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"Ich bin ein Killer"Streit um Dolly Partons Erbe eskaliert

24.09.2026, 16:37 Uhr
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Den Zank um ihr Erbe hätte Dolly Parton ganz sicher nicht gewollt. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Über die verstorbene Country-Legende Dolly Parton wussten alle nur Positives zu berichten. Bei ihren potenziellen Erben scheint es sich indes nicht um vergleichbare Menschen zu handeln. Der Streit um das Vermögen ist voll entbrannt.

Knapp einen Monat nach dem Tod von Country-Star Dolly Parton ist ein heftiger Streit um das millionenschwere Erbe der Musikerin ausgebrochen. Eine Richterin erließ inzwischen eine einstweilige Verfügung gegen Partons Neffen Bryan Seaver, der vorher Drohungen ausgestoßen haben soll. Beantragt hatte diese der langjährige Manager und Nachlassverwalter der Sängerin, Danny Nozell.

Seaver muss auf gerichtliche Anordnung nun Abstand zu dem von Dolly Parton gegründeten Unternehmen "She's Alive" halten, das den Nachlass der Musikerin verwaltet. Zudem dürfe er keinen Kontakt zu den Mitarbeitern der Firma und deren Geschäftspartnern aufnehmen, berichtete der Sender CBS. Seaver kritisierte die einstweilige Verfügung im Sender ABC als "Publicity-Stunt".

Nozell hatte Seaver dem Portal TMZ zufolge eine "eskalierende Drohkampagne" und "Einschüchterung" vorgeworfen. Er erhob den Vorwurf, Partons Neffe wolle Geld aus dem Nachlass seiner verstorbenen Tante erpressen.

"Hand der Vergeltung"

In Textnachrichten habe Seaver unter anderem gedroht, er werde zur "Hand der Vergeltung für meine ganze Familie" werden, zitierte die "New York Times" aus Gerichtsunterlagen. Auch habe er erklärt, er wolle einen Podcast starten, um Partons Geschäftspartner "zu ruinieren". Gegenüber einem Anwalt soll Seaver den Unterlagen zufolge zudem eine drastische Formulierung verwendet haben: "Ich bin kein Unterhaltungsmensch. Ich bin ein Killer."

Seaver war rund 20 Jahre lang für die Sicherheit seiner Tante sowie Partons Anwesen verantwortlich, bevor er laut TMZ in der vergangenen Woche gefeuert wurde. Er war es, der Partons Krebs-Tod im vergangenen Monat in einem emotionalen Video öffentlich gemacht hatte.

Seaver bezeichnet sich selbst als Militär-Dienstleister und internationalen Waffenhändler. Der "New York Times" teilte er mit, er führe derzeit eigene Ermittlungen zu der Frage, wie Partons Geschäfte zum Zeitpunkt ihres Todes gemanagt worden seien. Mit "aus dem Zusammenhang gerissenen" Erklärungen werde offenbar versucht, ihn als "eine Art Opposition" zu der Marke und dem Gedenken an seine Tante darzustellen, erklärte er.

Anhörung am 7. Oktober

Die nun gegen Seaver erlassene einstweilige Verfügung gilt vorerst bis zum 7. Oktober. Für dieses Datum setzte die zuständige Richterin eine Anhörung an. Parton war am 25. August im Alter von 80 Jahren gestorben. Die "Königin der Countrymusik" wurde mit Hits wie "Jolene" und der Ballade "I Will Always Love You" bekannt, die in der Version von Whitney Houston zu einem der erfolgreichsten Hits aller Zeiten wurde.

Zu ihrem Nachlass, der laut dem "Forbes"-Magazin auf rund 450 Millionen Dollar (395 Millionen Euro) geschätzt wird, gehört unter anderem der Vergnügungspark Dollywood in Tennessee, der jedes Jahr etwa vier Millionen Besucher anzieht. Partons Ehemann Carl Dean war im vergangenen Jahr gestorben. Das Paar hatte keine Kinder.

Quelle: ntv.de, vpr/AFP

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