Unterhaltung

Science-Fiction-Serie "Devs" Ist der freie Wille nur Illusion?

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Lily Chan (Sonoya Mizuno) findet sich in einem Alptraum der Realitäten wieder.

(Foto: FOX Group)

Glauben Sie, selbst entscheiden zu können, was Sie denken und sagen? Oder ist alles vorherbestimmt? Dieser Thematik stellt sich die US-Science-Fiction-Serie "Devs". Und die Antworten, die sie gibt, sind ebenso faszinierend wie beängstigend.

Lily Chan (Sonoya Mizuno) und ihr Freund Sergei (Karl Glusman) arbeiten beim Tech-Konzern Amaya, dessen Gelände sich in einem malerischen Wald in der Nähe von San Francisco befindet. Die Gebäude und Angestellten versprühen diesen typischen Silicon Valley-Charme, wie man ihn aus unzähligen Hochglanz-Werbeclips kennt. An solchen Orten wird die Zukunft gestaltet. Man trifft den CEO barfuß und Ingwertee schlürfend in der verglasten Cafeteria, spricht einander mit Vornamen an und gehört zu einer großen, weltoffenen Familie.

Als Lilys Freund jedoch vom Firmengründer Forest (beängstigend subtil von Nick Offerman dargestellt) in die sagenumwobene Devs-Abteilung befördert wird, beginnt für die junge Frau und den Zuschauer eine philosophische Reise an die Grenzen des menschlichen Verstands. Was ist Individualität? Gibt es einen freien Willen? Wie losgelöst ist unser Geist von dem, was wir das ganze Universum nennen?

Philosophie verpackt als TV-Unterhaltung

Was Regisseur und Drehbuchautor Alex Garland mit seiner achteiligen Miniserie "Devs" auf die Zuschauer loslässt, sollte mit einem Warnhinweis in Bezug auf endlos verschachtelte Gedanken versehen werden. Denn jeder, der der Geschichte und ihren Themen aufmerksam folgt, wird sich existenziell in einem Gefühls- und Logik-Knäuel mit dem eigenen Ich wiederfinden. "Devs" ist anstrengende Philosophie verpackt als TV-Unterhaltung.

"Oscars & Himbeeren"

Immer freitags präsentiert Ronny Rüsch "Oscars & Himbeeren", den ntv-Podcast rund ums Streamen. Neben der ausführlichen Kritik zu "Devs" geht es in der neuen Folge auch um die HBO-Comedyserie "The White Lotus, die Boxer-Filme "Creed" und "Creed II" sowie den "Bad Boys"-Serien-Ableger "L.A.'s Finest".

"Oscars & Himbeeren" - Informativ. Unterhaltsam. Kompakt. In der ntv-App, bei Audio Now, Spotify und Apple Podcasts.

Auch in puncto Optik und Sound gelingt dem Briten, der 2015 den Science-Fiction-Film "Ex Machina" mit Alicia Vikander als KI Ava inszenierte, der ganz große Wurf. Selten durfte man im Fernsehen oder auch im Kino eine so brillant und anmutig fotografierte Szenerie, untermalt mit wunderbar skurrilen Klängen, bestaunen. Hier kommt "Devs" - wie 2017 einige Folgen der dritten Staffel von David Lynchs "Twin Peaks" - dem Gebiet der Kunst so nah, wie es das Medium Serie selten erlaubt. "Devs" - jetzt bei Disney+ zu streamen - ist eine Reise vom Innersten unserer Gedankenwelt bis hinaus an den Rand des Universums.

Neben der ausführlichen Kritik zu "Devs" sprechen Ronny Rüsch und Axel Max in der neuen Folge des ntv-Podcasts "Oscars & Himbeeren" auch über die HBO-Comedyserie "The White Lotus", über die Boxerfilme "Creed" und "Creed II" und erklären, warum der "Bad Boys"-Serien-Ableger "L.A.'s Finest" nur eine Himbeere wert ist. Bonus dieser Folge: das Interview mit dem aus "Creed II" bekannten "Viktor Drago"-Darsteller Florian Munteanu, der seinen neuen Marvel-Film "Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings" vorstellt.

"Oscars & Himbeeren" - der ntv-Podcast - wo sich jeden Freitag alles rund um Streaming-Dienste wie Netflix, TVNOW, Amazon Prime & Co dreht.

Quelle: ntv.de

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