Unterhaltung

Trotz Oscar für "Philadelphia" Tom Hanks würde keinen Schwulen mehr spielen

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Tom Hanks verkörperte in "Philadelphia" einen an Aids erkrankten Homosexuellen.

(Foto: imago stock&people)

Für seine Darbietung in "Philadelphia" als schwuler Anwalt, der seinen Job verliert, wird Tom Hanks 1994 mit einem Oscar ausgezeichnet. Heutzutage würde er so eine Rolle aber nicht spielen, sagt der Hollywood-Star. Das Publikum verdiene mehr Authentizität.

Tom Hanks hat im Interview mit dem "New York Times Magazine" über eine seiner größten Rollen erklärt, dass er diese heutzutage nicht mehr spielen würde. "Könnte ein heterosexueller Mann jetzt das tun, was ich in 'Philadelphia' getan habe? Nein, und das zu Recht", sagte Hanks. In besagtem Film unter der Regie von Jonathan Demme spielte der Hollywood-Star 1993 eine der Hauptrollen. Für die Darstellung des homosexuellen Rechtsanwalts Andrew Beckett, der aufgrund einer Aids-Erkrankung entlassen wird, wurde Hanks 1994 mit dem Oscar als "Bester Hauptdarsteller" ausgezeichnet.

"Einer der Gründe, warum die Leute keine Angst vor diesem Film hatten, war, dass ich einen schwulen Mann spielte. Wir sind jetzt darüber hinaus", erklärte Hanks in dem Interview. Er glaube nicht, dass "die Leute das Unauthentische, wenn ein Hetero einen schwulen Mann spielt, akzeptieren würden". Es sei "kein Verbrechen, kein Buhruf, wenn jemand sagt, dass wir in der modernen Welt der Authentizität mehr von einem Film verlangen können".

"Kein guter Kommerz"

In dem Interview hatte der 65-Jährige zudem mit einer anderen Rolle von ihm und damit auch mit den "Da-Vinci-Code"-Filmen abgerechnet. Im Interview bezeichnete er die Verfilmungen der Bestseller von Dan Brown unter anderem als "Quatsch". Der Oscarpreisträger spielte den Symbolforscher Robert Langdon in "The Da Vinci Code - Sakrileg" (2006), "Illuminati" (2009) und "Inferno" (2016). Die Filme entsprechen für ihn der wahren Geschichte so wenig wie die "James Bond"-Filme der realen Welt der Spionage.

Er sieht sie heute als rein kommerzielles Unterfangen. Gegen gut gemachte, kommerzielle Unterhaltung habe er nichts. "Aber als wir den dritten Film drehten, bewiesen wir, dass es doch kein guter Kommerz war." "Inferno" blieb nicht nur bei der Kritik, sondern an den Kinokassen deutlich hinter den Vorgängern zurück.

Ab dem 23. Juni ist Hanks mit "Elvis" im Kino zu sehen. Darin spielt er Tom Parker, den Manager des titelgebenden Sängers. Die Hauptrolle des Films wird von Austin Butler verkörpert.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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