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Wieder was gelernt Ändert sich was am Pflegenotstand?

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(Foto: www.imago-images.de)

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Allein in der Altenpflege fehlen laut Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln aktuell etwa 15.000 Pfleger und 8000 Pflegehelfer. Bis 2025 wächst die Lücke um weitere 150.000 Pflegekräfte an, weil es zu wenig Nachwuchs gibt. Mit einer deutschlandweiten Kampagne will die Bundesregierung gegensteuern. "Mach Karriere als Mensch" steht seit Ende Oktober auf vielen Werbeplakaten an Bahnhöfen und in Innenstädten.

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Die Plakatkampagne der Bundesregierung setzt auf Menschlichkeit.

Bringt das wirklich was? Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Die Imagekampagne wird den Pflegenotstand nicht beenden, schafft aber gerade bei jungen Menschen und Umschülern Aufmerksamkeit für den Beruf, sagt Claus Bölicke. Er leitet die Abteilung Gesundheit, Alter und Behinderung bei der Arbeiterwohlfart Awo, die wie fast alle Verbände im Pflegebereich Partner der Kampagne ist.

"Natürlich ist die Hoffnung, dass man mehr Menschen erreicht und neugierig macht. Dass dann alle sagen 'Das ist jetzt mein Traumberuf' wäre vermessen zu hoffen, aber dass ein paar mehr hängen bleiben als sonst, kann man hoffen. Wir wissen aus bisherigen Imagekampagnen, dass sie durchaus zu einer Steigerung der Interessenten- und Bewerberzahlen führen können. Die Frage ist immer, wie nachhaltig das am Ende ist."

Die fehlende Nachhaltigkeit ist die große Schwäche der Pflegebranche. Die Arbeit ist so belastend, dass sich Pflegekräfte im Durchschnitt schon nach gut acht Jahren nach einem anderen Job umgucken. Das Bundesgesundheitsministerium versucht, die offenen Stellen mit ausländischem Personal zu schließen. So hält man sich kurzfristig über Wasser, aber man packt das Problem nicht an der Wurzel. Was sich tatsächlich ändern müsste, hören Sie im Podcast.

 

Wieder was gelernt

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Quelle: n-tv.de, chr