Das war Montag, der 6. August 2018
Liebe Leserinnen und Leser! Die neue Woche ist gemächlich gestartet. Vielleicht liegt's an der Hitze, vielleicht auch an der Sommerpause der Politik. Ein paar Themen gibt es aber doch, und zwar diese hier:
Die Debatte um einen verpflichtenden Dienst für die Gemeinschaft geht weiter. Die Bundesregierung lehnt eine neue Wehrpflicht jedenfalls ab. Mein Kollege Benjamin Konietzny hat dazu einen lesenswerten Kommentar geschrieben.
Morgen führen die USA neue Iran-Sanktionen ein, die die EU aber ablehnt. Auch aus Teheran kommt scharfe Kritik.
Auf Sizilien dienen Frustration und Armut dazu, Ablehnung gegen Migranten zu schüren, schreibt unsere Korrespondentin.
Die Welt der Gastronomie trauert um den "Sterne-König" Joël Robuchon.
Und falls Sie es noch nicht kannten: Es gibt eine Sportart namens Kanupolo. Und die deutschen Herren sind nun Weltmeister geworden.
Damit wünsche ich Ihnen eine ruhige und erholsame Nacht.
91-Jähriger fährt in Supermarkt - fünf Verletzte
In Saarbrücken kommt es zu einem Unfall mit mehreren Verletzten:
Ein 91-Jähriger fährt mit einem Auto in einen Supermarkt.
Dabei werden laut Polizei fünf Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Der Fahrer bleibt unverletzt.
Die Polizei geht bisher davon aus, dass der Senior die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat.
Facebook fragt Banken nach sensiblen Kundendaten
Facebook hat bei einigen großen US-Banken sensible Kundendaten angefragt:
Der Online-Dienst habe Gespräche mit Banken wie JPMorgan, Citibank und Chase geführt, erfährt die Nachrichtenagentur AFP aus Finanzkreisen, nachdem das "Wall Street Journal" über den Fall berichtet hat.
Demnach will Facebook etwa mithilfe von Informationen über Transaktionen, den Kontostand und den genauen Ort von Einkäufen der Nutzer neue Dienste in seinem Messenger anbieten.
Facebook bestätigt die Gespräche mit den Banken, nicht aber, dass es sich um derart sensible Daten handelt. Das Unternehmen erklärt lediglich, über seinen Messenger die Kommunikation mit Banken erleichtern zu wollen.
Eine Sprecherin von JPMorgan erklärt, Informationen zu Transaktionen "mit diesen Plattformen" nicht zu teilen. "Wir musste daher zu einigen Dingen 'nein' sagen", erklärt Patricia Wexler.
Die Zurückhaltung von Bankenseite ist verständlich: Facebook steckt wegen des Datenskandals um die Weitergabe von Nutzerinformationen durch die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica in einer schweren Krise.
Chicago erlebt blutiges Wochenende
Bei einer Welle der Gewalt werden in Chicago über das Wochenende 12 Menschen durch Schüsse getötet. Das bestätigt ein Polizeisprecher. Mehr als 50 weitere Menschen wurden demnach von Freitag- bis Sonntagabend verletzt. "Es ist kein Geheimnis, dass wir in der Stadt über das Wochenende inakzeptable Gewalt hatten", sagt der Polizeichef der Stadt, Eddie Johnson, bei einer Pressekonferenz. Es gebe in der Stadt ein anhaltendes Problem mit illegalen Waffen. Chicago kämpft seit langem gegen grassierende Gewalt. Gründe liegen vor allem in den vielen illegalen Waffen, zersplitterten Gangs und sozialen Problemen.
Bundeskartellamt nimmt Amazon ins Visier
Das Bundeskartellamt wird nach Angaben seines Präsidenten Andreas Mundt eine Untersuchung einleiten, ob Amazon auf seiner Plattform den Wettbewerb anderer Händler behindert. Amazon trete gegenüber den Endkunden nicht nur selbst als Händler auf, sondern betreibe auch eine bedeutsame elektronische Plattform für dritte Einzelhändler, sagt Mundt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
"Wir sprechen hier von Hybridplattformen. Bei solchen Plattformen besteht immer auch ein gewisses Potenzial für eine Wettbewerbsbehinderung der anderen Händler auf der Plattform", sagt der Behördenchef. Dem Kartellamt lägen dazu auch Beschwerden vor. "Wir wollen uns daher diesen Teil des E-Commerce genauer anschauen." Wie genau die Prüfung aussehe, sei noch offen.
Althusmann für einjährige Dienstpflicht
In der Debatte um einen Pflichtdienst in Deutschland meldet sich nun Niedersachsens stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann zu Wort:
"Ich persönlich halte die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht von zwölf Monaten in Bundeswehr oder sozialen Pflegeeinrichtungen für wünschenswert, weiß aber, dass dies in meiner Partei gerade bei Teilen der Frauen-Union nicht auf ungeteilte Zustimmung trifft", sagt der Landesvorsitzende der CDU dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Die Debatte über die Einführung einer Allgemeinen Dienstpflicht sei "längst überfällig", betont Althusmann. Das Aussetzen der Wehrpflicht und des damit verbundenen Ersatzdienstes habe mehr Probleme als Lösungen aufgeworfen.
"Der Dienst in der Bundeswehr und in den sozialen Ersatzdiensten hatte eine große integrative Wirkung, die ich in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft vermisse", sagt der CDU-Politiker.
Iran wirft USA "psychologische Kriegsführung" vor
Morgen treten die neuen US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Deshalb wirft der Präsident des Landes, Hassan Ruhani, der Regierung in Washington "psychologische Kriegsführung" vor. "Sie wollen einen psychologischen Krieg gegen die iranische Nation führen und das Volk spalten", sagt Ruhani im iranischen Fernsehen. Die Kombination aus neuen US-Sanktionen und gleichzeitigem Verhandlungsangebot von US-Präsident Donald Trump nannte Ruhani "unsinnig". Nach Angaben Ruhanis will der Iran trotz der Sanktionen am Atomabkommen festhalten. "Wir werden trotz der Sanktionen der Welt zeigen, dass wir unser Wort halten und uns an internationale Verträge halten", so Ruhani.
Sonne zeichnet Kreise auf Fußballfeld
Waren Außerirdische in Baden-Württemberg zugange? Oder sagen die mysteriösen Kreise im Fußballstadion von Bad Buchau etwa kommende Ergebnisse voraus? Nichts dergleichen: Das heiße Wetter ist für das eigenartige Rasenmuster verantwortlich.
Grund für die braunen Stellen zwischen den grünen Kreisen sei ein kaputtes Teil in der Sprinkleranlage, erklärt Peter Münch vom SV Bad Buchau. "Und die Leute, die das beheben könnten, sind alle im Urlaub."
Der Wasserdruck sei durch den Schaden zu gering. Die Wasserstrahlen erreichten daher nicht mehr den ganzen Platz, die Stellen außerhalb der Reichweite des Wassers seien durch die extreme Hitze und Sonne der vergangenen Tage vertrocknet, so Münch.
Für ein Testspiel am Samstag hofft der Verein nun, auf den Platz eines Nachbarvereins ausweichen zu dürfen. Ausfallen werde das Spiel auf keinen Fall. "Sonst spielen wir halt auf dem Kreisrasen, sieht doch schön aus", sagt Münch.
Videos des Tages
Beyoncé spricht über Not-Kaiserschnitt
Vor gut einem Jahr brachte Beyoncé Zwillinge zur Welt. Doch die Geburt war dramatisch, wie die Sängerin nun sagt:
"Ich wog 99 Kilogramm am Tag der Geburt von Rumi und Sir", sagt sie in einem Interview der "Vogue".
Sie habe Bakterien im Blut gehabt, ihr Körper sei geschwollen gewesen und sie habe zu dem Zeitpunkt bereits mehr als einen Monat im Bett gelegen. "Meine Gesundheit und die meiner Babys war in Gefahr, also wurde ein Not-Kaiserschnitt vorgenommen."
In den schwierigen Wochen vor und nach der Geburt habe ihr Mann Jay-Z sie sehr unterstützt. "Wir verbrachten viele Wochen auf der Intensivstation für Neugeborene. Mein Mann war ein Soldat und so eine große Unterstützung für mich."
Hessen: Nach Gasexplosion vermutlich Menschen verschüttet
Nach einer Gasexplosion stürzt ein Wohnhaus im nordhessischen Knüllwald nach Angaben der Polizei komplett ein. Vermutlich seien auch Menschen verschüttet, teilt die Polizei mit. Die Feuerwehr sei im Großeinsatz. Weitere Einzelheiten gibt es bisher nicht. Die Explosion ereignete sich demnach am Nachmittag im Ortsteil Wallenstein der Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis.
Update 19:20: Bei der Explosion stirbt ein Mensch, eine Person wird noch vermisst.
Herrmann nennt Waffenamnestie "vollen Erfolg"
Am 1. Juli lief eine bundesweite Waffenamnestie ab. Nun liegen erste Zahlen dazu vor:
Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann wurden bis dahin in dem Bundesland 13.485 Schusswaffen und 1371 weitere Waffen abgegeben, darunter Hieb- und Stichwaffen. Herrmann erklärt, die Amnestieregelung sei in Bayern "ein voller Erfolg" gewesen und habe einen großen Beitrag zur Sicherheit im Freistaat geleistet.
Laut dem "Neuen Deutschland" fiel die Bilanz der auf ein Jahr befristeten Aktion in den Bundesländern aber sehr unterschiedlich aus.
In Niedersachsen wurden demnach insgesamt 9602 Schusswaffen abgegeben. In Thüringen waren es nach Auskunft der zuständigen Landespolizeidirektion nur 14 Langwaffen sowie 18 Kurzwaffen.
Zahlen aus weiteren Bundesländern gibt es in der ausführlichen Meldung.
Schreiendes Kind verschreckt Einbrecher
Warum eine teure Alarmanlage kaufen, wenn man ein Kleinkind hat? In diesem Fall schlägt es offenbar Räuber in die Flucht:
Am Samstagabend versuchten Einbrecher im nordrhein-westfälischen Euskirchen, durch ein gekipptes Schlafzimmerfenster in die Erdgeschosswohnung einer 22 Jahre alten Mutter einzusteigen.
Dabei stießen sie laut Polizei einen Eimer um und rissen so den zehn Monate alten Sohn aus dem Schlaf.
Der Säugling fing sofort an zu weinen und verschreckte wohl damit die Einbrecher. Diese konnten aber unerkannt flüchten.
Deutsche Unternehmen ziehen sich aus Iran zurück
Wegen der von den USA angekündigten Sanktionen gegen den Iran fürchtet die deutsche Wirtschaft einen dauerhaften Einbruch im Iran-Geschäft:
"Viele Unternehmen sind auf dem Rückzug", sagt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben.
Nachdem 2017 die deutschen Exporte noch um 16 Prozent gestiegen sind, seien sie in den ersten fünf Monaten 2018 um vier Prozent zurückgegangen - mit stark sinkendem Trend.
"Die Abwicklung von neuen, aber auch von laufenden Geschäften über Banken funktioniert nicht mehr, wenngleich Geschäfte nach EU-Recht weiter erlaubt sind." Daher sei es wichtig, dass sich EU und Bundesregierung dafür einsetzen, Finanzierungskanäle dafür zu finden.
Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran tritt am Dienstag die erste Runde von US-Sanktionen wieder in Kraft. Diese betreffen nach Angaben eines Regierungsvertreters Devisen- und Edelmetallgeschäfte sowie den Handel mit Stahl und Kohle. Zudem umfassten die Sanktionen noch Software für die Industrie und die Autobranche. Ab November treten weitere US-Sanktionen in Kraft, mit denen vor allem die iranischen Ölexporte unterbunden werden sollen.
Die EU wehrt sich derweil weiterhin gegen die Folgen der Sanktionen.
Kinder finden Blindgänger beim Schnorcheln
Sommer, Sonne, Badespaß - und ein Blindgänger:
Beim Schnorcheln in einem See entdecken zwei Kinder in Oberbayern eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg.
Laut Polizei handelt es sich um eine 30 Zentimeter lange funktionsfähige Sprenggranate.
Der Vater der Kinder alarmiert nach dem Fund am Grund des Langbürgner Sees in etwa zwei Metern Wassertiefe die Polizei. Der Kampfmittelräumdienst entsorgt daraufhin den Sprengkörper.
Die Polizei weist darauf hin, dass bei den derzeit niedrigen Wasserständen vermehrt mit Munitionsfunden in Gewässern zu rechnen ist. Wichtig: Verdächtige Gegenstände sollten keinesfalls berührt werden. Am besten informiert man umgehend die Polizei.
Schlagzeilen zum Feierabend
Lafontaine: 36.000 Anmeldungen für "Aufstehen"
"Aufstehen" heißt die linke Sammlungsbewegung, die Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht initiiert hat. Zehntausende Menschen sollen sich bereits dafür angemeldet haben:
Innerhalb von zwei Tagen verzeichnet die Plattform nach Auskunft von Wagenknechts Ehemann Oskar Lafontaine mehr als 36.000 Anmeldungen.
"Der vorläufige Start ist also durchaus erfolgreich", sagt der Fraktionsvorsitzende der Linken im Saarland. "Dies wird zwar nicht so weitergehen, wir sind keine Phantasten", räumt er ein, "aber der Aufschlag ist sehr gut".
Laut Lafontaine findet die Sammlungsbewegung "Zuspruch von engagierten Menschen, die sich bisher unterschiedlichen Parteien verbunden gefühlt" hätten.
Worum es "Aufstehen" geht, umreißt derweil Sahra Wagenknecht.
Lange Haftstrafe im Missbrauchsfall von Staufen
Die Verfahren um den jahrelangen Missbrauch eines Jungen in Staufen gehen zu Ende. Heute fällt das vorletzte Urteil:
Ein 33 Jahre alter Mann aus Spanien muss für zehn Jahre ins Gefängnis.
Nach der Beweisaufnahme befand das Gericht den Mann unter anderem wegen Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauchs des Jungen für schuldig.
Am Dienstag will das Gericht das Urteil gegen die Mutter und deren Lebensgefährten verkünden. Das Paar hatte das Kind selbst missbraucht und für Vergewaltigungen im Darknet anderen Pädophilen angeboten. Mehr als zwei Jahre lang vergewaltigten Männer den Jungen.
Wilder Tiger tötet Frau in Nepal
Etwa 200 wilde Königstiger leben in Nepal in Schutzgebieten. Selten greifen sie Menschen an. Doch nun kommt es zu einem tödlichen Vorfall:
Eine 25-Jährige geht mit zwei Begleitern zum Sammeln von Viehfutter in einen Wald am Rande des Chitwan-Nationalparks.
Dort wird sie laut Polizei von einem Tiger angegriffen, der sie zunächst fortschleppt.
100 Meter entfernt wird die Frau dann leblos gefunden. Weil das Tier nicht von ihr ablassen will, müssen es Parkwächter betäuben, um die Leiche bergen zu können.
Tankwagen explodiert - Feuerball über der Autobahn
Nahe Bologna gibt es eine große Explosion. Ein riesiger Feuerball ist über einer Autobahn in der Nähe der italienischen Stadt zu sehen. Ein Lastwagen sei aus noch unbekannten Gründen explodiert, sagt ein Sprecher der Kommune. Die Feuerwehr twittert, dass es sich um einen Tankwagen handele. Auf einem Foto der Feuerwehr aus der Luft sind dunkler Rauch und brennende Autos auf einem Parkplatz zu sehen.
Update 20:30: Bei dem Vorfall kommt ein Mensch ums Leben, mehr als 60 werden laut der Nachrichtenagentur Ansa verletzt. Frühere Angaben von zwei Toten korrigieren die Behörden.
Regierung lehnt Wiedereinführung der Wehrpflicht ab
Ich habe ja noch Zivildienst geleistet. Geschadet hat es mir nicht, eher im Gegenteil. Von daher begrüße ich die Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die 2011 ausgesetzt wurde. Nun äußert sich auch die Bundesregierung zu der Diskussion:
Diese lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht allerdings ab. Dies stehe nicht zur Debatte, sagt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer.
Auch das Verteidigungsministerium in Berlin betont, es gehe nicht um eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Ministerin Ursula von der Leyen begrüße aber die aktuelle Diskussion über eine allgemeine Dienstpflicht als "sehr hilfreiche und gute Debatte", sagt ihr Sprecher Jens Flosdorff.
Hier finden Sie mehr dazu. Außerdem empfehle ich den lesenswerten Kommentar meines Kollegen Benjamin Konietzny.
Bayern schiebt Uiguren unrechtmäßig nach China ab
In Bayern wurde ein Uigure unrechtmäßig abgeschoben:
Der junge Mann wurde am 3. April in ein Flugzeug nach Peking gesetzt, obwohl über seinen Asylfolgeantrag noch nicht entschieden war.
Das geht aus der Antwort von Innenminister Joachim Herrmann auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Margarete Bause hervor. Laut dem Schreiben ging bei der zuständigen Ausländerbehörde in München keine Mitteilung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge über den Folgeantrag ein.
Bause spricht von einem "skandalösen Fall von Behördenversagen". Das Auswärtige Amt müsse den Mann finden und zurückzuholen. "Es geht um Leben und Tod", so Bause. Die Minderheit der Uiguren ist in China Repressalien ausgesetzt.
Schichtwechsel
Ja, man kann sich nach ein paar freien Tagen durchaus auf das Büro freuen. Klimaanlage sei Dank. Denn irgendwann kriegt man diese Hitze aus der Wohnung nicht mehr heraus. Der Weg zur Arbeit war jetzt aber auch schon schweißtreibend. Insofern ist es etwas fies, dass ich Christoph Rieke mitten in der größten Hitze nach Hause schicke. Trotzdem übernimmt nun Markus Lippold und versorgt Sie mit neuen Nachrichten.
Clooneys Ex-Kollegin Charlotte Rae ist tot
Seit einem Jahr litt Charlotte Rae an Knochenkrebs. Nun ist die US-amerikanische Schauspielerin der Krankheit erlegen.
Sie sei im Alter von 92 Jahren in Los Angeles gestorben, bestätigte die Familie mehreren US-Medien.
Rae spielte zwischen 1978 und 1980 die Rolle der liebenswürdigen Haushälterin Edna Garrett in der Serie "Diff'rent Strokes". In der Ablegerserie "The Facts of Life" übernahm sie erneut diese Rolle.
Die Sitcom, in der auch ein junger George Clooney mitspielte, lief bis 1988 und war in Deutschland bislang nicht zu sehen.
Rae übernahm später Gastrollen in Serien wie "Emergency Room" oder "King of Queens".
Handelsstreit beflügelt Nachfrage nach Beratern
Der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China wird für Beraterfirmen zur Goldgrube.
"Unser Wert war nie höher. Wenn ich mit Leuten spreche, sind sie verzweifelt auf der Suche nach Expertise", sagt etwa Robert Stein, Vize-Präsident von Mohawk Global Trade Advisors in den USA.
Die auf internationalen Handel ausgerichtete Firma verzeichnet seit der Zuspitzung des Streits im ersten Quartal einen Anstieg der Beratungsleistungen um 20 Prozent.
Gefragt sind unter anderem die Dienste von Beratern, die Unternehmen mit Expertise in Zoll-Fragen, etwa wie sich Produkte legal neu einstufen lassen, versorgen können.
Französischer Starkoch Robuchon ist tot
Er gehörte zu den Wegbereitern der "Nouvelle Cuisine" und führte eine weltweite Gastronomiegruppe: Nun ist der französische Starkoch Joël Robuchon im Alter von 73 Jahren gestorben.
Nach Angaben der Zeitung "Le Figaro" erlag der Spitzenkoch in Genf den Folgen eines Krebsleidens.
Mit seinen Restaurants hat der aus Westfrankreich stammende Gastronom seinem Unternehmen zufolge weltweit die meisten Sterne im renommierten Michelin-Gastronomieführer.
In Paris betrieb Robuchon zwei Spitzenrestaurants unter dem Namen "L'Atelier".
Frankreichs Regierungssprecher Benjamin Griveaux würdigte Robuchon als visionären Chefkoch.
Wie Robuchons Rezept für Stampfkartoffeln aussah, lesen Sie hier.
Britney Spears blamiert sich mit Frage auf Konzert
Hoffentlich passiert ihr das nicht bei ihrem heutigen Konzert in Berlin: Britney Spears hatte bei ihrem Auftritt am Samstag auf dem Brighton-Pride-Festival keine Ahnung, an welchem Ort sie sich befindet. Das mag so manchen Sängerinnen und Sängern im stressigen Tourneeleben passieren. Peinlich ist nur, dass ihr Mikrofon nicht ausgeschaltet war, als die 36-Jährige ihren Background-Tänzer "Wo sind wir?" fragte - aufgenommen von hunderten Fans im Publikum. Der Tänzer wusste allerdings Bescheid, sodass Spears ihre Fans mit "Was geht ab, Brighton Pride!" begrüßen konnte.
Orban-Regierung ordnet "patriotische Erziehung" an
Erzieherinnen und Erzieher in ungarischen Kindergärten müssen sich künftig an einen neuen Lehrplan halten: Die rechts-nationale Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban hat eine "patriotische Erziehung" angeordnet.
Grundlage der Kindergartenpädagogik seien "das nationale Identitätsbewusstsein, die christlichen kulturellen Werte, die Heimatliebe und die Bindung an Vaterland und Familie", heißt es in einem Erlass vom 25. Juli, über den die oppositionelle Tageszeitung "Nepszava" berichtete.
Den Altersanforderungen von Drei- bis Siebenjährigen entsprechend sollen in Kindergärten vor allem Sprüche, Reime und Lieder aus dem Traditionsgut der ungarischen Volksfabeln vermittelt werden.
In den Lehrplänen für Volksschulen und Gymnasien hatte die ungarische Regierung bereits vor mehreren Jahren die "patriotische Erziehung" verankert.
Vermisster 13-Jähriger aus Berlin ist tot
Bei dem vergangene Woche am Berliner Stadtrand gefundenen toten Jungen handelt es sich um den 13-jährigen Max. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt/ Oder. Der Junge aus dem Berliner Stadtteil Marzahn wurde seit Dienstagabend vermisst. Noch ist unklar, wie er gestorben ist. Nachdem die Obduktion keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen ergab, soll die Leiche nun chemisch-toxikologisch untersucht werden.
Mehr dazu lesen Sie gleich.
Winzer feiern Rekordstart bei Traubenlese
Darauf einen Federweißer: In einem Weinberg in Lörzweiler bei Mainz hat die diesjährige Weinlese bereits heute offiziell begonnen.
Das ist nach Angaben des Deutschen Weininstituts der bisher früheste Lesebeginn in Deutschland. Der bisher früheste Start war am 8. August.
Der erste Weinmost wird für die Produktion von Federweißer verwendet.
Auch die Hauptlese wird in diesem Jahr voraussichtlich früher als sonst beginnen. Die Winzer rechnen mit einem Termin Ende August oder Anfang September.
Die Winzer gehören zu den Agrarbranchen, die trotz der Dürreverhältnisse in Deutschland mit einer guten Ernte rechnen.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Polizei nimmt berüchtigten Drogenboss "Nicolás" hoch
Der kolumbianischen Polizei ist im Nordwesten des Landes ein spektakulärer Erfolg gelungen.
Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, wurde der mit mehreren Haftbefehlen gesuchte Drogenbaron Carlos Moreno alias "Nicolás" im Department Antioquia festgenommen.
"Nicolás" gilt als Nummer zwei des Drogenkartells "Clan del Golfo" und somit als rechte Hand des Anführers Dairo Úsuga alias "Otoniel".
Auf Twitter gratulierte der scheidende kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos der Polizei und Generalstaatsanwaltschaft zu der Verhaftung. "Unsere Behörden werden diese Verbrecher weiterhin pausenlos verfolgen."
Brandenburger Fluss trocknet aus
Und noch eine Hitze-Meldung - diesmal wieder aus Deutschland. Die extreme Trockenheit hat den ersten Fluss fast vollständig versiegen lassen. Nachdem der Wasserstand der Schwarzen Elster seit Tagen sank, berichtet die "Lausitzer Rundschau", dass der Fluss nun beim südbrandenburgischen Senftenberg nahezu kein Wasser mehr führt. Die Zeitung veröffentlichte Fotos, auf denen das ausgetrocknete Flussbett inklusive toten Fischen, Muscheln und Schnecken zu sehen ist. Noch besteht allerdings Hoffnung für die Region. Dank künstlich gesteuerter Zuflüsse könne die Lage bei anhaltender Trockenheit noch bis Mitte August beherrscht werden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf das Brandenburger Landesamt für Umwelt. Möge es recht behalten und schleunigst flüssige Unterstützung von oben bekommen.
Hitze zwingt Schweizer Panzer zu Nachtfahrten
Auch in unseren Nachbarländern ist es dieser Tage heiß. Das beeinträchtigt unter anderem die Arbeit der Schweizer Armee.
Weil der Asphalt auf den Straßen weich wird, fahren ihre Panzer aktuell nur nachts.
Mit einem 57 Tonnen schweren Gefährt könne man derzeit nicht auf allen Straßen unterwegs sein, sagte Armee-Sprecher Daniel Reist.
Um keine Spuren und Löcher in den Fahrbahnbelag zu reißen, werden auch Märsche und andere körperliche Anstrengungen auf den frühen Morgen oder späteren Abend verlegt.
Kleinflugzeug stürzt ab und zerschellt auf Parkplatz
Nach der gestrigen Horror-Meldung zu den Flugzeugabstürzen in der Schweiz gibt es heute leider eine ähnliche Nachricht - diesmal aus dem US-Bundesstaat Kalifornien. Dort sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf einen Parkplatz fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Medienberichten prallte die zweimotorige Maschine vom Typ Cessna 414 in der Mittagszeit in Santa Ana auf den fast leeren Parkplatz einer Drogeriemarktkette. Die Opfer seien alle Passagiere des Flugzeugs gewesen. Über die Absturzursache lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.
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Bund will strenger bei Tattoo-Entfernungen sein
Was tun, wenn einem beim Anblick des eigenen Tattoos die Schamesröte ins Gesicht steigt? Viele entscheiden sich für den Laser. Diese Art der Tattoo-Entfernung will die Bundesregierung nun stark einschränken.
Tattoo-Entfernungen per Laseranwendungen sollten künftig Fachärzten vorbehalten bleiben, sagte eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums der Funke-Mediengruppe.
Sie verwies darauf, dass "bei der Durchführung fachärztliche Expertise erforderlich" sei.
Bislang könnten Lasergeräte zum Entfernen von Tattoos vom jedem gewerblich eingesetzt werden, "ohne dass eine besondere Qualifikation erforderlich ist".
Dem Bericht zufolge soll nun das Strahlenschutzrecht überarbeitet werden.
Mexikaner entdecken verscharrte Leichen auf Anwesen
Grausiger Fund im Westen Mexikos: Auf einem Grundstück wurden mindestens zehn verscharrte Leichen entdeckt.
Die Eigentümer des Grundstücks in Guadalajara etwa 500 Kilometer westlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt hatten bei Umbauarbeiten auf dem Anwesen einen üblen Geruch bemerkt, wie örtliche Medien berichteten.
Demnach sind die Mieter vor einer Woche aus dem Haus ausgezogen.
Die Polizei schloss nicht aus, dass sich noch mehr Leichen auf dem Grundstück befinden könnten.
Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.
Schlagzeilen am Morgen
Japan gedenkt der Atombomben-Opfer von Hiroshima
73 Jahre ist es bereits her, dass im japanischen Hiroshima der erste Nuklearangriff in der Geschichte der Menschheit stattfand. Am heutigen Jahrestag hat Japan der Opfer des US-Atombombenabwurfs gedacht.
Ministerpräsident Shinzo Abe sagte bei der Zeremonie, sein Land wolle eine Vermittlerrolle zwischen den Atommächten und den Staaten ohne Atomwaffen spielen.
Hiroshimas Bürgermeister Kazumi Matsui brachte bei der Gedenkfeier wie in jedem Jahr seine Hoffnung auf eine Welt ohne Atomwaffen zum Ausdruck.
Der Abwurf der Atombombe durch das US-Militär in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs tötete sofort oder in den folgenden Monaten etwa 140.000 Menschen.
Bis heute leiden tausende Menschen unter den Spätfolgen der radioaktiven Strahlung.
Dienstpflicht: Kretschmer schlägt Volksbefragung vor
Seit sieben Jahren gibt es keine Wehrpflicht mehr. Ein bedauerlicher Zustand? Zumindest in der CDU wird vor der Neufassung des Grundsatzprogramms laut darüber diskutiert. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer befürwortet eine allgemeine Dienstpflicht. "Eine Dienstpflicht kann dazu beitragen, sowohl die Herausforderungen im Sozialen als auch bei der Verteidigung unseres Landes besser zu bewältigen", sagte er der "Bild"-Zeitung.
Das Konzept einer Dienstpflicht sieht vor, dass junge Menschen entweder einen Wehrdienst oder einen Dienst in sozialen, ökologischen oder kulturellen Einrichtungen ableisten. Kretschmer sagte, dass er sich eine Volksbefragung darüber vorstellen kann. Stimmen Sie doch schon mal hier bei n-tv.de ab!
US-Polizei befreit elf verwahrloste Kinder aus Versteck
Ende vergangenen Jahres meldet eine Frau im US-Bundesstaat Georgia ihren Sohn nach einem Ausflug in einen Park als vermisst. Auf der Suche nach dem Dreijährigen hat die Polizei nun eine verstörende Entdeckung gemacht.
Im US-Bundesstaat New Mexico hat sie elf verwahrloste Kinder im Alter zwischen einem und 15 Jahren aus der Hand bewaffneter "Extremisten" aus einem Versteck befreit.
Bei dem Versteck handelte es sich laut dem Sheriff-Büro im Landkreis Taos um einen "kleinen im Boden vergrabenen Wohnwagen, der mit Plastik bedeckt war".
Zwei Männer wurden festgenommen, darunter der Vater des vermissten Dreijährigen.
Der Dreijährige selbst war nicht unter den befreiten Kindern.
Trittin wähnt SPD in "babylonischer Gefangenschaft"
Auch in der Sommerpause machen sich viele nicht-sozialdemokratische Politiker Gedanken um den Zustand und die Zukunft der SPD. Einer von ihnen ist offenkundig der ehemalige Grünen-Vorsitzende Jürgen Trittin. Der 64-Jährige sieht die SPD-Spitze auf einem Schlingerkurs, der den Abstieg der einstigen Volkspartei beschleunigen kann.
Die Vorsitzende Andrea Nahles und Vizekanzler Olaf Scholz schienen sich "in einer babylonischen Gefangenschaft mit CDU und CSU einrichten zu wollen", sagte Trittin der Deutschen Presse-Agentur.
In dem Gespräch forderte er ein Bündnis gegen die Union: "SPD, Linke und Grüne müssten diejenigen, die sich in den letzten zehn Jahren von der Politik zurückgezogen haben, wieder mobilisieren", forderte Trittin.
Zugleich betonte er, dass SPD und Grüne keine "gottgegebenen Bündnispartner" seien.
Mehr dazu lesen Sie gleich.
Saudi-Arabien bricht Beziehungen zu Kanada ab
Nachdem die beiden Frauenrechtlerinnen Nassima al-Sadah und Samar Badawi vergangene Woche in Saudi-Arabien verhaftet wurden, äußerte sich Kanada besorgt über die Menschenrechtslage in dem Land. Daraufhin hat die saudische Führung den kanadischen Botschafter ausgewiesen.
Zugleich zog Saudi-Arabien seinen Botschafter aus Kanada ab, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur berichtete. Neue Handelsvereinbarungen zwischen den beiden Ländern würden eingefroren. Saudi-Arabien betonte, dass es sich jegliche Einmischung in seine Innenpolitik verbittet.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Auch in dieser neuen Woche hat der Sommer das Land fest im Griff. Auf die Rekordhitzewerte der vergangenen Tage folgt ein Bestwert bei der Weinlese in Rheinland-Pfalz. Dort startet in einem Weinberg in Lörzweiler bei Mainz heute schon die Ernte - das ist hierzulande laut Deutschem Weininstitut der früheste Beginn aller Zeiten.
Leider gibt es auch heute wieder mal weniger gute Nachrichten als diese. Hier ein fixer Blick auf den Tagesplan:
Nach dem jahrelangen Missbrauch eines Jungen in Baden-Württemberg will das Landgericht Freiburg im Prozess gegen einen 33-Jährigen das Urteil verkünden.
Vor dem Landgericht Landau wird der Prozess um den Mord an der 15-jährigen Mia im pfälzischen Kandel fortgesetzt.
Japan gedenkt des Atombombenabwurfs auf Hiroshima Hiroshima. Zehntausende Menschen kamen bei der Explosion um; insgesamt starben bis Ende 1945 schätzungsweise 140.000 Menschen an den Folgen.
Mit den ersten Qualifikationen im Olympiastadion und auf dem Breitscheidplatz beginnen in Berlin die 24. Leichtathletik-Europameisterschaften als Teil der Multi-EM.
Zum Abschluss des ersten Spieltags in der 2. Fußball-Bundesliga empfängt die SG Dynamo Dresden den MSV Duisburg. Anpfiff ist 20.30 Uhr.
Über den Autor
Mein Name ist Christoph Rieke und ich wünsche Ihnen einen wunderbaren Start in die neue Woche! Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir doch an christoph.rieke(at)nama.de.
Sonne gibt zum Wochenstart wieder alles
Eine ereignisreiche Wetterwoche hat begonnen. Zuerst einmal erwartet uns von Südwesten her eine große bis extreme Hitzebelastung, wenn wir Spitzenwerte von bis zu 39, vielleicht sogar 40 Grad bekommen. Zur Wochenmitte legt die Schwüle deutlich zu, bevor teils heftige Gewitter für eine nachhaltige Abkühlung sorgen.
Zuvor dürfte aber wieder mal die Hitze in aller Munde sein. Am heißesten ist es heute im Westen und Südwesten, wenn am Rhein und seinen Nebenflüssen Höchstwerte von 33 bis 36 Grad drin sind. Ansonsten klettern die Temperaturen auf 27 bis 32 Grad. Dabei ist es vor allem im Süden auch recht schwül, so dass sich später Richtung Schwarzwald und Alpen Hitzegewitter entladen können. Im großen Rest dominiert hingegen die Sonne am oft wolkenarmen Himmel.
Somit bleibt auch die Waldbrandgefahr verbreitet im Bereich der Stufen 3 und 4 von 5. Bis zum Mittwoch verschärft sich die Situation neuerlich. Besonders im Osten geht es auf die höchste Stufe 5 rauf. Anschließend kommen dann die zum Teil unwetterartigen Gewitter.
Hier lesen Sie die Details zur Wetterwoche. Ich wünsche Ihnen einen guten Wochenbeginn. Ihr Björn Alexander