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Ärger um Sohn MaceoTochter stellt sich im Sorgerechtsstreit hinter Halle Berry

08.10.2026, 15:37 Uhr
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Nahla Aubry (r.) stärkt ihrer Mutter Halle Berry (l.) den Rücken. (Foto: IMAGO/Cover-Images)

Halle Berry steht wegen schwerer Misshandlungsvorwürfe ihres Ex-Mannes Olivier Martinez unter Druck. Nun meldet sich ihre Tochter Nahla zu Wort und verteidigt ihre Mutter. Gleichzeitig erhebt die 18-Jährige selbst einen Vorwurf gegen Martinez.

Im erbitterten Sorgerechtsstreit zwischen Halle Berry und ihrem Ex-Mann Olivier Martinez bekommt die Schauspielerin jetzt Unterstützung aus der eigenen Familie. Ihre 18-jährige Tochter Nahla Aubry hat sich mit einer Erklärung an das Gericht gewandt und stellt sich darin entschieden hinter ihre Mutter. Die schweren Misshandlungsvorwürfe, die Martinez gegen die 60-Jährige erhebt, kann sie aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Stattdessen schildert sie, wie sie Berry als Mutter erlebt hat - und erhebt selbst einen Vorwurf gegen Martinez.

"Ich habe nie gesehen, dass meine Mutter Maceo geschlagen, geohrfeigt, gewürgt, gepackt oder auf irgendeine Weise körperlich misshandelt hat", heißt es in der Erklärung, die Nahla am 3. Oktober beim Los Angeles Superior Court einreichte und aus der das US-Magazin "People" zitiert.

Hintergrund ist der eskalierende Streit um Berrys 13-jährigen Sohn Maceo, der aus ihrer Ehe mit Olivier Martinez stammt. Der Schauspieler beantragte am 1. Oktober das alleinige Sorgerecht für den Jungen. Er behauptet, Berry habe ihren Sohn am 26. September körperlich misshandelt. Außerdem wirft er ihr weitere Übergriffe in den vergangenen Jahren vor. Berry weist die Anschuldigungen zurück und erklärt ihrerseits, selbst Opfer häuslicher Gewalt geworden zu sein.

"Habe nie an der Liebe meiner Mutter gezweifelt"

Nahla, deren Vater Berrys früherer Partner Gabriel Aubry ist, kennt das Familienleben nach eigenen Angaben aus nächster Nähe. Sie habe den Großteil von Maceos Leben mit ihrem jüngeren Halbbruder zusammengewohnt. In ihrer Erklärung beschreibt sie Berry als eine Mutter, die "warmherzig, unterstützend und sehr präsent" sei. Zwar könne die Schauspielerin durchaus streng werden, wenn es nötig sei, und bestehe darauf, dass ihre Kinder Regeln befolgen. Körperliche Misshandlungen habe Nahla allerdings nie erlebt.

Auch ihre Karriere habe Berry nicht davon abgehalten, sich intensiv um ihre Kinder zu kümmern. Sie sei bei Maceos Spielen dabei gewesen, habe ihn zum Training und zu Turnieren gebracht und sich darum bemüht, dass er die nötige schulische, medizinische und therapeutische Unterstützung bekomme. "Ich habe nie an der Liebe meiner Mutter gezweifelt", betont die 18-Jährige. Außerdem habe Berry ihre Kinder nie gegen deren Väter aufgebracht. Im Gegenteil: Sie habe Nahla und Maceo stets darin bestärkt, eine liebevolle Beziehung zu ihren Vätern zu pflegen.

Nahla Aubry erhebt Vorwurf gegen Olivier Martinez

Während Nahla Aubry ihre Mutter nach eigenen Angaben nie gewalttätig erlebt hat, erinnert sie sich an einen Vorfall mit Olivier Martinez. Dieser soll ihren Vater Gabriel Aubry während ihrer Kindheit in einer Einfahrt geschlagen haben. Nahla beschreibt außerdem Situationen, in denen Berry und Maceo körperlich miteinander herumgealbert hätten. Die beiden hätten sich spielerisch gerangelt, gekitzelt und lachend auf dem Boden oder im Bett herumgetollt. Nach solchen Momenten habe sie ihren Bruder allerdings nie verletzt oder verstört erlebt.

Noch am 29. September, also drei Tage nach dem mutmaßlichen Übergriff, habe Nahla mit ihrer Mutter und Maceo telefoniert. Ihr Bruder habe dabei nicht verärgert gewirkt. Von den Anschuldigungen gegen ihre Mutter sei Nahla deshalb schockiert gewesen. Allerdings verschweigt sie auch nicht, dass das Verhältnis zwischen Berry und ihrem Sohn gelegentlich schwierig gewesen sei. Maceo habe zwar eine enge Bindung zu seiner Mutter, sich zu Hause aber mitunter respektlos und teilweise aggressiv verhalten. Auch habe er sich gelegentlich geweigert, Regeln zu befolgen.

Seit Martinez seinen Antrag bei Gericht eingereicht hat, habe Nahla nicht mehr mit ihrem Halbbruder gesprochen. Sie sei unsicher, ob und in welchem Umfang ihr der Kontakt derzeit erlaubt sei. Besonders beschäftigt die 18-Jährige die Frage, welche Folgen der Streit für Maceo haben könnte.

Berry darf Sohn nur eingeschränkt sehen

Während Berrys Anwälte eine Stellungnahme gegenüber "People" ablehnten, äußerte sich Martinez zu den Vorwürfen. Sein wichtigstes Anliegen sei die Gesundheit und Sicherheit seines Sohnes. Er hoffe, dass Berry Verantwortung für das übernehme, was in der betreffenden Nacht geschehen sei.

Der Schauspieler hatte am 1. Oktober eine vorläufige Schutzanordnung gegen seine Ex-Frau erwirkt. Bis zu einer Anhörung am 16. Oktober darf Berry ihren Sohn deshalb nur noch eingeschränkt sehen. Wie die "Los Angeles Times" berichtet, sind Besuche derzeit tagsüber an Montagen, Dienstagen und Wochenenden zwischen 10 und 20 Uhr erlaubt. Ob sich an dieser Regelung etwas ändert, muss nun das Gericht entscheiden. Die Vorwürfe gegen Berry sind bislang nicht gerichtlich abschließend geklärt.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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