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Haft wegen VergewaltigungRapper Mystikal geht 20 Jahre in den Knast

17.06.2026, 12:21 Uhr
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Wird lange auf keiner Bühne mehr stehen: Rap-Star Mystikal. (Foto: picture alliance/AP Photo)

Bereits im März räumt der US-amerikanische Rap-Star Mystikal vor Gericht ein, eine Frau vergewaltigt zu haben. Jetzt folgt das Urteil mit der Verkündung des Strafmaßes: Der 55-Jährige muss zwei Jahrzehnte hinter Gitter.

US-Rapper Mystikal ist wegen Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht im US-Bundesstaat Louisiana verkündete das Urteil gegen den Musiker, der mit bürgerlichem Namen Michael Tyler heißt. Das berichten der Sender WBRZ und das Portal "Louisiana First News" übereinstimmend. Eine Bewährung ist demnach ausgeschlossen, die bereits verbüßte Untersuchungshaft wird angerechnet.

Der 55-Jährige hatte sich im März dieses Jahres in einem Geständnis der Vergewaltigung dritten Grades schuldig bekannt. Ursprünglich war Tyler nach Angaben beider Quellen wegen Vergewaltigung ersten Grades festgenommen worden - ein Vorwurf, auf den in Louisiana eine lebenslange Haftstrafe stehen kann. Erst durch die Verständigung mit der Justiz wurde das Strafmaß auf maximal zwei Jahrzehnte begrenzt.

Bei der Urteilsverkündung wandte sich die Frau direkt an den Richter und verlangte die maximale Strafe. Sie schilderte laut WBRZ, Tyler habe sie geschlagen, gewürgt, ihr Haarsträhnen ausgerissen und sie anschließend vergewaltigt. Die Tat wirke sich nach Angaben des Opfers bis heute auf ihre psychische und körperliche Gesundheit aus.

Nicht der erste Fall

Anschließend durfte sich Tyler äußern - allerdings nur gegenüber dem Gericht, nicht gegenüber der Frau. Sinngemäß erklärte er, er habe die Höchststrafe verdient, sollte er die Tat begangen haben. Laut "Louisiana First News" ergänzte er eine Entschuldigung und den Wunsch, das Opfer möge heilen.

Wenige Tage vor der Verurteilung hatte Tylers Anwalt nach Darstellung von WBRZ beantragt, das Schuldeingeständnis zurückzuziehen. Begründung: Sein Mandant habe nicht genug Zeit gehabt, die Folgen seiner Entscheidung vollständig zu überdenken. Das Gericht wies den Antrag zurück. Nach seiner Entlassung muss sich Tyler den Berichten zufolge weiterhin als Sexualstraftäter registrieren lassen.

Der aus New Orleans stammende Tyler war festgenommen worden, nachdem Ermittler ein Opfer befragt hatten, das 2022 bei einem Angriff in Ascension Parish verletzt worden war. Es ist nicht das erste Verfahren dieser Art: Bereits in der Vergangenheit saß der Rapper wegen eines Sexualdelikts im Gefängnis. Laut CNN bekannte er sich im Jahr 2003 der sexuellen Nötigung schuldig und wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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