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Ruf nach Raab wegen ESC-Pleite Bohlen: "Zu viele Quatscher am Werk"

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Dieter Bohlen nimmt die deutschen ESC-Entscheidungsträger in die Mangel.

(Foto: picture alliance /)

Mit seiner gewohnt direkten Art kommentiert Dieter Bohlen die deutsche Schlappe beim ESC. Nach seiner Ansicht ist das blamable Abschneiden mit nur drei Punkten hausgemacht und "ganz klar" Schuld der ARD. Wie man es besser macht, habe Stefan Raab gezeigt.

Nach dem erneut äußerst schlechten Abschneiden des deutschen Beitrags beim Eurovision Song Contest lässt Poptitan Dieter Bohlen kein gutes Haar an den hiesigen Entscheidungsträgern. Dass Jendrik Sigwart mit seinem Song "I Don't Feel Hate" und gerade einmal drei Pünktchen auf dem vorletzten, 25. Platz landete, ist laut dem 67-jährigen Bohlen im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung hausgemacht gewesen.

Wer in seinen Augen die Schuld trage? "Ganz klar die ARD. Diese Gremien-Entscheidungen sind nicht gut, um den besten Titel zu finden. So werden keine Hits kreiert!" Es seien dort "zu viele Quatscher am Werk" und "auch die Moderatoren, die das kommentieren, müssen unbedingt ausgetauscht werden."

Letztmals schaffte Lena Meyer-Landrut im Jahr 2010, die Trophäe nach Deutschland zu bringen - nachdem sie via "Unser Star für Oslo 2010" durch Stefan Raab gepusht wurde. Und genau so eine starke Figur würde uns seither fehlen, sagt Bohlen.

"Er hat alles relativ alleine bestimmt und es hat funktioniert. Hits macht man wie in der Bootsfahrt: Da gibt es einen Kapitän, der bestimmt, in welche Richtung man fährt." Und weil Bohlen bekanntlich gerne das Sagen hat, kommt für ihn ein Mitwirken beim nächsten ESC offenbar nicht infrage: "Ich möchte nie einer von vielen sein ... mich mit anderen abstimmen müssen, da kommen nur Kompromisse raus. In der Ehe sind Kompromisse richtig, beim ESC nicht."

Und Jendrik? Geht es "so so gut"

Wie sieht Jendrik Sigwart sein schlechtes Abschneiden eigentlich selbst? Statt zutiefst deprimiert, zeigte er sich als guter Verlierer. In einer ersten Story als Reaktion nach dem ESC ließ er seine Instagram-Follower schnell wissen, dass es ihm "so so gut" gehe und dass er glücklich sei, das erlebt zu haben. "Mein Ziel war nicht, zu gewinnen, mein Ziel war, dorthin zu kommen, und das habe ich geschafft". In einer zweiten Story singen Jendrik und seine Bühnenpartnerin Myriam Küppers (sie performte als Hand) erschöpft, aber glücklich auf einem Sofa.

Er wiederholt auch nochmal, warum er gar nicht so enttäuscht ist: "Eine gute Position zu bekommen war nie der Grund, warum ich am ESC teilnehmen wollte - aber das wisst ihr ja alle - ich wollte teilnehmen, um dieses Ereignis persönlich zu erleben - Musik, Kulturen und Gemeinschaft zu feiern", so der Hamburger. Jendrik Sigwart schließt seinen Post mit "Lasst uns das neue Kapitel beginnen".

Quelle: ntv.de, abe/spot

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