Sonntag, 30. August 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:28 Uhr

Das war Sonntag, der 30. August 2020

Am Tag nach dem "Sturm"-Versuch auf den Reichstag ist das Entsetzen groß. Trotzdem gehen wieder Tausende Gegner der Corona-Maßnahmen wieder auf die Straßen. An der Siegessäule räumt die Polizei eine Veranstaltung. Bei den Beamten müsse sich die Politik übrigens noch bedanken, schreibt Thomas Schmoll in seinem Kommentar.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche!

22:15 Uhr

Vierjähriger fällt auf Sportplatz in sechs Meter tiefen Schacht

Ein vier Jahre alter Junge ist auf einem Sportplatz im nordrhein-westfälischen Grevenbroich in einen Lichtschacht gestürzt. Das Kind wurde schwer verletzt.

Der Schacht ist etwa sechs Meter tief. Der Junge sei von seinem Vater gerettet und dann per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht worden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand befand sich der Vierjährige mit weiteren Kindern und Erziehungsberechtigten auf dem Sportplatz und spielte dort. Warum er in den Schacht fallen konnte, ist noch unklar.

21:31 Uhr

Motorradfahrer prallt in Schutzplanke und stirbt

Bei einem Verkehrsunfall zwischen Morbach und Piesport in Rheinland-Pfalz ist ein 53 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der Polizei zufolge war der Mann aus bisher ungeklärter Ursache auf der K80 von der Fahrbahn abgekommen und in eine Schutzplanke geprallt. Er starb noch am Unfallort.

20:54 Uhr

Spahn von Corona-Gegnern bespuckt und beschimpft

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Aufgebrachte Gegner der Corona-Maßnahmen bereiteten Gesundheitsminister Spahn keinen warmen Empfang in Bergisch Gladbach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist einem Zeitungsbericht zufolge am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt in Bergisch Gladbach bespuckt worden. Der CDU-Politiker habe dies der "Rheinischen Post" bestätigt, berichtete die Zeitung. Spahn sei bei dem Versuch, mit aufgebrachten Gegnern der Corona-Maßnahmen ins Gespräch zu kommen, auch wüst beschimpft worden.

Der Minister sagte der Zeitung, man müsse das Gespräch mit denen suchen, die unzufrieden mit der Corona-Politik seien. Diskussionen gehörten zur Demokratie. "Sie funktionieren aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören. Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht's halt leider nicht."

Die Zeitung "Express" berichtete, Spahn sei am Samstag in der Kreisstadt in Nordrhein-Westfalen gewesen, um seinen Parteifreund Christian Buchen im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt zu unterstützen.

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20:08 Uhr

Radfahrerin von Auto erfasst - 77-Jährige stirbt nach Reanimation

Bei einem Abbiege-Unfall im nordrhein-westfälischen Ort Waldbröl ist eine 77 Jahre alte Fahrradfahrerin tödlich verletzt worden. Beim Abbiegen von einem Waldweg auf eine Landstraße wurde die Seniorin vom Auto einer 43-jährigen Frau erfasst, wie die Polizei mitteilte. Nach der Reanimation sei die 77-Jährige an der Unfallstelle gestorben. Die Autofahrerin erlitt einen Schock und wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:25 Uhr

Explosion vor italienischen Küste - mindestens drei Tote

Bei einer Explosion auf einem Boot mit Migranten im Mittelmeer nahe der italienischen Küste sind drei Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Unglück östlich von Kalabrien wird zudem noch ein Mensch vermisst, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Das Migrantenboot wurde gerade von einem Schiff des italienischen Zolls in Richtung des Küstenorts Crotone geschleppt, als es plötzlich Feuer fing. Fünf Menschen kamen verletzt ins Krankenhaus, darunter zwei Zollbeamte. Unter den Todesopfern ist eine Frau. Zwölf Migranten wurden in ein Aufnahmelager in Crotone gebracht.

Update: Zuvor war von vier Toten und zwei Vermissten die Rede gewesen; am Abend gab es dann neue Informationen des Innenministeriums.

18:52 Uhr

Lukaschenko feiert Geburtstag mit Maschinengewehr in der Hand

Der belarussische Machthaber Lukaschenko feiert heute seinen 66. Geburtstag. Zehntausende Menschen wollten ihm persönlich "gratulieren", doch dieser ließ sich nicht blicken. Als die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti Lukaschenkos Pressesprecherin nach dem Aufenthaltsort des Geburtstagskindes fragte, schickte sie als Antwort ein Foto von ihm mit einem Maschinengewehr vor dem Amtssitz in Minsk.

Ob das Foto heute entstand, darüber gibt es Zweifel. Denn auf dem Bild scheint die Sonne, während der Himmel in Minsk fast den ganzen Nachmittag bedeckt war. Es kann also sein, dass die Aufnahme am vergangenen Sonntag entstand. Wie dem auch sei, nach einer ausgelassenen Party sieht es nicht aus.        

Übrigens, hier erfahren Sie, wie die Präsidentenwahl in Belarus gefälscht wurde.

18:16 Uhr

Laschet wünscht sich ein Bündnis mit der FDP

Armin Laschet, Kandidat für den CDU-Vorsitz, hat keine Aversionen gegen eine große Koalition auf Bundesebene. "Ich finde, dass die aktuelle große Koalition gut arbeitet, in der Pandemie-Krise hat sie sich bewährt", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident der "Neuen Westfälischen". Auf die Frage, welches Bündnis ihm persönlich sympathischer sei, eins mit der SPD oder mit den Grünen, sagte er, "eines mit der FDP". Mit dem CDU-Vorsitz sei auch die "generelle Bereitschaft" zur Kanzlerkandidatur verbunden, sagte Laschet. Es gelte aber: "Die Kanzlerkandidatur werden wir nach der Wahl des Vorsitzenden gemeinsam mit der CSU besprechen."

18:00 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:28 Uhr

Mann schlägt Pfarrer während Messe nieder

Während einer Messe in Berlin-Wedding hat ein Mann den Pfarrer niedergeschlagen. Zuvor saß er ruhig auf einer Kirchenbank, dann stand der Mann plötzlich auf, spuckte, äußerte sich religionsfeindlich und schlug schließlich den 61-jährigen Geistlichen nieder.

Nach der Attacke nahm er eine Bibel und riss mehrere Seiten heraus. Als der Bruder des zu Boden geschlagenen Geistlichen diesem zur Hilfe eilen wollte, schlug der Angreifer diesen mit der Bibel ebenfalls nieder. Anschließend flüchtete der Angreifer unerkannt aus der Kirche.

Der Pfarrer erlitt leichte Kopfverletzungen, dessen Bruder erlitt ebenfalls nur leichte Verletzungen. Beide konnten vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

16:47 Uhr

Junger Mann von Taxi erfasst und getötet

Ein 23-Jähriger ist bei einem Verkehrsunfall im nordrhein-westfälischen Xanten ums Leben gekommen. Ein Taxifahrer hatte den Fußgänger mit seinem Auto erfasst, der junge Mann starb an der Unfallstelle, wie die Polizei mitteilte.

Er hatte nach ersten Erkenntnissen an einer Kreuzung die Straße überquert, als er von dem Taxi angefahren wurde. Der 35 Jahre alte Taxifahrer erlitt einen Schock. Wie die Polizei weiter mitteilte, soll ein Sachverständiger den genauen Unfallhergang rekonstruieren.

16:40 Uhr
Breaking News

Formel 1: Hamilton siegt überlegen - Vettel ist dem Ferrari hilflos ausgeliefert

Vom Start weg dominiert Lewis Hamilton den Großen Preis von Belgien, sein Sieg gerät nie in Gefahr. Ferrari findet sich dagegen am anderen Ende des Feldes wieder. Sebastian Vettel ist im Kampf um Punkte völlig chancenlos.

16:01 Uhr

Zehntausende protestieren in Minsk - Lukaschenko ruft Panzer zu Hilfe

Am vergangenen Sonntag posierte er mit einer Kalaschnikow, heute ruft der belarussische Machthaber Lukschenko Panzer zu Hilfe. Während im Zentrum von Minsk zehntausende Demonstranten friedlich gegen Polizeigewalt und gefälschte Präsidentenwahl protestieren, bewegt sich eine große Panzerkolonne in Richtung der Stadt, wie auf mehreren Videos in sozialen Netzwerken zu sehen ist. Nach Angaben des Nachrichtenportals "Tut.by" handelt es sich vermutlich um amphibische Schützenpanzer vom Typ BMP-2.

 

Zuvor wurden bei der Demonstration viele Menschen festgenommen. Demonstranten riefen den Polizisten "Schande" entgegen. Uniformierte versuchten mit Geländewagen, die an der vorderen Stoßstange hohe Metallgitter hatten, die Menschen im Zentrum zurückzudrängen. Zu sehen war auf Bildern, wie sich Frauen davor auf die Straße legten. Wie viele Menschen festgenommen wurden, ist bisher unklar.

Update: Die Panzer sind mittlerweile im Stadtzentrum angekommen und stehen jetzt in der Nähe von Lukaschenkos Amtssitz.

15:41 Uhr

AKK wütend über "Nazi-Propaganda"

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer findet klare Worte zu dem versuchten Sturm auf das Reichstagsgebäude: "Zuerst einmal bin ich wütend über diese Bilder und dass es gelungen ist, solche Bilder zu produzieren", sagte Kramp-Karrenbauer im ZDF. Außerdem sei sie wütend, dass hier das Demonstrationsrecht "missbraucht worden ist für Nazi-Propaganda".

Kramp-Karrenbauer sagte, es sei "vollkommen selbstverständlich", dass es an der Politik der Bundesregierung in der Corona-Krise etwas auszusetzen gebe und dass dagegen auch protestiert werde. Sie selbst finde die beschlossenen Maßnahmen wie die Abstandsregeln und die Maskenpflicht gemessen an dem Ziel, Leben zu retten und die Wirtschaft vor dem totalen Zusammenbruch zu bewahren, zumutbar.

Es müsse sich jeder Kritiker auch überlegen, ob es sein Unbehagen wert sei, "dass man mit Nazis zusammen versucht, den Reichstag zu stürmen", fügte die CDU-Vorsitzende hinzu.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Christian Herrmann verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ich übernehme den "Tag" und bin bis zum späten Abend für Sie da. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!

14:19 Uhr

Baum erschlägt Schwestern beim Camping im Zelt

Auf einem Campingplatz in der italienischen Toskana hat es ein fürchterliches Unglück gegeben: Zwei Schwestern im Alter von 3 und 14 Jahren sind in ihrem Zelt von einem Baum erschlagen worden. Die mehr als vier Meter hohe Pappel war heute Morgen während eines Gewitters auf das Zelt der Familie gestürzt.

  • Die Dreijährige kam noch am Ort ums Leben, die 14-Jährige starb wenig später im Krankenhaus, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.
  • Eine 19 Jahre alte Schwester erlitt leichte Verletzungen, die Eltern blieben unverletzt.
  • Die Familie schlief demnach zum Zeitpunkt des Unglücks.
13:47 Uhr

"Querdenker" distanzieren sich von Reichstags-Demonstranten

Der Initiator der Anti-Corona-Demo in Berlin, Michael Ballweg, hat sich von den Demonstranten distanziert, die ins Reichstagsgebäude eindringen wollten. "Die haben mit unserer Bewegung nichts zu tun", sagt der Gründer der Initiative "Querdenken 711".

  • "Querdenken 711" sei eine friedliche und demokratische Bewegung, Gewalt habe da keinen Platz, sagt Ballweg. Er verstehe nicht, warum der Berliner Innensenator Andreas Geisel "nicht entsprechende Polizeikräfte aufwartet, um solchen Aktionen zu begegnen."
  • Mehrere Rechtsextreme hatten Samstagabend eine Absperrung am Reichstagsgebäude durchbrochen und waren auf die Reichstagstreppe gerannt.

13:17 Uhr

Kreta: 200 Pakistaner prügeln sich mit 30 Griechen

Auf Kreta sind am Samstagabend rund 200 Pakistanern und etwa 30 Griechen aufeinander losgegangen. Bei der Schlägerei nahe der Ortschaft Tymbaki seien mindestens zwei Menschen schwer verletzt worden, berichtet der Staatsrundfunk (ERT). Die Polizei habe 22 Pakistaner und zwei Griechen festgenommen.

  • Örtliche Medien berichten, die Schlägerei habe begonnen, nachdem ein Pakistaner eine Griechin beleidigt habe.
  • Im Raum Tymbaki arbeiten schätzungsweise 3000 ausländische Landarbeiter. In ihrer Mehrheit sind sie Pakistaner.
  • Humanitäre Organisationen sagen, dass sie unterbezahlt sind und in ungeeigneten Unterkünften hausen. Die Lage sei schon seit Monaten explosiv, heißt es.
12:52 Uhr

Teure Abgasnorm der EU: BMW streicht den V12

BMW nimmt in Europa anscheinend große Verbrennermotoren aus dem Programm. Die "Automobilwoche" berichtet, dass sich der Autobauer damit die Kosten für eine Anpassung an die neue EU-Abgasnorm zum Jahreswechsel sparen möchte.

  • Der bisherige V12-Top-Benziner mit 585 PS und der Top-Diesel 50d mit 400 PS und vier Turboladern werden noch in diesem Jahr gestrichen, schreibt das Branchenblatt.
  • In Deutschland hatte BMW demnach zuletzt nur noch gut 100 V12 und knapp 3.300 50d-Diesel pro Jahr verkauft.
  • "Damit ist eine Fortsetzung des Angebots nicht mehr im wirtschaftlich vertretbaren Verhältnis zu den Stückzahlen", zitiert die "Automobilwoche" einen BMW-Sprecher. Außerhalb Europas blieben beide Motoren dagegen vorerst im Angebot.

12:36 Uhr

Twitter-Rekord: Chadwick Bosemans berührt Millionen

Der Tod von Schauspieler Chadwick Boseman bewegt die Menschen: Mehr als drei Millionen Menschen haben die Nachricht, in der sein Ableben verkündet wurde, auf Twitter geteilt. Mehr als 6,6 Millionen bedachten die Worte mit einem Herzen. Für die Nachrichtenplattform ist das eine nie gekannte Anteilnahme: Mehr Herzen hat in der Twitter-Geschichte noch kein anderer Beitrag erhalten.

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11:37 Uhr

Bahn-Konkurrenz droht mit Klage gegen Staatshilfen

Wegen der Corona-Krise brechen die Fahrgastzahlen der Deutschen Bahn ein. Als Eigentümer will der Bund fünf Milliarden Euro als Krisenhilfe zuschießen. Die Konkurrenz findet, das geht gar nicht.

  • Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) spricht in einem offenen Brief von einer "unerhörten Wettbewerbsverzerrung".
  • Sie fürchten, dass die Bahn die Eigenkapitalerhöhung nutzen könnte, um Defizite bei der konzerneigenen Güterbahn DB Cargo zu decken.
  • Die Konkurrenzunternehmen fordern die EU-Kommission dazu auf, der Bundesregierung mindestens Auflagen im Gegenzug für die geplante Eigenkapitalspritze vorzuschreiben.
  • Auch der Bundesrechnungshof hatte wegen der geplanten Milliardenhilfen für die Bahn Bedenken geäußert.

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11:04 Uhr

Explodierender Feuerwerkskörper: Mann verliert Hand

Ist das schon ein Vorgeschmack auf Silvester? Falls wir dieses Jahr überhaupt feiern können ... In Hamburg-Bergedorf hat sich gestern Abend ein 35-jähriger Mann durch einen explodierenden Feuerwerkskörper schwer verletzt. Er habe seine linke Hand verloren, sagt die Feuerwehr. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.

10:33 Uhr

ING denkt über Strafzinsen für Neukunden nach

Jahrelang hat die Direktbank ING Kunden mit vergleichsweise hohen Zinsen gelockt. Doch im aktuellen Zinstief kosten Einlagen Geld. Deshalb denkt das Institut über Strafzinsen für Neukunden nach.

  • "Derzeit haben wir keine konkreten Pläne, ein Verwahrentgelt für unsere Bestandskonten einzuführen", sagt Finanzvorstand Norman Tambach im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.
  • "Wir beobachten die Marktentwicklung aber sehr genau und sehen, dass immer mehr Banken ein Verwahrentgelt für Neukonten einführen. Dementsprechend bereiten wir uns vor, auf diese Marktentwicklungen zu reagieren."
  • Geschäftsbanken müssen aktuell 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Die Kosten geben immer mehr Geldhäuser über Negativzinsen an die Kunden weiter.
  • Die ING hat aktuell 9,6 Millionen Privatkunden in Deutschland.

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10:00 Uhr

Gewaltserie gegen Pferde erschüttert Frankreich

Eine makabre Gewaltserie gegen Pferde, aber auch gegen Ponys und Esel erschüttert Frankreich. Die Polizei hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AP inzwischen 30 Fälle registriert, in denen die Tiere mit einem Messer verstümmelt oder getötet wurden.

  • Zum ersten bekannten Fall kam es demnach im Februar.
  • Seitdem haben Landwirte und Pferdehalter ihre Tiere regelmäßig mit durchgeschnittener Kehle oder abgeschnittenem Ohr aufgefunden - in den allermeisten Fällen fehlte demnach das rechte Ohr.
  • Eine Spur zu dem oder zu den Tätern hat die Polizei noch nicht, die Spekulationen sind wild: Mal wird eine Sekte für die Taten verantwortlich gemacht, mal handelt es sich um eine morbide Social-Media-Challenge.
  • Um die Verantwortlichen zu finden, hat ein Pferdebesitzer eine Facebook-Gruppe gegründet, auf der sich die Betroffenen und andere Pferdehalter austauschen können.
09:27 Uhr

Was, wenn ein E-Auto im Tunnel brennt?

Was passiert, wenn ein E-Auto in einer Tiefgarage oder einem Tunnel brennt? Mit eindrücklichen Videos hat die schweizerische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) einen Feldversuch dokumentiert.

  • Ihr Fazit: Die mit dem Brand herkömmlicher Autos vertrauten Feuerwehren können mit dem Schaden umgehen und die Tunnel- oder Tiefgaragenwände und -leitungen werden nicht zusätzlich gefährdet.
  • Das bei E-Auto-Bränden in deutlich größerer Menge anfallende Löschwasser allerdings sei ein Problem. "Chemisches Löschwasser darf auf keinen Fall in die Kanalisation geraten", so die Empa-Experten.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:54 Uhr

Desaströses Krisenmanagement: Johnson-Partei verspielt 26-Prozent-Führung

Die allermeisten Staats- und Regierungschefs können sich in der Corona-Pandemie als besonne Krisenmanager profilieren. Das gilt nicht für den britischen Premier Boris Johnson: Mehr als 41.000 Tote fordern ihren Tribut.

  • In einer Umfrage für den "Observer", der Sonntagszeitung des "Guardian", kommen die konservativen Tories nur noch auf 40 Prozent der Stimmen. Das sind 14 Prozent weniger als Ende März, als Johnson den Lockdown für das Vereinigte Königreich verkündet hat.
  • Gleichzeitig hat sich die oppositionelle Labour-Partei von 28 auf 40 Prozent verbessert. Summa summarum hat Johnson also mit seinem chaotischen Krisenmanagement in nur fünf Monaten eine 26-Punkte-Führung weggeschmissen.

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08:30 Uhr

Tödliche Schüsse bei hitzigen Protesten in Portland

Nicht nur in Berlin, auch in den USA wird landesweit protestiert und erneut sind die Proteste in mindestens einer Stadt eskaliert: In Portland im US-Bundesstaat Oregon ist ein Mensch erschossen worden.

  • Örtliche Medien berichten, dass es am Rande zweier Demonstrationen zu dem tödlichen Vorfall kam.
  • Bekannt ist, dass sich etwa 2500 Unterstützer von US-Präsident Donald Trump zu einem Autokorso in Portland getroffen haben. Zugleich fand eine Demonstration linker Gruppen gegen Polizeigewalt statt. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen.
  • Die Polizei hat noch nicht gesagt, ob die Schüsse damit in direktem Zusammenhang stehen.
  • In den USA wird seit Wochen gegen Polizeigewalt protestiert. Zuletzt hatten in Kenosha im Bundesstaat Wisconsin Beamte dem Familienvater Jacob Blake vor den Augen seiner Kinder siebenmal in den Rücken geschossen. Bei den anschließenden Protesten erschoss ein mutmaßlicher Trump-Anhänger zwei Demonstranten.
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07:47 Uhr

Trump verteilt im Sturmgebiet Autogramme für Ebay

US-Präsident Donald Trump hat die von Hurrikan "Laura" verwüstete Region im Süden der USA besucht. In der Stadt Lake Charles im Bundesstaat Louisiana sah er sich unter anderem ein Lager für Hilfsgüter und eine Straße mit umgestürzten Bäumen an. Erst dann aber kam die wichtigste Aufgabe: Autogramme schreiben.

  • Am Ende des Besuchs gab es eine Pressekonferenz. Als diese vorbei war, fragte ein Hurrikan-Helfer, ob er ein Autogramm von Trump haben könnte.
  • Der US-Präsident fragte nach einem Stift und begann, mehrere Zettel zu unterschreiben.
  • Die verteilte er an die umstehenden Helfer mit dem Hinweis, sie auf Ebay zu verkaufen: "Ihr bekommt 10.000 Dollar dafür."

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07:15 Uhr

Spielt Neymar bald in Puma-Schlappen?

Nike verliert eines seiner wichtigsten Werbegesichter: Neymar und der amerikanischen Sportartikelhersteller mit dem Swoosh gehen nach 15 Jahren getrennte Wege. "Ich kann bestätigen, dass Neymar nicht länger ein Nike-Sportler ist", erklärte ein Unternehmenssprecher.

  • Die brasilianische Nachrichtenseite UOL berichtet, dass sich der brasilianische Fußballstar und Nike nicht auf eine neue Vertragssumme einigen konnten.
  • Medienberichten zufolge verhandelt der 28-Jährige inzwischen mit dem deutschen Sportartikelhersteller Puma.
  • Das Magazin "Forbes" schätzt, dass Neymar in diesem Jahr durch seinen Vertrag bei Paris St. Germain und Sponsoreneinnahmen etwa 95,5 Millionen Dollar verdient.

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07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich mache es kurz, hier der kurze Überblick über die wichtigsten Themen des Tages:

  • In Oranienburg erinnert die brandenburgische Landesregierung am Vormittag an die Einrichtung des sowjetischen Speziallagers in Sachsenhausen vor 75 Jahren. In der heutigen Gedenkstätte waren von 1945 bis 1950 etwa 60.000 Menschen ohne Urteil inhaftiert. Etwa 12.000 von ihnen starben.
  • In der belarussischen Hauptstadt Minsk sind auch heute neue Großdemonstrationen gegen Staatschef Alexander Lukaschenko geplant. Die Proteste an den Sonntagen sind für die Opposition zu den wichtigsten der Woche geworden. Am vergangenen Sonntag hatten sich Hunderttausende Menschen daran beteiligt.
  • In Montenegro wählen die Menschen ein neues Parlament. Präsident Milo Djukanovic regiert seit fast 30 Jahren in wechselnden Funktionen über das Adria-Land. Die Wahl ist ein Plebiszit über ihn und seine als zunehmend autoritär und korrupt empfundene Herrschaft.
  • In Spa-Franchorchamps startet die Formel 1 in ihr siebtes Saisonrennen. Spitzenreiter Lewis Hamilton kann beim Großen Preis von Belgien schon seinen fünften Sieg holen. Sebastian Vettel auf Startplatz 14 kann froh sein, wenn es für die Punkteränge reicht. Los geht's um 15.10 Uhr. RTL und Sky übertragen live, ntv ist mit dem Liveticker dabei.

Kommen Sie gut aus dem Bett!

06:41 Uhr

Sturm auf Reichstag ist "beschämend"

Schwarz-weiß-rote Flaggen auf den Treppen des Reichstagsgebäudes ... irgendwie war absehbar, dass 2020 noch ein paar ganz schlimme Momente für uns bereithält. "Nazisymbole, Reichsbürger- und Kaiserreichsflagge haben vor dem Deutschen Bundestag rein gar nichts verloren", hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz diese Bilder auf Twitter kritisiert. Recht hat er. Weitere Reaktion.

  • Das Reichstagsgebäude sei als Wirkungsstätte des Parlaments "das symbolische Zentrum unserer freiheitlichen Demokratie", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer der "Bild am Sonntag". "Dass Chaoten und Extremisten es für ihre Zwecke missbrauchen, ist unerträglich."
  • "Reichsflaggen vorm Parlament sind beschämend", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas auf Twitter. Jeder habe das Recht, über den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie zu streiten, aber dafür dürfe niemand "Rechtsextremen hinterherlaufen".
  • Katrin Göring-Eckardt nannte die Bilder auf Twitter "erschütternd". Vor dem Reichstagsgebäude hätten Demonstranten versucht, die Demokratie anzugreifen.
  • Der CDU-Politiker Norbert Röttgen erinnerte daran, dass über dem Westportal des Reichstagsgebäudes "Dem deutschen Volke" steht: "Die absolute Mehrheit der Deutschen will keine Reichsfahnen auf den Stufen zu ihrem Parlament sehen", schrieb er auf Twitter.

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06:08 Uhr

Deutsche kaufen kaum noch Diesel

"Die Auslaufphase beim Diesel hat begonnen", sagt Branchen-Experte Ferdinand Dudenhöffer. Was er meint? Diesel-Autos werden auf dem deutschen Automarkt immer mehr zum Auslaufmodell.

  • Im Juli kamen die Selbstzünder nur noch auf einem Anteil von 29,2 Prozent der Neuzulassungen, wie Dudenhöffer berechnet hat. Selbst einschließlich der seltenen Hybrid-Fahrzeuge auf Dieselbasis seien es nur 32,5 Prozent.
  • Derart niedrige Werte seien zuletzt 2009 verzeichnet worden, als staatliche Abwrackprämien vor allem den Neuerwerb von Kleinwagen befördert hatten, die damals vorwiegend von Benzin-Motoren angetrieben wurden.
  • Dudenhöffer sieht keine Argumente für eine Trendumkehr, obwohl inzwischen technische Lösungen für den heftig kritisierten Schadstoffausstoß der Diesel-Autos gefunden worden seien. Selbst bei der einst treuen Firmenkundschaft habe der Diesel an Bedeutung verloren.

05:56 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht