mit Yuki SchubertDas war Montag, der 11. April 2022
"Mariupol ist das Herz dieses Kriegs. Wenn es aufhört zu schlagen, werden unsere Positionen schwächer sein", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Vortag gegenüber AP. Der Fall der Hafenstadt, wo nach ukrainischen Angaben Zehntausende Menschen getötet und es kaum noch ein intaktes Haus gibt, steht offenbar kurz bevor. Der Besuch beim Kreml-Chef Putin hinterließ derweil Österreichs Kanzler Nehammer pessimistisch zurück, trotzdem rief er Bundeskanzler Scholz auf, es ihm gleichzutun und den direkten Austausch mit Putin zu suchen. Einen Überblick über die Geschehnisse in der Ukraine erhalten Sie in unserem Ukraine-Ticker, den ich Ihnen hiermit wärmsten empfehle.
Diese Themen haben uns heute ebenso beschäftigt:
Damit wünsche ich Ihnen einen angenehmen Restabend. Der Tag begrüßt sie morgen wieder.
Ihre Yuki Schubert
Das schenkte David Beckham seinem Sohn zur Hochzeit
Zur Hochzeit seines Sohnes Brooklyn Beckham und Nicola Peltz hat David Beckham zwei Dinge kombiniert, die eigentlich nicht zusammenpassen: Oldtimer und Elektroauto. Konkret ließ der Ex-Fußballer einen alten Jaguar XK140 bei dem Unternehmen Lunaz, in das er investiert, umbauen. Der Jaguar, Baujahr 1954, ist neu lackiert und zum Elektroauto überarbeitet worden. Der stolze Preis: 500.000 Dollar. Bevor das Hochzeitspaar den Wagen am Sonntagmorgen überreicht bekam, machten Brooklyns Eltern laut Dailymail damit aber noch schnell selbst eine Spritztour.
Sechs Tote bei Gasexplosion in Wohnhaus bei Moskau
In der Nähe von Moskau hat sich in einem fünfstöckigen Gebäude eine Gasexplosion ereignet, bei der sechs Menschen ums Leben kamen. Laut Zivilschutz sind weitere 20 Bewohner bei dem Unglück in Stupino, das südlich der russischen Hauptstadt liegt, verletzt worden. Sechs von ihnen würden in Krankenhäusern behandelt. In Russland kommt es immer wieder zu Gasexplosionen - etwa, weil Sicherheitsvorkehrungen nicht eingehalten werden. Mancherorts ereignen sich solche Unglücke auch dann, wenn Menschen ihre Wohnungen mithilfe des Gasherdes heizen wollen.
Meghan will Prinz Harry nach Europa begleiten
Herzogin Meghan will ihren Mann Prinz Harry zu den von ihm ins Leben gerufenen "Invictus Games" in die Niederlande begleiten. Ein Sprecher des Paares bestätigte der britischen Nachrichtenagentur PA, die Herzogin wolle in den ersten Tagen mit vor Ort sein. Bei der von Harry initiierten Veranstaltung, die am kommenden Wochenende in Den Haag beginnt, treten kriegsversehrte Soldaten in paralympischen Wettbewerben an. Bei seinen zwei bisherigen Besuchen in der alten Heimat im vergangenen Jahr war Harry ohne Ehefrau Meghan und die beiden Kinder Archie (2) und Lilibet (10 Monate) angereist. Der Nachrichtenagentur PA zufolge sollen die Kinder von Harry und Meghan bei den Invictus Games nicht dabei sein. Ob das Paar bei der Europa-Reise auch einen Stopp in Großbritannien einlegt, ist noch unbekannt.
Diebe stehlen in Indien komplette Brücke
Das nennt man wohl ein dickes Ding: Eine Diebesbande in Indien baute eine rund 18 Meter lange Eisenbrücke in drei Tagen am helllichten Tag ab und schafften die Einzelteile mit Lastwagen weg. Die indische Polizei hat daraufhin acht Personen festgenommen, wie die indische Nachrichtenagentur ANI berichtet. Unter den Festgenommenen sei auch ein Mitarbeiter der Wasserressourcenbehörde, der von dem Diebstahl gewusst haben soll. Um nicht entdeckt zu werden, hätte sich die Bande als Mitarbeiter einer Bewässerungsbehörde ausgegeben und sogar die Hilfe örtlicher Behördenmitarbeiter in Anspruch genommen. Anschließend seien sie verschwunden.
Dorfbewohner hätten schließlich die tatsächliche Bewässerungsbehörde informiert, und diese habe Anzeige erstattet, sagte ein Ingenieur bei der Behörde zu ANI. Die Polizei habe in dem Zusammenhang einen Bagger, 247 Kilo Eisen sowie andere Materialien sichergestellt. Bei der Brücke handele es sich um ein Bauwerk aus den 70ern, die nicht mehr genutzt werde.
17 Jahre alte Olympia-Seglerin tödlich verunglückt
Die junge Olympia-Seglerin Eya Guezguez aus Tunesien ist beim Training tödlich verunglückt. Die 17-Jährige sei am Vortag mit ihrer Schwester gesegelt, als das Boot der Zwillinge bei starkem Wind kenterte, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf seiner Website mit. Schwester Sarra habe überlebt. Das tunesische Olympische Komitee CNOT erklärte, das Unglück habe sich beim Training "für regionale und internationale Wettkämpfe" ereignet. Laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur TAP war Guezguez sogar erst 16 Jahre alt. Die Zwillinge waren vergangenes Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio in der 49 FX-Klasse angetreten. Sie belegten den 21. Platz und hofften offenbar, bei den Spielen in Paris 2024 an den Start zu gehen. IOC-Präsident Thomas Bach kommentierte: "Sie war ein inspirierendes Talent und ein Vorbild für Athleten ihrer Generation."
Partygast nach Streit gestorben: U-Haft für Türsteher
Nach dem Tod eines 41-Jährigen bei einer Techno-Party am Ruhr Congress Bochum ist ein Türsteher der Veranstaltung in Untersuchungshaft gekommen. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei wird gegen den 42-Jährigen wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Der Security-Mann soll mit dem 41-Jährigen am frühen Sonntagmorgen eine körperliche Auseinandersetzung gehabt haben. Zunächst sei er bei der Techno-Party "Polarize" des Saales verwiesen worden. Als er erneut Einlass verlangt hatte, soll es zum Streit der beiden Männer gekommen sein. Dabei sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen, bei denen ein Mitarbeiter den 41-Jährigen fixiert habe. Plötzlich musste der Mann reanimiert werden. Er wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wo er nach mehrstündigen Wiederbelebungsversuchen für tot erklärt wurde. Die Obduktion habe ergeben, dass Gewalteinwirkung die Todesursache gewesen sei, heißt es in einer Mitteilung.
Segelflugzeug stürzt in NRW ab - ein Toter
Ein Segelflugzeug ist heute in Oerlinghausen (Kreis Lippe) abgestürzt. Dabei ist ein Mensch ums Leben gekommen. Laut Polizei ist der Flieger gegen Mittag in einem Waldgebiet verunglückt. Der Pilot sei noch an der Unfallstelle gestorben, Details zur Identität seien noch nicht bekannt. Er sei der einzige Insasse im Flieger gewesen. Wie die Polizei zudem mitteilte, sollte der Leichnam obduziert werden, schließlich seien die Umstände des Absturzes noch unklar. Die Polizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ermitteln.
Vermisster deutscher Surfer am Gardasee tot gefunden
Am Wochenende wird ein Windsurfer in Italien als vermisst gemeldet, nun ist der deutsche 54-Jährige tot aufgefunden worden. Wie die Küstenwache von Salò bestätigte, wurde die Leiche am Ufer des Gardasees entdeckt. Der Hobbysportler wurde seit Samstag vermisst, nachdem er vermutlich vom aufkommenden Wind in die Mitte des Sees getrieben worden war. Helfer der Polizei, der Küstenwache und der Feuerwehr mit Booten, Drohnen und Hubschraubern waren bei der Suchaktion im Einsatz. Sie fanden am frühen Sonntagmorgen zunächst nur das Surfbrett des Mannes. Woher in Deutschland das Unfallopfer kam, sagte ein Sprecher der Küstenwache auf Anfrage zunächst nicht.
Baerbock: Spiegel-Rücktritt zeigt Brutalität der Politik
"Anne Spiegel ist durch eine extrem harte, persönlich unglaublich schwere Zeit gegangen", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock zum Rücktritt der Grünen-Familienministerin. "Mit dem heutigen Tag ist für sie nicht nur politisch, sondern auch persönlich ein Weg beschritten worden, der glaube ich deutlich macht, wie brutal Politik sein kann. Das ist eine Mahnung für uns alle in der Politik", sagte Baerbock mit Blick auch auf die Pressekonferenz, mit der Spiegel noch am Sonntag versucht hatte, einen Rücktritt abzuwenden. Der Rücktrittsentscheidung der Parteifreundin zollte Baerbock Anerkennung und machte deutlich, dass ihr Weggang ein großer Verlust ist. "Die Bundesregierung, wir als Kabinett, verlieren eine unglaublich tolle Familienministerin, die mit Leidenschaft für Familien, für Kinder, für Frauen in diesem Land brennt und die vor allen Dingen eines der größten Reformprojekte dieser Koalition auf den Weg gebracht hat: die Kindergrundsicherung", sagte sie.
Unbekannter sprüht in Hessen Z-Symbol auf ukrainisches Auto
Auf das Auto einer Ukrainerin im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen ist der Buchstabe "Z" gesprüht worden. Laut Polizei hat ein bislang unbekannter Täter das Symbol am Samstagnachmittag mit schwarzer Farbe auf das weiße Auto mit ukrainischem Kennzeichen gesprüht. Der Buchstabe ist aktuell als Zeichen der Unterstützung für den Krieg Russlands in der Ukraine geläufig. Die Frau habe Anzeige erstattet. Der Sachschaden betrage etwa 200 Euro, so die Polizei. Es werde nun wegen Sachbeschädigung und des Verdachts eines Vergehens wegen "Belohnung und Billigung einer Straftat" ermittelt und nach Zeugen gesucht.
Pathologe soll falsche Krebsdiagnosen gestellt haben
In seinem Institut in St. Ingbert soll ein heute 63-jähriger deutscher Pathologe zwischen Februar und November 2018 falsche Krebsdiagnosen gestellt haben. Dadurch sei es zu nicht notwendigen Behandlungen und Eingriffen gekommen - mit fatalen Folgen. Unter anderem war einer Patientin der Großteil eines Oberkiefers entfernt worden, in einem anderen Fall war ein 50-jähriger Mann nach einer demnach nicht erforderlichen Darmoperation an einer Sepsis gestorben. Die Patienten stammten aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Zum Prozessauftakt räumte der Pathologe bei einzelnen Fällen ein, bei der Auswertung "etwas verwechselt" zu haben. Und auch, dass er sich möglicherweise von der Statistik etwas fehlleiten ließ, wie er sagte.
Insgesamt soll er in sieben Fällen eine falsche Diagnose gestellt haben. Die Anklage wirft dem Mann unter anderem gefährliche und schwere Körperverletzung vor - in zwei Fällen versuchten Totschlag und in einem Fall Körperverletzung mit Todesfolge.
Familie in Argentinien überlebt Kollision mit Zug
Die Aufnahme einer Überwachungskamera aus Argentinien lässt Schlimmes ahnen. Wegen eines technischen Defektes passiert ein Auto die Schranke und bleibt auf den Gleisen stehen. Das voll besetzte Auto wird von einem Zug erfasst. Der Fahrer, der zum Zeitpunkt des Aufpralls neben dem Fahrzeug steht, wird durchs Bild geschleudert. Doch die Katastrophe bleibt überraschenderweise aus.
84-Jähriger rammt besetztes Auto absichtlich mit Bagger
Hier sind die Gemüter leider übergekocht: Ein 84-Jähriger ist in Breckerfeld in Nordrhein-Westfalen mit einem Radlader absichtlich gegen ein besetztes Auto auf seinem Grundstück gefahren. Laut Polizei hat sich eine 36-jährige Fahrerin im Inneren befunden. Sie wurde durch den Zusammenstoß leicht verletzt. Wie die Beamten in Schwelm mitteilten, wollte der Senior das unbefugt parkende Fahrzeug der Frau von seinem Gelände schieben. Das Heck des Autos wurde bei dem Vorfall vom Samstag beschädigt. Polizisten wurden hinzugezogen und untersagten dem 84-Jährigen das Führen "erlaubnispflichtiger Fahrzeuge". Gegen ihn wird nun ermittelt.
Gottschalk verteidigt Becker: "Keine verarmten Omas abgezockt"
Thomas Gottschalk hat dem verurteilten Boris Becker seine Rückendeckung ausgesprochen. "Boris hat keine verarmten Omas abgezockt", sagte der Entertainer der "Bild". Im schlimmsten Fall seien "ein paar reiche Geldgeber etwas ärmer geworden, die sich mit dem Ruhm des Tennisidols schmücken wollten". "Mein Mitleid mit denen hält sich in Grenzen", zitierte "Bild" den 71-jährigen Gottschalk. Eine Geschworenenjury in London hatte Tennislegende Becker am Freitag in 4 von 24 Anklagepunkten schuldig gesprochen. In dem Strafprozess ging es um die Verschleierung von Teilen seines Vermögens in einem Insolvenzverfahren.
Habeck sieht Fracking nicht als Ersatz für russisches Gas
Um in Zukunft nicht mehr so vom russischen Gas abhängig zu sein, hat die EU mit den USA einen Flüssiggas-Pakt geschlossen. Damit ist eine langfristige Erhöhung der Förderung von amerikanischen Frackinggas nötig. Hierzulande will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nicht auf das umstrittene Fracking zurückgreifen, also die Förderung aus Schiefergestein. Dafür gebe es keine Pläne, sagte der Grünen-Politiker in Berlin. "Ich glaube, dass das nicht der Weg ist, den wir gehen sollten." Der Umstieg solle ja schnell gelingen. Die Errichtung von Fracking-Kapazitäten würde aber lange dauern. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder will Fracking dagegen erlauben. "Wir dürfen Öl- und Gasgewinnung aus vorhandenen Kapazitäten in Deutschland nicht völlig ausschließen", sagte er zuletzt.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Juliane Kipper feiert jetzt das Frühlings-Comeback und ich übernehme für Sie den restlichen Tag mit vielen weiteren spannenden News aus der ganzen Welt. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, was heute so los ist. Bei Fragen zu diesem Format wenden Sie sich an: dertag@n-tv.de
Einen schönen Nachmittag für Sie, ihre Yuki Schubert
Rentner bedroht Handwerker mit Softairwaffe
Wegen Lärms in der Nachbarschaft ist ein Rentner in Glückstadt ausgerastet. Der betrunkene 71-Jährige bedrohte einen Handwerker mit einem täuschend echt aussehenden Gewehr, wie die Polizei mitteilte. Der Vorfall habe sich bereits am vergangenen Donnerstag am Hafen der Stadt im Kreis Steinburg ereignet.
Der Rentner drohte dem 33 Jahre alten Handwerker den Ermittlungen zufolge, ihn anzuschießen, wenn der Lärm nicht sofort aufhört. Polizisten gelang es, den mit 2,1 Promille betrunkenen 71-Jährigen zu beruhigen. Bei dem Gewehr handelte es sich um eine Softairwaffe. Da sie aber täuschend echt aussieht, darf sie als sogenannte Anscheinswaffe nicht offen geführt werden. Gegen den Mann laufen jetzt Verfahren unter anderem wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Opfer nach tödlichem Streit in Münchner Innenstadt identifiziert
Einen Tag nach einem tödlichen Streit in der Münchner Innenstadt hat die Polizei das Opfer identifiziert. Bei dem jungen Mann, der in der Nähe des Stachus erstochen wurde, handle es sich um einen 25-Jährigen aus Somalia, wie Polizeisprecher Andreas Franken sagte. Er sei mit einem spitzen Gegenstand getötet worden. Die genaue Tatwaffe war am Tag nach dem Vorfall aber zunächst noch ebenso unbekannt wie der Täter. Die Polizei fahndet nach ihm und nach weiteren Menschen, die Zeuge des Vorfalls gewesen sein könnten. Die Auseinandersetzung an sich soll nach Angaben Frankens aber nur zwischen dem 25-Jährigen und dem Täter stattgefunden haben.
Bei Streit mit Gleichaltrigem: 13-Jähriger durch Messer schwer verletzt
In Berlin ist ein 13-Jähriger bei einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe Kindern und Jugendlichen schwer mit einem Messer verletzt worden. Nach Zeugenangaben kam es zwischen dem Jungen und der geschätzt 15-köpfigen Gruppe am Sonntagabend im Bezirk Lichtenrade zum Streit, wie die Polizei erklärte. Dabei soll ein etwa Gleichaltriger dem 13-Jährigen mit einem Messer mehrfach in den Obrkörper gestochen haben. Die Kinder und Jugendlichen seien daraufhin in verschiedene Richtungen geflüchtet. Der verletzte Junge wurde ins Krankenhaus gebracht und sofort operiert. Lebensgefahr bestand demnach nicht.
Auftritt von Ministerin Spiegel hat Scholz "betroffen gemacht"
Bundeskanzler Olaf Scholz hat der mit Rücktrittsforderungen konfrontierten Bundesfamilienministerin Anne Spiegel Rückendeckung gegeben. "Was die Zusammenarbeit in der Regierung angeht, so schätzt der Bundeskanzler die Ministerin und arbeitet mit ihr eng und vertrauensvoll zusammen", sagte Vizeregierungssprecherin Christiane Hoffmann in Berlin. Spiegels Auftritt vor der Presse am Sonntagabend habe Scholz "persönlich bewegt und betroffen gemacht".
Spiegel steht unter Druck, weil sie als damalige rheinland-pfälzische Umweltministerin zehn Tage nach der Flutkatastrophe an der Ahr in einen vierwöchigen Urlaub gefahren war.
John Lennons Sohn singt ikonischen Song seines Vaters
Julian Lennon, Sohn von John Lennon hat zum ersten Mal den ikonischen Song seines Vaters, "Imagine", öffentlich gesungen. Auf Instagram erklärte er, dass er sich anlässlich der "unvorstellbaren Tragödie", die der Krieg in der Ukraine darstelle, entschlossen habe, den Friedenssong erstmals zu performen. "Ich hatte immer gesagt, dass ich erst daran denken würde, 'Imagine' zu singen, wenn es das Ende der Welt wäre", schreibt der Musiker zu dem Video, in dem er in einem Meer aus Kerzen und begleitet von einem Gitarristen die Zeilen seines Vaters singt. "Als Mensch und als Künstler fühlte ich mich gezwungen, so bedeutungsvoll wie möglich zu reagieren. Also habe ich heute zum allerersten Mal das Lied meines Vaters, 'Imagine', öffentlich aufgeführt."
Der Text spiegele "unseren kollektiven Wunsch nach weltweitem Frieden" wider, heißt es weiter. "Denn in diesem Song werden wir in einen Raum versetzt, in dem Liebe und Zusammengehörigkeit zu unserer Realität werden, wenn auch nur für einen Moment... Der Song reflektiert das Licht am Ende des Tunnels, auf das wir alle hoffen..." Lennon postete das Cover des Liedes, das sein Vater 1971 herausbrachte, zu seinem 59. Geburtstag auf seiner Instagram-Seite. Die Aufführung ist Teil der Social-Media-Kundgebung von Global Citizen "Stand Up For Ukraine", die Geld für das umkämpfte Land und die Flüchtlinge sammelt.
Chelsea-Coach Tuchel vor Real-Rückspiel: "Es ist erlaubt zu träumen"
Chelsea-Trainer Thomas Tuchel hält ein Weiterkommen im Champions-League-Viertelfinale bei Real Madrid nach dem 1:3 im Hinspiel zwar für unwahrscheinlich, trotzdem werde sein Team alles geben, um das Unmögliche zu schaffen. "Wir haben nicht gerade die besten Chancen, wenn man das Hinspiel-Ergebnis betrachtet, den Wettbewerb, unseren Gegner und das Stadion", sagte Tuchel vor dem Rückspiel in Madrid. "Aber unser Einsatz richtet sich nicht danach, wie die Chancen auf ein Ergebnis sind."
Massenpanik in New York: Knallgeräusch aus Gully scheucht Times Square auf
Knallgeräusch aus Gully scheucht Times Square auf
Ein lauter Knall, und hunderte Menschen ergreifen die Flucht: Am New Yorker Times Square explodiert es unter einem Gully-Deckel, nachdem es im Kanalschacht brannte. Das zunächst nicht identifizierbare Geräusch löst unter den Menschen eine Massenpanik aus.
Peggy 21 Jahre nach ihrem Verschwinden beigesetzt
Knapp 21 Jahre nach ihrem Verschwinden sind die sterblichen Überreste der getöteten Peggy aus Lichtenberg in Bayern beigesetzt worden. Wie die Anwältin Ramona Hoyer im Auftrag der Familie mitteilte, fand die Bestattung am 6. April an einem geheimen Ort statt. "Wir wünschen uns, dass Ruhe einkehrt und uns der Raum zum Trauern gegeben wird", heißt es in der Erklärung von Peggys Mutter und der Familie.
Der Fall Peggy zählt zu den spektakulärsten Kriminalfällen Deutschlands. Im Mai 2001 verschwand das neunjährige Mädchen nach der Schule im oberfränkischen Lichtenberg (Landkreis Hof). Eine großangelegte Suchaktion - unter anderem mit Bundeswehr-Tornados - blieb ohne Erfolg. Die Polizei verfolgte etliche Spuren, jedoch erfolglos. Erst 15 Jahre später wurde in einem Waldstück an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen Peggys Leiche gefunden. Ein Täter ist bis heute nicht überführt. 2004 wurde zwar ein geistig behinderter Mann aus Lichtenberg als Peggys Mörder verurteilt, in einem Wiederaufnahmeverfahren kam er aber zehn Jahre später wieder frei.
Neun-Euro-Ticket soll zum 1. Juni kommen
Das Neun-Euro-Ticket im Regionalverkehr soll einem Medienbericht zufolge zum 1. Juni kommen und bundesweit gültig sein. Eine regional beschränkte Gültigkeit sei unpraktikabel, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus dem Verkehrsausschuss des Bundestags. Demnach ist der Bund bereit, die Kosten von geschätzt 2,5 Milliarden Euro für die dreimonatige Vergünstigung zu übernehmen.
"Das Neun-Euro-Ticket muss bundesweit gültig sein", sagte der SPD-Verkehrsexperte im Bundestag, Martin Kröber, den RND-Zeitungen. "Sonst benachteiligt es jene Pendlerinnen und Pendler, die über die Grenzen von Bundesländern und Tarifverbünden unterwegs sind." Wegen des nötigen Gesetzgebungsprozesses sei der 1. Juni der frühestmögliche Zeitpunkt. Am 18. oder 19. Mai soll der Bundestag laut Bericht über einen noch zu erarbeitenden Gesetzentwurf abstimmen, am 20. Mai der Bundesrat. Damit würden auch in den Sommerferienmonaten Juli und August Neun-Euro-Tickets verfügbar sein.
Zoll vernichtet mehr als 1000 Harry-Potter-Kostüme "ohne großen Hokuspokus"
Da fehlte die Lizenz zum Zaubern: Der Hamburger Zoll hat 1170 illegal hergestellte Harry-Potter-Faschingskostüme sichergestellt und vernichtet. Die Hogwarts-Schulhausroben, -Uniformen, -schals, und -krawatten sowie Brillen und Hüte waren mit einem Container aus China nach Hamburg gekommen und sollten weiter nach Polen transportiert werden, wie das Hauptzollamt Hamburg mitteilte. Doch für die in den 28 Kartons gefundene Ware gab es keine Lizenz vom Rechteinhaber. Die bereits vor zwei Monaten entdeckten Faschingskostüme wurden deshalb vom Zoll sichergestellt und vor wenigen Tagen "ohne großen Hokuspokus" vernichtet, wie das Amt weiter schrieb.
Buschmann erteilt Vorstoß für schärfere Mietpreisbremse eine Absage
Bundesjustizminister Marco Buschmann lehnt eine Bundesratsinitiative zu höheren Bußgeldern bei Mietwucher ab. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Das Justizministerium hat den Vorstoß aus Bayern zur Verschärfung einer Mietpreisbremse demnach in einer Kabinettsvorlage, aus der die Zeitung zitiert, wegen "Bedenken" zur Ablehnung empfohlen. Das Ministerium konnte nicht unmittelbar zu einer Stellungnahme erreicht werden.
Das Grün-geführte Bundeswirtschaftsministerium von Minister Robert Habeck und das Bauministerium von Ministerin Klara Geywitz hätten der Vorlage des Justizministeriums zugestimmt. Die restlichen Ressorts hätten demnach keinen Einspruch erhoben.
Tanken außerhalb von Deutschland meist deutlich günstiger
Tanken ist in Deutschland teurer als anderswo. "Benzin und Diesel waren an den deutschen Tankstellen zuletzt teils deutlich teurer als in den meisten direkten Nachbarstaaten Deutschlands", lautet das Ergebnis eines veröffentlichten Vergleichs durch das Statistische Bundesamt, der sich auf Daten der EU-Kommission und der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt stützt. Demnach zahlten Autofahrerinnen und -fahrer in Deutschland am 4. April im Tagesdurchschnitt 2,06 Euro - und zwar sowohl für einen Liter Super E5 als auch für einen Liter Diesel.
"Better Call Saul"-Finale hält eine Überraschung bereit
Walter White und Jesse Pinkman kehren zurück: Die Schauspieler Bryan Cranston und Aaron Paul schlüpfen im Staffel-Finale der Spin-off-Serie "Better Call Saul" erneut in ihre Rollen aus der Kultserie "Breaking Bad". Auf dem Twitter-Kanal des "Breaking Bad"-Ablegers wurde am Sonntag ein Foto gepostet, das die Schauspieler in ihren Rollen zeigt. Dazu hieß es dort: "Sie kommen zurück. #BetterCallSaul".
Produzent Peter Gould hatte dies demnach bei einem Auftritt in Los Angeles bekannt gegeben. "Better Call Saul", 2015 gestartet, erzählt die Vorgeschichte des Anwaltes Saul Goodman, der den beiden Drogendealern White und Pinkman in "Breaking Bad" immer wieder aus der Patsche half. Die Hauptrolle übernimmt erneut Bob Odenkirk. Die sechste und letzte Staffel soll am 18. April beim US-Sender AMC anlaufen und ab 19. April auch wieder bei Netflix zu sehen sein.
Kebekus: Witze über Putin haben befreiende Wirkung
Witze über den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu machen, kann nach Meinung von Carolin Kebekus eine befreiende Wirkung haben. "Komiker zu sein, ist ja in vielen Situationen recht unnütz, aber manchmal ist es auch ganz gut: Mal kurz über eine Situation zu lachen, die einem so eine Angst macht, und dann auch festzustellen "Okay, die anderen finden den auch Scheiße, wir sind alle auf einer Seite", das kann guttun", sagte die Komikerin in Köln.
Gleichzeitig sei es ermutigend, sich klarzumachen, dass man in einem freien Land lebe, in dem solche Witze möglich seien. "Ich kann Witze über Putin machen, und niemand bestraft mich dafür." Der russische Präsident reagiere wie ein ausgerasteter Ex-Freund, sagte Kebekus. "Es ist so eine gekränkte, unberechenbare Männlichkeit dahinter." Das habe durchaus Witzpotenzial.
Von starkem Wind erfasst: Fähren stoßen zusammen
Im Nordseebad Norddeich (Landkreis Aurich) sind am Sonntagnachmittag zwei Fähren zusammengestoßen. Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, wurde eine Fähre in Richtung Juist kurz nach dem Ablegen von starkem Wind erfasst. Dadurch sei das Schiff gegen eine im Hafen liegende Autofähre geprallt. Dabei wurden laut Wasserschutzpolizei fünf Fahrgäste durch Glassplitter von zerbrochenen Fensterscheiben leicht verletzt. Sie mussten jedoch nicht vom Rettungsdienst behandelt werden.
Der entstandene Sachschaden wird auf einen fünfstelligen Betrag geschätzt. Insgesamt befanden sich laut Polizei bei dem Unfall 320 Fahrgäste an Bord. Sie konnten ihre Fahrt nach Juist mit einer anderen Fähre fortsetzen.
Heute meist freundlicher Sonne-Wolken-Mix
Heute klingen letzte Schauer auch im Nordosten schnell ab und dann stellt sich verbreitet ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein. Im Nordosten bleiben die Wolken noch kompakter, lösen sich aber am Abend auf. Bei wenig Wind steigen die Temperaturen nach kaltem, teils frostigem Start auf 13 bis 17 Grad an. Im Nordosten und an der Nordsee bleibt es mit 8 bis 12 Grad frischer, während in Weil am Rhein bis zu 20 Grad möglich sind.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
die Außenminister der EU-Staaten beraten heute in Luxemburg über zusätzliche Unterstützungsmöglichkeiten für die von Russland angegriffene Ukraine. Auf dem Tisch liegt unter anderem der Vorschlag des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell, weitere 500 Millionen Euro für die Lieferung von Waffen und andere militärische Ausrüstung bereitzustellen. Zudem dürfte es um mögliche zusätzliche Sanktionen gegen Russland gehen, das vor gut sechs Wochen in die Ukraine einmarschiert war. Im Gespräch ist unter anderem, nach dem Importverbot für russische Kohle auch ein Ölembargo zu beschließen. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:
Der Bundesvorstand der Grünen trifft sich zu einer Klausur im schleswig-holsteinischen Husum. Bei der zweitägigen Tagung soll es um die Auswirkungen des russischen Krieges gegen die Ukraine gehen, insbesondere auf die Energieversorgung und die Energiesouveränität in Deutschland und Europa. Auch die Themen Bevölkerungsschutz und Flucht stehen auf der Tagesordnung.
Wegen mutmaßlich falscher Krebsdiagnosen mit gravierenden Folgen für Patienten steht ein 63-jähriger Pathologe vor dem Landgericht Saarbrücken. Es geht der Anklage zufolge um mehrere Körperverletzungsdelikte, in einem Fall mit Todesfolge. Dem Angeklagten aus St. Ingbert wird vorgeworfen, mit einem zwischenzeitlich gestorbenen Komplizen wissentlich zahlreiche Fehldiagnosen gestellt zu haben. Der Pathologe soll zwischen Februar und November 2018 unzutreffend Krebsdiagnosen teilweise verneint und teilweise bejaht haben.
Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag.
Kriminelle in Polizeiuniform stehlen 2,8 Tonnen Drogen
Kriminelle haben bei einem Überfall auf die Polizei in Ecuador 2,8 Tonnen beschlagnahmte Drogen gestohlen. Der Leiter der nationalen Drogenbekämpfung, Giovanni Ponce, sagte am Sonntag, dass vier Kriminelle in Polizeiuniform ein Lagerhaus des Technischen Sekretariats für Drogen ausgeraubt hätten. Demnach überwältigten sie einen Wachmann, brachen die Sicherheitstüren auf und flüchteten mit den Drogen in einem Lastwagen.
Die Polizei nahm später drei Verdächtige fest. Dabei fanden die Ermittler den Ort heraus, "an dem der Lastwagen mit den gestohlenen Drogen abgestellt wurde". Ponce zufolge wurde der Lastwagen "geborgen". Es wurde noch geprüft, ob Drogen fehlen, "aber es scheint, dass dies nicht der Fall sein wird", sagte Ponce. Nach dem Vorfall ordnete Innenminister Patricio Carillo an, "unverzüglich mit der Vernichtung der Drogen zu beginnen".
Gesuchter Wirecard-Manager soll in Moskau gelebt haben
Der gesuchte Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek soll einem Medienbericht zufolge in Moskau untergetaucht sein und möglicherweise bis heute dort leben. Die "Bild"-Zeitung berichtete, dass Marsalek unter der "Obhut" des russischen Geheimdienstes FSB gestanden habe. Demnach war dessen Aufenthaltsort deutschen Behörden bereits seit Anfang 2021 bekannt.
Damals erfuhr die deutsche Botschaft in Moskau laut "Bild", dass ein Förderer der dortigen deutschen Schule ominöse Geschäfte betreibt. Der Mann solle mit dem russischen Impfstoff Sputnik V handeln, mit einer paramilitärischen Söldnertruppe in Verbindung stehen und über beste Kontakte nach Österreich verfügen. Bei dem Mann sollte es sich "Bild" zufolge um Marsalek handeln.