Das war Dienstag, der 29. Mai 2018
So viel ist heute passiert, dass man eigentlich nicht übers Wetter reden müsste. Wir drücken den Mitarbeitern von Opel die Daumen und hoffen, dass Günther Oettinger und die Italiener sich wieder vertragen. Diese Artikel stießen heute auf großes Interesse:
Ich werde nun hoffentlich nicht atemlos durch die Nacht nach Hause radeln und dort dann dann noch einmal nachlesen, warum genau Mary Roos die Helene Fischer der Bronzezeit sein soll.
Russischer Putin-Kritiker in Kiew erschossen
Arkadi Babschenko berichtete kritisch über die Regierung in Moskau und Präsident Putin - nun ist der russische Journalist in Kiew erschossen worden.
Der 41-Jährige sei in seinem Wohnhaus getötet worden, teilte die Polizei in der ukrainischen Hauptstadt mit. Seine Frau habe Schüsse gehört und ihren Mann blutend auf dem Boden liegend gefunden. Babschenko starb den Angaben zufolge auf dem Weg ins Krankenhaus.
Babschenkos Kollege Osman Pschayew schrieb auf seiner Facebook-Seite, der Journalist sei im Treppenhaus durch drei Schüsse in den Rücken getötet worden. Babschenko war ein scharfer Kritiker Putins. Er hatte seine Heimat verlassen, weil er dort bedroht worden war.
Peruanischer Bauer bekommt Kasseler Bürgerpreis
Er ist ein einfacher Landwirt und führt einen großen Kampf gegen RWE. Jetzt bekommt Saúl Luciano Lliuya den Kasseler Bürgerpreis "Glas der Vernunft".
Man zeichne seinen Mut aus, mit den Mitteln der Vernunft und des Rechts einen Energiekonzern zu verpflichten, gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, erklärte die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Kasseler Bürgerpreises.
Der Landwirt aus den peruanischen Hochanden verlangt durch eine zivilrechtliche Klage vom Energiekonzern RWE eine Beteiligung an den Kosten von Schutzmaßnahmen, um seinen Besitz vor der drohenden Überflutung durch einen Gletschersee zu sichern.
Seehofer entschuldigt sich für Bamf-Fehler
Vor dem Innenausschuss des Bundestages wird Innenminister Seehofer zur Bamf-Affäre befragt. Und dort richtet er sich an uns, die Bürger. Er entschuldigt sich im Namen der Bundesregierung für die Fehler, die in Bremen gemacht wurden. Die Kommunikation zwischen dem Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtling sei "nicht gut" gewesen. Er wolle die Art und Weise, wie Asylverfahren in Deutschland ablaufen, reformieren - und zwar "ohne Hektik", sagte Seehofer am Abend in Berlin.
Mehr zur Befragung hier.
Schon wieder Hitzerekord - in Lingen war es am wärmsten
Haben Sie sich heute das ein oder andere Mal den Schweiß abgetupft? Dann waren Sie sicher nicht allein. Denn der heißeste Tag des Jahres liegt hinter uns. Nun denken Sie vielleicht, dass das Nachrichten von gestern sind, aber nein, gleich nach dem heißesten Tag des Jahres gestern, stieg das Quecksilber im Thermometer heute noch höher. Im niedersächsischen Lingen wurde mit 34,2 Grad die bisher höchste Temperatur für 2018 erreicht, so der Deutsche Wetterdienst. Ebenfalls sehr heiß war es in Genthin (Sachsen-Anhalt) mit 33,7 Grad. In NRW wird man den Tag aber eher nicht wegen des schönen Wetters, sondern wegen des heftigen Unwetters samt Überschwemmungen und einstürzenden Dächern in Erinnerung behalten.
Roseanne-Serie nach rassistischem Tweet abgesetzt
Kennen Sie Roseanne Barr? Genau, das ist der Star der Serie "Roseanne" aus den 90ern, die kürzlich neu aufgelegt wurde. Doch damit ist es nun schon wieder vorbei. Grund dafür ist ein rassistischer Tweet der Hauptdarstellerin. Sie verglich eine Obama-Mitarbeiterin mit der Muslimbrüderschaft und dem Planeten der Affen. Die Empörung war groß - so groß, dass ihr Sender das Ende der Serie ankündigte. Sie selbst hatte sich mehrfach entschuldigt und von einem geschmacklosen Witz gesprochen.
Asylbewerber zündet sich in Göppingen an
Wohl weil sein Asylantrag nicht angenommen wurde, schreitet ein Iraner in Göppingen zum Äußersten - er zündet sich an. Vor den Augen von Mitarbeitern des Landratsamtes Göppingen im Foyer des Landratsamtes habe er erst zwei Frauen den Ablehnungsbescheid gezeigt, die ihm daraufhin Hilfe zugesichert hätten. Dennoch habe er dann eine Flasche aus dem Rucksack gezogen, sich mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet. Die Betroffenheit sei groß, sagte Finanzdezernent Günter Stolz. "Die Schreie des Verletzten haben viele gehört." Das Amt sei zunächst teilweise evakuiert und dann vorzeitig ab 14.00 Uhr für die Öffentlichkeit geschlossen worden. Der 35-Jährige erlitt nach Angaben der Polizei in Baden-Württemberg schwere Verletzungen.
Sanierungsplan für Opel steht
Aufatmen in Rüsselsheim: Betriebsrat und Geschäftsleitung von Opel haben sich auf die Sanierung des Autobauers geeinigt. Das teilte der Gesamtbetriebsrat von Opel mit.
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Videos des Tages
Dach an Uni Wuppertal eingestürzt
Wuppertal erlebt gerade wie auch andere Teile von NRW ein schweres Unwetter. An einem Uni-Gebäude ist nun sogar das Dach eingestürzt. "Nach ersten Einschätzungen ist der Ausmaß des Schadens erheblich", erklärte Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch. Die Feuerwehr sei im Einsatz. Demnach stürzten an dem Unigebäude etwa 30 bis 50 Quadratmeter des Daches ein. Zudem stünden der Keller sowie Teile des Erdgeschosses mindestens zweier Gebäude unter Wasser.
Mehr zum Weltuntergangsvorgeschmack in Wuppertal und NRW hier.
USA erlauben Bayer Monsanto-Übernahme
Der Chemiekonzern Bayer ist seiner geplanten Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto ein weiteres großes Stück näher gekommen. Das US-Justizministerium genehmigt den umstrittenen Deal im Volumen von 56 Milliarden Euro. Wie schon zuvor die EU-Kommission machte die US-Behörde allerdings zur Auflage, dass die Leverkusener einen erheblichen Teil ihres eigenen Saatgut-Geschäfts abgeben. Diese Unternehmensteile sollen an den Konkurrenten BASF gehen, die Transaktion ist bereits auf dem Wege.
Bundeswehr mietet Kampfdrohnen für fast eine Milliarde Euro
Die Älteren unter den Lesern erinnern sich vielleicht noch an das Hickhack um die Kampfdrohen Euro Hawk. Der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière stoppte das unbemannte Fluggerät schließlich, weil es kaum eine Chance auf eine Zulassung für den deutschen Luftraum hatte. Jetzt soll alles besser werden.
Die Bundeswehr will einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge für mindestens 900 Millionen Euro bewaffnungsfähige Kampfdrohnen des Typs Heron TP anschaffen.
Eine entsprechende Vorlage liege dem Haushaltsausschuss des Bundestags seit dieser Woche vor, berichtete die Zeitung online.
Die Bundeswehr würde damit erstmals über ein Drohnen-Modell verfügen, das mit entsprechender Ausstattung auch als Waffe eingesetzt werden kann.
Wichtig: Bewaffnung bestellt die Bundeswehr nicht mit. Das soll erst ganz tief und eingehend überprüft werden. Nichtbewaffnungsfähige Modelle gebe es auf dem Markt gar nicht mehr, hieß es.
Sexualmord an Neunjährigem erschüttert Frankreich
Der mutmaßliche Sexualmord an einem Kind erschüttert Frankreich: Die Leiche des neunjährigen Jungen wurde im Norden des Landes gefunden, in der Gemeinde Hérie-la-Viéville nahe der belgischen Grenze. Sie lag im Garten eines Hauses, so die Staatsanwaltschaft.
Sein nackter Körper wies demnach "Spuren einer Vergewaltigung" auf.
Die Polizei nahm einen 27-Jährigen fest. Er sei in Gesellschaft des toten Jungen und eines weiteren Jugendlichen gesehen worden, hieß es von den Ermittlern.
Der Mann ist nicht als Sexualstraftäter bekannt. Die Polizei erhofft sich weitere Erkenntnisse durch die Autopsie des toten Jungen.
Flüchtlinge mindern Brexit-Schaden für Deutschland
Dass der Brexit für alle schwierig wird, wussten wir ja schon. Nun zeigt sich, wieviel EU-Geld der Austritt Großbritanniens aus der EU die deutschen Bundesländer kostet. Mit gut einem Fünftel weniger Geld sollen diese nach 2020 auskommen. Das bedeutet, dass zwischen 2021 und 2027 nur noch 15,7 Milliarden Euro in Projekte flössen - für den derzeit laufenden Zeitraum sind es 19,8 Milliarden Euro.
Die für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissarin Corina Cretu machte zudem deutlich, dass die 16 deutschen Bundesländer nach dem Vorschlag noch höhere Kürzungen hätten befürchten müssen, wenn Deutschland nicht so viele Migranten aufnehmen würde. Nach Angaben von Cretu soll dies nämlich künftig bei der Mittelvergabe eine Rolle spielen, ebenso wie zum Beispiel die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit.
Zur Gruppe der Staaten, die mehr Geld bekommen sollen, zählt deswegen Italien (plus 6 Prozent). Die höchsten Kürzungen haben nach den EU-Zahlen hingegen Länder wie Polen (minus 23 Prozent) und Ungarn zu befürchten (minus 24 Prozent). Ihnen drohen zudem weitere Einschnitte, wenn sie sich nicht an grundlegende EU-Standards halten.
Bremer Bamf-Affäre hält Asylanträge bundesweit auf
Weil nun alle auf Bremen schauen und dort Tausende Asylentscheidungen neu überprüft werden müssen, werden sich auch bundesweit die Anträge stauen. Die Folge: Weitere Verzögerungen.
In einer veröffentlichten Antwort des Bundesinnenministeriums auf einen Fragenkatalog der Grünen-Bundestagsfraktion heißt es: "Mit der Prüfung der rund 18.000 Fälle der Außenstelle Bremen werden rund 70 Mitarbeiter für ca. drei Monate betraut sein."
Bedingt durch diesen zusätzlichen Personalaufwand bestehe das Risiko, dass der Bestand an anhängigen Verfahren im nationalen Asylverfahren von aktuell rund 50.000 Anträgen auf rund 80.000 Verfahren anwachsen könne. Das Ziel einer Bearbeitungsdauer von drei Monaten bei neuen Verfahren 2017 könne dann nicht mehr gehalten werden.
Mehr zur Bamf-Affäre lesen Sie hier.
Schlagzeilen zum Feierabend
Gedenkakt in Solingen abgebrochen
Hunderte Teilnehmer flüchten sich unter den Schutz von Bäumen als überm Gedenkakt in Solingen plötzlich ein Wolkenbruch niedergeht. Nun wurde die Veranstaltung abgebrochen - in deutscher und türkischer Sprache wurden die Menschen zum Gehen aufgefordert. Daher konnten Außenminister Maas und sein türkischer Amtskollege Cavusoglu ihre Reden nicht mehr halten.
Was die Kanzlerin in ihrer Ansprache gesagt hatte, lesen Sie hier.
Polnischer Geheimdienst soll Müllkippenbrände aufklären
Wenn Müllkippen brennen, stinkt etwas zum Himmel - und das sind nicht nur die Rauchwolken. In Polen soll nun eine Serie von 70 solcher Feuer aufgeklärt werden. Die Regierung sieht das organisierte Verbrechen am Werk: "Wir verjagen die Müll-Mafia", kündigt Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki an. Zuvor hatte er auf Twitter geschrieben: "Wir können nicht zulassen, dass Verbrecher uns und unsere Kinder vergiften und die Umwelt zerstören." Die Kriminellen wollen demnach sich um die ordnungsgemäße Deponierung herumdrücken und Geld sparen. Nun soll der Inlandsgeheimdienst sich der Sache annehmen.
Geht diese Macron-Abbildung zu weit?
Frankreich diskutiert über ein Foto, das Präsident Macron in SS-Uniform und einem Davidstern als Armbinde zeigt. Die jüdische Gemeinde ist empört - Der Verband zur Wachsamkeit gegen Antisemitismus (BNVCA) legte Beschwerde bei der Pariser Staatsanwaltschaft ein.
Mit dem Plakat hatten linksgerichtete Gruppen am vergangenen Samstag gegen die Politik Macrons demonstriert, Bilder davon verbreiteten sich in den sozialen Netzwerken. Unter dem Präsidenten in SS-Uniform ist die Aufschrift zu lesen: "Ich bin weder links noch rechts, ich bin rechtsextrem."
Die französische Linkspartei La France Insoumise (Das unbeugsame Frankreich) und andere Gruppen werfen Macron vor, den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu hofieren. Netanjahu wird kommende Woche zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten von dem französischen Präsidenten in Paris empfangen.
Mehr als eine Million Lachse sterben vor Tasmanien
Ein gewaltiges Fischsterben hat sich vor der australischen Küste ereignet. Rund 1,35 Millionen Zuchtlachse sind an der Westküste Tasmaniens verendet.
Die Tiere seien zwischen Oktober 2017 und Mai 2018 in der Bucht Macquarie Harbour gestorben, teilte die tasmanische Umweltbehörde mit.
Die Behörde ordnete als Konsequenz eine Reduzierung der örtlichen Lachs- und Forellenzucht an, damit sich die Gewässer in der Region erholen können.
Die Zuchtfische seien wahrscheinlich an einem einheimischen Virus erkrankt, den sie sich von der Wildfischpopulation eingefangen hätten, berichtete der australische Sender ABC unter Berufung auf ein bisher unveröffentlichtes Gutachten.
Teuerste Stadt der Welt liegt in der Schweiz
In dieser Rangliste dürfte es der Sicht der meisten Menschen besser sein, hinten zu liegen. Oder nein, es ist am besten, gar nicht darin aufzutauchen. Es geht um die teuersten Städte der Welt. Die Schweizer Bank UBS hat diese zusammengestellt und anhand der Preise von 128 Waren und Dienstleistungen bewertet. Zürich auf Platz 1, dahinter Genf, Oslo, Kopenhagen und New York. Drei deutsche Städte sind mit dabei: München (Platz 23), Frankfurt (Platz 27) und Berlin (Platz 30). Im Vergleich zum Vorjahr rückten alle ein Stück nach vorn, da der Euro so stark ist und die Banker auf Dollar-Basis rechnen. Mieten flossen nicht mit in die Bewertung ein.
Spezialeinheiten fassen Todesschützen von Salzgitter
Gestern Abend wurde eine Frau auf offener Straße in Salzgitter erschossen - heute fassen Polizisten den Täter.
Er wurde gefasst, als er seine Wohnung im nordrhein-westfälischen Westerkappeln betreten wollte, wie die Polizei in Münster am Nachmittag mitteilte. Demnach leistete der Tatverdächtige keinen Widerstand.
Der 38-Jährige soll eine 32-Jährige auf offener Straße erschossen haben. Eine 30-jährige Begleiterin der Frau wurde mit einer Schusswunde ins Krankenhaus gebracht. Bei der Durchsuchung des Mietwagens des Tatverdächtigen fanden die Beamten die Tatwaffe und beschlagnahmten sie.
Warum jemand aus Westerkappeln nach Salzgitter fährt, um eine Frau zu erschießen? Uns noch unbekannt.
Mehr dazu hier.
Schichtwechsel
Über die Autorin
Heute scheint es mir noch ein bisschen heißer zu sein als gestern. Daher versuche ich, mich möglichst nicht zu bewegen, so habe ich das mal im Urlaub bei einer Eidechse gesehen. Nur wer holt mir jetzt den Kaffee? Ich heiße Volker Petersen und wünsche einen guten Tag. Erreichbar bin ich unter volker.petersen (at) nama.de oder bei Twitter.
Dreijähriger überlebt Sechs-Meter-Sturz
Ein dreijähriger Junge aus Baden-Württemberg scheint einen besonders großen Schutzengel zu haben. Er überlebte einen Sturz aus einem Fenster in sechs Metern Höhe. Offenbar hatte seine Mutter kurz den Raum verlassen, weil ein anderes Kind nach ihr gerufen hatte. In der Zwischenzeit kletterte der Dreijährige auf die Fensterbank und fiel durch das zum Lüften geöffnete Fenster.
Doch der Kleine hatte Glück im Unglück: Schwerverletzt wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Stuttgarter Klinik geflogen. Lebensgefahr bestand für ihn aber nicht.
So sauber sind unsere Badeseen, Flüsse und Meere
Bei den aktuellen tropischen Temperaturen liegt es nahe, nach Feierabend so schnell wie möglich ins Wasser zu springen. Ein neuer EU-Bericht zeigt jetzt, dass Sie das auch völlig bedenkenlos tun können - baden bleibt in fast allen Flüssen, Seen und an den Küsten in Deutschland ein sauberes Vergnügen. 98 Prozent der 2287 untersuchten deutschen Badestellen erfüllen die EU-Mindeststandards für Badegewässer.
91,4 Prozent der Gewässer wird sogar eine ausgezeichnete Qualität bescheinigt. Acht Badestellen fielen ganz durch - unter anderem der Satzdorfer See in Bayern und der Strelasund zwischen Stralsund und der Insel Rügen.
Entzugsklinik für Bitcoin-Süchtige eröffnet
Manchen Menschen macht der Handel mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen offenbar so viel Spaß, dass sie regelrecht süchtig danach werden. Weil das natürlich gut ins Geld gehen kann, hat eine Entzugsklinik in Schottland jetzt auch einen Bereich für Krypto-Süchtige eröffnet.
Diese zeigen Experten zufolge das gleiche Suchtverhalten wie Spielsüchtige. Der Kryptohandel bringt "Spannung und eine Flucht vor der Realität", sagt einer der Spieltherapeuten des Castle Craig Hospital.
EU-Parlament geht gegen Lohndumping vor
Das Europaparlament hat mit großer Mehrheit für neue Vorschriften gegen Lohndumping bei entsandten Arbeitnehmern gestimmt. Die neue Richtlinie soll gewährleisten, dass ins Ausland entsandte Arbeitnehmer ab Mitte 2020 den gleichen Lohn erhalten wie ihre einheimischen Kollegen.
Tödliche Hundeattacke: Besitzer entschuldigen sich
Der Prozess um den tödlichen Angriff eines Hundes auf eine Seniorin im baden-württembergischen Stetten am kalten Markt hat mit einer Entschuldigung begonnen. Die 44-jährige Besitzerin des Hundes und ihr 48-jähriger getrennt lebender Ehemann ließen über ihre Verteidiger ausrichten, dass sie den Vorfall zutiefst bedauern. "Meine Mandantin hätte es nie für möglich gehalten, dass der Hund derart aggressiv und gefährlich ist", sagte der Anwalt.
Die Seniorin wurde vor einem Jahr auf einem Fußweg von dem Hund angefallen und mehrfach in Kopf und Hals gebissen. Die Hilfe eines Notarztes kam zu spät, der Hund wurde erschossen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem angeklagten Ehepaar fahrlässige Tötung vor.
Wissenschaftler verbuddeln 35.000 Teebeutel
Forscher haben an 570 Standorten auf sechs Kontinenten insgesamt 35.000 Beutel mit Grüntee und Rooibus-Tee vergraben. Sie wollen messen, wie schnell diese im Wald abgebaut werden, um die Prozesse beim Streuabbau besser zu verstehen. Nach drei Monaten gibt es schon erste Ergebnisse: Der Grüntee wird unabhängig vom Klima schneller abgebaut - vermutlich, weil er mehr wasserlösliche Substanzen enthält.
Wie schnell Biomasse abgebaut wird, wurde schon öfter gemessen. Allerdings waren die Ergebnisse bislang schwer vergleichbar, weil verschiedene Pflanzenarten in unterschiedlichen Säckchen vergraben wurden.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Drei Tote bei Geiselnahme in Belgien
Bei einer Geiselnahme im belgischen Lüttich sind drei Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Polizisten. Das berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Polizei.
Demnach fielen gegen 10.30 Uhr Schüsse in der Innenstadt von Lüttich. Der Schütze floh offenbar und nahm in einer Schule eine Putzfrau als Geisel. Kurz darauf beendete die Polizei die Geiselnahme.
Ehe-Aus bei Boris und Lilly Becker
13 Jahre waren sie zusammen, nun haben sich Boris und Lilly Becker nach Informationen der "Bild"-Zeitung getrennt - "einvernehmlich und freundschaftlich". „Frau und Herrn Becker ist diese Entscheidung nach 13 Jahren Beziehung und über 9 Ehejahren nicht leichtgefallen. Am wichtigsten ist beiden Mandanten das Wohlergehen des gemeinsamen Sohnes Amadeus", heißt es in einer Erklärung von Beckers Anwalt.
Der ehemalige Tennis-Star und das niederländische Model lernten sich 2005 kennen, trennten sich zwischendurch und landeten schließlich doch vor dem Traualtar. 2008 kam Sohn Amadeus zur Welt.
Great Barrier Reef schon fünfmal fast abgestorben
Forscher machen sich große Sorgen um die Zukunft des Great Barrier Reef. Nun haben sie aber auch herausgefunden, dass das größte Korallenriff der Erde in den vergangenen 30.000 Jahren fünfmal praktisch abgestorben ist und sich an anderer Stelle neu gebildet hat. Grund dafür waren Schwankungen des Meeresspiegels, die die Korallen entweder an die Luft oder in zu tiefes Wasser brachten.
Die Wissenschaftler schließen daraus, dass das Riff widerstandsfähiger ist als angenommen. Trotzdem warnen sie davor, die Auswirkungen des Klimawandels zu unterschätzen. "Ich habe große Sorgen, was die Fähigkeit des Riffs angeht, die Geschwindigkeit des Wandels in naher Zukunft zu überleben", sagte Studienleiter Jody Webster von der Universität Sydney.
Vermisste Berlinerin tot gefunden: Mordkommission ermittelt
Gestern fanden Spaziergänger die Leiche einer vermissten Berlinerin in einer Grünanlage an der Dolomitenstraße in Pankow. Weil die Polizei von einem Tötungsdelikt ausgeht, hat nun die Mordkommission die Ermittlungen übernommen.
Die 30-Jährige wollte sich am Freitagnachmittag nur schnell einen Kaffee holen und sich ein bisschen in die Sonne setzen. Anschließend erschien sie nicht zu einer Verabredung. Freunde meldeten sie daraufhin als vermisst.
Betrüger zocken Tatort-Star Axel Prahl ab
Betrüger gehen regelmäßig unter dem Namen von Axel Prahl shoppen. Das erzählte der Tatort-Schauspieler in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Erst kriegt man einen Schock, wenn solche Post ins Haus flattert. Mittlerweile ist es schon Routine, dann bei der Polizei die Vorgangsnummer für den Betrug durchzugeben", so Prahl.
Genervt ist der 58-Jährige auch von Menschen, die unter seinem Namen Accounts in sozialen Netzwerken erstellen. Einmal habe ein falscher Axel Prahl Frauen auf Instagram gebeten, schlüpfrige Fotos zu schicken. "Da hört der Spaß auf", so Prahl. "Das ist nicht Euer Axel!"
Polizei sucht Todesschützen von Salzgitter
Gestern abend wurde eine 32-jährige Frau im nierdersächsischen Salzgitter auf offener Straße erschossen. Nun fahndet die Polizei nach dem ihr namentlich bekannten 38-jährigen Todesschützen. Er soll in einer Wohnstraße auf das Todesopfer und ihre 30-jährige Begleiterin gefeuert haben.
Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar. Unter anderem rätseln die Ermittler noch, in welchem Verhältnis die drei Beteiligten zueinander standen.
Ausgebüxtes Känguru ist zurückgekehrt
Das ausgebüxte Känguru Jimmy ist von seiner Reise zurückgekehrt. Jimmy war in der Nacht zum Sonntag von einem Reiterhof in Magdeburg abgehauen und sollte von der Tierrettung eingefangen werden - doch das Känguru war schneller und entkam über ein Feld. Nun ist das Tier freiwillig zurückgekehrt. Ein Zeuge sah es zurückhüpfen und weckte die Halter.
Schlagersänger Jürgen Marcus ist tot
Gerade erreicht uns die Nachricht vom Tod von Schlagersänger Jürgen Marcus. Er starb bereits Mitte Mai im Alter von 69 Jahren in München, teilte sein Management mit. Sein größter Hit: "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben". Damit wäre auch klar, mit welchem Ohrwurm Sie heute durch den Tag gehen.
G20-Razzien in vier Ländern
Elf Monate nach den schweren Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei mit Durchsuchungen in Italien, Spanien, Frankreich und der Schweiz begonnen. Laut Hamburger Staatsanwaltschaft und Polizei werden die Ermittler der Sonderkommission "Schwarzer Block" bei der Suche nach Verdächtigen von der europäischen Behörde Eurojust und zahlreichen Polizeidienststellen unterstützt. In Frankreich fahnden die Ermittler auch nach einem Mann, für den die Staatsanwaltschaft einen EU-Haftbefehl erwirkt hat.
Schlagzeilen am Morgen
Yankee-Fans buhen Giuliani zum Geburtstag aus
Diese Geburtstagsüberraschung ging nach hinten los: Rudy Giuliani, der frühere Bürgermeister von New York, der jetzt US-Präsident Trump berät, wollte sich gestern an seinem Geburtstag entspannt ein Baseball-Spiel der Yankees ansehen. Doch als der Stadionsprecher über die Lautsprecher auf dessen Ehrentag aufmerksam machte, reagierten die Zuschauer nicht etwa mit einem spontanen Geburtstagsständchen. Stattdessen buhten sie den 74-Jährigen aus.
Militante Palästinenser feuern Raketen auf Israel
Im Gazastreifen haben militante Palästinenser mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. In mehreren Ortschaften an der Grenze zum Palästinensergebiet heulten am frühen Morgen Warnsirenen. Palästinensichen Berichten zufolge griffen israelische Kampfflugzeuge nach den Raketenangriffen verschiedene Ziele im Gazastreifen an.
Australiens Ex-Vize packt über Affäre aus
Australiens Ex-Vizeregierungschef Barnaby Joyce hat schon öfter für Wirbel gesorgt. Sein neuester Coup: Am Sonntag soll ein Interview ausgestrahlt werden, in dem Joyce über seine Affäre mit seiner Ex-Mitarbeiterin Vikki Campion auspackt, aus der ein Sohn hervorging. Dafür soll Joyce 150.000 Dollar erhalten haben.
Nun werden Forderungen eines Verbots bezahlter Politiker-Interviews laut. "Wäre es nur ein Interview mit mir als Politiker gewesen, hätte ich dafür natürlich nichts berechnet", rechtfertigt sich Joyce. Campion sei überdies der Meinung, "wenn alle anderen daraus Geld machen", dann wolle "sie auch Geld daraus machen".
Hungersnot bedroht im Südsudan Millionen
Die Hilfsorganisation Oxfam warnt vor einer Hungersnot im Bürgerkriegsland Südsudan. Im Kreis Pibor leidet demnach ein Fünftel der Haushalte unter Hunger. Vier Jahre Bürgerkrieg hätten die Vorräte der Menschen aufgezehrt und landesweit die Selbsthilfemöglichkeiten erschöpft. Die Lage ist demnach so dramatisch, dass die Menschen Gras und Unkraut essen müssen. Um Menschenleben zu retten, müsse dringend gehandelt werden.
Harry-Potter-Star hat geheiratet
Die Zeiten als Tollpatsch Neville Longbottom in den Harry-Potter-Filmen hat Matthew Lewis längst hinter sich gelassen. Jetzt hat der mittlerweile 28-Jährige in Italien seine Freundin Angela Jones geheiratet.
Daran kann der Schauspieler allerdings nicht nur Gutes finden. Immerhin, twitterte Lewis scherzhaft, spielten zeitgleich zur Hochzeit auch die Arctic Monkeys in Italien. Einem Foto des Brautpaars zufolge hat Lewis aber offenbar Prioritäten gesetzt - und sich für den Traualtar entschieden.
Deutsche und Polen kennen und mögen sich kaum
Vereintes Europa? Eine neue Umfrage zeichnet ein eher düsteres Bild - zumindest was die Beziehung zu unseren östlichen Nachbarn angeht. Darin gaben 66 Prozent der Deutschen und 70 Prozent der Polen an, das Nachbarland seit 1989 nie besucht zu haben.
Der "Deutsch-Polnische Baromter 2018" offenbart außerdem, dass nur 56 Prozent der Polen Sympathie für die Deutschen empfinden. Andersherum sind es sogar nur 29 Prozent. Regelmäßige Besuche im Nachbarland steigern die Sympathie der Umfrage zufolge allerdings enorm. Also: machen Sie am Wochenende doch einfach mal einen Kurztrip nach Polen!
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser an diesem Dienstag, der um sechs Uhr morgens schon wärmer ist als andere Sommertage den ganzen Tag über nicht - zumindest im Nordosten. Wenn Sie also noch Zweifel bezüglich Ihrer Garderobe haben sollten: Ziehen Sie am besten so wenig an wie möglich. Uns beschäftigt heute aber auch ein trauriger Jahrestag: Der Brandanschlag auf türkische Zuwanderer in Solingen mit fünf Toten jährt sich zum 25. Mal. Das wird heute sonst noch wichtig:
In Berlin findet eine Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestags zur Bamf-Affäre statt. Mit dabei sind unter anderem Innenminister Seehofer und Bamf-Chefin Cordt.
Wir blicken weiter auf die Regierungsbildung in Italien.
Palästinenser wollen mit einem Schiff aus dem Gazastreifen die israelische Seeblockade durchbrechen.
Im Prozess um eine tödliche Hundeattacke auf eine Seniorin ist die Halterin des Hundes wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Sie steht ab heute vor Gericht.
Auch der Prozess gegen ein Mann, der seine Frau nach der Trennung mit einem Dolch erstochen haben soll, beginnt.
Bundespräsident Steinmeier bricht zu einem zweitägigen Besuch in die Ukraine auf. Dort trifft er unter anderem Präsident Poroschenko.
Auf Einladung von Emmanuel Macron treffen sich auf einer Libyen-Konferenz wichtige rivalisierende Politiker des Krisenlandes.
Mein Name ist Franziska Türk, bei Fragen, Anregungen oder Kritik erreichen Sie mich unter franziska.tuerk@nama.de. Kommen Sie gut durch den Tag!
Tropische Luft bringt dem Süden Gewitter
Ein kontrastreicher Wettertag hat begonnen. Denn während im Norden und Osten Hoch „Uwe“ mit trocken-heißer Luft, rekordverdächtigen Temperaturen und einer weiterhin großen bis sehr großen Waldbrandgefahr dominiert, sieht es in der Südwesthälfte ganz anders aus. Im Süden und Westen ist die Luft jetzt nämlich fast schon tropisch mit viel Feuchtigkeit. Und damit steigt dort die Unwettergefahr weiter an. Ab dem Mittag und Nachmittag breiten sich aus Südwesten somit zum Teil heftige Gewitter aus. Da die Zuggeschwindgkeit der Gewitter weiterhin gering ist, drohen stellenweise abermals Hagel und Starkregen mit Überflutungsgefahr. Auch gelegentliche Sturmböen sind nicht auszuschließen. Die Temperaturen: in der Gewitterluft schwüle 25 bis 30 Grad. Im Norden und Osten sind es heiße 30 bis 34 Grad, stellenweise vielleicht sogar etwas darüber. Lediglich direkt an der Küste bleibt es mit 24 bis 27 Grad frischer.
Die weiteren Aussichten bringen an dieser Wetterteilung zunächst nur wenig Änderung. Also: nordöstlich der Elbe eher selten Blitz und Donner und dafür oft sonnig heiße 30 bis 34 Grad. Ansonsten bilden sich immer wieder teils schwere Gewitter mit Unwetterpotenzial. Kommen Sie gut in und vor allem durch diesen extremen Wettertag. Ihr Björn Alexander