Samstag, 27. Juni 2020Der Tag

mit Michael Bauer
Michael Bauer
22:24 Uhr

Das war Samstag, der 27. Juni 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

der erste Tag der Sommerferien wäre geschafft. Da bleibt mir nur noch übrig Ihnen einige Texte des Tages als Gute-Nacht-Lektüre mit auf den Weg zu geben:

Damit entlasse ich Sie in die Nacht. Schlafen Sie gut, "Der Tag" ist morgen wieder für Sie da.

22:02 Uhr

Bafin setzte bei Wirecard-Prüfung nur einen Mitarbeiter ein

Obwohl es seit Anfang 2019 einen konkreten Verdacht auf Bilanzmanipulationen bei Wirecard gegeben und der Fall immer weitere Kreise gezogen habe, sei "im Wesentlichen nur ein einzelner Mitarbeiter" mit der komplexen Prüfung betraut gewesen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"

Private Wirtschaftsprüfungsgesellschaften setzten dagegen bei ähnlich schwierigen Fällen in Großunternehmen nicht selten Dutzende von Bilanzierungsfachleuten ein. Die Bafin sah nach Informationen des Blatts bereits im Februar 2019 im Rahmen der Wertpapieraufsicht Anlass, den Vorwürfen gegen Wirecard nachzugehen. Die zuständige Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) habe aber nur wenig Personal und stellte deshalb lediglich einen Mitarbeiter für die Untersuchung ab.

Mehr zum Kurssturz bei Wirecard lesen Sie hier.

21:24 Uhr

Rassistischer Ex-Präsident: Elite-Uni Princeton benennt Institut um

Infolge der jüngsten Debatte um Rassismus in den USA hat die Elite-Universität Princeton ihr bislang nach dem früheren US-Präsidenten Woodrow Wilson benanntes Politik-Institut umbenannt. "Wilsons Rassismus war bedeutend und folgenschwer, selbst an den Standards seiner Epoche gemessen", erklärte Universitätspräsident Christopher Eisgruber. Princeton habe Wilson, der von 1913 bis 1921 Präsident gewesen war, nicht wegen seines Rassismus geehrt, habe sich davon aber nicht abhalten lassen, erklärte er. "Das jedoch ist letztlich das Problem.

Princeton ist Teil eines Amerikas, das Rassismus zu oft gering geschätzt, ignoriert oder entschuldigt hat", schrieb Eisgruber. Dies habe das Andauern von "Systemen, die gegen Schwarze diskriminieren, erlaubt", erklärte er. Die Entscheidung zur Umbenennung sei auf seine Empfehlung hin vom Aufsichtsrat der Universität getroffen worden. Das Institut werde künftig "Princeton School of Public and International Affairs" heißen.

20:49 Uhr

US-Luftwaffe fängt vier russische Jets vor Alaska ab

Vier russische Aufklärungsflugzeuge sind in die "Identifizierungszone der Luftabwehr von Alaska" eingedrungen. Daraufhin startete die US-Luftwaffe ein Abfangmanöver. Die russischen Maschinen hielten sich demnach rund acht Stunden lang in der Zone auf. In den nordamerikanischen Luftraum waren sie aber nicht vorgedrungen.

imago0097817977h.jpg

Ein Aufklärungsflugzeug des Typs TU-142 (Archivbild).

(Foto: imago images/UPI Photo)

Es ist bereits das vierte Mal in diesem Monat, dass die USA russische Militärflugzeuge in der Nähe von Alaska abfangen. Am 29. Mai hatte Russland seinerseits Aufnahmen von zwei amerikanischen B-1-Bombern veröffentlicht, die von der russischen Luftabwehr über der Ostsee und dem Schwarzen Meer in der Nähe von Russland abgefangen wurden.

20:04 Uhr

Handgefertigte Schuhe von Nike-Gründer bringen kleines Vermögen

133380688.jpg

Unter anderem hatte er daran Stollen und eine Sohle mit Waffelmuster ausprobiert, was die Entwicklung von Turnschuhen auf der Welt prägen sollte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Paar weiße Turnschuhe, das ein Mitgründer der Sportartikelfirma Nike vor rund 50 Jahren handgefertigt hat, ist bei einer Auktion in New York für 162.500 Dollar (etwa 145.000 Euro) versteigert worden. Man habe zuvor mit etwas weniger - nämlich 150.000 Dollar - gerechnet, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Der erfolgreiche Bieter wolle anonym bleiben. Nike-Mitgründer Bill Bowerman hatte die Schuhe Anfang der 70er Jahre für den Leichtathleten John Mays an der University of Oregon angefertigt. Mays hatte sie seitdem besessen.

In den vergangenen Monaten hatten bereits mehrere andere Turnschuhe bei Auktionen hohe Preise erzielt: Ein Paar von Basketball-Legende Michael Jordan war im Mai für 560 000 Dollar versteigert worden, zuvor hatte ein ebenfalls Anfang der 70er Jahre angefertigter "Moon Shoe" mehr als 430.000 Dollar erzielt.

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:27 Uhr

Verdächtige wegen Diebstahls von Banksy-Gemälde festgenommen

In Frankreich sind sechs Verdächtige wegen des Diebstahls eines Banksy-Gemäldes aus dem Pariser Musikclub Bataclan festgenommen worden. Die Verdächtigen wurden in dieser Woche in mehreren Regionen Frankreichs in Gewahrsam genommen, wie es am Samstag aus Polizei- und Justizkreisen hieß. Zwei von ihnen seien wegen Diebstahls angeklagt worden, vier weitere wegen Verschleierung der Tat.

4751ff928cbf3e9f02f4ed337cb14f58.jpg

"Banksys Werk, ein Symbol der Erinnerung, das allen gehört - Anwohnern, Parisern, Bürgern der Welt - ist uns genommen worden", erklärte das Bataclan jüngst.

(Foto: dpa)

Alle sechs Verdächtigen befinden sich demnach in Untersuchungshaft. Das dem britischen Graffiti-Künstler Banksy zugeschriebene Bild war vor mehr als zwei Wochen in Italien wieder aufgetaucht. Die italienische Polizei stellte es bei einer Razzia im Zentrum des Landes sicher. Das Kunstwerk erinnert an den islamistischen Anschlag im Bataclan mit 90 Todesopfern im Jahr 2015. Es zeigt eine trauernde junge Frau und war an einem Notausgang des Musikclubs angebracht. Die Diebe hatten das Bild im Januar vergangenen Jahres aus der Tür herausgeschnitten.

18:50 Uhr

Beschwerden über Zwang bei Stimmabgabe in Russland

Bei der Abstimmung über Russlands neue Verfassung, die Kremlchef Wladimir Putin die Macht sichern soll, häufen sich der Wahlleitung zufolge die Beschwerden über Nötigung von Bürgern. Es gebe bisher 105 Mitteilungen über einen möglichen Druck auf Wähler, ihre Stimme abzugeben, sagte die Chefin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, der Agentur Interfax zufolge am Samstag in Moskau. 75 von diesen Beschwerden müssten ernst genommen werden. Die Wahlleiterin hatte kritisiert, dass es viele anonyme Beschwerden gebe und die Bürger dann aufgefordert, das offiziell zu machen.

Auch Präsident Putin hatte zuletzt davor gewarnt, die Wähler zu zwingen und die Ergebnisse zu schönen. Das Resultat müsse "absolut zuverlässig und legitim" sein. Mit Stand Samstag lag die Wahlbeteiligung nach den Worten Pamfilowas bei 19,49 Prozent. Das waren mehr als 21 Millionen Stimmen. Insgesamt sechs Tage lang können sich 110,5 Millionen Wahlberechtigte an dem Referendum beteiligen. Es endet am 1. Juli.

18:14 Uhr

Conte will sich von Merkel nichts vorschreiben lassen

imago0095685542h.jpg

Merkel hatte der "SZ" gesagt, dass die EU Instrumente wie den ESM nicht aufgesetzt habe, "damit sie ungenützt bleiben". Die Entscheidung liege aber bei Italien.

(Foto: imago images/Xinhua)

Anlässlich eines Interviews von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der italienische Regierungschef Giuseppe Conte deutlich gemacht, dass er sich in der derzeitigen Wirtschaftskrise von Deutschland keine Vorgaben machen lassen will. "In bin derjenige, der die Bücher führt", sagte Conte am Samstag. Merkel hatte in der "Süddeutschen Zeitung" gedrängt, dass Italien alle von der EU zur Verfügung gestellten Hilfsinstrumente nutzen möge, darunter auch den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM.

An den Ansichten Merkels habe sich nichts geändert, sagte Conte auf einer Pressekonferenz. Die Bücher führten aber immer noch er und sein Wirtschaftsminister. Italien bereite einen Sanierungsplan vor, der im September vorgelegt werden soll, führte Conte weiter aus.

17:40 Uhr

Bericht: Russische Agenten sollen Taliban unterstützt haben

Russische Agenten sollen Kämpfern der radikalislamischen Taliban nach Informationen der "New York Times" Prämien für tödliche Angriffe auf in Afghanistan stationierte US-Soldaten in Aussicht gestellt haben. Wie die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, gehen US-Geheimdienste davon aus, dass Taliban-Kämpfer Geld von russischen Geheimagenten erhalten haben. Demnach informierten die Geheimdienste US-Präsident Donald Trump im März über diese Erkenntnisse. Dieser habe jedoch noch nicht reagiert. Russland dementiert den Bericht vehement.

17:03 Uhr

31-Jähriger in Thüringen niedergeschlagen und überfahren

Ein 31 Jahre alter Mann ist im nordthüringischen Worbis niedergeschlagen und dann überfahren worden. Er habe bei der Attacke am Samstag schwere Verletzungen erlitten und sei mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden, teilte die Polizei mit. Zeugen hätten berichtet, dass der Angreifer zunächst zu Fuß geflüchtet, dann in das Auto gestiegen sei und das Opfer damit überrollt habe. Die Polizei war mit einem Großaufgebot und einem Hubschrauber im Einsatz, um den oder die mutmaßlichen Täter zu fassen. Festnahmen gab es zunächst nicht. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag. Die Hintergründe der Tat sind nach Polizeiangaben bisher unklar.

16:32 Uhr

"Die Reifeprüfung"-Autor Charles Webb gestorben

Der US-Amerikanischer Schriftsteller Charles Webb ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Sein Debütroman "Die Reifeprüfung" war sein bekanntestes Werk - eine tote Satire seiner College-Zeit. Er war 81 Jahre alt. Webb war erst 24 Jahre alt, als sein berühmtestes Buch 1963 veröffentlicht wurde. Die spärlich geschriebene Erzählung basierte eng auf seinen Jahren in Südkalifornien, seinem Studium der Geschichte und Literatur am Williams College in Massachusetts und seiner verwirrenden Rückkehr nach Hause.

Sein Roman verkaufte sich zunächst rund 20.000 Mal und wurde vom "New York Times"-Kritiker Orville Prescott als "fiktiver Misserfolg" bezeichnet. Hollywood-Produzenten fanden jedoch Gefallen daran. Der Film von 1967 wurde zu einem Meilenstein der gesellschaftlichen Rebellion, obwohl Webbs Geschichte nicht in dieser Ära spielt und keinen Bezug auf Vietnam oder Bürgerrechte hat. Der Film mit Dustin Hoffman als Braddock und Anne Bancroft als Mrs. Robinson war eine Kino-Sensation. Regisseur Mike Nichols gewann einen Oscar, Hoffman wurde über Nacht zum Star und der Film wird oft zu den größten, am meisten zitierten und am meisten diskutierten Streifen aller Zeiten gezählt.

16:01 Uhr

Mann vergisst seinen Parkplatz und meldet Auto als gestohlen

Man kennt's: Großer Parkplatz, langer Aufenthalt im Geschäft. Danach die Frage: Wo steht nochmal mein Auto? Ein 63-Jähriger hat allerdings sein Taxi als gestohlen gemeldet und dabei vergessen, dass er das Auto am Vorabend nicht vor seinem Haus abgestellt hatte. Der Mann dachte, sein Auto wäre in der Nacht im bayerischen Dettingen am Main gestohlen worden, teilte die Polizei mit. Nachdem die Beamten eine Fahndung eingeleitet und die Bürger nach Hinweisen befragt hatten, fiel dem Mann ein, dass er den Wagen am Freitag nicht vor seinem Haus geparkt hatte. Die Polizei überprüfte seine Angaben und fand das Auto.

15:32 Uhr

US-Rapper Huey in Missouri erschossen

Der US-Rapper Huey ist in seiner Heimatstadt Kinloch, im Bundesstaat Missouri, erschossen worden. Laut Polizei wurde ein weiterer Mann bei der nächtlichen Schießerei verletzt. Warum es zu den tödlichen Schüssen kam, ist noch offen.

Huey, der mit bürgerlichen Namen Lawrence Franks Jr. hieß, wurde mit seiner Debütsingle "Pop, Lock & Drop It" bekannt. Der 32-Jährige erreichte damit den sechsten Platz in den Billboard-Charts. Das Musikvideo hat mehr als 50 Millionen Hits auf Youtube.

14:14 Uhr

Nach Rassismusvorwürfen: Die Simpsons wechseln Synchronsprecher aus

Wer "Die Simpsons" bislang im englischen Original geschaut hat, muss sich bei zwei Figuren an neue Stimmen gewöhnen. Die Macher der Zeichentrickserie werden künftig keine weißen Synchronsprecher mehr für die Vertonung von nicht-weißen Charakteren einzusetzen. Der Schritt findet inmitten landesweiter Proteste in den USA gegen strukturellen Rassismus und Diskriminierung statt. In einem Instagram-Post teilte die Show bereits vor einigen Wochen mit, es sei nicht die Zeit zu schweigen.

*Datenschutz

Folglich bekommen Quick-E-Mart Besitzer Apu Nahasapeemapetilon sowie Arzt und Quacksalber Dr. Hibbert neue Stimmen - sie wurden bislang von weißen Personen gesprochen.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Kai Stoppel weilt bereits im Feierabend. Bis zum späten Abend werde ich Sie in "Der Tag" begleiten. Mein Name ist Michael Bauer und ich hoffe Sie können die Sonne genießen.

13:44 Uhr

Fallschirmspringer springen von Autobahnbrücke

Zwei Fallschirmspringer, sogenannte Basejumper, sollen in Bestwig im Hochsauerlandkreis ungenehmigt von der Autobahnbrücke Nuttlar gesprungen sein. Jedenfalls hatten Zeugen der Polizei davon berichtet. Demnach sollen die Springer mit ihren Fallschirmen am Freitagabend auf einer Wiese unterhalb der Brücke gelandet seien. Mit einem Auto seien sie davongefahren.

Die Polizei machte sich auf die Suche und würde fündig: In einem kontrollierten Auto saßen drei Männer. Zwei Fallschirme und zwei Helmkameras wurden sichergestellt. Ohne Genehmigung einen Fallschirmsprung von der Autobahnbrücke zu machen, "stellt eine Straftat nach dem Luftverkehrsgesetz da und kann mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bestraft werden", hieß es seitens der Polizei.

imago0095652892h.jpg

Die Talbrücke Nuttlar ist mit 115 Metern Höhe die höchste Brücke in Nordrhein-Westfalen.

(Foto: imago images/biky)

13:06 Uhr

Staus im Norden zum Sommer-Wochenende - aber nicht überall

Wer mit dem Auto in Richtung Küste unterwegs ist, muss derzeit mehr Zeit einplanen: Am Morgen kam es bereits auf den Autobahnen 1 und 7 zu Verkehrsbehinderungen, wie der ADAC mitteilte. Im Bereich Lübeck sei es wegen vieler Baustellen besonders eng gewesen. Grund für den starken Verkehr sind Urlauber aus Hamburg, Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen, die zum Ferienstart bei warmem Wetter unterwegs sind an Nord- und Ostseeküste.

Auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns hingegen rollte der Reiseverkehr zunächst problemlos. "Wir haben grundsätzlich keine Auffälligkeiten", sagte eine Polizeisprecherin in Rostock. Lediglich auf der A24 gebe es ein wenig Stau durch den Urlaubsreiseverkehr. Auf der Autobahn 20 bei Tribsees kamen die regulären Verzögerungen durch eine Umleitung dazu. Abgesehen davon sei es auf den Straßen in Mecklenburg-Vorpommern zunächst ruhig gewesen, hieß es auch beim ADAC.

a1003d19566c12dd1dea38d63515fecf.jpg

Viele Menschen zieht es am warmen Wochenende an die Küsten.

(Foto: dpa)

12:52 Uhr

Richterin: US-Auffanglager wegen Corona-Gefahr "in Flammen"

Wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus stehen laut der Einschätzung eines US-Gerichts Zentren, in denen Einwandererfamilien festgehalten werden, "in Flammen". Trotz Bemühungen der US-Einwanderungsbehörde ICE, die Zahl der Insassen zu reduzieren, drohe dort eine Gesundheits-Krise. Es sei keine Zeit mehr für "halbe Maßnahmen", schrieb die Richterin. Daher verfügte das Gericht die Freilassung von mehr als einhundert Kindern.

Gemäß dem Urteil müssen 124 Kinder bis zum 17. Juli aus den Einrichtungen entlassen werden, entweder zusammen mit ihren Eltern oder in die Obhut "geeigneter Paten" mit Zustimmung der Eltern. Der Sender CNN hatte am Freitag berichtet, bei mehr als 2500 Menschen in ICE-Gewahrsam seien Corona-Infektionen festgestellt worden.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:57 Uhr

Radfahrer rastet am Drive-In-Schalter aus

Drive-In bedeutet ja, man fährt in etwas hinein, um - im Falle eines Schnellrestaurants - sich etwas zu essen zu bestellen. Allerdings ist die Wahl des Gefährtes dabei offenbar nicht frei, wie der folgende Fall in Speyer zeigt: Dort wollte ein hungriger Fahrradfahrer heute Morgen in einem Fast-Food-Drive-In etwas bestellen - wurde aber nicht bedient.

Und so eskalierte die Situation: Eine Mitarbeiterin wies den Radler darauf hin, dass der Schalter nur für Autofahrer sei. Für den Pedaleur offenbar unakzeptabel, wie aus einem Polizeibericht hervorgeht. Die 25-jährige Mitarbeiterin und ihr Kollege wurden von dem Enttäuschten laut Polizei "auf das Übelste" beschimpft. Außerdem trat der Mann gegen die Sprechanlage und die Scheibe des Bestellfensters, bevor er ohne Snack wegradelte.

Aber er hätte doch einfach hineingehen können?

11:32 Uhr

Seehofer verrät "Hauptziel" hinter Anzeigendrohung gegen taz-Autorin

c3c34eafcce4e5d1f9f5c655069d33c6.jpg

Horst Seehofer ist nach wie vor überzeugt, dass bei der taz-Kolumne "Straftatbestände" erfüllt sind.

(Foto: dpa)

Nach seinem Verzicht auf eine Strafanzeige gegen eine Autorin der "Tageszeitung" (taz) hat Bundesinnenminister Horst Seehofer sein Vorgehen verteidigt. Sein "Hauptziel" sei gewesen, dass es eine öffentliche Debatte über den "unsäglichen Artikel" in der taz gebe, sagte Seehofer der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag.

"Ich habe in meinem ganzen politischen Leben keinen Artikel gelesen mit einer so menschenverachtenden Sprache gegenüber Polizisten", sagte Seehofer. Auch in der Demokratie habe die Meinungs- und Pressefreiheit ihre Grenzen. Niemand habe das Recht, andere Menschen, egal welcher Gruppe sie angehörten, mit menschenverachtender Sprache herabzusetzen.

11:14 Uhr

Jobabbau bei Commerzbank wird wohl massiver als gedacht

Der Stellenabbau bei der Commerzbank wird wohl deutlicher ausfallen als zunächst angekündigt. Im Herbst hatte das Bankhaus den Abbau von 4300 Stellen und die Schließung von 200 der bundesweit 1000 Filialen angekündigt. Doch laut einem Bericht der "Börsen-Zeitung" wird der Aufsichtsrat bei einer außerordentlichen Sitzung am Mittwoch voraussichtlich einen zusätzlichen Stellenabbau und eine weitere Ausdünnung des Filialnetzes beschließen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

imago0101419844h.jpg

Anleger und Aufseher hatten die ursprünglichen Pläne als unzureichend kritisiert, seit Monaten feilt die Commerzbank an einer Verschärfung des Sparkurses.

(Foto: imago images/Dirk Sattler)

10:35 Uhr

Sportwagen erfasst 39-Jährige - Frau stirbt an Verletzungen

Tragischer Unfall im Westerwaldkreis: Eine 39-jährige Frau wurde von einem Sportwagen erfasst und starb an ihren schweren Verletzungen. Fahrer war ein 41 Jahre alter Mann, der laut Polizei noch nicht vernommen werden konnte, weil er unter Schock stehe. Der Unfall ereignete sich am Morgen gegen 3.30 Uhr auf einer Landstraße zwischen Horressen und Niederelbert in Rheinland-Pfalz. "Zu den Umständen können wir noch nichts sagen", so ein Polizeisprecher. Ein Gutachter solle die Unfallursache klären.

10:01 Uhr

Russen boten Militanten Geld für Tötung von US-Soldaten

Eine Einheit des russischen Militärgeheimdienstes soll Militanten mit Verbindungen zu den afghanischen Taliban Geld für Angriffe auf Koalitionstruppen in Afghanistan geboten haben - darunter Soldaten der USA und Großbritanniens. Dies berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Quellen mit Kontakt zu US-Geheimdiensten.

Das Bekanntwerden der russischen Operation führte demnach zu Debatten innerhalb der Regierung von US-Präsident Donald Trump über die richtige Reaktion auf diese neue Taktik Russlands. Diskutiert worden seien etwa diplomatische Protestnoten und neue Sanktionen. Allerdings ist laut dem Bericht unklar, ob durch das russische Vorgehen tatsächlich US-Amerikaner zu Tode gekommen sind. Bisher gibt es keinen offiziellen Kommentar von der US-Regierung oder den Geheimdiensten zu dem Bericht.

09:26 Uhr

19-Jähriger verlor Auge durch Schläge - Polizist in Kanada verurteilt

Ein kanadisches Gericht hat einen weißen Polizisten verurteilt, der im Jahr 2016 außerhalb seiner Dienstzeit so lange auf einen 19-jährigen Schwarzen eingeschlagen hatte, bis dieser ein Auge verlor. Das Kammergericht in der Provinz Ontario befand den Polizisten Michael Theriault der Körperverletzung für schuldig. Das Strafmaß soll erst Mitte Juli verkündet werden. Theriaults mitangeklagter Bruder wurde freigesprochen.

Die Brüder waren wegen schwerer Körperverletzung und Rechtsbehinderung angeklagt. Beide hatten die Vorwürfe zurückgewiesen und angegeben, bei dem Vorfall im Dezember 2016 aus Notwehr gehandelt zu haben. Demnach hatte der 19-Jährige Autos ausgeraubt, bevor es zu dem Streit kam.

f7623a3ed14cf094034975bde5aea90f.jpg

Aus Protest gegen den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis fanden in den vergangenen Wochen auch in mehreren kanadischen Städten Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt statt.

(Foto: REUTERS)

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:49 Uhr

Milton Glaser, Erfinder von weltberühmtem Logo, ist tot

Der Designer des weltberühmten "I love New York"-Logos ist tot: Milton Glaser sei am Freitag an seinem 91. Geburtstag in Manhattan gestorben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf seine Frau Shirley. Ursache war ein Schlaganfall, Glaser soll aber auch unter Nierenversagen gelitten haben.

Glaser war unter anderem Mitgründer des "New York Magazine" und entwarf das Emblem für die Brooklyn-Brauerei. Geboren 1929 im New Yorker Stadtteil Bronx wurde Glaser aus seiner Heimatstadt heraus zu einem der weltweit bekanntesten und gefeiertesten Designer.

imago0089793804h.jpg

Den "I love New York"-Slogan visualisierte Glaser in den 1970er Jahren im Auftrag des Bundesstaats New York. 

(Foto: www.imago-images.de)

08:13 Uhr

Krankenkasse: Krankmeldungen im Mai auf Zehn-Jahres-Tief

Im Mai haben sich bei der Techniker Krankenkasse (TK) so wenige Arbeitnehmer krankgemeldet, wie in keinem Mai der vergangenen zehn Jahre. Der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter lag bei 3,35 Prozent, ergab eine Auswertung der Kasse. 2010 lag der Anteil im Monat Mai bei 3,39 Prozent. Der niedrigste Mai-Krankenstand wurde 2006 mit 2,92 Prozent gemessen.

Im März hatte der Krankenstand mit 6,88 Prozent noch den höchsten Wert seit 20 Jahren erreicht, eher er im April auf 3,99 Prozent gesunken war. TK-Chef Jens Baas führt den seit April währenden Rückgang unter anderem auf das Ende der Erkältungssaison zurück. "Zum anderen kommen da aber sicher auch eine Reihe von Faktoren hinzu: allgemein verbesserte Hygienemaßnahmen, mehr Homeoffice, weniger Sport-, Schul- und Wegeunfälle, aber auch Faktoren wie eine unsicherere Arbeitsmarktsituation."

07:34 Uhr

Eklat nach Job-Verlust - zehn Verletzte an Tankstelle

Eine 31-Jährige war wenig begeistert über den Verlust ihres Jobs an einer Tankstelle in Sindelfingen: Verärgert kehrte sie mit einer Freundin dorthin zurück. Es kam zum Eklat, sogar Pfefferspray kam dabei zum Einsatz. Zehn Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.

So lief der Streit ab: Die Gefeuerte habe die 27 Jahre alte Tankstellenleiterin und deren vierjährigen Sohn bespuckt, so die Polizei. Ihre 34 Jahre alte Freundin habe im Lagerraum der Tankstelle Pfefferspray versprüht. Ein Angestellter schob sie aus dem Lager und wurde eigenen Angaben zufolge von der Frau geschlagen. Wegen der Sprayattacke klagten zudem alle neun anwesenden Mitarbeiter über Atemwegsbeschwerden.

07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Gute Morgen,

es ist Wochenende und die Temperaturen in Deutschland sind sommerlich, wenngleich nicht überall die Sonne scheint. Die Nachrichten-Welt dreht sich weiter: Während die USA mit einem neuen Aufflammen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben, ist man in Europa bereits etwas zuversichtlicher. Das steht heute an:

  • RTRDM0A.jpg

    Shakira, Shakira - singt und tanzt ebenfalls gegen die Corona-Pandemie an.

    (Foto: REUTERS)

    Stars gegen Corona: Mit Online-Auftritten weltberühmter Musiker wie Justin Bieber, Shakira, Coldplay und Miley Cyrus geht heute der Spendenmarathon für den Kampf gegen die Corona-Pandemie in den Endspurt. Das Konzert ist ab 20 Uhr im Internet zu sehen.
  • Bei der großen internationalen Geberkonferenz davor sollen ab 15 Uhr unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, der britische Premierminister Boris Johnson und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen.
  • In Island wird gewählt: Islands amtierender Präsident Gudni Jóhannesson strebt seine Wiederwahl und damit eine zweite Amtszeit an.

Und heute könnte es sportlich historisch werden: Werder Bremen droht der erste Bundesliga-Abstieg seit 40 Jahren. Der Tabellen-Vorletzte muss am letzten Spieltag gegen den 1. FC Köln gewinnen und ist zudem noch auf Schützenhilfe vom 1. FC Union Berlin gegen den einzigen verbliebenen Konkurrenten Fortuna Düsseldorf angewiesen (alles ab 15.30 Uhr im Liveticker bei ntv.de).

Los geht's. Der Tag beginnt.

Ihr Kai Stoppel

06:47 Uhr

Kran stürzt auf Haus - Mutter mit Kleinkind im Wohnzimmer

Mit einem gewaltigen Schreck und leichten Verletzungen in der japanischen Provinz Osaka sind eine Mutter und ihre einjährige Tochter davongekommen: Beide waren gerade im Wohnzimmer, als plötzlich ein Kran von oben durch das Wohnhaus krachte. Wie die japanische Tageszeitung "Nihon Keizai Shimbun" meldete, war der Kranwagen gerade dabei, das Nachbargebäude abzureißen - eine Bestattungshalle.

Zu allem Unglück brach auch noch im Obergeschoss des Wohnhauses ein Feuer aus, das jedoch nach knapp einer Stunde gelöscht werden konnte. Die Mutter blieb unverletzt, ihre Tochter habe nur leichte Verletzungen erlitten, hieß es. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar.

06:23 Uhr

Ökostrom stellt in Deutschland neue Rekorde auf

Viel Wind und Sonnenschein in der ersten Jahreshälfte haben die Erzeugung von Ökostrom in Deutschland auf ein Rekordhoch getrieben. Strom aus erneuerbaren Energien deckte nach Angaben der Experten von Agora Energiewende gut 50 Prozent des Verbrauchs. Die Kombination aus günstigem Wetter für Windkraft- und Solaranlagen sowie einem niedrigen Stromverbrauch in der Corona-Krise drückte den Ausstoß von Treibhausgasen demnach erheblich - das Klimaschutz-Ziel für 2020 dürfte nach Einschätzung der Denkfabrik erreicht werden.

Von Januar bis Juni wurden nach Berechnungen des Energiekonzerns Eon rund 126 Milliarden Kilowattstunden Grünstrom ins Netz eingespeist. Das sind 7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Diese Menge an Ökostrom reiche rechnerisch aus, um den Strombedarf sämtlicher Haushalte in Deutschland und den Niederlanden zusammen für das ganze Jahr zu decken.

e90a71f2ed1eb50b6c82b54974ae5dc5.jpg

Mit rund 73 Milliarden Kilowattstunden erzeugten Windkraftanlagen an Land und auf See Eon zufolge die mit Abstand größte Menge an Ökostrom.

(Foto: e90a71f2ed1eb50b6c82b54974ae5dc5.jpg)

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht