderjähriger Feuerwerkskörper anzündete und diese auf Umstehende warf, wenn auch nicht unmittelbar auf diese, sodass sie es lediglich als Provokation deutete. Die junge Frau fertigte ein Video von sich, daraufhin habe sich einer der Jungen belästigt gefühlt, sei auf die Frauen zugegangen und habe damit gedroht, seine Familie zu holen. Zudem soll er ein Klappmesser mit einer geöffneten Klinge gezückt haben. Anschließend ergriff die Gruppe - schätzungsweise 7-12 Jahre alt (!!) mit E-Scootern die Flucht in südwestlicher Richtung.

Junge Jugendliche greifen ältere Jugendliche mit Böllern an
07:51 Uhr

Erneute Explosion in Kölns Innenstadt

Am frühen Mittwochmorgen hat es in der Kölner Innenstadt erneut eine Explosion gegeben. Wie die Polizei berichtet, kam es gegen 5.00 Uhr zu einer Detonation an einem Bekleidungsgeschäft in der Ehrenstraße, es wurde weitgehend verwüstet. Der dadurch entstehende Brand konnte schnell gelöscht werden. Eine Person wurde leicht verletzt.

Die Detonation fand nur wenige Hundert Meter weit entfernt von der Explosion von Montagmorgen am "Vanity"-Club statt.

Bereits am Montag hatte es an einer Kölner Diskothek eine Explosion gegeben, bei der ein 53 Jahre alter Mann leicht verletzt wurde. Die Polizei sucht weiterhin nach dem Tatverdächtigen. Ob ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen bestehe, sei nun Teil der Ermittlungen.

Erneute Explosion in Kölns Innenstadt
07:34 Uhr

Das wird heute wichtig

So, wir wissen nun endlich, wer unser nächster Kanzler wird - Söder isses nicht - und können uns beruhigt zurücklehnen. Oder? "Friedrich Merz muss kein Arbeiterführer werden, aber mit uns gemeinsam um die Stimmen der Arbeitnehmer kämpfen", sagt der neue Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke. Und damit guten Morgen Ihnen, willkommen, bienvenue, welcome. Die Spiele sind eröffnet. Was sonst noch auf dem Programm steht:

  • Der Blick richtet sich nun auf die anderen K-Fragen: Wird der Kanzler wieder ein Kandidat? Wann wirft Habeck seinen Hut in den Ring? Und was macht die AfD? Scholz hat definitiv ein K-Problem - und das hat einen Namen: Boris Pistorius.

  • Die Explosionen von Pagern im Libanon schüren die Sorgen vor einem größeren Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Israelische Agenten hätten die in Taiwan hergestellten Geräte vor der Ankunft im Libanon abgefangen und mit Sprengstoff bestückt, berichtet die "New York Times".

  • Im Streit um das Recht der AfD auf Ausschussvorsitzende im Bundestag will das Bundesverfassungsgericht um 10 Uhr sein Urteil verkünden.

  • In den Hochwassergebieten von Polen über Tschechien bis nach Österreich kämpfen Einsatzkräfte gegen die Folgen der Flut - vor allem Brandenburg bereitet sich auf eine mögliche Wasserwalze vor.

  • Stefan Raabs neue Sendung mit dem Namen "Du gewinnst hier nicht die Million bei Stefan Raab" soll um 20.10 Uhr beim Streamingdienst RTL+ starten.

  • Luke Mockridge startet in Wien seine neue Tour; es ist der erste öffentliche Auftritt nach seinen heftig kritisierten Äußerungen über die Paralympics.

  • Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn beschäftigt sich mit einem neuen Sanierungsprogramm für den bundeseigenen Konzern.

Das wird heute wichtig
07:11 Uhr

Blinken zu Gesprächen über Waffenruhe im Gazastreifen eingetroffen

US-Außenminister Antony Blinken ist zu Gesprächen über eine Waffenruhe im Gazastreifen in Ägypten eingetroffen. Sein Flugzeug landete am Mittwochmorgen in der Hauptstadt Kairo. Es wird erwartet, dass Blinken sich mit Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi treffen wird. Zudem ist eine Pressekonferenz mit dem ägyptischen Außenminister Badr Abdelatty geplant.

Es ist Blinkens zehnte Nahost-Reise seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober. Nach Israel wird er dieses Mal nicht reisen.

Die USA, Ägypten und Katar bemühen sich seit Monaten als Vermittler in den indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas, ein Abkommen über eine Waffenruhe und die Freilassung der verbliebenen Geiseln im Gazastreifen zu erreichen. Grundlage der Gespräche ist ein Ende Mai von US-Präsident Joe Biden vorgestellter mehrstufiger Plan. Bislang sind die Verhandlungen jedoch ergebnislos geblieben.

Blinken zu Gesprächen über Waffenruhe im Gazastreifen eingetroffen
06:46 Uhr

5 Tipps, um glücklicher zu sein

Wer möchte das nicht - glücklich sein. Manchmal verliert man sich oder den Weg zum Glück aber aus den Augen. Hier fünf Tipps, die Sie beherzigen können:

  • Das Leben verlangsamen, um überhaupt in der Lage zu sein, schöne Momente zu erkennen und zu genießen.

  • Etwas Gutes für andere tun: Sich in einem Verein ehrenamtlich engagieren, der Nachbarin einen selbstgebackenen Kuchen vorbeibringen - auch das kann einem selbst Glücksmomente bereiten oder verstärken.

  • Regelmäßig Sport treiben, Singen, Spielen oder Lesen

  • Mitunter sind es kleine Momente, aus denen sich viel Glück herausziehen lässt - ein spontanes Lachen, sich an etwas Schönes erinnern.

  • Auch gezielt Glück "tanken" ist möglich, dafür reicht oft schon eine kurze Auszeit in der Natur.

5 Tipps, um glücklicher zu sein
06:24 Uhr

Pegelstand der Elbe in Dresden kurz vor nächster Alarmstufe

Die Pegelstände der Elbe in Dresden und Schöna (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) steigen weiter langsam an. Die Alarmstufe 3 ist in Dresden bislang nicht erreicht worden, wie aus Daten des Landeshochwasserzentrums hervorgeht. Am frühen Mittwochmorgen wurden dort 5,98 Meter gemessen. Damit liegt der Wert knapp vor der Sechs-Meter-Marke, die die dritte Alarmstufe einleitet. Laut aktueller Vorhersage soll der Wasserstand aber noch am Morgen den Richtwert erreichen.

Alarmstufe 3 bedeutet für die Anwohner, dass bebaute Fläche, überörtliche Straßen und Schienenwege überschwemmt werden können. Bei Stufe 2 werden vor allem land- oder forstwirtschaftliche Flächen, Gärten und andere Grünflächen geflutet, einzelne Gebäude können aber auch betroffen sein.

Am Pegel Schöna wurde der Richtwert für Stufe 3 bereits überschritten. Am frühen Morgen lag der Wasserstand bei 6,54 Metern. Nach aktuellen Vorhersagen soll der Pegelstand im Laufe des Tages weiter steigen, bevor er in der Nacht auf Donnerstag wieder leicht sinkt. Demnach wird nicht erwartet, dass die höchste Alarmstufe ab sieben Metern erreicht wird.

Pegelstand der Elbe in Dresden kurz vor nächster Alarmstufe