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Was Werber wohl von Frauen halten Heißes Model vernascht scharfen Burger

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Unterwäschemodel Sara Sampaio räkelt sich - einen Burger hat sie auch dabei.

(Foto: Youtube/Carls Jr.)

Sex verkauft sich. In Werbeclips räkeln sich deswegen immer wieder leichtbekleidete Models - auch wenn das mit dem beworbenen Produkt kaum etwas zu tun hat. Über die Frauen sagt das wenig aus, dafür aber einiges über die Macher der Spots.

Sie ist so heiß. Wenn sie den Raum betritt, zerfließt die gesamte Eishütte. Man darf jetzt nicht fragen, was um Himmels Willen "Victoria’s Secret"-Engel Sara Sampaio eigentlich in kurzem Pelz mit nackten Beinen im Edel-Iglu treibt. Das ist im Konzept der US-amerikanischen Fastfood-Kette "Carl's Jr." nicht vorgesehen.

Mit genau den eben beschriebenen Bildern bewirbt der Laden nämlich einen neuen Burger. Der soll ganz offensichtlich so scharf sein, dass er im Konsumenten das dringende Bedürfnis weckt, sich zu entblättern und bei den Genuss-Zuschauern zum sofortigen Einnässen führt.

"Sexy" und "schmackhaft"

"Sex sells" - das eingängige Credo unzähliger Werber kennt so ziemlich jeder. "Carl’s Jr." kann exemplarisch für die stehen, die übers Ziel hinausschossen. Kaum überrascht es noch, dass die 23-jährige Sampaio sich im Werbespot mehr räkelt als runterschluckt. Insbesondere bei Fastfood-Clips ist die Bikini-Frau, die ihre Hauer sinnlich ins fettige Sandwich schlägt, erprobt. "Hardee's" wäre zum Beispiel eine andere Fastfood-Kette, die gar nicht erst versuchte, in ihrer Werbung den Bogen von "sexy" zu "schmackhaft" zu schlagen.

Auch Jahrzehnte nach der "Mad Men"-Ära sind Werbekampagnen noch immer voll von Gender-Stereotypen und sexuellen Anspielungen. Das kann man anprangern. Vielleicht muss aber an dieser Stelle auch einfach mal herzlich gelacht werden. Wer sind denn bitte die Couch-Kartoffeln, die sich von der "Playstation"-Version von Dr. Sommer anturnen lassen?

Kate Uptons Orgasmus-Gesicht

Wenn Werbung Frauen zum Objekt degradiert, sie darin zum Opfer von Gewalt und zum Ziel fremder Begierde macht, dann ist das weder schön noch stilvoll. Aber wenn sich ein Kreativteam über Wochen damit plagt, wie man mieses Fleisch attraktiv zwischen mieses Weißbrot packen kann, und ihnen nichts weiter einfällt als Kate Uptons Orgasmus-Gesicht, dann ist das irgendwie auch urkomisch.

Wie komisch, das zeigt beispielsweise das Buzzfeed-Video aus dem vergangenen Jahr, für das die Geschlechterrollen in Werbespots mal vertauscht nachgestellt wurden. Auf ähnliche Weise haben Holly Eagleson und Lauren Wade vor einigen Monaten Modeanzeigen vermännlicht.

"Sexy" ist in Ordnung, Sex sowieso, wer jedoch auf Bewegtbildeinblicke in die feuchten Träume uninspirierter PR-Jobber abfährt, darf gerne nochmal darüber nachdenken, wieso das mit der Freundin bislang noch nicht geklappt hat. Weniger ist manchmal mehr.

Quelle: ntv.de