Unterhaltung

Ungewöhnliches DuoMichael Douglas und Alice Cooper huldigen sich gegenseitig

14.10.2026, 18:20 Uhr
00:00 / 02:34
GettyImages-2298972938
Sie kennen und schätzen sich: Michael Douglas (l.) und Alice Cooper. (Foto: Getty Images)

Treffen sich ein schnieker Schauspieler und ein raubeiniger Rocker, tauschen Bücher aus und lesen ganz andächtig - so nun geschehen mit Michael Douglas und Alice Cooper. Doch die ungewöhnliche Zusammenkunft hatte natürlich einen Grund.

Michael Douglas und Alice Cooper haben sich gegenseitig ihre neuen Autobiografien überreicht. Einen Clip und ein Foto von dem Treffen teilten der Hollywood-Star und der Rockmusiker bei Instagram. Der Zeitpunkt für den Büchertausch hätte kaum besser passen können: Beide Memoiren sind am selben Tag in den USA erschienen.

In dem Video geben die beiden die gebannten Leser - jeder vertieft sich so demonstrativ in das Buch des anderen, als blende er alles außenherum komplett aus. Das wirkt herrlich überzogen und dürfte genau so gewollt sein.

Douglas hat seine Lebenserinnerungen "One Helluva Ride" genannt, Coopers Buch trägt den Titel "Devil on My Shoulder". Beide Werke erscheinen beim Verlag Hachette.

Für Douglas war das Wiedersehen offenbar mehr als ein Pflichttermin. Es sei immer ein besonderer Tag, wenn er sich mit seinem "großartigen Freund" treffen und mit ihm Bücher tauschen könne, schreibt der Schauspieler zu dem Video. Im selben Atemzug rührt er kräftig die Werbetrommel - nicht nur für sein eigenes Buch, sondern auch das von Cooper.

Affäre, Krise, imaginäre Dialoge

Der Rockmusiker, der mit bürgerlichem Namen Vincent Furnier heißt, schildert die Begegnung dagegen mit einem Augenzwinkern. Er sei einem Kerl über den Weg gelaufen, dessen Autobiografie ebenfalls heute herauskomme, schreibt Cooper. Erst im zweiten Satz löst er auf, um wen es sich gehandelt habe: um seinen langjährigen Freund Michael Douglas.

Douglas berichtet in seinem Buch unter anderem von einer Affäre mit seiner Kollegin Kathleen Turner, mit der er in "Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten" zu sehen war. Es geht aber auch um eine Ehekrise mit seiner heutigen Frau, Catherine Zeta-Jones, und seinen Kampf gegen den Krebs im fortgeschrittenen Stadium.

Der ungewöhnliche Kniff des Buches von Cooper ist, dass der echte Vincent Furnier imaginäre Dialoge mit seiner Kunstfigur führt. Dabei stellt Cooper die Erinnerungen seines Schöpfers infrage und ertappt ihn beim Ausschmücken von Geschichten. So wird der innere Konflikt zwischen dem Menschen und seiner Bühnenfigur zum eigenen Thema.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

HollywoodRockmusikMichael DouglasFilmMusik