Das war Dienstag, der 8. August 2023
Will Russland wirklich "keine neuen ukrainischen Gebiete erobern", wie Kreml-Sprecher Peskow behauptet? Von wegen. Mit den bereits besetzten Gebieten gibt sich Moskau keineswegs zufrieden. Denn das Putin-Regime will "die Gebiete kontrollieren, die in der Verfassung festgeschrieben sind", ergänzte Peskow vor wenigen Tagen. Damit gemeint sind neben der annektierten Krim vier weitere Oblaste im Süden und Osten der Ukraine. Und diese sind nur zum Teil besetzt. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass sich Moskau noch viel vorgenommen hat.
Was war heute sonst wichtig? Hier ein kurzer Überblick:
Moskaus Flotte im Visier - Selenskyj kündigt Gegenschlag im Schwarzen Meer an
Nach dem Militärputsch - Unterstützt Wagner bald die neue Junta im Niger?
RTL/ntv-Trendbarometer - AfD bleibt auf dem zweiten Platz, Merz verliert
Milliarden für Werk in Dresden - Lohnen sich die üppigen TSMC-Subventionen?
Gewahrsam in Frankreich - Deutscher kommt nach Foltervorwurf seiner Frau frei
Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!
Polizeibekannter Mann stößt Fahrgast ins Gleisbett
Wegen versuchten Mordes haben Bundespolizisten in der Kölner Innenstadt einen 40 Jahre alten Mann festgenommen. Nach ersten Ermittlungen stieß der polizeibekannte Mann gegen Mittag am Bahnsteig der S-Bahn-Haltestelle Hansaring einen anderen Mann mit einem Faustschlag ins Gleisbett, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Aufmerksame Zeugen konnten den 55-Jährige schnell aus dem Gleisbett ziehen, noch bevor die nahende S-Bahn eine Notbremsung einleiten konnte.
Der 40-Jährige sei geflüchtet, aber von Bundespolizisten in der Nähe festgenommen worden. Eine Mordkommission ermittelt - unter anderem werden Videoaufnahmen ausgewertet, teilten die Ermittler mit.
Ex-US-Präsident Jimmy Carter ist "sehr krank"
Hugo Wentzel, der Enkel des ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, hat ein Gesundheitsupdate über seinen Großvater gegeben. Gegenüber "Entertainment Weekly" verriet Wentzel, dass es um seinen 98-jährigen Opa, der sich seit einiger Zeit in ambulanter Hospizbetreuung befindet, zunehmend schlechter bestellt ist. "Er ist sehr krank", offenbart Wentzel. Er erzählt aber auch davon, wie aktiv Carter trotz allem noch immer sei: "Er benutzt noch immer sein Gehirn. Er hört sich Audiobücher an. Er ist ein Genie, er ist so klug. Ich liebe ihn. Er möchte stets etwas mit seinem Verstand machen, also versucht er, sich selbst beschäftigt zu halten."
Auch über seine Großmutter Rosalynn Carter spricht er in dem Interview. Erst im Mai dieses Jahres war bei der einstigen First Lady im Alter von 95 Jahren eine Demenzerkrankung diagnostiziert worden. Dazu sagt Wentzel: "Ja, sie leidet an Demenz und wenn ich sie sehe, vergisst sie manchmal, was sich um sie zuträgt. Aber wenn sie sich erinnert, ist es großartig. Ich liebe sie."
"Cha Cha Slide": DJ Casper mit 58 Jahren gestorben
Der "Cha Cha Slide"-Erfinder DJ Casper ist tot. Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen William Perry hieß, sei im Alter von 58 Jahren in seiner Heimatstadt Chicago an Krebs gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf seine Ehefrau.
Der 1965 geborene DJ Casper, der auch als Mr. C The Slide Man bekannt war, hatte "Cha Cha Slide" in den 90er Jahren für seinen Neffen erfunden, der in einem Fitnessstudio arbeitete - als Song mit dazugehörigem Tanz. In immer neuen Versionen wurde "Cha Cha Slide" schließlich zum Chart-Hit und wird bis heute weltweit etwa bei Geburtstagspartys und Hochzeiten gespielt.
Parkplatz-Drängler nimmt Wachmann auf die Motorhaube
In einer Wohnanlage in der chinesischen Stadt Shandong ärgert sich ein Autofahrer über den Mangel an Parkplätzen. Erst kommt es zum lautstarken Streit zwischen ihm und dem Wachmann. Doch damit nicht genug. Der pflichtbewusste Wachmann stellt sich vor das Fahrzeug - doch der Autofahrer gibt unbeirrt Gas.
Hai-Angriff in New York: Frau in kritischem Zustand
Hai-Alarm in New York: Am Rockaway Beach im Stadtteil Queens ist eine 50-Jährige von einem Hai schwer verletzt worden. Der Fisch habe die Frau ins Bein gebissen, teilten die zuständigen Behörden mit. Sie sei ins Krankenhaus gebracht worden und in "kritischem, aber stabilem" Zustand. Bei dem Vorfall vom Montagnachmittag handele es sich wohl verschiedenen Datenbanken zufolge um den ersten Hai-Angriff an einem städtischen Strand von New York seit Jahrzehnten, hieß es. Als Vorsichtsmaßnahme sei der Strand vorerst für einen Tag geschlossen worden, Feuerwehr und Polizei würden das Meer aus der Luft nach Haien absuchen.
In den vergangenen Jahren wurden im Atlantik rund um die Millionenmetropole New York und die vorgelagerte Insel Long Island wieder mehr Haie gesichtet, unter anderem weil sich die Wasserqualität verbessert hat. Hai-Angriffe blieben trotzdem selten.
Unbekannter wirft Pflasterstein aus Hochhaus auf Ladenpassage
In Berlin ist ein Pflasterstein aus einem Hochhaus durch das gläserne Dach einer Einkaufspassage geworfen worden. Wie die Polizei mitteilte, ermittelt sie wegen versuchten Mordes. In der Springpfuhl-Passage im Stadtteil Marzahn hielten sich demnach zum Tatzeitpunkt mindestens fünf Menschen auf. Verletzt wurde allerdings niemand.
Der aus einem Haus mit 25 Stockwerken hinabgeworfene Stein durchschlug zunächst das Dach der Passage und prallte dann auf den Boden. Es sei nicht auszuschließen, dass dem oder den Tätern "die Tragweite ihres Handelns nicht klar" gewesen sei, erklärte die Polizei. Sie hoffe in diesem Fall darauf, dass diese sich freiwillig meldeten, "bevor ein Spurenabgleich erfolgt".
Harald Glööcklers Brust-OP geht buchstäblich in die Hose
Modeschöpfer Harald Glööckler ist eine Brustoperation wortwörtlich in die Hose gegangen. "Ich habe Fett absaugen lassen, weil meine Brust nicht mehr so prall war, wie ich mir das gewünscht hatte", sagte Glööckler. "Dabei haben sich Hämatome gebildet, und - na ja - die Dinge in der Hose sind angeschwollen." Der Promi gibt derzeit in der RTLzwei-Dokusoap "Herr Glööckler sucht das Glück" Einblick in sein Leben. Am Mittwoch (9.8., ab 20.15 Uhr) läuft eine finale Doppelfolge.
Glööckler ließ sich im April in Düsseldorf Fett von Bauch und Taille absaugen, um damit die Brustpartie besser zu formen. Der "Bild" hatte er dazu schon erklärt: "Nach meiner Operation ist die Wundflüssigkeit nicht richtig abgelaufen, sondern hat sich in meinem Schritt gestaut." Alle seine Hosen seien plötzlich zu eng gewesen. Das Gerücht einer Penisvergrößerung sei aufgekommen, sagte Glööckler der dpa. "Das ist Quatsch. Das Hämatom war eine normale Reaktion nach einem solchen Eingriff, und ich bin absolut glücklich mit meiner neuen Brust." Alle geschwollenen Teile seien wieder im Normalzustand.
Mann in NRW soll eigenen Vater erstochen haben
In Nordrhein-Westfalen soll ein 42-jähriger Mann seinen 71 Jahre alten Vater mit einem Messer erstochen haben. Ein Richter des Amtsgerichts Siegen erließ Haftbefehl. Der mutmaßliche Täter kam in Untersuchungshaft. Die Hintergründe zur Tat sind noch unklar.
Der Angriff ereignete sich laut Polizei am Montag in Hilchenbach nördlich von Siegen. Der 71-Jährige wurde mit mehreren Messerstichen getötet. Der Sohn wurde noch am Abend in der Nähe des Tatorts festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.
Erdrutsch in Georgien: Inzwischen 19 Tote
Mehrere Tage nach dem schweren Erdrutsch in einem Ferienort in Georgien ist die Zahl der Todesopfer auf 19 gestiegen.
Die Rettungsarbeiten beim Ort Schowi im Kaukasusgebirge dauerten an, sagte der Leiter des georgischen Zivilschutzes, Temur Mgebrischwili.
Am vergangenen Donnerstag hatten unweit der Grenze zu Russland herabrutschende Erdmassen einen Teil des Ferienorts unter sich begraben. Ausgelöst wurde der Erdrutsch im Norden Georgiens von tagelang anhaltendem Regen.
Unter den Toten sollen Medienberichten zufolge auch Bürger der Ukraine und Russlands sein.
Schrecksekunde auf Jahrmarkt - Seil an Bungee-Kugel reißt
Diesen Jahrmarkt-Besuch wird ein Paar aus China wohl nicht so schnell vergessen. Als die Fahrt mit einer Bungee-Attraktion startet, reißt plötzlich ein Seil. Nur durch ein weiteres Seil gesichert, fliegen die Insassen in die Höhe. Das Sicherheitssystem greift zum Glück schnell.
Mann missbraucht schlafende 19-Jährige in ICE
Es ist ein Alptraum, der wahr geworden ist. Ein 29-jähriger Mann soll eine 19-Jährige in einem ICE missbraucht haben – während sie schlief. Der Afghane habe sexuelle Handlungen an der jungen Frau vorgenommen, die in einem Wagen schlief, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Frau sei gegen 03:45 Uhr aufgewacht und habe den Verdächtigen angeschrien, woraufhin er weggegangen sei.
Der Begleiter der 19-Jährigen habe Zugpersonal und Polizei informiert. Polizisten hätten den 29-Jährigen dann im Bahnhof Ulm festgenommen. Der Verdächtige, der zudem ohne Fahrschein unterwegs war, sei bereits zuvor einschlägig in Erscheinung getreten, hieß es weiter. Er soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden.
Junta im Niger lässt Verhandler von UN und Ecowas nicht ins Land
Inmitten von Spannungen nach einem Putsch im Niger hat die Junta einem Medienbericht zufolge einer Verhandlungsmission der Vereinten Nationen, des Staatenbunds Ecowas und der Afrikanischen Union die Einreise verweigert.
Die Delegation sollte am Dienstag in der nigrischen Hauptstadt Niamey Gespräche mit den neuen Machthabern führen, wie das französische Magazin "Jeune Afrique" berichtete. Die Vermittler wollten demnach auch ein Treffen mit dem Präsidenten Mohamed Bazoum, der seit dem 26. Juli vom Militär festgesetzt ist. Dem Bericht zufolge lehnte die Militärjunta die Reise in einer Verbalnote am Montag ab und verwies auf "den aktuellen Kontext von Wut und Aufruhr der Bevölkerung infolge der von der Ecowas verhängten Sanktionen, der es nicht erlaubt, die genannte Delegation in Ruhe zu empfangen".
Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas hatte unter dem Vorsitz Nigerias nach dem Putsch am 26. Juli Sanktionen gegen den Niger verhängt und mit Maßnahmen bis hin zu Gewalt gedroht, falls die Putschisten Bazoum und die Verfassung bis vergangenen Sonntag nicht wieder einsetzen. Am Donnerstag wollen die Staatschefs bei einem Gipfel über ihr Vorgehen beraten. Nigeria und drei weitere Länder haben Pläne für eine mögliche Militärintervention vorbereitet.
Wahlkommission gehackt - Daten von 40 Millionen Briten in Gefahr
Bei einem Cyber-Angriff auf die britische Wahlkommission haben Hacker womöglich die Daten von Dutzenden Millionen Wahlberechtigten gestohlen. Zur Zeit der Attacke hätten die Register die Namen und Adressen aller Personen enthalten, die sich zwischen 2014 und 2022 im Vereinigten Königreich als Wähler registriert hatten, sowie die Namen von Wahlberechtigten im Ausland, teilte die Behörde mit. Das sind in jedem Jahr etwa 40 Millionen Menschen. Das Risiko, dass "feindliche Akteure" die Wahlen beeinflussen, sei aber sehr gering.
Die Täter hätten Zugang auf die Server gehabt, auf denen sich E-Mails, Kontrollsysteme und Kopien der Wählerverzeichnisse befanden, hieß es. "Sie hatten Zugriff auf Referenzexemplare der Wählerverzeichnisse, die die Kommission zu Forschungszwecken und zur Prüfung der Zulässigkeit politischer Spenden aufbewahrte."
Schichtwechsel
Johanna Ohlau verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!.
Ausgebüxte Kühe marschieren auf Autobahnzubringer
Wollten sie wohl ans Meer oder in die Hansestadt wie die Bremer Stadtmusikanten? Zwei ausgebüxte Kühe hielten heute die Polizei in Bremerhaven in Atem, als sie auf einen Autobahnzubringer marschierten. Autofahrer bemerkten das Milchvieh auf dem Zubringer und verständigten die Polizei. Wie die Polizei mitteilt, sperrten die Einsatzkräfte mehrerer Streifenwagen dann einzelne Fahrbahnen ab, um die Kühe in Richtung Weiden treiben zu können. Zusammen mit dem Landwirt wurden sie zum Rest der Herde zurückgeführt. Wie die Kühe auf die Straße gelangen konnten, ist noch unklar, wie ein Sprecher sagte.
Getreidelager in Türkei explodiert - mindestens zehn Verletzte
Im Hafen von Derince im Nordwesten der Türkei werden bei einer Explosion in einem Getreidelager mindestens zehn Menschen verletzt. Offenbar hatten sich in einem Silo entzündliche Gase gebildet. Nach der Detonation sind Rauch und Staub auch noch in mehreren Kilometern Entfernung zu sehen.
Eigentümer kämpfen neun Jahre vor Gerichten um Schlüssel für ein Hoftor
Es ist schon erstaunlich, wie hartnäckig Menschen um Dinge kämpfen - und wie vehement andere Menschen gegen die lächerlichsten Dinge ankämpfen. So auch im Streit um ein Hoftor, um das jetzt neun Jahre vor Gericht gestritten wurde und unter den jetzt der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe einen Schlussstrich gezogen hat. Die Kläger sind zusammen mit einem Ehepaar Teil einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Da sollte es ja eigentlich nachvollziehbar sein, dass alle Parteien den Schlüssel zum Hoftor beziehungsweise Zugang dazu haben. Dies sah das Ehepaar wohl anders und hockte regelrecht auf dem Schlüssel. Im Juni 2014 sah es eigentlich nach einem Lichtblick für die Kläger aus: Das Amtsgericht Düsseldorf sprach ihnen zu, dass das Ehepaar ihnen zwei Schlüssel aushändigen muss, sodass sie über den Hof ihren Stellplatz und den Gemeinschaftsgarten erreichen konnten. Falls sie das nicht innerhalb von vier Wochen taten, sollten sie 7500 Euro zahlen.
Jetzt der Plot Twist: Tatsächlich zahlte das Ehepaar lieber, als die Schlüssel zu übergeben. Nach einem Schlenker über eine Eigentümerversammlung, bei der das Auswechseln des Schlosses abgelehnt wurde, zogen die Kläger erneut vor Gericht, um den Beschluss für ungültig erklären zu lassen. Amtsgericht und Landgericht der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wiesen ihre Klage jedoch ab, also blieb nur noch der Weg über den BGH. Der gab ihnen dann schlussendlich teilweise Recht: Die Kläger bekommen Zugang - ob durch ein neues Schloss oder durch ausgehändigte Schlüssel. Man fragt sich schon, was das für Leute sind, die sich und anderen das Leben so schwer machen - und warum sowas nicht eindeutiger in unserer Rechtsprechung geregelt ist, damit so ein Nachbarschaftszirkus gar nicht erst vor dem BGH landen muss ...
Sturmtief "Zacharias" knickt Windrad um
Sommerwetter sucht man vor allem im Norden Deutschlands momentan vergeblich. Statt Sonnenschein gibt es dort viel Regen bei teils orkanartigen Sturmböen. Das Sturmtief "Zacharias" sorgt für Schäden an Häusern, umgestürzte Bäume und Überschwemmungen wie auf dem Hamburger Fischmarkt. Nahe Rostock knickt sogar ein Windrad um.
Unbekannter zerrt Mann in Richtung Gleis vor einfahrende Bahn
Ein Mann schlief ahnungslos an der U-Bahn-Station Trudering in München, als ein bislang unbekannter Mann auftaucht, ihn aus dem Schlaf reißt, nach einem kurzen Wortgefecht plötzlich packt und auf die Gleise zerren will. Der Unbekannte drückt Kopf und Oberkörper in den Gleisbereich, aber der 31-Jährige kann sich in letzter Sekunde losreißen und vor der einfahrenden U-Bahn retten. Das teilt die Polizei in München mit. Der Täter flüchtete unerkannt.
Rehabilitierung homosexueller Soldaten: Weniger Anträge als erwartet
Lange Zeit wurden homosexuelle Männer bei der Bundeswehr und in der Nationalen Volksarmee der DDR benachteiligt. In den Anfangsjahren der 1955 gegründeten Bundeswehr drohte ihnen die Degradierung oder sogar die Entlassung. Seit zwei Jahren können frühere Soldaten eine Wiedergutmachung einfordern. Bei der Bundeswehr sind seit Inkrafttreten des Gesetzes 178 Anträge eingegangen. Dies sei weniger als erwartet, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. In einem Evaluierungsbericht stellt das Ministerium aber fest: "Die Ziele des Gesetzes wurden erreicht." Als symbolische Wiedergutmachung seien bislang rund 400.000 Euro an die Berechtigten ausgezahlt worden.
Chiphersteller TSMC beschließt Bau von Halbleiter-Fabrik in Dresden
Der taiwanische Chipkonzern TSMC baut in Dresden eine neue Halbleiter-Fabrik. Das Führungsgremium habe grünes Licht für eine Milliardeninvestition gegeben, teilt TSMC mit.
Gericht: Wer betrunken E-Scooter fährt, kann seinen Führerschein verlieren
Wer betrunken E-Scooter fährt, riskiert nicht nur den eigenen Kopf und das Wohl anderer, sondern einer Entscheidung des Lüneburger Landgerichts zufolge auch den Verlust seines Führerscheins. Das entschieden die Richterinnen und Richter nach Gerichtsangaben in einem nun veröffentlichten Beschluss. Sie wiesen damit die Beschwerde eines mit fast 1,5 Promille von der Polizei auf einem Elektroroller erwischten Mannes ab. (Az. 111 Qs 42/23)
Der Mann aus Celle wollte sich gegen eine Entscheidung des Amtsgerichts wehren, dass sein Führerschein eingezogen wird. Mit seiner Argumentation hatte der E-Scooter-Fahrer jedoch keinen Erfolg: Der Entzug könne beim Vorwurf einer Trunkenheitsfahrt "gerechtfertigt sein", erklärte das Gericht. Auch beim Führen sogenannter Elektrokleinstfahrzeuge gelte eine Grenze von 1,1 Promille, ab der von absoluter Fahruntüchtigkeit auszugehen sei. Ob der Mann sogar dauerhaft auf seine Fahrerlaubnis verzichten muss, wird das Amtsgericht noch klären.
"Heartstopper"-Star über Umgang mit Fans: Muss noch Grenzen abstecken
Der Netflix-Hit "Heartstopper" machte die jungen Darstellerinnen und Darsteller quasi über Nacht von Teenagern zu Superstars. Hauptdarsteller Joe Locke hat sogar mittlerweile ein schlechtes Gewissen, weil nun auch Freunde und Familie seine Bekanntheit zu spüren bekommen. Er empfinde deshalb ein "seltsames Schuldgefühl", sagte Locke der Zeitschrift "Teen Vogue". "Es gibt die Ansicht, dass es Teil des Jobs ist, dass du deine Privatsphäre verlierst, dass du dein Recht, eine Privatsphäre zu haben, verlierst." Er arbeite noch daran, seine Grenzen gegenüber Fans festzusetzen. "Das beruht auf Gegenseitigkeit", erklärte der 19-Jährige. Ein Großteil der Aufmerksamkeit sei aber freundlich, komme "von einem wirklich guten Ort", betonte Locke, "und ich hoffe, dass ich das immer zu schätzen weiß".
In der britischen Serie spielen Joe Locke und der gleichaltrige Kit Connor zwei Schüler, die sich ineinander verlieben. Die zweite Staffel der Serie ist seit 3. August auf Netflix verfügbar.
Juli war der heißeste Monat seit Messbeginn
Für den August kommt das - zumindest in Deutschland - nicht hin, aber der Juli war nach Daten des EU-Klimawandeldienstes Copernicus der heißeste Monat seit Aufzeichnungsbeginn. Die globale Durchschnittstemperatur lag bei 16,95 Grad und damit 0,33 Grad höher als im bisherigen Rekordmonat, dem Juli 2019, wie Copernicus am Dienstag mitteilte.
Polizist hantiert mit Waffe - und schießt kleinem Bruder in den Hals
Eine kleine Waffenvorführung ist in Berlin-Gropiusstadt mal ziemlich schiefgegangen: Ein 22 Jahre alter Polizist wollte seinem kleinen Bruder seine Dienstwaffe zeigen - dann löst sich ein Schuss. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wird der 15-Jährige am Hals getroffen und schwer verletzt. Demnach blutete der Teenager stark aus der Wunde und musste zur Behandlung ins Krankenhaus gefahren werden.
Taifun nimmt Kurs auf Südkorea - Zehntausende Pfadfinder müssen flüchten
Das Weltpfadfindertreffen in Südkorea steht unter keinem guten Stern: Erst macht eine Hitzewelle den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Camp nahe der Stadt Buan schwer zu schaffen. Nun müssen die Pfadfinder vor dem Taifun "Khanun" flüchten. Die Evakuierung zehntausender junger Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt hat begonnen. Zehntausende Pfadfinder packen ihre Zelte und Habseligkeiten und besteigen bereitgestellte Busse, wie AFP-Reporter berichten. Bei der Evakuierung eingesetzt waren auch Spezialkräfte der südkoreanischen Armee. Die Teilnehmer sollen nun in Studentenwohnheimen und anderen öffentlichen Einrichtungen in der Hauptstadt Seoul und in anderen Provinzen untergebracht werden.
Die südkoreanischen Behörden scheinen bemüht zu sein, sich besonders gut um ihre jungen Gäste zu kümmern, nachdem es massive Kritik an der Organisation des Camps gab. Während der Hitzewelle soll es Südkorea nicht geschafft haben, irgendwie für Schatten auf den Zeltplätzen zu sorgen, sodass etwa 600 Menschen mit Hitzeschlag ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Der südkoreanische Innenminster Lee Sang-min bekräftigt, das Programm des Pfadfinder-Treffens solle fortgeführt werden, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten ihr Programm mit "fröhlichem Herzen" abschließen.
Mindestens zwei Tote bei Unwetter in den USA
Vor allem die Ostküste der USA wurde gestern von einem schweren Unwetter getroffen: Bei heftigen Stürmen und Unwettern im Osten der USA sind mindestens zwei Menschen gestorben. Ein 28-Jähriger wurde nach Berichten lokaler Medien am Montag (Ortszeit) durch einen Blitzschlag in Alabama getötet, ein 15-Jähriger durch einen umstürzenden Baum in South Carolina. Hunderttausende Menschen waren nach Angaben der Website poweroutage.us nach Starkregen, Hagel und Stürmen an der US-Ostküste ohne Strom, mehr als 1700 Flüge mussten gestrichen werden, viele weitere waren verspätet. Aus Virginia wurden Hagelkörner mit einem Durchmesser von örtlich mehr als elf Zentimetern gemeldet. Der Nationale Wetterdienst NWS hatte ein "mäßiges Risiko" gefährlicher Stürme mit Böen von bis zu 130 Kilometer pro Stunde vorhergesagt, später wurden Unwetterwarnungen für Millionen von Menschen ausgesprochen.
Ein ganz anderes Bild bietet sich im Süden der USA: In Bundesstaaten wie Texas, Louisiana und Florida galten unterdessen weiterhin Hitzewarnungen, für Dienstag wurden Temperaturen von bis zu 42 Grad vorhergesagt.
Frauenfeindliche Kommentare gegen DFB-Team schockieren Olympiasiegerin
Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hat sich "schockiert" über frauenfeindliche Kommentare gegen die deutschen Fußballerinnen nach dem frühen WM-Aus des Nationalteams geäußert. "Jetzt Kritik zu üben, ist natürlich okay. Damit muss jeder Leistungssportler klarkommen, Kritik gehört dazu und ist richtig und wichtig. Aber das, was in den sozialen Netzwerken alles geschrieben wird: das schockiert mich wirklich!", schrieb die 35-Jährige in den sozialen Netzwerken.
Neben ihrem Kommentar teilte die Rennrodlerin bei Instagram einen Ausschnitt frauenfeindlicher Sprüche und fragte: "Was ist mit Menschlichkeit? Was ist mit Anstand? Was ist mit Respekt?" An das DFB-Team gerichtet, schrieb Geisenberger: "Kopf hoch, Krone richten und lasst euch nicht ärgern." Die Auswahl war bei der WM in Australien und Neuseeland bereits in der Vorrunde und damit so früh wie nie zuvor ausgeschieden.
Mehr aus der Welt des Sports gibt es im Sport-Tag.
Regionalbahn gerät in Brand
Gestern Abend ruckelte es ziemlich im Bahnverkehr südlich von Hamburg: In einem Metronom-Regionalzug war am Bahnhof Hamburg-Harburg ein Feuer ausgebrochen. Es habe einen Knall gegeben und dann gequalmt, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Der Zug mit rund 300 Fahrgästen und ein Bahnsteig seien geräumt worden.
Anschließend habe laut Angaben der Feuerwehr das Feuer schnell gelöscht werden können. Brandstiftung war das laut der Ermittler nicht: Verursacht wurde der Brand durch die Klimaanlage des Zuges, mutmaßlich durch einen technischen Defekt, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilt.
Deutet Rammstein-Gitarrist Kruspe das Ende der Band an?
Seit die schweren Vorwürfe gegen Rammstein-Frontmann Till Lindemann und weitere Beteiligte aus dem Umfeld der Band im Raum stehen, wird den Musikern prophezeit, dass sie diese Skandale nicht heile überstehen werden. Nun facht Rammstein-Gitarrist Richard Kruspe selbst die Gerüchteküche mit einem Instagram-Post an, der von vielen als Andeutung verstanden wird: "Danke, dass ihr ihr seid. Ich weiß nicht, wie die Zukunft sein wird, aber sie wird auf jeden Fall anders sein", schreibt Kruspe etwas kryptisch darin.
Bis dato sind öffentliche Aussagen der Bandmitglieder im Zusammenhang mit den Skandalen der letzten Wochen und Monate rar. Nur Schlagzeuger Christoph Schneider äußerte sich in einem langen Instagram-Post zu den Vorwürfen. Darin schreibt er Mitte Juni, dass sich Lindemann von der Band "entfernt und sich seine eigene Blase geschaffen" habe. Das mache ihn traurig.
Hochschwangere wegen KI-Software irrtümlich festgenommen
In immer mehr Lebensbereichen wird Künstliche Intelligenz eingesetzt - so auch in der Verbrechensbekämpfung in den USA: Doch wie das meistens mit neuer Technik so ist: sie hat noch ihre Fehler. In den USA ist eine hochschwangere Frau offenbar aufgrund von Schwächen einer Gesichtserkennungssoftware fälschlicherweise wegen eines Autoraubs festgenommen worden. Porcha Woodruff ist deswegen vor Gericht gezogen und hat die Stadt Detroit auf Schmerzensgeld in nicht genannter Höhe verklagt. Die 32-jährige Afroamerikanerin ist Medienberichten zufolge der erste bekannte Fall einer Frau in den USA, die auf Grundlage einer Software zur Gesichtserkennung fälschlicherweise in Haft genommen wurde. Woodruff, damals im achten Monat schwanger, war am Morgen des 16. Februar von einem halben Dutzend Polizisten festgenommen worden, als sie ihre beiden Kinder für die Schule vorbereitete. "Sie war angesichts ihrer sichtbaren Schwangerschaft perplex und dachte, es würde sich um einen Scherz handeln", heißt es in der Klageschrift. Die Polizei in Detroit im Bundesstaat Michigan ermittelte damals zu einem bewaffneten Autoraub, an dem eine Frau beteiligt war. Sie ließ dabei Bilder einer Überwachungskamera von einer Software zur Gesichtserkennung auswerten, Woodruff erschien als möglicher Treffer. Dem Opfer des Autoraubs wurden daraufhin die Fotos mehrerer Frauen gezeigt, darunter ein Polizeifoto von Woodruff aus dem Jahr 2015. Das Opfer identifizierte Woodruff als die Tatbeteiligte. Also schlussendlich hat sich nicht nur die KI geirrt, auch ein Mensch hat sich ziemlich vertan ...
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Bevor wir in den Terminkalender schauen, sollte ich Sie auf einen besonderen Tag aufmerksam machen: Heute ist Weltkatzentag. Ob verehrt bei den alten Ägyptern, auf der großen Kinoleinwand als Filmheldin Catwoman oder als Darstellerin in unzähligen Memes im Internet: Die Samtpfoten bereichern unser Leben seit Tausenden von Jahren und in so ziemlich allen Lebenslagen und -bereichen. Anlässlich des Internationalen Tags der Katze widmen wir den rund 15 Millionen Katzen und Katern in deutschen Haushalten eine schöne Bildergalerie.
Wenn Sie sich durchgeklickt haben, schauen wir mal auf die Termine des Tages:
Bundeskanzler Olaf Scholz ist nach wochenlanger medialer Abwesenheit mal wieder öffentlich zu sehen: Er beginnt heute seine Sommerreise in seiner Funktion als SPD-Bundestagsabgeordneter. Am ersten von insgesamt vier Reisetagen stehen Termine in den Brandenburger Gemeinden Stahnsdorf, Kleinmachnow, Wildau und Beeskow an.
"Amazonas-Gipfel": Die Staats- und Regierungschefs der südamerikanischen Amazonasländer beraten im brasilianischen Belém über den Schutz des Regenwaldes.
Das Bundesamt für Statistik in Wiesbaden legt endgültige Zahlen zur Juli-Inflation vor. Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Juli etwas abgeschwächt. Nach vorläufigen Daten der Behörde lag die Jahresinflationsrate bei 6,2 Prozent.
Feiertag in Augsburg: Die Augsburger feiern heute wieder ihren einmaligen städtischen Feiertag. Das Hohe Friedensfest, das jedes Jahr am 8. August stattfindet, ist seit 1950 ein gesetzlicher und nur innerhalb der Grenzen der Stadt gültiger Feiertag.
Weil er eine Currywurst mit Falschgeld bezahlt haben soll, muss sich ein Teenager in Düsseldorf vor Gericht verantworten. Der 16-Jährige war im März 2022 erwischt worden, als er zwei Portionen Currywurst samt Pommes mit einem täuschend echt aussehenden 50-Euro-Schein bezahlen wollte.
Im Ukraine-Ticker bleiben Sie bestens auf dem Laufenden rund um den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Bei Hinweisen und Ideen freue ich mich wie gehabt über Post an dertag@ntv.de. Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie jetzt durch den 8. August bis zum frühen Nachmittag. Zum Abschluss noch eine wichtige Frage: Team Hund oder Team Katze?
Perseiden: Es regnet wieder Sternschnuppen!
Ich habe es gestern Abend bei einem Spaziergang selbst bestaunen können: wunderschöne Sternschnuppen am Nachthimmel! Es regnet wieder Sternschnuppen, denn der August ist die Zeit der Perseiden. Eigentlich soll man, um möglichst viele am Himmel erblicken zu können, die hellen Städte meiden. Dazu rät die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) in Heppenheim. "Gleichzeitig sollte man möglichst freie Rundumsicht haben, zum Beispiel auf einer Anhöhe", sagte die Astronomin und VdS-Sprecherin Carolin Liefke.
Weder noch war bei mir gestern der Fall und dennoch habe ich mehrere Sternschnuppen den Nachthimmel erstrahlen sehen. Also falls Sie nicht ganz so die geborene Nachteule sein sollten, könnten Sie auch schon weit vor 3 Uhr morgens - das ist die beste Beobachtungszeit - die eine oder andere Sternschnuppe entdecken.