mit Uladzimir ZhyhachouDas war Montag, der 30. Juni 2025
Noch einmal lüften, bevor es unerträglich heiß wird: Morgen sind in Teilen Deutschlands bis zu 35 Grad zu erwarten, am Mittwoch wackelt sogar die 40-Grad-Marke. Dazu tropische Nächte. Liebe Leserinnen und Leser, ich kann nur hoffen, dass Sie nicht - wie der Verfasser dieser Zeilen - in einem Dachgeschoss wohnen. An alle Dachgeschossbewohner: Haltet durch!
Was war heute wichtig:
Im Alter von 73 Jahren: Langjähriger DGB-Chef Sommer ist tot
Tote Frau und totes Einjähriges: Leichenfunde in Dorsten: 16-Jähriger stellt sich
Partei sucht das Comeback-Rezept: Grüne wollen mit Trotz aus Tal der Tränen finden
Zu wenig Gründungen und Pleiten: Wie Deutschlands Wirtschaft veraltet und verkrustet
20 Leichen an Straße in Mexiko entdeckt - mehrere ohne Kopf
In Mexiko sind in einem besonders gewaltgeprägten Teil des Landes 20 Leichen entdeckt worden - einige davon ohne Köpfe. Vier Tote lagen laut Behörden am Straßenrand, 16 weitere wurden in einem verlassenen Fahrzeug nahe der Stadt Culiacán im Bundesstaat Sinaloa gefunden. In einer Tasche am Fundort entdeckte die Polizei fünf abgetrennte Köpfe.
Sinaloa ist Schauplatz eines blutigen Machtkampfs innerhalb des berüchtigten Sinaloa-Kartells. Es tobt ein interner Krieg zwischen den Söhnen von Joaquín "El Chapo" Guzmán und der Fraktion um Kartell-Mitgründer Ismael "El Mayor" Zambada. Seit Beginn des Konflikts im vergangenen Herbst wurden rund 1200 Menschen getötet, etwa 1400 gelten als verschwunden.
Laut Medienberichten sollen einige der Leichen an einer Brücke aufgehängt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das bisher nicht.
Zwölf Prozent der Osnabrück-Bevölkerung wird evakuiert
Wegen einer Weltkriegsbombe müssen am Dienstag erneut rund 20.000 Menschen in Osnabrück ihre Häuser verlassen - das entspricht etwa zwölf Prozent der Stadtbevölkerung. Die Bombe war im Lokviertel entdeckt worden und soll bis 15 Uhr entschärft werden.
Im Evakuierungsgebiet liegen auch der Hauptbahnhof sowie zwei Krankenhäuser. Ein Evakuierungszentrum wird in einem Gymnasium eingerichtet.
Es ist nicht der erste Fund: Im Lokviertel gab es bereits mehrere Entschärfungen – zuletzt vor zwei Wochen. Die Stadt gilt als eine der am häufigsten betroffenen in Deutschland.
Traktor steckt plötzlich in Knesebecker Wohnhaus
Zwei Anwohner im beschaulichen Knesebeck erleben einen Schock in den eigenen vier Wänden: "Es hat einmal ganz fürchterlich gekracht und dann habe ich mit meinem Trecker auf dem Flur gehabt", erzählt Hausbesitzer Ulf Gades. Das Loch im Haus ist so groß, dass die Statik geprüft werden muss.
Orban: Pride-Parade in Budapest war eine "Schande"
Der rechtspopulistische ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Pride-Parade in Budapest als eine "Schande" bezeichnet. "Ich gehöre zu denjenigen, die das, was stattgefunden hat, nicht als Anlass für Stolz sehen. Ich sage, es ist eine Schande", sagte Orban in einem Fernsehinterview.
Trotz eines polizeilichen Verbots hatten am Samstag bis zu 200.000 Menschen in der ungarischen Hauptstadt für die Rechte von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten demonstriert. Auch dutzende Mitglieder des EU-Parlaments nahmen teil, um ihre Solidarität zu zeigen.
Zehntausende Lottospieler fälschlicherweise über große Gewinne informiert
Zehntausende Lottospieler haben kurz geglaubt, sie seien über Nacht reich geworden - dann kam die Enttäuschung. In Norwegen hat ein Lotterieunternehmen 47.000 Spieler fälschlicherweise über große Gewinne informiert.
Das staatliche Lotterieunternehmen Norsk Tipping entschuldigte sich: "Wir haben unsere Kunden tief enttäuscht", sagte Chef Vegar Strand. Seine Vorgängerin war schon am Wochenende zurückgetreten.
Unter den enttäuschten Lottospielern war Ole Fredrik Sveen. Während seines Urlaubs in Griechenland erhielt er die Nachricht, 1,2 Millionen Kronen (mehr als 100.000 Euro) gewonnen zu haben. In Wirklichkeit gewann er 125 Kronen (etwa 10,50 Euro). "Die Entschuldigung war ein schwacher Trost", sagte Sveen dem Sender NRK.
Der Vorfall sorgt in Norwegen für viel Wirbel. Kulturministerin Lubna Jaffery nannte das Ganze "komplett inakzeptabel". Nun prüft die Glücksspielaufsicht rechtliche Konsequenzen.
Israel: Stehen vor Abschluss des Einsatzes in Gaza
Rund eine Woche nach Beginn einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran ist laut dem israelischen Verteidigungsminister Israel Katz auch im Gaza-Krieg ein Ende nah.
"Wir stehen nun vor dem Abschluss des Einsatzes in Gaza", sagte Katz. Er erinnerte demnach auch an Israels Ziele, darunter die Freilassung aller Geiseln sowie der Niederlage der Hamas, die Israel im Gaza-Krieg erreichen wolle.
US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende gesagt, er rechne kommende Woche mit einer Feuerpause im Gaza-Krieg. Es blieb aber unklar, worauf Trump seine optimistische Aussage stützte.
Satellitenfotos zeigen Aktivitäten an Irans Atomanlage
Nachdem die USA die unterirdische iranische Atomanlage Fordo bombardiert haben, gibt es neue Hinweise auf Aktivitäten vor Ort. Satellitenaufnahmen deuten auf Bauarbeiten und neue Zufahrtsstraßen hin. Und der Iran verweigert weiter eine Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde.
Trump-Regierung wirft Harvard "Belästigung" von Juden vor
Die US-Regierung wirft der renommierten Harvard-Universität eine Mitverantwortung an antisemitischen Vorfällen auf dem Campus vor. In einem Schreiben an Universitätspräsident Alan Garber heißt es, Harvard sei "in einigen Fällen absichtlich gleichgültig" geblieben. In anderen Fällen sei die Uni "ein willentlicher Teilnehmer an der antisemitischen Belästigung jüdischer Studenten, Dozenten und Mitarbeiter" gewesen.
Die Hochschule verstoße damit gegen das Bürgerrechtsgesetz, heißt es. Sollte Harvard nicht rasch handeln, könnten Bundesmittel gestrichen werden.
Der Konflikt ist Teil eines größeren Streits zwischen der Trump-Regierung und liberalen Universitäten. Kritiker werfen Washington vor, den Antisemitismus-Vorwurf zu instrumentalisieren, um unliebsame Institutionen und Diversity-Programme unter Druck zu setzen.
Luftaufnahmen zeigen massive Feuerschäden in Izmir
Extrem hohe Temperaturen und Waldbrände machen den Menschen in Südeuropa zu schaffen. Besonders in der Region Izmir richten Feuer massive Schäden an. Auch in Italien und Frankreich gibt es aufgrund der Trockenheit mehrere Brandherde.
Heftige Explosion in Turin - ein Toter, mehrere Verletzte
Bei einer Explosion in einem Wohnhaus nahe dem Stadtzentrum von Turin ist ein etwa 35-jähriger Mann ums Leben gekommen. Er wurde von der Feuerwehr unter Trümmern gefunden.
Drei Erwachsene und zwei Kinder wurden verletzt, ein 12-jähriger Junge erlitt schwere Verbrennungen und liegt auf der Intensivstation.
Die Ursache ist noch unklar. Das Feuer brach laut ersten Erkenntnissen im obersten Stockwerk aus – die Bewohner waren offenbar im Urlaub. Das Dach stürzte ein, das Haus wurde für unbewohnbar erklärt.
Trümmer beschädigten mehrere geparkte Autos, Fenster wurden durch die Wucht der Explosion auf die Straße geschleudert.
"Auf jeden Fall": USA wollen Gespräche mit Kanada wiederaufnehmen
Die USA werden dem Präsidialamt zufolge umgehend die Handelsgespräche mit Kanada wiederaufnehmen, nachdem das Nachbarland seine geplante Digitalsteuer gegen US-Technologieunternehmen zurückgezogen hat.
Auf die Frage, ob die Gespräche nun wiederaufgenommen würden, antwortete Kevin Hassett, der Wirtschaftsberater des Präsidialamtes, dem Sender Fox News: "Auf jeden Fall." Dass Kanada die Steuer zurückgenommen habe, "bedeutet mit Sicherheit, dass wir zu den Verhandlungen zurückkehren können".
Die Regierung in Ottawa zog am Sonntag nach eigenen Angaben die Steuer zurück, um die Verhandlungen mit den USA voranzubringen. Am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump die Handelsgespräche abrupt beendet. Er kritisierte die Digitalsteuer als "offenen Angriff" und kündigte an, einen neuen Zollsatz auf kanadische Waren festzusetzen.
Polizei findet zwei Leichen im Wald
Die Polizei hat bei einer Suchaktion in Osthessen zwei Leichen gefunden. Die beiden Toten seien in einem Waldgebiet bei Richelsdorf im Landkreis Hersfeld-Rotenburg entdeckt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die genauen Hintergründe und Umstände des Todes seien derzeit noch unklar und Bestandteil der Ermittlungen. Hintergrund der Suchaktion war eine Vermisstenmeldung. An der Suche war auch ein Polizeihubschrauber beteiligt.
Vater greift Kita-Personal an - drei Erzieher im Krankenhaus
Ein Vater hat in einem Kindergarten in Oberbayern einen Mitarbeiter und zwei Mitarbeiterinnen verletzt. Laut Polizei war er nicht damit einverstanden, wie das Personal auf einen Streit seines Sohnes reagiert hatte.
Der Mann schlug einem Erzieher und dessen Kollegin mit der Faust ins Gesicht, eine weitere Erzieherin schlug er mit dem Kopf gegen einen Türstock. Alle drei Verletzten mussten laut Polizei ins Krankenhaus.
Die Tat ereignete sich in einem Kindergarten in Neuburg an der Donau. Der Vater ist zunächst davongefahren, später nahm ihn die Polizei aber an seinem Wohnort fest. Er soll einem Haftrichter vorgeführt werden, der über Untersuchungshaft wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung entscheiden soll.
Bis zu 40 Grad: "Die Hitzespitze wird wohl am Mittwoch sein"
Pünktlich zum Sommeranfang steigen die Temperaturen kräftig an. Eine Hitzewelle könnte in Teilen Deutschlands bis zu 40 Grad bringen, doch zumindest die 30-Grad-Marke wird bundesweit erreicht. ntv-Meteorologe Christian Häckl weiß, wie sich das Wetter entwickelt - und wo es am heißesten wird.
Starkes Erdbeben erschüttert Neapel
Die süditalienische Stadt Neapel ist am Mittag von einem spürbaren Erdbeben getroffen worden. Das Beben erreichte nach Angaben des Geophysik-Instituts INGV eine Stärke von 4,6 - eine der heftigsten Erschütterungen der Region seit Jahren. Verletzte oder größere Schäden gab es laut Feuerwehr nicht.
Besonders stark war der Erdstoß im Westen der Stadt und in der Gemeinde Bacoli zu spüren. Viele Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Das Epizentrum lag in den Phlegräischen Feldern, einem Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität. In der Region sind derzeit viele Touristen unterwegs - etwa auf Capri.
Gleitschirmflieger bleibt in Bahn-Oberleitung hängen
Bei einem Flugunfall im Kreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz hat ein Gleitschirmflieger großes Glück im Unglück gehabt. Der 36-Jährige verfing sich in der Oberleitung der Bahnstrecke zwischen Saarburg und Trier und blieb dort hängen. Trotz der gefährlichen Lage konnte sich der Mann selbst aus dem Schirm befreien - er blieb unverletzt. Die betroffene Leitung wurde geerdet, bevor die Feuerwehr den Gleitschirm sicher aus der Oberleitung entfernte.
SPD-Generalsekretär kritisiert Söder scharf
Kurz vor dem Koalitionsausschuss von Union und SPD an diesem Mittwoch in Berlin verschärft sich der Ton zwischen den Regierungsparteien. Auslöser ist CSU-Chef Markus Söder, der erneut Einsparungen bei den Sozialausgaben, mehr Tempo bei der Mütterrente und zusätzliche Entlastungen für die Wirtschaft gefordert hatte. Die SPD reagiert darauf mit deutlicher Kritik.
"Die Union tut gerade das, wofür sie die Ampel immer kritisiert hat. Sie kündigt gemeinsame Einigungen der Regierung von der Seitenlinie auf und sät Zwietracht", sagte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf. Es sei jetzt Aufgabe von Bundeskanzler Friedrich Merz, "die Störfeuer aus den eigenen Reihen zu beenden".
Klüssendorf betonte zugleich die Bereitschaft seiner Partei, bei gezielten Entlastungen mitzuziehen - unter Bedingungen. Sollte eine Finanzierung für niedrigere Stromsteuern gefunden werden, sei die SPD "sofort dabei". Voraussetzung sei aber, dass auch CDU und CSU bereit seien, "eigene Lieblingsprojekte neu zu priorisieren".
Inflationsrate im Juni überraschend gesunken
Der Preisdruck in Deutschland hat im Juni überraschend nachgelassen. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 2,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt zu seiner ersten Schätzung mitteilte. Im April und Mai waren die Verbraucherpreise noch um jeweils 2,1 Prozent gestiegen. Von Mai auf Juni stagnierten die Preise.
Schichtwechsel
Marc Dimpfel verabschiedet sich in den sonnigen Feierabend, ab sofort geht es hier mit mir weiter. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag!
Der fränkische Riesenwels ist komplett verspeist
Der Zwei-Meter-Wels, der am Brombachsee für Aufsehen sorgte, ist Geschichte. Der Fisch wurde laut Gastwirt Hans Nerreter komplett verspeist - aufgeteilt in 120 Filetportionen, serviert mit Beilagen für je 22,50 Euro. "Es gab große Nachfrage", sagt Nerreter, der Wels normalerweise in seinem Gasthof "Zum Goldenen Lamm" nicht auf der Karte hat.
Das Fleisch des 90-Kilogramm-Tieres sei sehr fest und zart gewesen, auch wenn er doch einiges habe abschneiden müssen. Ein so großer und alter Fisch enthalte auch viel Fett - und das sei nicht unbedingt auf dem Teller erwünscht. "Geschmacklich wirkt sich das aber nicht negativ aus", sagt Nerreter. Das Echo sei sehr positiv gewesen, den Gästen habe der Promi-Wels gemundet. Kritik von Tierschützern habe es aber auch gegeben.
Chinas KP knackt Marke von 100 Millionen Mitgliedern
Wer in China parteipolitisch aktiv werden will, hat nicht viel Auswahl. Zwar existiert eine ganze Reihe von Parteien, die allerdings keine echte Opposition bilden, sondern im Namen der Einheitsfront agieren. Die Macht bündelt sich ausnahmslos in der Kommunistischen Partei, die mittlerweile auf über 100 Millionen Mitglieder kommt. Genauer gesagt waren es Ende 2024 mehr als 100,27 Millionen Genossen und damit gut eine Million mehr als 2023, wie die KP nun mitteilt. Ein Drittel der Mitglieder sind den Angaben zufolge Landwirte oder Arbeiter.
Polizisten sollen Drogendealer bestohlen haben
Zwei Polizisten sollen über einen längeren Zeitraum Kokainhändlern bei Drogenkontrollen Bargeld abgenommen und sich damit bereichert haben. Die 34 und 50 Jahre alten Beamten müssen sich nun vor dem Landgericht Hannover verantworten. Ihnen wird unter anderem Diebstahl mit Waffen und Strafvereitelung im Amt vorgeworfen. Beide sollen durch Straftaten jeweils etwas mehr als 6.000 Euro erlangt haben.
Laut Anklage sollen die Streifenpolizisten keine polizeilichen Vorgänge zu den Kontrollen angelegt haben. Zudem hätten sie keine etwaige Sicherstellung der Gelder dokumentiert. Bei den Überprüfungen sollen sie ihre Dienstwaffen getragen haben. Der 34-jährige Polizist sitzt wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Der mitangeklagte ältere Polizeibeamte sitzt nicht in U-Haft, ist aber mit gekürzten Bezügen vom Dienst suspendiert.
Video: Helikopter lässt Geldscheine über Stadt regnen
Darrell Thomas betreibt zu Lebzeiten eine Autowaschanlage in Detroit im US-Bundesstaat Michigan. Vor seinem Tod gibt er seinen Söhnen einen ausgefallenen letzten Wunsch mit. Diese melden bei der Polizei eine Aktion an, bei der ein Helikopter Rosenblätter verteilen soll. Von der restlichen Ladung wissen die Behörden nichts.
"Drecksarbeit": Iran vergleicht Merz-Zitat mit Nazi-Zeit
Das iranische Außenministerium kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz wegen seiner Äußerungen zum Krieg mit Israel scharf. Ministeriumssprecher Ismail Baghai verurteilt Merz' "Drecksarbeit"-Zitat und zieht gar Parallelen zur Nazizeit: "Ich hätte niemals gedacht, dass der Bundeskanzler Deutschlands eine Sprache verwendet, die benutzt wurde, um die rassistischen Taten Hitlers zu rechtfertigen", sagt Baghai in Teheran. Die Äußerungen haben Baghai zufolge auch Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Berlin und Teheran. "Ich denke, das wird eine historische und ewige Schande für Deutschland sein", sagt der Sprecher vor Journalisten.
Video: Explosion zerreißt Katamaran vor russischer Küste
Vor der russischen Küste explodiert aus noch ungeklärten Gründen ein Katamaran. Als das Schiff schon lichterloh in Flammen steht, sind noch mehrere Menschen an Bord. Die Behörden nehmen Ermittlungen auf.
Limburg will Tauben töten – darf aber nicht
In Limburg gibt es zu viele Tauben, findet zumindest die Stadtverwaltung. Im November 2023 wurde eine Dezimierung der Taubenpopulation beschlossen – im Gespräch war die Tötung von 200 Tieren per Genickbruch. Tierschützer protestierten, die Stadt ließ schließlich ihre Bürger abstimmen – und die sprachen sich mehrheitlich für weniger Tauben aus. Im April sollte die Jagd eigentlich losgehen, doch kurz davor wurde in Hessen die Wildtierverordnung geändert: Stadttauben zählen wieder ausnahmslos zu den Wildtieren und sind somit besonders geschützt. Wer sie töten will, braucht eine Ausnahmegenehmigung. Die hat die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Limburg-Weilburg jetzt aber abgelehnt. Zumindest aus Sicht der Limburger Tauben ist das eine gute Nachricht.
Video: Flugzeug setzt bei Sturmlandung fast mit Tragfläche auf
Auf einem Flughafen in Indonesien setzt eine Maschine bei Sturm zur Landung an. Knapp über der Landebahn erfasst ein plötzlicher Seitenwind das Flugzeug. Der Pilot manövriert den Jet auf nur einem Rad zu Boden und kann gerade noch verhindern, dass die rechte Tragfläche den Boden berührt.
Hochhaus brennt in Berlin - Rauchwolke über der Stadt
Über Berlin steigt eine deutlich sichtbare Rauchwolke auf. Medienberichten zufolge brennt es in einem Hochhaus an der Kurfürstenstraße im Westen der Hauptstadt. An dem Haus wird derzeit gebaut. Die Feuerwehr ist laut dem "Tagesspiegel" mit rund 90 Einsatzkräften vor Ort. Aufgrund der Höhe könne der Brand nicht mit den Drehleitern normaler Fahrzeuge von außen gelöscht werden, sagte ein Feuerwehrsprecher der Zeitung. Ein Spezialfahrzeug sei angefordert worden. Verletzte gebe es nach derzeitigem Stand nicht. "Die Bauarbeiter konnten sich selbst in Sicherheit bringen", sagte der Sprecher.
Deutsche Bahn fährt Pünktlichkeitsvorgabe hinterher
Es fällt schwer, bei dieser Meldung keine Häme aufkommen zu lassen: Die Deutsche Bahn hat ihr Pünktlichkeitsziel im ersten Halbjahr verfehlt. Mehr als ein Drittel der Fernzüge war Bahnchef Richard Lutz zufolge unpünktlich. Knapp 64 Prozent kamen rechtzeitig an. Die Bahn hat sich selbst einen Zielkorridor von 65 bis 70 Prozent für die Pünktlichkeit im Fernverkehr vorgenommen.
"Das erste Quartal ist relativ gut gelaufen", sagt Lutz. Mit 66,3 Prozent pünktlichen Zügen im Fernverkehr sei die Bahn besser gewesen als im Vorjahr und innerhalb ihres Zielkorridors. "Im zweiten Quartal ist die Pünktlichkeit wegen zahlreicher Anlagenstörungen und vieler ungeplanter Baustellen niedriger."
Merkel kritisiert Zurückweisungen an der Grenze
Altkanzlerin Angela Merkel distanziert sich von der Praxis des unionsgeführten Innenministeriums, bei Grenzkontrollen Asylsuchende zurückweisen zu lassen. "Wenn jemand hier an der deutschen Grenze sagt 'Asyl', dann muss er erstmal ein Verfahren bekommen. Meinetwegen direkt an der Grenze, aber ein Verfahren", sagt die Christdemokratin bei einem Treffen mit ehemaligen Flüchtlingen. "So habe ich das europäische Recht verstanden." Das Treffen wurde vom WDR organisiert und gefilmt.
Merkel warnt auch davor, sich in der Migrationspolitik von der AfD treiben zu lassen. "Ich kann nicht immer nur über die AfD sprechen und deren Tagesordnung aufnehmen. Sondern ich muss auch die Tagesordnung aufnehmen von all denen, die sagen: Ja, wir müssen die Zahl der illegalen Migration reduzieren, aber wir müssen trotzdem auch unsere Werte weiter vertreten", sagt sie.
Peter Sloterdijk: "Handys müssten unter das Drogenverbot fallen"
Der Philosoph Peter Sloterdijk hält ein Handyverbot für Kinder und Jugendliche an Schulen für sinnvoll. "Wir haben die Dinge zu sehr schleifen lassen", sagt Sloterdijk. "In den Schulen sind Zustände herangereift, mit denen wir nicht glücklich sein können. Handys müssten unter das Drogenverbot fallen, dann erübrigt sich die Debatte." Dieses Verbot könne gar nicht früh genug einsetzen, denn ein Entzug sei bei jeder Form von Sucht immer außerordentlich schwierig.
Wenn man eine erziehende Schule wolle, müsse man Medienkontrolle ausüben, und zwar streng, sagt Sloterdijk. Und wenn man begriffen habe, dass man Haschisch und andere Rauschgifte aus der Schule ausschließen müsse, dann sollte dies auch für die Smartphones gelten, die ebenfalls Drogenqualität hätten. "Sie schädigen das Hirn, evozieren Persönlichkeitsstörungen ohne Ende. Derzeit werden sie als Informationsmedien mystifiziert, aber kein Junge, kein Mädchen verwendet sie so. Es sind Partydrogen, um sich in der Fünf-Minuten-Pause schnell noch einen Kick zu verpassen."
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
die neue Woche startet sonnig, doch im Berliner Willy-Brandt-Haus dürfte die Stimmung nach dem Parteitag der SPD am Wochenende eher durchwachsen sein. Eine "depressive Veranstaltung" nennt der Politologe Wolfgang Schroeder im Interview mit ntv.de das Delegiertentreffen.
Für Außenminister Johann Wadephul ging derweil soeben eine Fahrt mit dem Nachtzug zu Ende. Bei seinem aus Sicherheitsgründen zunächst geheim gehaltenen Antrittsbesuch in Kiew begleiten ihn Vertreter der europäischen Rüstungsindustrie. Es stehen hochrangige Gespräche an, mit wem genau, wird der Tag zeigen. In unserem Liveticker zum Ukraine-Krieg halten wir Sie stets auf dem neusten Stand.
Das wird heute noch wichtig:
Die UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung beginnt. Aufgrund der schwindenden US-Hilfen dürfte es auch um die zukünftige Rolle Deutschlands bei der Entwicklungszusammenarbeit gehen.
In der Türkei startet ein Prozess gegen die größte Oppositionspartei CHP. Der Partei droht die Absetzung des aktuellen Vorsitzenden Özgür Özel.
Chinas Außenminister Wang Yi beginnt seine Europareise. Er wird bis zum 6. Juli mehrere Amtskollegen in Europa treffen.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche reist zum Antrittsbesuch nach Warschau.
Die Grünen-Bundestagsfraktion trifft sich zur Klausurtagung.
Das Statistische Bundesamt gibt eine erste Schätzung zur Inflationsrate für Juni 2025 bekannt.
Soweit zur Übersicht. Mein Name ist Marc Dimpfel, ich begleite Sie heute durch die erste Hälfte des Nachrichtentages. Bei Fragen oder Anmerkungen erreichen Sie mich unter marc-oliver.dimpfel(at)ntv.de.
Starten Sie gut in die Woche!
Polens Armee fahndet nach Doppelmörder
Polen sucht einen Doppelmörder. Seit drei Tagen verfolgen die Menschen im Nachbarland gebannt die spektakuläre Großfahndung nach einem 57-Jährigen. Er wird dringend verdächtigt, seine Tochter und seinen Schwiegersohn im Dorf Stara Wies südlich von Krakau erschossen zu haben. Die Schwiegermutter schwebt in Lebensgefahr. Der Mann soll nach der Tat in einen Wald geflüchtet sein. Inzwischen unterstützt auch die polnische Armee mit Drohnen die Fahndung. Hundertschaften der Polizei durchkämmen die Gegend. Die Bevölkerung wird gewarnt: Der Mann sei bewaffnet und gefährlich.
Clan-Familien liefern sich Massenschlägerei
Eine Massenschlägerei hielt am Sonntagabend die Polizei in Heiligenhaus auf Trab. Rund Hundert Menschen gingen in der nordrhein-westfälischen Stadt aufeinander los. Zuvor war offenbar ein Streit zwischen zwei Großfamilien ausgebrochen. Zwischen 80 und 100 Einsatzkräfte sowie ein Polizeihubschrauber kamen zum Einsatz. Am späten Abend beruhigte sich die Lage wieder. Worum es bei dem Streit im Clan-Milieu ging und ob es Festnahmen oder Verletzte gibt, ist noch unklar.