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KI ist jetzt auch erlaubtBei der Oscar-Verleihung gibt es viel Neues

13.03.2026, 16:38 Uhr
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Talkshow-Legende Conan O'Brian, der hier zwischen zwei Oscars posiert, wird am Sonntag zum zweiten Mal Gastgeber bei den Academy Awards sein. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Dieses Jahr gibt es bei der Oscar-Verleihung gleich mehrere Neuerungen. So wird erstmals ein Academy Award für das Casting eines Films verliehen. Eine musikalische Änderung weckt allerdings bei einer Nominierten Unmut.

Am Sonntagabend werden in Los Angeles zum 98. Mal die Academy Awards verliehen, im Volksmund bekannt als die Oscars. Schauplatz der Zeremonie bleibt wie im Vorjahr das Dolby Theatre, auch Moderator Conan O'Brien ist erneut im Einsatz. Doch es gibt in diesem Jahr auch einige Neuerungen.

So würdigt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences beispielsweise erstmals eines der ältesten Tätigkeitsfelder der Filmproduktion Hollywoods: das Casting, also die Auswahl der Schauspielerinnen und Schauspieler, die das Ensemble eines Films bilden. Dabei handelt es sich um die erste neue Oscar-Kategorie seit der Einführung des Oscars für den besten Animationsfilm im Jahr 2001.

Im Premierenjahr der neu eingeführten Kategorie sind Cassandra Kulukundis für "One Battle After Another", Francine Maisler für "Blood & Sinners", Jennifer Venditti für "Marty Supreme", Nina Gold für "Hamnet" und Gabriel Domingues für den brasilianischen Beitrag "The Secret Agent" nominiert.

Diskussion um Künstliche Intelligenz

Im Vorfeld der letzten Oscar-Verleihung geriet der Film "Der Brutalist" in die Kritik. Grund war die Enthüllung, dass die ungarischen Dialoge von Adrien Brody und Felicity Jones mithilfe eines KI-Tools verbessert worden waren. Da Brody später den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann, hatte Künstliche Intelligenz (KI) damit letztlich einen Anteil an seiner ausgezeichneten Performance.

Im vergangenen Jahr gab es für solche Fälle noch keine Regelungen. Jetzt hat die Oscar-Academy festgelegt, dass Künstliche Intelligenz und andere digitale Tools "die Chancen auf eine Nominierung weder fördern noch beeinträchtigen", also der Einsatz von KI nicht verboten ist. "Die Akademie und jede ihrer Sektionen werden die Leistung beurteilen und dabei berücksichtigen, inwieweit ein Mensch im Mittelpunkt der kreativen Urheberschaft stand, wenn sie entscheiden, welcher Film ausgezeichnet wird", heißt es in der dazugehörigen Erklärung.

Ärger wegen nominierter Songs

Auch musikalisch müssen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer der 98. Oscar-Verleihung auf Veränderungen einstellen. 2025 eröffneten die "Wicked"-Stars Cynthia Erivo und Ariana Grande die Zeremonie noch mit einem Medley aus ihrem Film. LISA von Blackpink, Raye und Doja Cat begeisterten mit einem James-Bond-Tribut. Queen Latifah ehrte den verstorbenen Musikproduzenten Quincy Jones mit "Ease on Down the Road". Und Schauspielerin Zoe Saldaña begeisterte mit dem späteren Sieger-Song "El Mal" aus dem Film "Emilia Pérez". Dieses Jahr sollen laut Planung lediglich zwei der fünf nominierten Titel in der Kategorie "Bester Song" live performt werden.

Vorgetragen werden "Golden" aus dem Animationshit "KPop Demon Hunters" sowie "I Lied to You" aus "Blood & Sinners". Heftige Kritik an dieser Auswahl gab es von Musikerin Diane Warren, deren Song "Dear Me" ebenfalls nominiert ist. "Es ist unfair mir und meinen Mitnominierten gegenüber, weil Sie einfach drei Songs ausgeschlossen und zwei ausgewählt haben", sagte sie dem Branchenblatt "Deadline". "Ich sehe das so: Nehmen Sie alle Songs auf. Entweder alle oder keiner, so sollte es sein."

Auf die Oscar-Entscheidung wird das allerdings keinen Einfluss haben. Denn der Abstimmungszeitraum für den Oscar für den besten Song endete - wie in allen übrigen Kategorien auch - bereits am 6. März.

Quelle: ntv.de, csp/spot

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