"Wer wird Millionär?"Drogenfahnder rettet bei Jauch seine eigene Hochzeitsfeier

Im großen "3-Millionen-Euro-Woche"-Finale erhoffen sich zwölf hibbelige Kandidaten einen finanziellen Nachschlag. Für wen lohnt sich das Spiel mit dem Feuer?
Imposante Pyrofontänen hüllen das "Wer wird Millionär?"-Studio in Köln in Rauch und Nebel. "So viel Pyro hatten wir noch nie!", freut sich Günther Jauch. Nicht weniger als das "große Spiel der Generationen" kündigt der Moderator zum großen Finale der "3-Millionen-Euro-Woche" an. Und in der Tat: Auf den insgesamt zwölf Kandidatenstühlen sitzen aufgeregte Quiz-Experten aus allen Altersgruppen. Jedem ist bewusst, dass ein Einsatz erfolgen muss, wenn man noch einmal ums große Geld spielen will. Vier Joker sind im Finale Pflicht. Die Fallhöhe ist also groß. Aber es lockt auch ein Gewinnbaum, der es in sich hat.
Günther Jauch nimmt sich gleich mal den bis dato "erfolgreichsten" Kandidaten zur Brust. Drogenfahnder Marcel Seiderer hält auch nicht lange durch. Zum Entsetzen seiner mitgereisten Verlobten setzt er seine 64.000 Euro aufs Spiel, für eine Garantiesumme in Höhe von 15.000 Euro. Gerne würde das Paar demnächst eine ausgelassene Hochzeitsfeier planen. Aber die ist nun in Gefahr. Der Druck ist entsprechend groß. Und er wird nicht kleiner, als der Oberhachinger bereits für die 2000-Euro-Frage zum ersten Joker greifen muss. Ein paar Minuten später geht der 37-Jährige sichtlich nervös aufs Ganze. "Worum handelt es sich bei dem beliebten türkischen Gericht Kumpir?", will Günther Jauch wissen. Der Kandidat legt sich ohne Absicherung fest und lässt die Antwort "gefüllte Ofenkartoffel" einloggen. Günther Jauch hat ein Einsehen und lässt mit der "Erlösung" nicht lange auf sich warten.
Ein Polizeibeamter unter Druck
Marcel Seiderer bewegt sich auf dünnem Eis. Um den Traum von der großen Hochzeitsfeier zu erhalten, muss der Polizeibeamte mindestens die 50.000-Euro-Frage knacken. Aber der Weg dorthin ist noch weit. Das gesamte Publikum hilft für 10.000 Euro. Der Telefonjoker steht ihm für 20.000 Euro zur Seite. Dann geht es um 30.000 Euro. Und endlich kommt die ersehnte Fußballfrage. Aber es wird schwerer als erwartet. "Knapp 100 Jahre lagen zwischen den Vereinsgründungen welcher beiden aktuellen Fußball-Erstligisten?", so die Frage. Bange Sekunden verstreichen. Dann ist klar: "Es können nur Borussia Dortmund und RB Leipzig sein", so der Kandidat. Wieder richtig.
Im Hintergrund drückt auch "Kollegin" Astrid Bause fest die Daumen. Der Grund: "Sie hat mir vor der Sendung die Hände gelesen und prophezeit, dass sich mein Gewinn heute erhöhen wird", grinst Marcel Seiderer. Und Frau Bause lag tatsächlich richtig mit ihrer spirituellen Eingebung. Am Ende stehen tatsächlich 50.000 Euro zu Buche. Packt man die vorab garantierten 15.000 Euro noch obendrauf, hat der Kandidat sogar noch 1000 Euro Plus gemacht. Günther Jauch findet die passenden Abschlussworte: "Jetzt steht einem rauschenden Hochzeitsfest nichts mehr im Wege", lächelt der Moderator.
Eckhard Freise greift erneut zum Telefonhörer
Kurz darauf lockt Günther Jauch alle 32.000-Euro-Gewinner mit einer 7000-Euro-Garantie. Heidi Aster ist die Schnellste bei der Auswahlfrage. Die gutgelaunte Bergheimerin erreicht zügig die 1000-Euro-Marke und verdient sich damit ihr erstes Kölsch. Danach gerät der Quizmotor der Rentnerin aber etwas ins Stocken. Trotz regelmäßiger "Tendenzen" zieht Heidi Aster zwei Joker zu Rate. Irgendwann findet die Kandidatin aber zurück in die Spur und wird immer mutiger. Für 30.000 Euro muss dann Kult-Kandidat Eckhard Freise zum zweiten Mal in dieser Woche zum Telefonhörer greifen und der Kandidatin helfend zur Seite stehen. "Welches Produkt ist seinem Namen nach "schneeweiß"?", fragt Günther Jauch. Gut, dass Herr Freise in Latein früher gut aufgepasst hat. "Das ist die "Nivea-Creme"!", so der Telefonjoker. Die Antwort ist richtig.
Dank des noch verbliebenen Einzeljokers im Publikum nimmt die ehemalige Hotelsekretärin auch noch die 50.000-Euro-Hürde. Dann reicht es aber. So verabschiedet sich die Kandidatin mit satten 57.000 Euro und einem breiten Lächeln im Gesicht. Der Applaus ebbt gar nicht mehr ab, als die Rheinländerin ankündigt, einen Teil des Gewinns einem Tierheim zukommen lassen zu wollen. Internatsschüler Marco Schwarz darf ebenfalls ein zweites Mal in dieser Woche auf dem Ratestuhl Platz nehmen. Unterhaltsam wird es für 10.000 Euro: "Wo hielten sich Tom Cruise, Kylie Jenner, Robbie Williams, Madonna und Kermit der Frosch am 19. Juli 2026 nachweislich auf?", lautet die Frage. Über Umwege landen die Gedanken des Kandidaten in der Welt der geschichtshistorisch bedeutenden Geburtstage Amerikas. Daraufhin Günther Jauch: "Also wenn der Trump Geburtstag hat, dann braucht er sich die Muppet Show nicht extra einladen." Ein amüsiertes Raunen geht durchs Studio.
Zufriedene und glückliche Gesichter
Ein paar Minuten später hat auch Marco Schwarz Grund zum Lachen. Der 18-Jährige sichert sich 20.000 Euro und nimmt somit 4000 Euro mehr mit nach Hause. Genauso zufrieden und glücklich verlässt auch Amadeus Oppitz kurz darauf das Studio. Auch der letzte Kandidat des Abends kann seine in der Vorauswahlsendung erspielte Gewinnsumme in Höhe von 16.000 Euro noch einmal um 4000 Euro erhöhen. Nun kann sich der Datenschützer einer Bank endlich "eine neue Eiswürfelmaschine" zulegen.