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Antrag auf Urteilsaufhebung Verpasste Amber Heard wichtige Frist?

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Könnte mit ihrem Antrag vor Gericht erneut scheitern: Amber Heard.

(Foto: picture alliance/dpa/Pool EPA/AP)

Amber Heard stellt vergangene Woche einen Antrag auf Aufhebung des Urteils im Prozess gegen ihren Ex Johnny Depp. Seine Anwälte reagieren darauf - mit Unverständnis. Sie werfen der Schauspielerin vor, eine Frist nicht eingehalten zu haben und fordern, dass ihr Antrag abgewiesen wird.

Der Streit zwischen Johnny Depp und Amber Heard geht in die nächste Runde: Vor einigen Tagen hat Amber Heard bei einem Gericht im US-Bundesstaat Virginia den Antrag gestellt, das Urteil im Verleumdungsprozess aufzuheben. Depps Anwälte gehen dagegen nun vor und haben Einspruch eingelegt. Sie fordern, Heards Antrag abzulehnen. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die "E! News" vorliegen.

In Heards Aufhebungsantrag heißt es, das Urteil, sie habe Depp verleumdet, sei nicht durch Beweise gestützt. Ihre Anwälte behaupten außerdem, dass ein Geschworener nicht ordnungsgemäß überprüft worden sei, und stellten infrage, ob dieser überhaupt in die Jury hätte berufen werden dürfen.

Depps Anwälte erklären nun laut "E! News", dass Heard und ihr Team Anfang April Zugang zur Liste der Geschworenen vor dem Prozess erhalten hätten und "mehr als genug Zeit hatten, bevor der Prozess begann, und während des sechswöchigen Prozesses, als mindestens zwei Ersatzgeschworene zur Verfügung standen, um die angeblichen 'neuen' Fakten zu untersuchen und zu entdecken". Weiter heißt es, dass der besagte Geschworene genauso überprüft worden sei "wie alle anderen Geschworenen auch". Depps Anwälte werfen Heard vor, ihren Antrag zudem nicht fristgerecht eingereicht zu haben.

Heards Anträge "gleiten ins Leichtsinnige ab"

"Obwohl sie verständlicherweise mit dem Ergebnis des Prozesses unzufrieden ist, hat Frau Heard keine legitime Grundlage gefunden, um die Entscheidung der Jury in irgendeiner Hinsicht aufzuheben", zitiert "E! News" weiter. "Herr Depp trägt respektvoll vor, dass das Gericht die Anträge von Frau Heard nach dem Prozess ablehnen sollte, da sie ins Leichtsinnige abgleiten."

Anfang Juni gewann Depp nach rund sechs Prozesswochen die Verleumdungsklage gegen Heard. Er hatte sie wegen eines Beitrags, den sie 2018 in der "Washington Post" veröffentlichte, auf 50 Millionen Dollar verklagt. Darin behauptete sie, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Ihren Ex-Mann hatte sie nicht namentlich erwähnt. Depp behauptete, der Beitrag habe dennoch seine Karriere ruiniert, seinen Ruf beschädigt und ihn viel Geld gekostet.

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Heard hatte daraufhin eine Gegenklage gegen ihren Ex in Höhe von 100 Millionen Dollar eingereicht. Die Geschworenen sprachen Depp 15 Millionen Dollar Schadenersatz zu, aber Heard muss aufgrund eines Gesetzes in Virginia, das Strafschadenersatz begrenzt, nur 10,35 Millionen Dollar zahlen - der Richter hatte den Betrag reduziert. Außerdem wurden Heard zwei Millionen Dollar Schadenersatz für ihre Gegenforderungen gegen Depp zugesprochen.

Das Paar hatte 2015 geheiratet. Bereits 2016 trennten sich die beiden und wurden 2017 geschieden. Beide Parteien haben sich im Prozess unter anderem mehrfach gegenseitig der häuslichen Gewalt beschuldigt.

Quelle: ntv.de, nan/spot

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