Kino

Alden Ehrenreich ist Han Solo "Ich fühle mich nicht als Rebell"

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Alden Ehrenreich ist der neue Han Solo.

(Foto: Lucasfilm)

Er tritt in große Fußstapfen. Als junger Han Solo will Alden Ehrenreich "Star Wars"-Fans für sich gewinnen. Mit n-tv.de spricht er über seine Qualitäten als Draufgänger, die Jagd nach Autogrammen und das Gefühl, endlich im Millennium Falcon zu sitzen.

Ihr Han Solo ist als Noir-Cowboy angelegt, eiserner Willen, immer eine Hand am Blaster. Taugen Sie wie er zum Rebellen?

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Ehrenreich mit seinen Co-Stars Donald Clover und Emilia Clarke bei der Premiere von "Solo: A Star Wars Story" in Cannes.

(Foto: Joel C Ryan/Invision/AP)

Ich fühle mich nicht als Rebell. Ich bin auch nicht bereit, einfach aus Prinzip jeder Gefahr ins Auge zu sehen. Aber ich bemühe mich, jedenfalls was meinen Beruf anbelangt, kluge und auch mal mutige Entscheidungen zu treffen. Ich will meine Existenz nach meinen eigenen Vorstellungen gestalten - für alles andere ist das Leben zu kurz.

Und wären Sie ein guter Schmuggler?

Ich kann jetzt unmöglich sagen, ob ich schon mal etwas geschmuggelt habe. (lacht)

Hat es Sie nervös gemacht, als Han Solo einer der beliebtesten Figuren der Filmgeschichte gerecht werden zu müssen?

Wenn man überlegt, ob man an dem Film überhaupt beteiligt sein will, spielen solche Gedanken eine Rolle. Danach wird es zum Job eines Schauspielers, all so was auszublenden. Man muss sich auch so einer Figur auf Augenhöhe nähern. Han Solo ist menschlich, er hat Fehler. Um zu verstehen, wer er ist, darf ich nicht zu ihm aufsehen wie zu so einer goldenen Statue.

Hat Ihnen das Harrison Ford, der Original-Han, so geraten?

Ich bin versucht, jetzt zu behaupten, wir hätten uns drei Monate lang jeden einzelnen Tag gesehen und er habe mich trainiert. Das wäre allerdings gelogen. Ich habe ihn nur einmal zum Mittagessen getroffen. Es hätte sich falsch angefühlt, den Kontakt überhaupt nicht zu suchen. Er hat mir seinen Segen für die Rolle gegeben.

Auf die Gefahr hin, dass Sie das jetzt einfach so behaupten: Sind Sie schon immer "Star Wars"-Fan gewesen?

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Im Millennium Falcon hat sich Alden Ehrenreich sofort wohlgefühlt.

(Foto: AP)

Klar! Ich habe alle Filme geschaut und ich hatte die ganzen Spielfiguren. Ich habe immer viel Fantasie gehabt. Kurz bevor ich zum ersten Mal im Millennium Falcon gestanden habe, dachte ich, es würde sich unwirklich anfühlen. Doch dann kam mir das alles wahnsinnig vertraut vor. Ich war in meinem Kopf schließlich schon unzählige Male da gewesen. Raumschiffe, Aliens, gewaltige Weltraumwelten - es war wie früher!

Haben Sie eine Lieblingsfigur der Saga?

Yoda! Seine Weisheit gefällt mir. Er ist lustig und er hat kluge Dinge zu sagen. Mit einfachen Worten verhandelt er große philosophische Themengebiete. Es ist wahnsinnig ungewöhnlich, dass so eine Figur in einer kommerziellen Kinoproduktion aus den USA auftaucht.

Erinnern Sie sich an den ersten Film, der Sie so richtig beeindruckt hat?

Als Kind habe ich zu Hause immer TCM geguckt. Das ist ein amerikanischer Sender, wo den ganzen Tag über Filmklassiker laufen. Und ich hatte "Zwei Banditen" auf Videokassette. Den habe ich geliebt und entsprechend ziemlich oft geschaut. Außerhalb des "Star Wars"-Universums gibt es meiner Meinung nach keinen Film, der "Solo" vom Ton her ähnlicher wäre. Das ist doch ein Zeichen!

Wollten Sie als kleiner Junge schon Schauspieler werden?

*Datenschutz

Schon. Allerdings dachte ich, dass ich vielleicht eher Regisseur werden würde. Das erschien mir damals realistischer. Im Grunde wollte ich aber natürlich sein wie die Typen auf der Leinwand.

Haben Sie damals Autogramme Ihrer Idole gesammelt?

Nicht im großen Stil. Ich hatte als Kind ein kleines Autogrammheft. Mit zehn war ich bei einem Vorab-Screening von "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung", also bevor der Film ins Kino kam. Ich dachte, es wäre die Premiere und ich würde berühmte Menschen treffen. War aber nicht so. Ich habe nur einen einzigen Promi gesehen: Shaquille O'Neil. Von dem habe ich mir dann ein Autogramm geholt. Er hat einfach meinen Stift eingesteckt! (lacht)

Und wie hat Ihnen der Film gefallen?

Ich würde jetzt nicht sagen, dass es einer der ganz wichtigen für mich war. (bricht in schallendes Gelächter aus)

Haben Sie Ihre "Solo"-Actionfigur schon in der Hand gehabt?

Nein. Ich weiß, dass es verschiedene Legosachen geben wird. Das wird meinen Nichten und Neffen gefallen. Sie werden auf dem Mini-Alden herumtrampeln! (grinst) Außerdem bin ich schon jetzt gespannt, ob sich die Leute zu Halloween als Figuren aus dem Film verkleiden. Das würde mir gefallen - vor allem bei Kindern. Die sind sowieso mein Lieblingspublikum. Ich kann gar nicht erwarten, wie sie den Film finden. In dem Alter haben Geschichten noch so viel mehr Bedeutung.

Mit Alden Ehrenreich sprach Anna Meinecke

"Solo: A Star Wars Story" startet am 24. Mai in den deutschen Kinos.

Quelle: n-tv.de

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