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"Nervtötend und erbärmlich" Kommentator knöpft sich Prinz Harry vor

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Prinz Harry in einem seiner vermeintlichen "Geisel-Videos".

Die britische Presse findet immer wieder einen Grund, um gegen Harry und Meghan auszuteilen. Vor allem der Kommentator Piers Morgan nutzt jede Gelegenheit, um das Paar schlecht zu machen. In einem Artikel lässt er nun wieder einmal all seinen Frust über den "belehrenden und scheinheiligen" Prinzen raus.

Bekanntlich findet nicht jeder Brite gut, dass Prinz Harry dem britischen Königshaus vor knapp einem Jahr den Rücken zugekehrt hat. Die wenigsten speien aber derartig gern, regelmäßig und polemisch Gift und Galle gegen das Paar, wie Moderator und Meinungsmacher Piers Morgan. Nun hat er gar einen Gastbeitrag für die britische "Daily Mail" verfasst, in dem er sich den Herzog von Sussex verbal vorknöpft.

Zu Harrys Hauptbeschäftigung sei es inzwischen geworden, so Morgan, "wütende Statements herauszugeben oder Leute zu verklagen". Und wenn er das gerade nicht mache, so "belehrt er uns scheinheilig darüber, unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, während er Privatjets wie Taxis benutzt. Und ehrlich gesagt: Das alles wird langsam nervtötend und erbärmlich." Prinz Harry und Herzogin Meghan waren 2019 in Kritik geraten, weil sie in dem Privatjet von Elton John nach Nizza in den Urlaub geflogen waren.

Er wünsche sich den "fröhlichen, frechen jungen Kerl" von einst zurück, schreibt Morgan weiter. Inzwischen würden selbst Bestattungsunternehmer glücklicher als der Prinz dreinschauen, befindet er und bezeichnet Harrys Videonachrichten als "Geisel-Videos", in denen er "von seiner kalifornischen Villa aus über 'Gleichheit' predigt".

Die Queen müsse in seinen Augen hart bleiben und dürfe Harry seine Militärtitel nicht wieder zurückgeben: "Ich zweifle keine Sekunde an, dass Harry das Militär leidenschaftlich am Herzen liegt. Er war selbst ein guter Soldat und stieg in den Rang des Hauptmanns auf."

Recht auf Militärtitel verwirkt?

Mit seiner Entscheidung, in die USA zu ziehen und kein aktives Mitglied der Königsfamilie mehr zu sein, habe er aber nicht nur aus logistischen Gründen das Recht auf Militärwürden verwirkt. "Es kann nicht sein, dass der Captain-General der Royal Marines über Politik schwätzt oder eine Fantastilliarde von einem Streamingdienst annimmt, der die Royals mit 'The Crown' niedermacht." Wäre er die Königin, so sein Fazit, würde er Harry und Meghan auch noch den Herzogstitel abnehmen.

Prinz Harry hat sich bislang nicht zu dem Gastbeitrag geäußert. Erst Anfang der Woche hatte der 36-Jährige einen Sieg im Rechtsstreit mit dem Verlag der "Daily Mail", "Mail on Sunday" und dem dazugehörigen Online-Angebot "Mail Online" errungen. Die Zeitung hatte im Oktober 2020 unter Berufung auf vermeintliche Quellen behauptet, dass Harry seit März seine Beziehung zu den britischen Royal Marines vernachlässigt hätte. Man erwäge einen Ersatz, weil Harry "seit seinem letzten Auftritt als Ehrenmarine weder telefonisch noch per Brief oder E-Mail Kontakt aufgenommen hat".

Dabei soll es sich um "unbegründete, falsche und verleumderische" Vorwürfe handeln, die den Ruf des Prinzen geschädigt hätten. Der Verlag Associated Newspaper muss Berichten zufolge "erheblichen Schadenersatz" zahlen, den Harry spenden will, und sich bei dem Royal entschuldigen. Letzteres ist offenbar bereits geschehen. Auch Meghan klagt gegen den Verlag.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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