Komponist plant ComebackRalph Siegel darf Krankenhaus nach 18 Tagen im Koma verlassen

Wegen einer schweren Lungenentzündung wird Musiker Ralph Siegel für 18 Tage ins Koma versetzt. Doch jetzt darf der 80-Jährige die Einrichtung verlassen und plant bereits seine nächsten Schritte.
Nach einer schweren gesundheitlichen Krise ist Ralph Siegel wieder zu Hause. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde der Komponist nach 18 Tagen im künstlichen Koma aus dem Krankenhaus entlassen. Nun steht für ihn die nächste Phase der Genesung an: eine Reha am Tegernsee.
Seine Ehefrau Laura holte Siegel demnach aus der Klinik ab. Noch ist der Musikproduzent auf einen Rollstuhl angewiesen. "Mir geht es gut. Ich muss jetzt aber wieder richtig laufen lernen", sagte Siegel gegenüber der Zeitung. Die lange Zeit im künstlichen Koma habe vor allem seine Beine belastet. Siegel war vor mehreren Wochen wegen einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen und anschließend 18 Tage lang in ein künstliches Koma versetzt worden. Bereits vor dem Klinikaufenthalt litt er unter Polyneuropathie, einer Erkrankung des peripheren Nervensystems. Nach eigener Aussage haben sich die Beschwerden durch das Koma verstärkt.
Nun beginnt für ihn die Rehabilitation. Am Montag soll Siegel in eine Reha-Klinik am Tegernsee wechseln. Dort muss er vor allem seine körperliche Kraft und Gehfähigkeit wieder aufbauen.
Trotz der gesundheitlichen Folgen blickt Siegel nach vorn. Der Komponist möchte weiterhin Musik machen und plant sogar eine erneute Teilnahme am deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Die Einreichungsfrist für neue Beiträge endet am 21. September. Nach eigenen Angaben kam ihm während seines künstlichen Komas die Idee für einen neuen ESC-Song. Nun wolle er sich möglichst schnell wieder fit machen, um das Lied fertigzustellen.
Ralph Siegel gehört zu den bekanntesten deutschen Komponisten mit Verbindung zum Eurovision Song Contest. 1982 gewann er gemeinsam mit Sängerin Nicole und "Ein bisschen Frieden" den Wettbewerb für Deutschland. Insgesamt war er 25-mal am ESC beteiligt.