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"Am Boden zerstört"Prinz Harry unterstützt Liz Hurley vor Gericht

22.01.2026, 18:13 Uhr
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Liz Hurley wurde von ihrem Sohn Damian zum Gericht begleitet. (Foto: picture alliance / empics)

Der Prozess mehrerer Prominenter gegen das Verlagshaus, das unter anderem die Zeitungen "Daily Mail" und "Mail on Sunday" herausbringt, geht weiter. Nach Prinz Harry sagt nun auch Schauspielerin Liz Hurley aus - und ist den Tränen nahe.

Im Prozess mehrerer Prominenter gegen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) hat Schauspielerin Elizabeth "Liz" Hurley ausgesagt. Vor Gericht erklärte sie, sie sei "am Boden zerstört" über die "brutale Verletzung ihrer Privatsphäre" durch den Herausgeber der Zeitungen "Daily Mail" und "Mail on Sunday".

Die 60-Jährige gab an, die britische Boulevardpresse habe ihr Festnetztelefon abgehört und "heimlich Mikrofone an meinen Fenstern angebracht", um an Geschichten zu gelangen. Laut BBC war Hurley den Tränen nahe, als sie vor dem Royal Courts of Justice in London aussagte.

Die Schauspielerin ist eine von sieben prominenten Klägern, die ANL "schwerwiegende Verletzungen der Privatsphäre" über einen Zeitraum von 20 Jahren vorwerfen. Der Verlag hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

"Zutiefst verletzend"

Auch Prinz Harry gehört zu den Klägern. Er erschien für seine Aussage bereits am Mittwoch vor Gericht. Am Donnerstag, dem vierten Prozesstag, unterstützte er Hurley hingegen mit seiner Anwesenheit. Weitere prominente Kläger sind unter anderem Sänger Elton John und sein Ehemann David Furnish sowie Schauspielerin Sadie Frost.

Die Kläger werfen ANL vor, zwischen 1993 und "über 2018 hinaus" für ihre Geschichten "klar systematisch und nachhaltig unrechtmäßige Informationsbeschaffung" betrieben zu haben, unter anderem durch Privatdetektive und durch Täuschung. Hurley behauptete zudem vor Gericht, die Presse habe ihre medizinischen Daten gestohlen, als sie schwanger war. Sohn Damian Hurley bezeichnete sie als den "Mittelpunkt meiner Welt". Der 23-Jährige begleitete sie auch zum Gerichtstermin.

Als Hurley vor Gericht einige der Artikel gezeigt wurden, die mit ihrer Klage in Zusammenhang stehen, kamen ihr die Tränen. Es sei "zutiefst verletzend", die Aussage einer Privatdetektivin zu lesen, die "alle meine Gespräche abgehört und belauscht" habe, sagte sie.

Harry kontert Anwalt des Verlags

Der Anwalt des Pressehauses, Antony White, hatte am Mittwoch Prinz Harry vor Gericht unterstellt, er habe gewusst, dass sein Freundeskreis "undicht" sei. Der 41-Jährige antwortete darauf: "Mein Freundeskreis war nicht undicht, das möchte ich klarstellen."

Auch Prinz Harry war im Zeugenstand sichtlich bewegt, als er sagte, der Verleger habe das Leben seiner Frau Meghan, der Herzogin von Sussex, "zu einem absoluten Elend" gemacht. Dem Prinzen stockte die Stimme, als er sagte, es sei eine "schreckliche Erfahrung" für seine Familie gewesen und alles, was er wolle, sei "eine Entschuldigung und die Übernahme von Verantwortung". Der prominente Zivilprozess soll rund neun Wochen dauern.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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