Der Tag
9. Dezember 2024
6d612840-d481-4c7d-9138-8a2e83199fdbmit Uladzimir Zhyhachou
Zum Archiv
22:17 Uhr

Das war Montag, der 9. Dezember 2024

Die Assad-Diktatur ist gestürzt, und in Deutschland bahnt sich eine Debatte über die Zukunft von Geflüchteten aus Syrien an. CDU-Politiker Spahn fordert in der ntv-Sendung Frühstart Anreize für heimkehrwillige Syrer. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge legt alle Asylanträge von Syrerinnen und Syrern vorerst auf Eis.

Allerdings bleibt die Lage in dem vom langen Krieg erschütterten Land unübersichtlich. Bundesinnenministerin Faeser warnt daher vor einer vorschnellen Debatte. Auch Außenministerin Baerbock betont die Unsicherheit der aktuellen Situation: Es sei unklar, "ob weitere Menschen aus der Region fliehen, weil andere Extremisten jetzt ihr Unwesen treiben, oder ob Menschen nach Syrien wieder zurückkehren können."

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, das war's für heute. Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht, tschüss!

Das war Montag, der 9. Dezember 2024
21:53 Uhr

VW-Tarifkonflikt: Weitere Verhandlungsrunde ohne Einigung

Im Tarifkonflikt beim kriselnden Autobauer Volkswagen hat auch die vierte Verhandlungsrunde keine Lösung gebracht. Beide Seiten sprachen von einer konstruktiven Atmosphäre, eine Einigung gab es aber weiter nicht, wie die Verhandlungsführer von VW und IG Metall nach mehr als sechs Stunden Verhandlungen mitteilten. Die Tarifgespräche sollen kommende Woche am Montag und Dienstag fortgesetzt werden. Die IG Metall hatte das Unternehmen im Vorfeld aufgefordert, von seinen Maximalforderungen abzurücken und eine Kompromisslösung zu ermöglichen.

  • VW fordert wegen der schwierigen Lage des Konzerns von den Mitarbeitern eine Lohnkürzung von zehn Prozent. Auch Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen stehen im Raum.

  • Die IG Metall fordert den Erhalt aller Standorte und eine Beschäftigungsgarantie für die rund 130.000 Mitarbeiter. Lohnkürzungen lehnt die Gewerkschaft ab.

VW-Tarifkonflikt: Weitere Verhandlungsrunde ohne Einigung
21:19 Uhr

Lara Trump gibt Co-Vorsitz von Republikaner-Dachverband ab - wird sie Senatorin?

Lara Trump, die Schwiegertochter von Donald Trump, will ihr Amt als Co-Vorsitzende des Dachverbands der Republikanischen Partei niederlegen. Sie habe den Eindruck, dass sie all ihre Ziele in ihrer bisherigen Funktion erreicht habe, teilte die 42-Jährige mit. Da ihr Schwiegervater bei der Präsidentschaftswahl Anfang November diesen "großen Sieg" eingefahren habe, habe sie "irgendwie das Gefühl, dass meine Zeit vorbei ist".

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Hat das Gefühl, dass sie als RNC-Co-Chefin alle Ziele erreicht hat: Lara Trump. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Sie erwäge unter anderem, Floridas Senator Marco Rubio zu ersetzen, den der designierte Präsident Trump als US-Außenminister nominiert hat. Sollte Rubio vom Senat bestätigt werden, würde die Nachfolgerin, die Floridas Gouverneur Ron DeSantis bestimmen würde, das Amt bis zu den für 2026 geplanten Zwischenwahlen ausüben - dann müsste sich die Amtsinhaberin oder der Amtsinhaber einer Abstimmung stellen.

Lara Trump ist die Ehefrau von Trums Sohn Eric. Im März wurde Lara zur Co-Vorsitzenden des Republican National Comittee (RNC) gewählt, dem Organisationsgremium der Partei. RNC-Vorsitzender wurde der Trump-Loyalist Michael Whatley. Mit diesen Personalien festigte Trump seinen Zugriff auf die Partei. Trumps Wahlkampfteam und das RNC verschmolzen praktisch, Mitarbeiter des Organisationsgremiums wurden entlassen und Positionen umstrukturiert.

Lara Trump gibt Co-Vorsitz von Republikaner-Dachverband ab - wird sie Senatorin?
20:43 Uhr

Senior soll seine 87-jährige Frau getötet haben - Festnahme

In Dortmund soll ein 79-Jähriger seine 87-jährige Ehefrau getötet haben. Der Mann rief selbst die Polizei. Daraufhin entdeckten die Polizisten in der Wohnung die tote Frau. Sie nahmen den Mann fest. Eine Mordkommission ermittelt. Der Verdacht eines Gewaltverbrechens sei bestätigt worden, teilten die Ermittler nach der Obduktion mit. Die 87-Jährige sei aufgrund einer Gewaltanwendung auf die Atemwege erstickt. Der Ehemann solle am Dienstag vor den Haftrichter kommen.

Senior soll seine 87-jährige Frau getötet haben - Festnahme
20:05 Uhr

Vermeintliche Kinderleiche entpuppt sich als Sex-Puppe

In Maitenbeth, im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn, sorgte am Samstag eine Entdeckung für Aufsehen. Ein Zeuge hatte eine Mülltüte gemeldet, in der er den Torso eines toten Kindes vermutete. Die alarmierten Polizisten stellten jedoch fest, dass sich in der Tüte eine Sex-Puppe mit abgeschraubtem Kopf befand. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Angaben zum Besitzer der Puppe machen können.

Vermeintliche Kinderleiche entpuppt sich als Sex-Puppe
19:26 Uhr

CEO-Mord in New York – Polizei befragt Verdächtigen

Im Zusammenhang mit der Tötung des Versicherungsmanagers Brian Thompson hat die Polizei im US-Staat Pennsylvania einen Verdächtigen befragt.

Wie ein Vertreter der Sicherheitsbehörden, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AP bestätigte, wurde der Mann zum Verhör in Gewahrsam genommen. Der Verdächtige habe eine Waffe in seinem Besitz, die jener ähnele, die bei der Tat benutzt worden sei. Die New Yorker Polizei schickte Ermittler nach Pennsylvania, die den Mann weiter befragen sollten.

Der 50-jährige Thompson, Chef des Krankenversicherers UnitedHealthcare, war vergangene Woche in New York auf dem Weg zu einer Investorenkonferenz auf offener Straße erschossen worden.

CEO-Mord in New York – Polizei befragt Verdächtigen
18:54 Uhr

Pietro Lombardi spricht offen über mentale Probleme

Vor dreieinhalb Jahren zieht sich Pietro Lombardi aus der Öffentlichkeit zurück. Jetzt spricht der Sänger in einer Videobotschaft offen über seine mentalen Probleme. Er habe "den Stecker genau richtig gezogen" und mit Psychologen gesprochen, bilanziert Lombardi.

Pietro Lombardi spricht offen über mentale Probleme
18:15 Uhr

Zwei Hubschrauber stoßen in der Türkei zusammen - General unter den Toten

Bei einem Zusammenprall zweier Militärhubschrauber sind in der Türkei sechs Menschen ums Leben gekommen. Alle Todesopfer seien in einem der beiden Hubschrauber zu verzeichnen gewesen, der zweite Helikopter sei sicher gelandet, teilten Behördenvertreter mit.

Die Kollision habe sich bei Trainingsflügen in der südwestlichen Provinz Isparta ereignet, erklärte das Büro von Regionalgouverneur Abdullah Erin. Unter den Opfern sei auch ein Brigadegeneral, der für die Militärflugschule verantwortlich war, sagte Erin.

Warum sich die beiden Hubschrauber derart nahe kamen, ist noch unklar. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden, sagte Erin.

Zwei Hubschrauber stoßen in der Türkei zusammen - General unter den Toten
17:43 Uhr

Junge Frau in NRW getötet: Polizei fahndet mit Foto nach Ehemann

In Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen ist eine 20-jährige Frau getötet worden. Unter Tatverdacht steht Jawad Ahmadi, der 31-jährige Ehemann der Frau. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen per Foto und Öffentlichkeitsfahndung nach dem Mann. Laut Mitteilung besitzt das Paar die afghanische Staatsangehörigkeit.

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Die Polizei sucht den 31-jährigen Jawad Ahmadi. (Foto: Polizei Bielefeld)

Am Samstagmittag hatte nach Angaben der Ermittler eine männliche Stimme am Notruf von einer weiblichen Leiche berichtet. Die Polizei traf in der Wohnung auf Angehörige und die leblose Frau, die in einer Badewanne lag. Die Obduktion am Sonntag ergab, dass die 20-Jährige durch stumpfe Gewalt und Ertrinken gestorben war.

Wer Hinweise zum Aufenthaltsort des Tatverdächtigen geben kann, wird gebeten, sich unter der 0521/545-0 bei der Mordkommission der Polizei Bielefeld oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Junge Frau in NRW getötet: Polizei fahndet mit Foto nach Ehemann
17:10 Uhr

FBI ratlos: Mysteriöse Drohnenschwärme verunsichern US-Bürger

In gleich mehreren Countys der USA sind die Leute irritiert bis verängstigt, wenn sie nachts in den Himmel schauen. Grund dafür ist nicht der Flugverkehr, sondern mehrere Drohnen. Das FBI ermittelt bereits, doch bisher bleiben die Drohnen ein Rätsel.

Mysteriöse Drohnenschwärme verunsichern US-Bürger

FBI ratlos: Mysteriöse Drohnenschwärme verunsichern US-Bürger
16:40 Uhr

Metallfremdkörper: Popp ruft Salate und Aufstriche zurück

Die Firma Popp Feinkost GmbH hat mehrere Salate und Brotaufstriche wegen des Verdachts einer Verunreinigung mit Metallfremdkörpern zurückgerufen. Der Rückruf erfolge rein vorsorglich in enger Abstimmung mit der zuständigen Behörde, "da aufgrund einer verarbeiteten Rohware nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann, dass vereinzelt kleine haarfeine Kupferfäden im Produkt enthalten sein könnten", teilte das Unternehmen mit.

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Brotaufstrich Käse-Obst und mehrere weitere Produkte sind vom Rückruf betroffen. (Foto: produktwarnung.eu)

Betroffen sind folgende Artikel:

  • Brotaufstrich Käse-Obst 150g – Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 03.01.2025

  • Heringssalat 400g – MHD 14.12.2024

  • Dill-Heringshappen 200g – MHD 17.12.2024

  • Heringssalat rot 200g – MHD 17.12.2024

  • Farmersalat 200g – MHD 21.12.2024

  • Amerikanischer Krautsalat 250g – MHD 21.12.2024

  • Edeka Herzstücke Farmersalat – MHD 14.12.2024

  • Edeka Herzstücke Roter Heringssalat – MHD 21.12.2024

  • Genusswelt Brotaufstrich Tomate-Mozzarella – MHD bis einschließlich 08.12.2024

Metallfremdkörper: Popp ruft Salate und Aufstriche zurück
16:04 Uhr

Schauspielerin Christel Bodenstein ist tot

Bekannt wurde sie als ostdeutsche Märchenprinzessin: Die Schauspielerin Christel Bodenstein ist tot. Sie sei am 5. Dezember im Alter von 86 Jahren in einem Berliner Pflegeheim gestorben, wie eine Sprecherin der DEFA-Stiftung sagte. "Es ging ihr schon länger nicht gut."

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Christel Bodenstein wurde 86 Jahre alt. (Foto: picture alliance / zb)

Bodenstein, gebürtige Münchnerin, ist vor allem durch den DEFA-Märchenfilm "Das singende klingende Bäumchen" bekannt. Darin spielte sich die gerade 18-Jährige 1957 als böse und trotzige Prinzessin Tausendschön mit Schmollmündchen in die Herzen der Zuschauer.

Bodenstein war zwischen 1960 und 1978 mit dem Regisseur Konrad Wolf verheiratet, drehte aber nur einmal mit ihrem Mann: 1966 entstand "Der kleine Prinz" nach Antoine de Saint-Exupéry. Das Werk lief ein einziges Mal im DDR-Fernsehen, durfte danach nie wieder öffentlich gezeigt werden wegen ungeklärter Rechte.

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Christel Bodenstein als Prinzessin Tausendschön - so bleibt sie vielen ehemaligen DDR-Bürgern in Erinnerung. (Foto: picture alliance / arkivi)
Schauspielerin Christel Bodenstein ist tot
15:36 Uhr

Preise für Bahnhofstoiletten steigen um 50 Prozent

Wer unterwegs eine Toilette nutzen möchte, muss an einigen Bahnhöfen künftig tiefer in die Tasche greifen. Sanifair, einer der größten Toilettenbetreiber in Deutschland, hat die Preise an 13 Bahnhöfen von 1 Euro auf 1,50 Euro erhöht. Der Wertbon bleibt jedoch weiterhin auf 50 Cent begrenzt. Betroffen sind unter anderem die Hauptbahnhöfe in Berlin, München und Köln. Sanifair rechtfertigt den Schritt mit gestiegenen Betriebskosten und verweist darauf, dass die betroffenen Anlagen rund um die Uhr geöffnet sind.

Nicht nur Sanifair hat die Preise erhöht: Auch die Nutzung der "rail&fresh"-Toiletten kostet nun 1,50 Euro statt 1 Euro.

Preise für Bahnhofstoiletten steigen um 50 Prozent
15:02 Uhr

"Schwierige Zeit": Anna Ermakova verrät Grund für Social-Media-Pause

Anna Ermakova legt eine Social-Media-Pause ein. Hinter der Entscheidung stecken familiäre Gründe, wie sie verrät. Auch wenn die 24-Jährige es nicht klar benennt, geht es wohl um den Tod ihrer Oma Elvira und ihr Verhältnis zu Vater Boris Becker.

"Schwierige Zeit": Anna Ermakova verrät Grund für Social-Media-Pause
14:34 Uhr

Hessische Grünen-Chefin tritt zurück

Zweieinhalb Monate vor der geplanten Bundestagswahl ist die hessische Grünen-Vorsitzende Kathrin Anders zurückgetreten. Sie begründete den Schritt "mit sofortiger Wirkung" in einer Erklärung mit einer aus ihrer Sicht unzureichenden Aufarbeitung einer angeblichen Parteispendenaffäre bei den hessischen Grünen. Es gehe um Auslandsreisen des Co-Landesvorsitzenden Andreas Ewald nach Israel und in die USA. Der Grünen-Landesvorstand wies die Vorwürfe gegen ihn zurück.

Hessische Grünen-Chefin tritt zurück
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Friederike Zörner hat's geschafft, für sie geht's in den Feierabend. Ich übernehme den "Tag" und bin bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag.

Schichtwechsel
13:57 Uhr

Linke stellt Bedingungen für Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen

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CDU-Politiker Mario Voigt möchte Ministerpräsident von Thüringen werden. (Foto: dpa)

In Thüringen ist der Startschuss für die erste Brombeer-Koalition in Deutschland gefallen. Nach CDU und BSW haben auch die Mitglieder der SPD final dafür gestimmt. Doch das Dreierbündnis hat keine eigene Mehrheit im Landtag - es fehlt mindestens eine Stimme. Und die soll, wenn möglich, von Vertretern der Linken kommen. Damit CDU-Chef Mario Voigt sicher zum Ministerpräsidenten gewählt wird, stellt die Linke jetzt Bedingungen. Stimmen der Fraktion für Voigt gebe es nur, wenn zwischen den vier beteiligten Parteien vorher eine Art Regelwerk für den Umgang miteinander schriftlich vereinbart werde. Das bekräftigt Linke-Fraktionschef Christian Schaft in Erfurt. Ähnlich hatte sich kürzlich auch der geschäftsführende Ministerpräsident Bodo Ramelow geäußert.

Die CDU warf der Linken vor, ihre Forderungen nach oben zu schrauben. "Wenn es keine Vereinbarung gibt, gibt es keine Stimmen von uns für den Ministerpräsidentenkandidaten Mario Voigt", sagte Schaft. CDU, BSW, SPD und Linke wollen an diesem Dienstag bei einem zweiten Treffen klären, ob es doch noch zu einer Vereinbarung kommt. Bisher wird diese von der CDU abgelehnt. Die konkreten Vorschläge der Linken würden jedoch angeschaut und konstruktiv besprochen, so der parlamentarische Geschäftsführer der CDU, Andreas Bühl. "Die Linke muss sich entscheiden, ob sie Verantwortung wahrnimmt oder ob sie sich weiter in parteitaktischen Spielchen verkämpft."

Linke stellt Bedingungen für Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen
13:35 Uhr

Özdemir versucht, Landwirten Furcht vor Mercosur-Deal zu nehmen

Bundesagrarminister Cem Özdemir sieht keine existenzielle Bedrohung für Bauern durch das Handelsabkommen Mercosur. Man habe darauf geachtet, dass die Interessen der Landwirte nicht unter die Räder kommen, sagte der Grünen-Politiker am Rande eines Treffens mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen in Brüssel. Özdemir sagte, man müsse Export- und Schutzinteressen für den einheimischen Markt abwägen. "Ich glaube, dass uns das hier ganz gut gelungen ist."

Die EU-Kommission hatte vor wenigen Tagen ungeachtet anhaltender Bedenken von Ländern wie Frankreich, Italien und Polen mitgeteilt, Verhandlungen über eine riesige Freihandelszone mit dem südamerikanischen Staatenbündnis Mercosur abgeschlossen zu haben. Die Mercosur-Staaten sind Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Die Einigung kann immer noch scheitern, in jedem Fall muss etwa das EU-Parlament zustimmen. Zu den vehementen Kritikern des Abkommens gehören unter anderem europäische Landwirte. "Dieses Abkommen geht einseitig zulasten der europäischen Bauern und schwächt unsere Betriebe massiv im Wettbewerb", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied.

Özdemir versucht, Landwirten Furcht vor Mercosur-Deal zu nehmen
13:04 Uhr

Tödlicher Bahnunfall: Frau von Regionalzug erfasst

Eine Frau ist in Teltow in Brandenburg von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Der Unfall ereignete sich am Sonntag einige Hundert Meter entfernt vom Bahnhof der Gemeinde, wie die Polizei in Brandenburg an der Havel mitteilte. Die Identität der Frau stehe noch nicht fest.

Nach Angaben der Polizei befand sich die Frau auf den Gleisen und wurde von einem Regionalexpress erfasst. Der Lokführer konnte den Zusammenstoß trotz einer Notbremsung nicht verhindern. Feuerwehrleute übernahmen die Betreuung der knapp 50 Fahrgäste im Zug. Die Strecke war rund drei Stunden gesperrt. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, um die Abläufe des Geschehens zu klären.

Tödlicher Bahnunfall: Frau von Regionalzug erfasst
12:43 Uhr

BAMF stoppt Entscheidungen über Asylanträge von Syrern

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stoppt wegen der unklaren Lage in Syrien vorerst alle Entscheidungen über Asylanträge aus dem arabischen Land. Das sagte ein Behördensprecher auf Anfrage. Die Regelung gelte nicht für sogenannte Dublin-Verfahren, bei denen ein anderes EU-Land für das Asylverfahren zuständig ist, sagte der Behördensprecher, sondern für alle Anträge, für die die Situation in Syrien ausschlaggebend sei. Derzeit seien mehr als 47.000 Asylanträge von Syrern anhängig, davon 46.081 Erstanträge. Syrien zählt seit Jahren zu den Hauptherkunftsländern von Asylbewerbern in Deutschland.

BAMF stoppt Entscheidungen über Asylanträge von Syrern
12:20 Uhr

Junger Autofahrer mit 63 verbotenen Waffen im Kofferraum gestoppt

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Schöne Bescherung. (Foto: dpa)

Und, was steht auf Ihrem Wunschzettel für das diesjährige Weihnachtsfest? Eine neue Bratpfanne, Socken, ein Lego-Set oder doch eher ein Schlagring und eine Machete? Letztere fanden Beamte zusammen mit allerhand anderen Waffen im Kofferraum eines 22-Jährigen. Der junge Mann behauptete laut Bundespolizei, die Waffen seinen Freunden zu Weihnachten schenken zu wollen.

Bei der Kontrolle des Autofahrers am Samstag in Waldsassen in der Oberpfalz entdeckten die Beamten 63 verbotene Waffen: 30 Schlagringe, 20 Teleskopschlagstöcke, 10 Elektroimpulsgeräte, 2 Macheten und 1 Reizstoffabschusspistole. Alle Waffen wurden sichergestellt. Gegen den Autofahrer wird wegen mehrfacher Verstöße gegen das Waffenrecht ermittelt. Wie viele angebliche Geschenkempfänger jetzt enttäuscht sind, ist nicht überliefert.

Junger Autofahrer mit 63 verbotenen Waffen im Kofferraum gestoppt
12:06 Uhr

Teaser-Seite gibt Vorgeschmack: Asterix zieht es in die Sonne

Am 23. Oktober kommenden Jahres ist es so weit: Ein neues "Asterix"-Abenteuer erscheint. Nun gibt es auch erste Hinweise, worum es in dem Band gehen könnte. Wie üblich steht nach einem Band, der im Dorf der Gallier spielt, eine Reise an. Nach "Die weiße Iris" geht es in Band 41 deshalb wieder in fremde Länder.

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(Foto: Egmont Ehapa Media GmbH / Les Édition Albert René)

Eine Teaser-Seite enthüllt nun zumindest, dass es die tapferen Gallier in sonnigere Gefilde zieht. Und dass nicht nur Asterix und Obelix ihre Päckchen samt Zaubertrank packen, sondern andere Dorfbewohner mitreisen könnten. Mehr Details sind bisher nicht bekannt - diese werden wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Zum zweiten Mal stammt die Geschichte von Autor Fabcaro, während Didier Conrad wieder für die Zeichnungen zuständig ist, wie der Verlag Story House Egmont mitteilt.

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Asterix-Fans können sich im kommenden Jahr übrigens noch über weitere Highlights freuen. So startet mit "Der Kampf der Häuptlinge" eine neue 3D-Animationsserie. Obelix' Hund Idefix, der schon so manche Situation für die Gallier rettete, feiert zudem seinen 60. Geburtstag. Er ist mittlerweile der Held einer eigenen Animationsserie, deren zwei Staffeln auf RTL+ zu sehen sind. Zudem erscheint im Juni ein weiteres Abenteuer bei Egmont BÄNG! Comics.

Teaser-Seite gibt Vorgeschmack: Asterix zieht es in die Sonne
11:27 Uhr

Ausländer wegen Porno-Drehs in Thailand festgenommen

Wegen der Produktion von Sex-Videos hat die Polizei in Thailand laut Medienberichten sieben Männer festgenommen, darunter einen Deutschen. Die Festnahmen seien Teil einer Operation gegen das Drehen von Sex-Videos, sagte der Chef der Polizeieinheit zur Bekämpfung des Menschenhandels, Generalmajor Sarut Kwaengsopha, laut "Bangkok Post". Die Verdächtigen - unter ihnen außerdem ein Brite, ein Russe, ein Serbe und drei Thailänder - seien in Bangkok, Chon Buri und am Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi gefasst worden.

Den thailändischen Ermittlern zufolge gehörten die Männer zu einer Bande, die Thailand als Basis für die Produktion von Sex-Content fürs Internet benutzten. Die Videos seien weltweit online vermarktet worden, was dem Ansehen Thailands schaden könne, sagte der Polizeichef. Die meisten der Festgenommenen seien geständig, hieß es von den Polizeibehörden. Es seien auch einige Videos entdeckt worden, die Minderjährige zeigten.

Ausländer wegen Porno-Drehs in Thailand festgenommen
10:55 Uhr

König Charles hatte Angst, dass seine Krone wackelt

Diese Überschrift ist tatsächlich wortwörtlich zu verstehen: Bei seiner Krönung im Mai 2023 hatte König Charles die Befürchtung, dass die Krone sich zu sehr bewegt. Er habe deshalb vor der Zeremonie geübt - ganz so, wie es seine Mutter, Queen Elizabeth II., vor ihrer eigenen Krönung 1953 getan habe, erzählt der 76-Jährige in einer neuen Dokumentation. "Wenn wir badeten, kam meine Mama immer mit der Krone nach oben, um zu üben. Denn man muss sich daran gewöhnen, wie schwer sie ist."

Die aus purem Gold gefertigte Edwardskrone, mit der Charles gekrönt wurde, sei mit mehr als zwei Kilogramm viel schwerer und höher als die häufiger genutzte Staatskrone. "Man hat also immer ein bisschen Angst, dass sie wackelt." Charles äußerte sich im Gespräch mit einer Gruppe Frauen aus Kanada, die als Teenagerinnen zur Krönung von Queen Elizabeth II. gereist waren. Die Dokumentation "Coronation Girls" (Deutsch etwa: Krönungsmädchen) begleitet die Frauen, die mittlerweile knapp 90 Jahre alt sind, bei einer Reise nach Großbritannien im Krönungsjahr von Charles. Überraschend trifft der König die Damen im Buckingham-Palast.

König Charles hatte Angst, dass seine Krone wackelt
10:25 Uhr

Schleusentor kaputt: Schifffahrt auf der Mosel mehrere Monate nicht möglich

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Nichts geht mehr an der Schleuse Müden. (Foto: dpa)

Kleiner Unfall, große Wirkung: Wegen eines beschädigten Schleusentors bleibt die Mosel voraussichtlich bis Ende März für den Schiffsverkehr gesperrt. Das teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Mosel-Saar-Lahn mit. Zuvor war ein Güterschiff beim Einfahren in die Schleuse Müden gegen das noch nicht vollständig geöffnete Schleusentor gekracht. Bei dem Unfall am Sonntagmittag wurden beide Torflügel vollständig aus ihrer Verankerung gerissen. Sie müssen zusammen mit weiteren beschädigten Teilen komplett ersetzt werden.

Laut dem WSA stehen wegen der Sperrung derzeit 70 Schiffe auf der Mosel still und können den durch das Saarland und Rheinland-Pfalz führenden Fluss nicht in Richtung Rhein verlassen. Das Schiff wurde bei dem Unfall ebenfalls beschädigt, verletzt wurde allerdings niemand. Nach Angaben der Polizei lief Hydraulikflüssigkeit in die Mosel, die Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung aber verhindern. Wie es zu dem Unfall kam, ist bislang noch Teil der Ermittlungen.

Schleusentor kaputt: Schifffahrt auf der Mosel mehrere Monate nicht möglich
10:04 Uhr

Deutlich mehr Menschen mit Hasenpest infiziert

Die Zahl der diagnostizierten und gemeldeten Tularämie-Fälle beim Menschen sind in den vergangenen Jahren laut Robert-Koch-Institut (RKI) kontinuierlich gestiegen. Die Tularämie, auch Hasenpest oder Nagerpest genannt, ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Sie kommt überwiegend bei Feldhasen vor, kann aber auch auf andere Tiere oder Menschen übertragen werden - etwa durch Hautkontakt mit infizierten Tieren oder ihren Kadavern. Außerdem ist eine Infektion über kontaminiertes Trinkwasser oder bei der Zubereitung und dem Verzehr von erregerhaltigem, nicht ausreichend durchgegartem Fleisch möglich. Auch das Einatmen von erregerhaltigem Staub kann eine Infektion verursachen, zum Beispiel Stäube von Exkrementen infizierter Tiere. Ein weiterer Übertragungsweg ist der Biss oder Stich eines blutsaugenden Vektors, etwa Zecken.

Warum es zuletzt zu einem Anstieg der Fälle gekommen ist, steht nicht fest. Klar ist: In diesem Jahr wurden nach RKI-Daten bundesweit bereits mehr als 180 Nachweise (Stand 27.11.) bei Menschen erfasst, die meisten in Bayern (63) und Baden-Württemberg (46). Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums in Stuttgart sind das fast doppelt so viele Fälle wie im Jahr 2023, als noch 24 Menschen betroffen waren. Typische Symptome sind zunächst unspezifische grippale Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost und Kopf- und Gliederschmerzen, später spezifischere Symptome wie ein Geschwür an der Eintrittsstelle und eine ausgeprägte Lymphknotenschwellung. Bei Aufnahme des Erregers über die Atemwege kann es zu einer Lungenentzündung kommen. Unbehandelt kann die Erkrankung in seltenen Fällen tödlich verlaufen.

Deutlich mehr Menschen mit Hasenpest infiziert
09:24 Uhr

Millionenbrand in Erlebnisbad - Feuerwehr immer noch im Einsatz

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Die Therme wurde bei dem Brand laut Polizei fast vollständig zerstört und stürzte teilweise auch ein. (Foto: dpa)

Nach dem Ausbruch eines Brandes im Miramar Erlebnisbad in Weinheim bei Mannheim ist die Feuerwehr auch am Morgen danach noch im Einsatz. "Wir sind immer noch mit kleineren Nachlöscharbeiten beschäftigt", sagte Feuerwehrkommandant Ralf Mittelbach. Teile des Gebäudes seien zerstört. Es sei daher schwierig, von innen an Glutnester heranzukommen. Die Feuerwehr werde mindestens noch eine Stunde im Einsatz sein. Das Feuer sei allerdings unter Kontrolle.

Das Feuer sei kurz nach 23 Uhr gemeldet worden, sagte Mittelbach. Meterhoch waren die Flammen in der Nacht aus dem Dach der Salz- und Kristalltherme des Erlebnisbads geschlagen. Am Ende steht nach ersten Schätzungen der Polizei ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe. Mitarbeiter des Bades hatten den Brand nach Angaben der Feuerwehr am Sonntagabend entdeckt. Da sie sich anschließend in Sicherheit bringen konnten, wurde niemand verletzt.

Millionenbrand in Erlebnisbad - Feuerwehr immer noch im Einsatz
08:56 Uhr

Auto mit jungen Leuten prallt gegen Baum - 17-Jähriger stirbt

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Alle vier Insassen kamen nach dem schweren Unfall ins Krankenhaus. (Foto: picture alliance/dpa/FULDAMEDIA)

Ein mit vier jungen Menschen besetztes Auto ist in Hessen mit einem Baum zusammengestoßen und ein 17-jähriger Beifahrer gestorben. Die anderen drei Insassen wurden schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der 18-jährige Fahrer war demnach am Sonntagabend zusammen mit zwei 17-Jährigen und einer 16-Jährigen auf der Bundesstraße 275 unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache sei der Wagen zwischen Herbstein und Lauterbach von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum gestoßen. Durch den Aufprall seien alle Insassen schwer verletzt worden, hieß es weiter.

Rettungskräfte brachten die vier Schwerverletzten daraufhin in umliegende Krankenhäuser, zwei von ihnen mit Rettungshubschraubern. Der 17-jährige Beifahrer starb den Angaben zufolge wenig später infolge seiner schweren Verletzungen. Den genauen Unfallhergang sollen nun Ermittlungen klären.

Auto mit jungen Leuten prallt gegen Baum - 17-Jähriger stirbt
08:13 Uhr

Sächsische Grünen-Chefin wird gewählt - und tritt einen Tag später zurück

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Christin Furtenbacher will nicht länger an der Spitze der Grünen in Sachsen stehen. (Foto: dpa)

Bei der Landtagswahl im September schaffen es die Grünen nur mit Ach und Krach wieder in den Sächsischen Landtag (5,1 Prozent). Trotz dieses desaströsen Ergebnisses will die Partei im anstehenden Bundestagswahlkampf auf Erfahrung und eingespielte Strukturen setzen und stellte am Wochenende den alten Landesvorstand zur Wahl - zumindest auf Zeit. Im Frühjahr des kommenden Jahres soll der Weg für einen personellen Neustart freigemacht werden. Doch das geschieht jetzt schon früher als geplant. Nur einen Tag nach den Landesvorstandswahlen erklärte die Landesvorsitzende Christin Furtenbacher am Sonntagabend ihren Rücktritt.

Ihr Ergebnis bei der Wahl habe sie schwer getroffen, teilte sie mit. "Ich musste für mich die Schlussfolgerung ziehen, dass ich keinen ausreichenden Rückhalt als Landesvorsitzende in unserem Landesverband mehr habe." Lediglich 57 Prozent der Delegierten hatten Furtenbacher im zweiten Wahlgang im Amt bestätigt. Die Co-Vorsitzende Marie Müser kam im ersten Wahlgang auf 63,5 Prozent der Stimmen. "Ich habe erkannt, dass ich unseren Landesverband unter diesen Bedingungen nicht durch diesen wichtigen Bundestagswahlkampf führen kann", teilte Furtenbacher weiter mit. "Die Delegierten haben mich offensichtlich nicht in diesem Team gesehen und mir ihr Vertrauen entzogen. Und auch mir fehlt nun das Vertrauen, das es für einen kraftvollen und erfolgreichen Bundestagswahlkampf braucht."

Sächsische Grünen-Chefin wird gewählt - und tritt einen Tag später zurück
07:50 Uhr

"Völlig falsch": Katie Holmes rügt Artikel über Suri

"Es reicht": US-Schauspielerin Katie Holmes weist einen Bericht des britischen Boulevardblatts "Daily Mail" über ein angebliches Millionenvermögen ihrer Tochter Suri scharf zurück. "Völlig falsch", schreibt Holmes auf Instagram über eine Abbildung des Zeitungsartikels. "Daily Mail, du kannst damit aufhören, Zeugs zu erfinden", führt sie weiter aus. In der Überschrift des Artikels wird die 18-jährige Suri Cruise als Millionärin beschrieben. Das einzige Kind aus der geschiedenen Ehe von Holmes und Hollywood-Star Tom Cruise soll demnach mit 18 Jahren durch den Vater Zugriff auf einen beträchtlichen Treuhandfonds erhalten haben.

Suri feierte im vorigen April ihren 18. Geburtstag. Der Teenager schloss im Juni die Schule in New York ab. Laut Medienberichten besucht Suri nun die Carnegie Mellon University in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. Holmes und der "Mission Impossible"-Star Cruise hatten 2006 geheiratet, sieben Monate nachdem Suri geboren worden war. 2012 gab das Paar seine Trennung bekannt.

"Völlig falsch": Katie Holmes rügt Artikel über Suri
07:25 Uhr

Grünen-Politiker Al-Wazir: "Friedrich Merz kommt für uns vom anderen Stern"

In der Debatte über eine mögliche schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl dämpft der Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir - einer, der es wissen muss - die Erwartungen. "Friedrich Merz kommt für uns vom andern Stern. Das ist so", sagt der ehemalige hessische Wirtschaftsminister, der nun für den Bundestag kandidiert, im Gespräch mit dem Magazin "Stern". "Wir kommen für ihn aber auch von einem anderen Stern. Offen gesagt: Die Grünen träumen wirklich nicht von Friedrich Merz."

Als es 2014 in Hessen erstmals an Schwarz-Grün gegangen sei, habe es eine "unglaubliche Lagerkonfrontation" gegeben, sagt Al-Wazir, der in Hessen dann insgesamt zehn Jahre lang mit der Union regiert hat. "Und auf einmal verhandelten wir mit denen. Auch in unseren Reihen hat das für viel Kopfschütteln gesorgt." Dass es damals trotzdem mit der Koalition geklappt hat, habe auch daran gelegen, dass "sich die Hessen-CDU in dem Moment verändert hat", so Al-Wazir. "Sie hat verstanden, dass der konfrontative Kurs auf Dauer nirgendwo hinführt, dass es nichts bringt, alles, was halbwegs liberal ist, als quasi linksradikal zu bezeichnen." Der Bundestagswahlkampf werde eine Auseinandersetzung um die besten Ideen für die Zukunft und deshalb natürlich kontrovers. "Aber die Union hat die nächsten Wochen hoffentlich Besseres zu tun, als weiter auf den Grünen rumzuhacken."

Grünen-Politiker Al-Wazir: "Friedrich Merz kommt für uns vom anderen Stern"
07:09 Uhr

Horst Schlemmer und Co. - Hape Kerkelings viele Gesichter

Er ist einer der beliebtesten Komiker Deutschlands, seine Figuren sind Kult. Hape Kerkeling feiert heute seinen 60. Geburtstag. ntv erinnert aus diesem Anlass an einige legendäre Momente in der schillernden Karriere des Tausendsassas.

Horst Schlemmer und Co. - Hape Kerkelings viele Gesichter
06:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

am Wochenende überschlagen sich die Ereignisse. Baschar al-Assad flieht aus Syrien, seine Schreckensherrschaft ist beendet. Nach dem blitzartigen Sturz des Machthabers steht das Land vor einer ungewissen Zukunft. Die Flucht Assads und seiner Familie nach Russland bietet die Chance für einen Neubeginn nach Jahrzehnten Diktatur und fast 14 Jahren Bürgerkrieg mit Hunderttausenden Toten und Millionen Vertriebenen.

Doch vieles hängt davon ab, ob sich die verschiedenen Rebellengruppen auf eine Verteilung der Macht einigen können - oder ob ein Machtvakuum zu neuer Gewalt führt und Syrien mit seinen ethnischen und religiösen Minderheiten im Chaos versinkt. Über die aktuellen Entwicklungen in Syrien halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

Diese Themen stehen heute auf der Agenda:

  • Das laufende Jahr steuert auf einen Temperaturrekord zu: 2024 wird global ziemlich sicher das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Es dürfte auch das erste Jahr werden, in dem es im Durchschnitt mehr als 1,5 Grad Celsius wärmer ist als im vorindustriellen Mittel, wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus berichtete.

  • Thüringens SPD-Mitglieder entscheiden, ob es in dem Bundesland zur ersten Brombeer-Koalition in Deutschland kommt. Um 12 Uhr endet eine Mitgliederbefragung. Voraussichtlich am späten Nachmittag will der SPD-Landesvorstand das Ergebnis in Erfurt bekannt geben.

  • Europas größter Autobauer Volkswagen steht heute vor einem erneuten flächendeckenden Warnstreik.

  • Bundeskanzler Olaf Scholz will mit Spitzenvertretern der Stahlbranche Wege aus der Misere des wichtigen Industriezweigs diskutieren. Auch Betriebsräte und Gewerkschafter sind zum Stahlgipfel ins Kanzleramt geladen.

  • In Beverly Hills werden die Nominierungen für die 82. Golden Globe Awards bekannt gegeben. Die Verleihung der Preise in Film- und Fernsehkategorien ist für den 5. Januar geplant.

  • Die deutschen Handballerinnen gehen als Außenseiter in das dritte Hauptrundenspiel bei der Europameisterschaft gegen den Favoriten Norwegen um 18 Uhr in Wien.

  • Und dann gibt es noch ein prominentes Geburtstagskind: Hape Kerkeling wird 60. Wir gratulieren.

Kommen Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag begleite ich Sie durch die Nachrichtenwelt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:41 Uhr

Trump nominiert seine eigene Anwältin für Spitzenposten

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Auch sie setzt sich unter dem Slogan "Make America Great Again" ein: Alina Habba. (Foto: REUTERS)

Nach der Wahl belohnt Donald Trump diejenigen, die ihm im vergangenen Wahlkampf und darüber hinaus treu zur Seite gestanden haben. So auch Alina Habba. Der designierte US-Präsident nominiert seine Anwältin für das Amt der Counselor to the President, der Beraterin des Präsidenten. "Sie war unerschütterlich in ihrer Loyalität und unübertroffen in ihrer Entschlossenheit - sie stand mir durch zahlreiche 'Prozesse', Schlachten und unzählige Tage vor Gericht zur Seite", schrieb Trump auf seiner Webseite Truth Social über die Anwältin. "Nur wenige verstehen die Instrumentalisierung des 'Unrechtssystems' besser als Alina."

Die 40-Jährige verteidigte Trump zu Beginn dieses Jahres in seinem Schweigegeldprozess (Stichwort: Stormy Daniels) und fungierte auch als seine juristische Sprecherin. In Trumps erster Amtszeit hatte die republikanische Strategin Kellyanne Conway das Amt der Beraterin inne.

Trump nominiert seine eigene Anwältin für Spitzenposten
06:17 Uhr

Mindestens 110 Tote bei Massaker wegen "Hexerei" in Elendsviertel

Cite Soleil ist ein dicht besiedelter Slum am Hafen der Hauptstadt Port-au-Prince und gehört zu den ärmsten und gewalttätigsten Gebieten Haitis. Es wird durch Banden streng kontrolliert. Jetzt dringt ans Licht, dass sich am Wochenende dort grausame Szenen abgespielt haben. Bei einem Massaker starben in dem Elendsviertel einer Menschenrechtsorganisation zufolge mindestens 110 Menschen. Der Chef einer Bande habe es hauptsächlich auf ältere Menschen abgesehen, teilte das haitianische Netzwerk zum Schutz der Menschenrechte (RNDDH) mit. Er habe sie verdächtigt, durch Hexerei die Krankheit seines Kindes verursacht zu haben.

Den Angaben zufolge suchte der Bandenführer Monel "Mikano" Felix nach der Erkrankung des Kindes Rat bei einem Voudou-Priester. Dieser habe ältere Menschen beschuldigt, dem Kind durch Hexerei zu schaden. Dies habe Felix dazu veranlasst, die Tötungen anzuordnen. Seine Bandenmitglieder hätten in dem Slum Cite Solei am Freitag mindestens 60 Menschen und am Samstag 50 Menschen mit Macheten und Messern umgebracht. Alle seien über 60 Jahre alt gewesen.

Update 11.48: Inzwischen gehen die Vereinten Nationen davon aus, dass mindestens 184 Menschen ermordet wurden. Laut einer Mitteilung der Organisation Komitee für Frieden und Entwicklung (CPD) vom Sonntag handelte es sich anscheinend um den Racheakt eines Bandenbosses. Dieser habe Anhänger des Voodoo-Kultes für den Tod seines Sohnes verantwortlich gemacht.

Mindestens 110 Tote bei Massaker wegen "Hexerei" in Elendsviertel
05:53 Uhr

Verfolgungsfahrt durch zwei Länder endet im Allgäu

Bei der Verfolgung eines mutmaßlichen Autodiebs durch Süddeutschland und Österreich sind mehrere Streifenwagen beschädigt worden. Als die Fahrt schließlich bei Sigmarszell im Allgäu endete, verschanzte sich der Mann zunächst in dem Fahrzeug, wie die Polizei mitteilte. Letztlich wurde er festgenommen. Einem Reporter zufolge stand das Auto mit Kennzeichen aus Baden-Württemberg in einem Graben der Bundesstraße 308, mehrere Polizeiwagen waren beschädigt. Begonnen hatte die Verfolgungsjagd laut Polizei noch auf deutscher Seite der Grenze.

Verfolgungsfahrt durch zwei Länder endet im Allgäu