Panorama

Coronavirus-Liveticker+++ 23:59 US-Bürger sollen kostenlose Schnelltests bekommen +++

21.12.2021, 20:00 Uhr

Die US-Regierung will ab Januar Bürgern insgesamt 500 Millionen kostenlose Covid-Tests für den Hausgebrauch zur Verfügung stellen. Die Tests sollen auf Anfrage erhältlich sein. Zudem sollen etwa 1000 medizinisch ausgebildete Mitglieder der Streitkräfte in Krankenhäusern aushelfen, teilt Präsident Joe Biden bei der Vorstellung neuer Maßnahmen mit.

+++ 23:26 Inzidenz in Spanien springt auf deutlich über 400 +++

In Spanien ist die Zahl der Neuinfektionen Tages um fast 50.000 gestiegen und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Sieben-Tage-Inzidenz sprang innerhalb eines Tages von 377 auf 424. Die Omikron-Variante mache in Madrid schon 80 Prozent aller Neuinfektionen aus, schreibt die Zeitung "El País". Fast so hoch wie jetzt waren die Ansteckungszahlen zuletzt im Januar. Der große Unterschied zur damaligen Situation ist, dass seither mehr als 80 Prozent der Menschen in Spanien geimpft sind.

+++ 22:32 In Israel erhalten über 60-Jährige vierte Impfung +++

Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sollen in Israel über 60-Jährige eine vierte Impfdosis erhalten. Ein Expertengremium der israelischen Regierung empfiehlt außerdem, Mitarbeiter des Gesundheitssystems sollten ebenfalls zum vierten Mal geimpft werden. Regierungschef Naftali Bennett ruft alle Bürger, die diese Kriterien erfüllen, dazu auf, sich impfen zu lassen. Er weist nach Angaben seines Büros die Krankenkassen an, sich auf eine weitere breite Impfkampagne einzustellen. Dies werde dabei helfen, "die Omikron-Welle zu überwinden, die die ganze Welt überschwemmt", sagt Bennett. "Die israelischen Bürger haben als erste auf der Welt die dritte Impfdosis erhalten und wir führen weiter mit der vierten Impfung."

+++ 22:13 Scholz: Nicht auf angepassten Impfstoff warten +++

Bundeskanzler Olaf Scholz warnt ausdrücklich davor, bei der Drittimpfung auf einen an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff zu warten. "Die Booster-Impfung hilft jetzt sofort", betont der SPD-Poltiker nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern in Berlin. Der Schutz vor einer Infektion steige für zweifach Geimpfte mit der Auffrischungsimpfung in kürzester Zeit.

+++ 22:03 Experte: Omikron in Paris vermutlich schon vorherrschend +++

Im Großraum Paris ist die Omikron-Variante des Coronavirus nach Einschätzung eines Experten vermutlich schon vorherrschend. "Omikron verbreitet sich extrem schnell in Ile-de-France. Wir schätzen, dass sich in Paris und Umgebung die Omikron-Variante bereits als vorherrschend durchgesetzt hat", sagt der Datenexperte Guillaume Rozier, der die Zahlen des französischen Gesundheitsministeriums auswertet, dem Sender FranceInfo.

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+++ 21:52 Lauterbach schließt harten Lockdown nicht aus +++

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung des Coronavirus verteidigt, zugleich aber auch härtere Schritte nicht ausgeschlossen. "Das, was wir heute beschlossen haben, das erzielt Wirkung", sagt der SPD-Politiker in der ARD. "Aber wir schließen nichts aus. Also wenn tatsächlich die Fallzahlen sich so entwickeln würden, dass auch ein harter Lockdown diskutiert werden muss, dann gibt es da keine roten Linien. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir da nicht." Um die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante zu bremsen, haben Bund und Länder umfassende Beschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens beschlossen.

+++ 21:40 Biden: Impfen ist patriotische Pflicht aller US-Bürger +++

Alle US-Bürger haben nach Darstellung von Präsident Joe Biden die patriotische Pflicht, sich impfen zu lassen. Wer nicht komplett geimpft sei, habe guten Grund, sich über Omikron Sorgen zu machen, warnt Biden in einer Rede zur Pandemie. Die Variante verbreite sich schneller als irgendjemand erwartet habe.

+++ 21:29 Scholz "sehr dankbar" für die Arbeit des RKI +++

Bundeskanzler Olaf Scholz sieht die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde zur Corona-Bekämpfung nicht im Widerspruch zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. "Ich bin sehr dankbar für die Arbeit, die das RKI leistet", sagt der SPD-Politiker. "Was wir jetzt haben, sind sofortige Kontaktbeschränkungen in Ergänzung zu denen, die wir schon haben", erklärt Scholz und fügt an: "Wir setzen noch etwas drauf." Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte kurz vor dem Bund-Länder-Treffen maximale Kontaktbeschränkungen empfohlen. Diese sollten sofort eingeführt und zunächst bis Mitte Januar beibehalten werden. Das Vorpreschen des RKI sorgte bei einigen für Unmut.

+++ 21:18 Portugal schließt ab 26. Dezember Clubs und Bars +++

In Portugal müssen Bars und Clubs ab dem 26. Dezember schließen. Ebenfalls ab Sonntag wird ein Covid-Test benötigt, um Hotels zu betreten und an Hochzeiten teilzunehmen, gibt die Regierung weiter bekannt. Eine Homeoffice-Pficht besteht ab Montag. An Silvester dürfen höchsten zehn Menschen zu Treffen unter freiem Himmel zusammenkommen.

Tägliche Coronavirus-Neuinfektionen + 7-Tage-Schnitt in Portugal

+++ 21:07 Bundesländer sollen zehn Millionen Impfdosen pro Woche erhalten +++

Die Bundesländer setzen auf regelmäßige Lieferungen an Corona-Impfstoff in den kommenden Wochen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat bei den Bund-Länder-Beratungen wöchentlich mindestens zehn Millionen Dosen in Aussicht gestellt, wie Berlins neue Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sagt. "Es ist wichtig, dass es hier eine Verlässlichkeit gibt." Deutschland könne sich beim Impfen "kein Pause" leisten, sagt die Regierungschefin.

+++ 20:55 Virologe Kekulé: Darf nicht mehr an Uni Halle lehren +++

Der Virologe Alexander Kekulé darf nach eigenen Angaben vorerst nicht mehr an der Universität Halle forschen und lehren. Die Martin-Luther-Universität habe eine "vorläufige Dienstenthebung" gegen ihn ausgesprochen, sagt Kekulé, der dort eine Professur innehat. Er habe bereits mit einem Anwalt gesprochen und werde rechtlich dagegen vorgehen. Der Vorgang habe eine lange Vorgeschichte, sagt Kekulé. Er kämpfe schon seit Jahren für eine bessere Ausstattung seines mikrobiologischen Instituts. Nun versuche die Universität offenbar, ihn mit Vorwürfen loszuwerden. Die Universität war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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+++ 20:40 Scholz: "Ich halte eine Impfpflicht für erforderlich" +++

Bundeskanzler Olaf Scholz betont die Wichtigkeit einer Einführung einer obligatorischen Impfung gegen Corona. "Ich halte eine Impfpflicht, die dann irgendwann gilt und umgesetzt werden kann, für erforderlich", sagt der SPD-Politiker nach der Videoschalte von Bund und Ländern zu Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie: "Das wird uns nicht so schnell verlassen - das Thema Corona."

+++ 20:32 Kontaktbeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern schon ab 24. Dezember +++

In Mecklenburg-Vorpommern gelten schon vom 24. Dezember an die Kontaktbeschränkungen, die bundesweit bis spätestens 28. Dezember eingeführt werden sollen. Danach dürfen sich maximal zehn geimpfte Personen privat treffen. Ungeimpfte dürfen nur mit zwei weiteren Personen zusammenkommen. Hintergrund ist die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus. In Mecklenburg-Vorpommern sind die 100 für Covid-Patienten vorgesehenen Intensivbetten schon jetzt weitgehend ausgelastet.

+++ 20:21 Hamburg meldet Höchststand bei Neuinfektionen +++

Hamburg verzeichnet so viele Neuinfektionen wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Binnen eines Tages kamen dort 1336 neue Corona-Fälle hinzu. Von allen Bundesländern die meisten Neuinfektionen registrierte mit 6489 Baden-Württemberg, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 4227 und Sachsen mit 4147.

+++ 19:57 Zahlen weiter rückläufig: Bundesländer melden 33.070 Neuinfektionen +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.849.008 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 33.070 neue Fälle hinzu. Damit liegt das Meldeaufkommen um 21,3 Prozent unter dem der Vorwoche. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 524 auf 108.993. Am Dienstag vergangener Woche war ein Todesfall mehr registriert worden. Als aktuell infiziert gelten rund 810.100 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,81 angegeben (Vortag: 0,85). Die Positivenquote bei den durchgeführten PCR-Tests lag in Deutschland zuletzt bei 19,75 Prozent. Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4563 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2639 davon werden invasiv beatmet.

CoronavirusTäglich gemeldete Neuinfektionen

+++ 19:45 Baden-Württemberg und Sachsen mit Beschlüssen unzufrieden +++

Die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Sachsen halten die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie für unzureichend. Das haben sie in einer Protokollerklärung zu dem Beschluss der Bundesregierung und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten deutlich gemacht. "Sie gewährleisten keine ausreichende Handlungsfähigkeit, um schnell auf eine sich zuspitzende Lage, wie sie der wissenschaftliche Expertenrat in seiner Stellungnahme vom 19. Dezember 2021 prognostiziert, reagieren zu können", heißt es darin. Beide Länder fordern Bundesregierung und Bundestag auf, schnellstmöglich die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit wieder der volle Maßnahmenkatalog des Paragrafen 28a, Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes zur Verfügung stehe. Baden-Württembergs Landesregierung nannte es zudem dringend erforderlich, kurzfristig erneut die epidemische Lage von nationaler Tragweite festzustellen.

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+++ 19:38 Giffey und Wüst uneins über epidemische Lage +++

Der Beschluss zum Auslaufen der epidemischen Notlage von nationaler Tragweite war laut dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst, ein klarer Fehler. Das sagt der CDU-Politiker nach dem Spitzentreffen von Bund und Ländern. Die Regierende Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey widerspricht. "Ich würde nicht von klarem Fehler sprechen", so die SPD-Politikerin. Die Beendigung sei in einer anderen Lage entschieden worden. Auf Betreiben der Ampel-Parteien hatten Bundestag und Bundesrat die epidemische Notlage von nationaler Tragweite am 25. November auslaufen lassen.

+++ 19:27 Wüst fordert Tempo bei allgemeiner Impfpflicht +++

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst, fordert, die Vorbereitungen zur Einführung einer allgemeinen Impfpflicht voranzutreiben. "Dieses Thema fordert Tempo und Klarheit", sagt der CDU-Politiker nach dem Spitzentreffen von Bund und Ländern. Das Auftreten der Omikron-Variante erhöhe die Dringlichkeit der für Februar 2022 in den Blick genommene Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. Die Länder bitten die Bundesregierung laut Wüst, die Vorbereitungen zügig voranzutreiben und kurzfristig einen Zeitplan vorzulegen.

+++ 19:18 Scholz über Omikron: "Es ist eine Frage von wenigen Wochen" +++

Kanzler Olaf Scholz rechnet mit massiv steigenden Infektionszahlen angesichts der neuen Omikron-Variante. "Es ist eine Frage von wenigen Wochen, bis diese Virusvariante sich auch bei uns durchsetzt", sagt er nach dem Bund-Länder-Treffen. Zusätzlich zu den 30 Millionen Impfungen bis Jahresende kündigt der SPD-Politiker weitere 30 Millionen bis Ende Januar an. Dann wären drei Viertel der Bürger dreimal geimpft - zumal eine Booster-Impfung nun bereits nach drei Monaten möglich ist. Um dieses Ziel zu erreichen, soll auch während der Feiertage weiter geimpft werden. "Corona macht keine Weihnachtspause", sagt Scholz.

+++ 19:06 Scholz zu Beschlüssen: "Sind keine Schikane" +++

Spätestens ab 28. Dezember gelten bundesweit wieder strengere Corona-Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Großveranstaltungen ohne Zuschauer. Die Regeln "sind keine Schikane", sagt Kanzler Olaf Scholz nach dem Bund-Länder-Gipfel. Sie dienten dem Schutz der Ungeimpften und dem Schutz aller. Da sich die Feiertage in der Vergangenheit nicht als Pandemie-Treiber erwiesen hätten, treten die Maßnahmen erst nach Weihnachten in Kraft, so Scholz weiter. Er appelliert dennoch an die Bevölkerung, weiterhin Abstand zu halten, Masken zu tragen und bei Zusammenkünften tägliche Tests zu machen - das gelte auch für zweifach Geimpfte.

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+++ 18:54 Beschluss: Großveranstaltungen bald wieder ohne Zuschauer +++

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie dürfen überregionale Großveranstaltungen spätestens ab dem 28. Dezember nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Das haben Bund und Länder in ihrer Schaltkonferenz beschlossen. Auch die Schließung von Clubs und Diskotheken, das Verkaufsverbot für Feuerwerk und die Kontaktbeschränkung für Geimpfte und Genesene auf maximal zehn Personen sind Teil der Beschlüsse.

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+++ 18:49 WHO erteilt Novavax-Impfstoff Zulassung +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff des US-Herstellers Novavax für dringende Fälle die Zulassung erteilt. Der proteinbasierte Impfstoff Nuvaxovid wurde für Impfungen ab 18 Jahren empfohlen, wie eine WHO-Expertengruppe beschloss. Nach einer Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hatte das Vakzin am Montag bereits eine bedingte Marktzulassung von der EU-Kommission erhalten.

+++ 18:28 Gipfel vorbei - nächstes Bund-Länder-Treffen für 7. Januar geplant +++

Der Gipfel von Kanzler Olaf Scholz und den Ministerpräsidenten der Länder ist nach Informationen von ntv.de vorbei. Das nächste Treffen soll am 7. Januar stattfinden, wie es heißt.

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+++ 18:21 Johnson schließt neue Maßnahmen vor Weihnachten aus +++

Der britische Premierminister Boris Johnson schließt neue Maßnahmen in England vor Weihnachten aus. Dafür reiche die Datenlage nicht aus, sagt er in einer Videobotschaft. Jedoch könnten weitere Einschnitte nach Weihnachten notwendig werden.

+++ 18:07 Kontaktbeschränkung für Geimpfte ab 28. Dezember beschlossen +++

Angesichts der Omikron-Gefahr sollen spätestens ab dem 28. Dezember schärfere Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene gelten. Darauf hätten sich Bund und Länder in ihrer aktuell noch andauernden Schaltkonferenz verständigt, heißt es übereinstimmend von Bund- und Länder-Seite. Demnach sollen private Zusammenkünfte von Geimpften und Genesenen "spätestens" ab dem 28. Dezember nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt sein - Kinder ausgenommen. Der Punkt ist aber nur einer von vielen, die Einigung auf das Gesamtpapier steht noch aus.

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+++ 17:53 Impfgegner wollen in Rumänien Parlament stürmen +++

In der rumänischen Hauptstadt Bukarest haben Impfgegner versucht, das Parlament zu stürmen. Etwa 200 Menschen drängten sich an den Wachen vorbei und gelangten in den Innenhof des Parlaments, wo sie schließlich von Sicherheitskräften gestoppt wurden, wie das Innenministerium mitteilt. Insgesamt rund 2000 Demonstranten waren einem Aufruf der rechtsnationalistischen Oppositionspartei AUR gefolgt und zogen gegen die Einführung eines Gesundheitspasses vor das Gebäude. Nach zwei Stunden zogen sich die Demonstranten zurück.

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Polizisten versuchten, die Demonstranten aufzuhalten. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 17:46 Verordnung zum Verbot von Silvesterfeuerwerk offiziell +++

Das Verbot des Verkaufs von Silvesterfeuerwerk ist offiziell. Bundesinnenministerin Nancy Faeser habe die entsprechende Verordnung unterzeichnet, teilt das Bundesinnenministerium mit. Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte am 2. Dezember das Verbot des Verkaufs von Silvesterböllern und -Raketen beschlossen. Vom Zünden von Silvesterfeuerwerk werde generell dringend abgeraten, um Verletzungen beim Abbrennen von Feuerwerk in der Silvesternacht zu verhindern und die in der Pandemie stark beanspruchten Krankenhäuser zu entlasten, hieß es damals. Die Verordnung werde am 24. Dezember in Kraft treten.

+++ 17:39 Hamburger Gericht lehnt Eilantrag gegen 2G im Einzelhandel ab +++

In Hamburg bleibt die 2G-Regel im Einzelhandel bestehen. Das Verwaltungsgericht der Hansestadt lehnt den Eilantrag einer Einzelhandelskette dagegen ab. Es sieht keinen Verstoß gegen die Berufsfreiheit. Das Gericht teile auch nicht die Zweifel des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts an der Erforderlichkeit einer solchen Regelung, teilt es weiter mit. Das niedersächsische Gericht hatte vergangene Woche die 2G-Regel in Geschäften in dem Bundesland außer Vollzug gesetzt.

+++ 17:29 Umfrage: Große Mehrheit hält Lockdown für angemessen +++

Im Kampf gegen steigende Corona-Infektionszahlen halten weiter rund zwei Drittel der Bundesbürger einer Umfrage zufolge die Schließung von Geschäften, Clubs und Freizeiteinrichtungen sowie Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für ein adäquates Mittel. 66 Prozent der Befragten sind für solch einen generellen Lockdown - zu dem auch das Verbot von großen Veranstaltungen zählt. Das geht aus dem "Trendbarometer" von RTL und ntv hervor. Demnach lehnen 32 Prozent der Befragten einen Lockdown ab. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte für die Umfrage vom 17. bis 20. Dezember rund 1000 Menschen befragt.

+++ 17:17 Bundesländer dringen auf allgemeine Impfpflicht +++

Angesichts der starken Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus fordern die Bundesländer die Forcierung einer allgemeinen Impfpflicht. "Das Auftreten der Omikron-Variante erhöht die Dringlichkeit der für die mit dem Beschluss vom 2. Dezember 2021 für Februar 2022 in den Blick genommene Einführung einer allgemeinen Impfpflicht", heißt es in dem aktuellen Beschlussvorschlag der Bund-Länder-Konferenz, die ntv.de vorliegt. "Die Länder bitten die Bundesregierung, die diesbezüglichen Vorbereitungen zügig voranzutreiben und kurzfristig einen Zeitplan vorzulegen", heißt es weiter.

+++ 17:06 Wüst zu Omikron: "Schutzwall so hoch wie möglich bauen" +++

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst, fordert ein entschlossenes Handeln der Politik. "Die Hinweise von #RKI und Expertenrat nehmen wir ausgesprochen ernst", schreibt der CDU-Politiker zu Beginn des Spitzentreffens von Bund und Ländern auf Twitter. Omikron verlange Entschlossenheit und politische Führung. Bund und Länder müssten jetzt "in einer gemeinsamen Strategie den Schutzwall vor der 5. Welle so hoch wie möglich bauen".

+++ 17:00 Bayerischer Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen 2G plus ab +++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnt einen Eilantrag gegen die 2G-Plus-Regelung ab. Die Erfolgsaussichten der Normenkontrolle seien zwar als offen zu bewerten, die wirtschaftlichen Auswirkungen müssten aber bei einer Folgenabwägung hinter den Schutz von Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen zurücktreten, heißt es zur Begründung. Die Maßnahmen seien grundsätzlich zur Infektionsbekämpfung geeignet.

+++ 16:42 Lauterbach kritisiert Zeitpunkt der RKI-Warnung +++

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat den Zeitpunkt des Strategiepapiers des Robert-Koch-Instituts (RKI) kritisiert. Das sei "nicht ideal und nicht abgestimmt" gewesen, sagte der SPD-Politiker während der gegenwärtig andauernden Bund-Länder-Konferenz, wie es aus Teilnehmerkreisen heißt. Das RKI hatte kurz vor dem heutigen Treffen von Kanzler Olaf Scholz und den Ministerpräsidenten der Länder aufgrund der aktuellen Corona-Lage in Deutschland "maximale Kontaktbeschränkungen" empfohlen. Diese sollten "sofort beginnen" und bis zunächst Mitte Januar gelten, schrieb das RKI auf Twitter. Diese Alarmwarnung hat laut Teilnehmerkreisen auch bei den Ministerpräsidenten für Verwirrung gesorgt. Demnach wollten mehrere von ihnen von Scholz wissen, ob er sich die RKI-Warnung zu eigen mache.

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+++ 16:29 Omikron in Dänemark nun vorherrschende Variante +++

Die hochansteckende Coronavirus-Variante Omikron ist in Dänemark nun vorherrschend. Das Institut für Öffentliche Gesundheit betrachte Omikron jetzt "als die dominierende und zunehmende Variante", erklärt der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke auf Twitter. Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages erreichte mit 13.558 einen neuen Höchstwert. Das skandinavische Land zählt nur 5,8 Millionen Einwohner. Die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut hatten Dänemark bereits am Freitag zum Hochrisikogebiet erklärt.

+++ 16:12 Omikron-Ausbreitung: Thailand verschärft Einreiseregeln +++

Schlechte Nachrichten für Touristen, die in den nächsten Wochen einen Thailand-Urlaub geplant haben: Die Regierung hat wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus die Einreiseregeln zumindest vorübergehend wieder verschärft. Das quarantänefreie "Test&Go"-Modell, wonach vollständig geimpfte Touristen seit November bei der Einreise nur noch einen PCR-Test machen und dann eine Nacht in ihrem Hotel auf das Ergebnis warten müssen, werde ab sofort für zwei Wochen ausgesetzt, sagt Ministerpräsident Prayut Chan-o-chan nach einer Dringlichkeitssitzung der Regierung. Urlauber, die sich bereits unter dem "Test&Go"-Modell für die Einreise registriert haben, würden von den neuen Regeln ausgenommen und dürften wie geplant nach Thailand reisen. Neue Registrierungen würden aber vorerst nicht mehr angenommen, heißt es. Wer trotzdem kommen wolle, müsse sieben oder zehn Tage in Quarantäne - je nach Herkunftsland und Impfstatus.

+++ 15:58 Auch Schweden zieht wegen Omikron die Schrauben an +++

Die beunruhigende Omikron-Lage sorgt dafür, dass die Corona-Maßnahmen auch in Schweden unmittelbar vor Weihnachten verschärft werden. Ministerpräsidentin Magdalena Andersson stellt eine ganze Reihe von ab Donnerstag geltenden Beschränkungen vor. Darunter ist die Anforderung, dass in Restaurants und Kneipen nur noch sitzende Gäste bedient werden und ein Meter Abstand zwischen den einzelnen Gesellschaften gilt. Dies beinhalte in der Praxis, dass es keine Nachtclubfeiern zu Silvester geben werde, sagt Andersson auf einer Pressekonferenz in Stockholm.

+++ 15:39 Berliner Abgeordnetenhaus beschließt epidemische Lage +++

Als gesetzliche Grundlage für weitere Corona-Maßnahmen hat das Berliner Abgeordnetenhaus eine epidemische Lage beschlossen. Für einen entsprechenden Antrag des Senats stimmten die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und Linken sowie die CDU. Die AfD votierte dagegen, die FDP enthielt sich. Der Senat kann nun zum Beispiel neue Beschränkungen beschließen, falls die Infektionslage das erfordert.

+++ 15:24 EMA: Impfstoff-Anpassung an Omikron noch unklar +++

Ob eine Anpassung der Impfstoffe an die neue Omikron-Variante nötig ist, ist nach Einschätzung der europäischen Arzneimittelbehörde EMA offen. Das sagt EMA-Chefin Emer Cook auf einer Pressekonferenz. Die EMA benötige mehr Daten über die Wirksamkeit der Vakzine, die Übertragbarkeit der Variante und die Schwere der Krankheit, die sie verursacht. Cook sagt, sie hätte vor einem Jahr nicht gedacht, dass sich die Welt noch in einer Pandemie befinden würde, als die Behörde grünes Licht für den Covid-Impfstoff von Biontech/Pfizer gab, dem damals ersten in EU.

+++ 15:12 Kliniken fürchten Triage bei Krebspatienten +++

Die deutschen Krebszentren fürchten massive Engpässe bei der Versorgung von Krebspatienten. Bereits jetzt hätten zwei Drittel der Kliniken keine Kapazitäten mehr, um weitere Krebspatienten aufzunehmen. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass überfüllte Intensivstationen wegen Covid-19 zu einer ungewollten Priorisierung der zu behandelnden Patientinnen und Patienten - und damit zu einer stillen Triage - führen", sagt Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Es sei deshalb immens wichtig, entsprechende Versorgungskapazitäten in den Krankenhäusern, insbesondere den Krebszentren, für Krebspatienten sicherzustellen.

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+++ 15:00 Kultusminister: Infektionszahlen an Schulen sinken weiter +++

An den Schulen in Deutschland sind die Corona-Zahlen zunächst weiter gesunken. Wie aus aktuellen Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) hervorgeht, waren in der vergangenen Woche 86.000 Corona-Infektionen bei Schülerinnen und Schülern bekannt (Vorwoche: 96.000). Zurückgegangen auf 111.000 ist auch die Zahl der Schüler, die darüber hinaus in Quarantäne waren (Vorwoche: 131.000). Die KMK legt im Wochenrhythmus Zahlen vor.

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+++ 14:41 Experte befürchtet harten Lockdown in Regionen mit vielen Ungeimpften +++

Der Bioinformatiker Rolf Apweiler geht mit Blick auf die starke Ausbreitung der Omikron-Variante davon aus, dass in Regionen mit einer hohen Quote an Ungeimpften strikte Maßnahmen unerlässlich sein werden. "In solchen Gegenden braucht man dann sehr wahrscheinlich wieder einen harten Lockdown, der alle trifft, Geimpfte und Ungeimpfte." Apweiler, der die Bundesregierung in der Vergangenheit in Pandemie-Fragen beraten hat, sagt gegenüber ntv weiter: "Mit Blick auf Omikron: Es wird dramatisch werden, das steht fest. Das Gute ist, dass man in Deutschland frühzeitig und wohl auch rechtzeitig Maßnahmen einleiten wird." Der Direktor des European Bioinformatics Institute des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie in Cambridge rät: "Jeder Tag, an dem man in Deutschland Zeit gewinnt und weitere Leute boostern kann, ist gut. Somit verhindert man, dass viele Menschen schwer erkranken. Zeit kaufen ist das Essenzielle."

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+++ 14:20 Positivenquote bei PCR-Tests geht leicht zurück +++

Die Positivenquote bei den PCR-Tests geht laut Verein der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) leicht zurück: In der vergangenen Woche wurde das Coronavirus noch in 18,56 Prozent der vorgenommenen PCR-Tests gefunden. In der Woche zuvor hatte der Wert noch bei 19,77 Prozent gelegen.

+++ 14:06 STIKO ändert Empfehlung: Auffrischimpfung schon nach drei Monaten +++

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Auffrischimpfungen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus bereits nach mindestens drei statt nach sechs Monaten. Das gelte ab sofort, teilt das Gremium mit.

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+++ 14:00 DIVI-Chef: Tausende Covid-Tote für Krankenhausteams schwer zu ertragen +++

Auf die hohe psychische Belastung der Beschäftigten auf Intensivstationen weist der Präsident der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, hin. "Die Auslastung ist weiterhin sehr hoch, die Arbeitsbelastung noch höher, die psychologische Belastung der Teams geht schon teilweise sehr an das Menschenmögliche", sagt Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zwar sei die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten zuletzt wieder etwas gesunken, dies liege aber auch daran, dass "sehr viele Patienten versterben", sagt Marx. Allein in der vergangenen Woche seien auf den Intensivstationen mehr als 1000 Menschen wegen Corona gestorben, seit Anfang November sogar mehr als 5100. "Das ist für die Teams sehr schwer zu ertragen", sagt der DIVI-Präsident.

+++ 13:49 Union fordert Ausweitung von Wirtschaftshilfen +++

Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag fordert wegen zu erwartender Verschärfungen der Corona-Auflagen eine Ausweitung der Wirtschaftshilfen. "Es ist absehbar, dass die Corona-Schutzmaßnahmen angesichts der drohenden Omikron-Welle weiter verschärft werden", sagt die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Julia Klöckner. "In diesem Fall drohen vielen Unternehmen noch stärkere Umsatzeinbrüche, die existenz- und arbeitsplatzbedrohend sind. Daher muss die Ministerpräsidentenkonferenz nicht nur die notwendigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschließen, sondern auch die Corona-Hilfen in den Blick nehmen." Insbesondere stark betroffene Unternehmen mit hohen Umsatzeinbußen müssten von der Bundesregierung mehr Unterstützung erhalten, verlangt Klöckner. "Die Ampel-Koalition sollte dazu schnellstmöglich Gespräche mit der EU-Kommission führen und sich diesen Schritt genehmigen lassen."

+++ 13:40 Omikron bereits vor 14 Tagen in Münchner Abwasser nachgewiesen +++

Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist schon seit zwei Wochen im Münchner Abwasser nachweisbar - und damit wohl verbreiteter als bislang gedacht. Bei der Untersuchung des Abwassers sei die Variante ab dem 7. Dezember nachgewiesen worden, teilt das Münchner Uni-Klinikum als Ergebnis des regelmäßigen Monitorings mit, das seit April 2020 erst ein- und inzwischen zweimal wöchentlich Proben aus der Münchner Kanalisation analysiert. Bei den jüngsten Ergebnissen, die am Montag vorlagen, wurden Abwasserproben aus vier Standorten in München und aus einer Kläranlage bis zum 10. Dezember analysiert. Die Forschenden stellen Spuren der Variante in fünf von sechs Proben fest. "Dies weist darauf hin, dass die Verbreitung dieser Virusvariante in München schon in der Kalenderwoche 49 größer war als bislang angenommen", erläutert Projektleiter Andreas Wieser vom Tropeninstitut. Die Sequenzen von Stämmen der Delta-Variante sind aber weiterhin dominierend. In den zuvor analysierten Proben bis zum 3. Dezember gab es noch keine Hinweise auf die Omikron-Variante.

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+++ 13:31 Schon knapp 175.000 Kinder unter Zwölf geimpft +++

Das Impftempo steigt nicht nur im Wochenverlauf wieder an. Positiv ist neben einer weiterhin hohen Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen auch ein Anstieg bei den Erstimpfungen. Dieser geht unter anderem auf den Start der Kinderimpfungen zurück. Zu Wochenbeginn werden in Deutschland laut Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) bundesweit insgesamt 871.708 Impfdosen verabreicht. Das sind rund 500.000 Impfungen mehr als am Sonntag und gut 92.000 eingesetzte Impfdosen mehr als am Montag der Vorwoche. Im Sieben-Tage-Schnitt werden aktuell täglich 1.054 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht.

Die Quote der mindestens einmal geimpften klettert von zuletzt 73,3 auf 73,5 Prozent. Die bundesweite Quote der vollständig Geimpften steigt von zuletzt 70,3 auf 70,4 Prozent. Die Booster-Quote legt deutlicher zu - von 31,5 auf 32,6 Prozent. Bisher werden laut RKI in Deutschland insgesamt 174.800 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen Covid-19 geimpft. Bei rund 5,3 Millionen Kindern in dieser Altersgruppe entspricht das einer Impfquote von etwa 3,3 Prozent. Offiziell weist das RKI bisher keine Kinderimpfquote aus. Für Kinderimpfungen gibt es seit 9. Dezember eine Impfempfehlung seitens der Ständigen Impfkommission, in Einzelfällen haben aber bereits zuvor Kinderimpfungen stattgefunden.

Beim Blick auf die Bundesländer zeigt sich weiterhin, dass Bremen besonders erfolgreich seine Erwachsenen impft (82,2 Prozent vollständig geimpft), und das Saarland die höchste Boosterquote (38,3 Prozent) ausweist.

+++ 13:26 Impfkommission Sachsen: Impfpflicht in der Pflege reicht nicht +++

Nach Einschätzung des Chefs der Sächsischen Impfkommission Thomas Grünewald wird eine Impfpflicht nur in der Pflege nicht ausreichen, um die Corona-Pandemie zu begrenzen. Dazu brauche es eine Durchimpfungsrate von deutlich mehr als 90 Prozent, sagt Grünewald. Dabei verweist er auf die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante des Virus. Es sei erforderlich, über eine allgemeine Impfpflicht zu diskutieren. Wegen der neuen Variante des Coronavirus werde für viele Menschen zudem eine vierte Impfung mit einem darauf angepassten Impfstoff nötig werden, erklärt der Experte. Darauf gelte es, vorbereitet zu sein.

+++ 13:15 Kretschmann ist sauer auf Ampel und fordert Anerkennung epidemischer Lage +++

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordert angesichts der sehr ansteckenden Omikron-Variante schnell schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Das Impfen sei wichtig, reiche aber nicht aus - private Kontakte müssten reduziert werden, sagt der Grünen-Politiker kurz vor der Bund-Länder-Schalte zur Pandemie. Kretschmann fordere auch die erneute Ausrufung der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweite durch den Bundestag. "Was muss noch passieren, damit die ausgerufen wird?", fragt er. Die Länder bräuchten den ganzen Instrumentenkasten im Kampf gegen das Virus. Das ewige Nachjustieren werde der Gesamtlage nicht gerecht. "Ich werde von Scholz Führung bestellen", sagt er mit Blick auf den neuen Bundeskanzler Olaf Scholz. Auch einen Lockdown könne man nicht ausschließen. Kretschmann kritisiert die Bundesregierung aus SPD, FDP und Grünen. Sie habe die Länder zu spät über die Gefahr durch die Omikron-Variante informiert. Er habe die Analyse des Expertenrats erst am Sonntag erhalten - nachdem er es in den Nachrichten gehört habe.

+++ 13:08 Britischer Wissenschaftler zu Omikron: Abwarten zunächst richtig +++

Trotz der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in Großbritannien hält der Direktor der Medizinforschungsstiftung Wellcome Trust, Jeremy Farrar, die abwartende Haltung der Regierung für vernünftig. "Inmitten der derzeitigen Unsicherheit über die Schwere, Übertragbarkeit und der weiteren Auswirkungen auf die Gesellschaft, ist es meiner Meinung nach vernünftig, 24, vielleicht 36 Stunden abzuwarten, bis wir weitere Daten sehen", sagt Farrar dem britischen Radiosender BBC 4. Sollte aber die Zahl der Neuinfektionen weiter steigen, würden auch die Krankenhauseinweisungen nach oben gehen. "Dann müsste die Regierung in einer drakonischeren Weise agieren, als es noch ein paar Tage vorher notwendig gewesen wäre", so Farrar. Großbritannien verzeichnet derzeit so viele Neuinfektionen wie nie zuvor. Mehrere Tage infolge lag die Zahl der an einem einzigen Tag registrierten Fälle bereits über 90.000. Unklar ist aber noch, ob die Omikron-Welle ihren Höhepunkt bereits erreicht hat und ob die Rekordzahlen an Infektionen auch zu einer drastisch erhöhten Zahl von Krankenhauseinweisungen führt.

+++ 13:04 Weniger Covid-Intensivpatienten - dennoch weniger Intensivbetten +++

Die Zahl der freien Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern geht deutlich zurück. 21.525 Intensivbetten sind derzeit belegt. Das sind 307 mehr als am Vortag. Die Zahl der betreibbaren (inklusive Personal) Intensivbetten geht um 206 zurück. Der Anteil der freien Intensivbetten sinkt somit von 14,6 auf 13,8 Prozent.

Die Zahl der Covid-Patienten auf deutschen Intensivstationen nimmt ebenfalls ab. Derzeit liegen 4563 Covid-Patienten in einem Intensivbett. Das sind 56 weniger als am Vortag. Auch die Zahl der zusätzlich beatmeten Covid-Patienten geht zurück – um 24. Damit müssen noch 2639 Covid-Patienten beatmet werden.

+++ 12:53 Hamburg: Kontaktbeschränkungen und Sperrstunde bereits vor Weihnachten +++

Angesichts der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante werden in Hamburg bereits zu Weihnachten die Kontakte auch für Geimpfte und Genesene eingeschränkt. Nur noch maximal zehn Personen dürften privat zusammentreffen, sagt Bürgermeister Peter Tschentscher nach einer Sitzung des rot-grünen Senats. Zudem wird es in Hamburg eine Sperrstunde für die Gastronomie geben. Ab dem 24. Dezember müssen Restaurants, Kneipen und Bars von 23 Uhr an schließen. Am Neujahrsmorgen gelte die Sperrstunde erst ab 1 Uhr.

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+++ 12:44 Politikwissenschaftler: Länderchefs haben "nur von heute auf morgen gedacht" +++

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler äußerte Kritik an Versäumnissen der Regierenden in Bund und Ländern. "Deutschland hätte sich eine weitere Corona-Weihnacht ersparen können", sagt er dem Portal "t-online.de". Münkler weist darauf hin, dass "schon im Juli die ersten Modellierer davor gewarnt haben, dass sich eine vierte Welle aufbaut". Vor allem die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder hätten jedoch "nur von heute auf morgen" gedacht, kritisiert der Wissenschaftler. "In einer Pandemie ist das keine besonders gute Strategie." Die dadurch mitverursachte dramatische Lage erleichtere allerdings nun das politische Handeln. "Die Regierenden brauchen eine gewisse Krisenhaftigkeit, um einschneidendes Handeln gegenüber der Bevölkerung legitimieren zu können", sagt Münkler.

+++ 12:37 RKI empfiehlt maximale Kontaktbeschränkungen ab sofort +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt aufgrund der aktuellen Corona-Lage in Deutschland "maximale Kontaktbeschränkungen". Diese sollten "sofort beginnen" und bis zunächst Mitte Januar gelten, wie das RKI am Dienstag auf Twitter schreibt.

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+++ 12:33 Gericht lehnt Eilantrag gegen Corona-Verordnung im Südwesten ab +++

Die in Baden-Württemberg geltenden Beschränkungen für Ungeimpfte bleiben bestehen. Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim lehnt einen Eilantrag gegen die entsprechenden Regelungen in der Corona-Verordnung des Landes ab, wie er am heutigen Dienstag mitteilt. Geklagt hatte eine Frau, die nicht gegen Corona geimpft ist. Sie argumentierte unter anderem, dass die Regeln gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstießen und auch ungeeignet seien, weil Geimpfte ebenfalls erkranken und das Virus übertragen könnten. Das Gericht stellt dagegen fest, dass derzeit nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Gefahr, schwer an Covid-19 zu erkranken, bei vollständig Geimpften um 90 Prozent geringer sei als bei Ungeimpften. Die Beschränkungen verringerten die Zahl der Situationen, in denen sich Menschen begegneten und Tröpcheninfektionen und Infektionen durch Aerosole verursachen könnten. Sie seien in der besonderen Gefahrenlage zumutbar, entschied das Gericht. Auch nicht immunisierten Menschen drohe keine soziale Isolation, denn es gebe Ausnahmen bei den Kontaktbeschränkungen.

+++ 12:27 US-Präsident Biden will Militär in Krankenhäusern einsetzen +++

Angesichts eines sprunghaften Anstiegs der Omikron-Fälle in den USA will Präsident Joe Biden Krankenhäuser mithilfe des Militärs unterstützen. Es sollen rund 1000 Militärangehörige mobilisiert werden - unter ihnen Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, Sanitäter und anderes medizinisches Militärpersonal, wie eine hohe Regierungsbeamtin ankündigt. Sie sollen im Januar und Februar in überlasteten Krankenhäusern eingesetzt werden. "So Gott will, werden wir nicht alle diese Soldatinnen und Soldaten brauchen, aber falls doch, stehen sie bereit und sind mobilisiert", sagt sie. Präsident Biden will sich am Dienstag (20.30 MEZ) mit einer Rede an die Bevölkerung wenden. Zusätzlich sollen medizinische Notfallteams des Bundes in mehreren Bundesstaaten eingesetzt werden, wie es weiter heißt. Gleichzeitig solle mit dem Ausbau der Krankenhauskapazitäten begonnen werden - der Bund werde entsprechende Mittel stellen. Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema werde Hunderte von Krankenwagen bereitstellen. Sollten Staaten Bedarf an Masken, Handschuhen oder Beatmungsgeräten haben, könne die Reserve des Strategischen Nationalen Vorrats aushelfen. Biden will ebenfalls den Zugang zu kostenlosen Corona-Tests ausweiten und neue Impfzentren schaffen.

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+++ 12:16 Impfausweise ohne Booster ab Februar nur noch neun Monate gültig +++

Ohne Booster sind EU-Impfzertifikate künftig spätestens neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig. Die Entscheidung tritt am 1. Februar in Kraft, wie die EU-Kommission am heutigen Dienstag mitteilt. Theoretisch können die EU-Länder noch ein Veto einlegen, was aber als so gut wie ausgeschlossen gilt, da die Regelung laut Kommissionssprecher mit den Staaten abgestimmt wurde.

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+++ 12:09 Verdacht auf Omikron bei neun Prozent aller Covid-Fälle in Frankreich - in Paris wohl dominant +++

In der Pariser Region ist die Omikron-Variante des Coronavirus nach Schätzung eines Experten vermutlich schon vorherrschend. "Omikron verbreitet sich extrem schnell in Ile-de-France. Wir schätzen, dass sich in Paris und Umgebung die Omikron-Variante bereits als vorherrschend durchgesetzt hat", sagt der Datenexperte Guillaume Rozier, der die Zahlen des französischen Gesundheitsministeriums auswertet, dem Sender FranceInfo. Die Inzidenz liege bei Menschen zwischen 20 und 39 Jahren in Paris derzeit bei mehr als 1400. "Die Omikron-Welle kommt in Frankreich an, in dem Moment, in dem die Delta-Welle abflacht", so Rozier. Landesweit liege der Anteil der Omikron-Variante nach den jüngsten Zahlen bei etwa neun Prozent. Die Schätzungen basieren derzeit auf Analysen, die nur einzelne Veränderungen des Virus untersuchen, die auf die Variante hinweisen, erklärt Rozier. Eine Sequenzierung, die eine Variante nachweisen kann, werde in Frankreich derzeit nur bei einem Prozent der Fälle angewandt.

+++ 11:56 Sächsischer Kassenärztechef hofft dank Novavax auf höhere Impfquote im Freistaat +++

Die Einführung eines proteinbasierten Impfstoffs gegen das Coronavirus könnte nach Meinung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen die Impfquote deutlich steigern. "Ich denke, dass zwei Drittel derjenigen, die bislang bewusst ungeimpft sind, sich damit behandeln lassen würden", sagt KV-Chef Klaus Heckemann. Als Beispiel nennt er den Impfstoff des US-Herstellers Novavax, für den die EU-Arzneimittelbehörde EMA am gestrigen Montag grünes Licht gegeben hatte. Das Novavax-Präparat ist weder ein mRNA-Impfstoff wie die Präparate von Biontech und Moderna noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Ein Teil der Ungeimpften sei misstrauisch gegen die mRNA-Impfstoffe, sagt Heckemann. Das liege auch daran, dass in den sozialen Medien Meinungen von angeblichen Experten geteilt würden. Schuld an der niedrigen Impfquote, die mit knapp 60 Prozent in Sachsen so niedrig ist wie in keinem anderen Bundesland, sei jedoch auch die schlechte Kommunikation bei der Impfkampagne. "Die Impfkampagne kommt oft oberlehrerhaft rüber", so Heckemann. Den Bürgern und Bürgerinnen werde nicht das Gefühl vermittelt, dass sie für mündig gehalten würden und eine eigene Entscheidung treffen könnten. "Besonders Ostdeutsche reagieren darauf allergisch."

+++ 11:39 Buschmann: Lockdown führt zu Schäden an der Seele +++

Nach Ansicht des Bundesjustizministers und FDP-Politikers Marco Buschmann sollte ein Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhindert, aber nicht ausgeschlossen werden. "Ein Instrument ein für alle Mal auszuschließen, das empfiehlt sich nicht in einer dynamischen Lage", sagt Buschmann im Deutschlandfunk. "Aber im Moment wollen wir auf die Booster-Kampagne setzen und mit dem Instrument der Kontaktbeschränkungen arbeiten." Buschmann stellt klar, dass ein Lockdown die Freiheit der Menschen erheblich beschränke und sie auch in ihrer Entwicklung beeinträchtige mit "gesundheitlichen Schäden an der Seele, aber auch am Leib". Auch Schulschließungen hätten deutliche Folgen. "Unser Ziel ist es, das zu verhindern."

+++ 11:21 Modellierer Lehr: Wir erwarten Trendwende bei der Inzidenz +++

Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnet das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Nele Balgo zusammen mit dem Pharmakologen Prof. Thorsten Lehr die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:04 Nach Moderna-Impfung von Kindern: Staatsanwaltschaft ermittelt +++

Nach der Panne um Impfungen jüngerer Kinder mit dem Impfstoff von Moderna im Kreis Olpe ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Drei Kindern - sieben, zehn und elf Jahre alt - war im Impfzentrum in Attendorn nach Angaben des Kreises das für ihre Altersgruppe nicht zugelassene Mittel von Moderna gespritzt worden. Eine Polizeisprecherin sagt, nach der Anzeige eines Elternpaares mit zwei betroffenen Kindern habe man die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Sie richten sich gegen die Person, die die fehlerhaften Impfungen vorgenommen haben soll. Das Moderna-Mittel Spikevax ist in der EU nur für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen. Die Fachkraft war laut Kreisverwaltung Olpe nach ihrem "individuellen Versäumnis" sofort aus dem Impfgeschehen herausgenommen worden. Laut NRW-Gesundheitsministerium hatten die Kinder versehentlich den Booster-Impfstoff von Moderna in halber Dosierung erhalten. Nach bisher vorliegenden Informationen gehe es den betroffenen Kindern gut, es seien keine Nebenwirkungen erkennbar.

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+++ 10:50 Specht: Maßnahmen werden Omikron-Ausbreitung nicht verhindern +++

Trotz aktuell sinkender Infektionszahlen, planen Bund und Länder Maßnahmen, um die Omikron-Ausbreitung zu verlangsamen. Medizinjournalist Christoph Specht ist jedoch sicher: Der Durchmarsch der Mutante wird nicht abzuwenden sein. Vermutlich sei die Verbreitung ohnehin bereits viel größer als angenommen.

+++ 10:34 Söder fordert Feststellung der epidemischen Lage +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus eine erneute Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Es sei ein "Kardinalfehler" der Ampel-Parteien gewesen, die epidemische Lage auslaufen zu lassen, sagt Söder vor Beginn der Beratungen von Bund und Ländern über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen im ARD-"Morgenmagazin". Söder nannte es "absurd", in einer Situation, "in der manche Experten sagen, es käme keine Welle auf uns zu, sondern eine regelrechte Wand, zu sagen, es gebe diese epidemische Lage nicht". Die epidemische Lage halte "einige Instrumente" bereit, die derzeit "nicht nutzbar" wären, kritisiert der CSU-Politiker. So habe Bayern in Corona-Hotspots eine "Komplettschließung" auch der Gastronomie vorgenommen. "All diese Dinge gehen nach dem neuen Recht ja kaum mehr", kritisiert Söder. Die Maßnahmen, die nun zur Debatte stünden, "haben wir in Bayern alle schon gemacht", so Söder weiter.

+++ 10:19 Katalonien will nächtliche Ausgangsbeschränkungen einführen +++

Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona kündigt angesichts schnell steigender Corona-Zahlen wieder strenge Beschränkungen des öffentlichen Lebens an. So sollen Clubs, Bars und Discos geschlossen werden, nächtliche Ausgehbeschränkungen zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr gelten und die Auslastung von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie die Zahl der Teilnehmer an privaten Treffen begrenzt werden, teilt die Regionalregierung der autonomen Gemeinschaft im Nordosten Spaniens mit. Diese Maßnahmen sollen am Freitag für zunächst 15 Tage in Kraft treten. Der Oberste Gerichtshof Kataloniens muss den Plänen allerdings noch zustimmen. Die Corona-Zahlen steigen in Spanien trotz einer hohen Impfrate von rund 90 Prozent aller Menschen über zwölf Jahren sehr schnell. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist inzwischen mit gut 377 höher als in Deutschland (306,4). Auch in den Krankenhäusern nimmt die Belastung zu.

+++ 10:02 Ramelow: Angekündigter Aufmarsch vor Privathaus erinnert an SA-Methoden +++

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zeigt sich angesichts von Aufrufen zu einer Corona-Demonstration vor dem Haus von Innenminister Georg Maier entsetzt. Es sei "unerträglich", wenn Menschen gezielt dazu aufriefen "vor den Privathäusern von Verantwortungsträgern 'aufzumarschieren'", sagt Ramelow. "Dies erinnert fatal an die Methoden der SA und offensichtlich hat man keine Probleme mehr, sich auf dieser Traditionslinie des Terrors zu bewegen", so Ramelow. Die SA war eine paramilitärische Organisation im Nationalsozialismus. Hintergrund ist, dass in sozialen Netzwerken zu einer Demonstration vor dem Privathaus von Maier und seiner Familie im Landkreis Gotha aufgerufen wurde. Ein Sprecher der Landespolizeidirektion bestätigt, dass solche Nachrichten im Netz kursieren. Ramelow sagt, er solidarisiere sich mit Innenminister Maier und seiner Familie. "Wirklich besorgte Bürger können sich jetzt aber entscheiden, ob sie sich wirklich gemein machen wollen mit Gewalt und Einschüchterungen", so Ramelow.

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+++ 09:50 Angst vor Personalknappheit bei kritischer Infrastruktur +++

Polizei, Notärzte, Kraftwerke: Der Expertenrat der Bundesregierung warnt, das zu befürchtende Ausmaß der Omikron-Welle könnte die kritische Infrastruktur gefährden. Um Deutschlands Grundversorgung etwa mit Strom, Sicherheit und medizinischer Hilfe zu gewährleisten, greifen Notfallpläne.

+++ 09:43 Klingbeil: Omikron könnte Deutschland härter als andere treffen +++

Deutschland wird nach Einschätzung von SPD-Chef Lars Klingbeil wegen der vergleichsweise niedrigen Corona-Impfquote von Omikron möglicherweise schlimmer betroffen sein als andere Länder. "Wir haben in Deutschland das Problem, dass nur 70 Prozent der Bevölkerung geimpft ist. Deswegen kann es uns härter treffen als andere Länder", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Zahl der Ungeimpften ist mit Omikron eine riesige Herausforderung", betont Klingbeil. Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag verteidigte er geplante Einschränkungen. "Wir werden weitere Kontakteinschränkungen brauchen, auch im privaten Bereich und auch für Geimpfte."

+++ 09:27 Inzidenz so niedrig wie vor fünf Wochen - Todeszahlen weiterhin hoch +++

Die aktuell gemeldeten 23.428 Neuinfektionen stellen einen weiteren Rückgang gegenüber den Vorwochen dar. Es sind 12.631 Fälle weniger als vor 14 Tagen und 7395 Fälle weniger als in der Vorwoche. Auch die Zahl der Todesfälle sinkt im Vergleich zur Vorwoche leicht um elf. 462 Menschen sterben dennoch im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Im Vergleich zum Dienstag vor 14 Tagen ist das jedoch ein Zuwachs um 63.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt – nach einem kleinen Anstieg am gestrigen Tag – erneut. Aktuell gibt das Robert-Koch-Institut sie mit 306,4 an. Am Vortag liegt sie noch bei 316. Der aktuelle Wert ist so niedrig wie zuletzt vor fünf Wochen.

Beim Blick auf die Landkreisebene wird der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland deutlich. Im Westen gibt es keine Region mit einer Inzidenz über 1000 und nur fünf Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 500. In Ostdeutschland überschreiten noch zahlreiche Regionen den Wert von 500 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Fünf Regionen liegen sogar noch über einem Wert von 1000 – vier in Thüringen, eine in Brandenburg.

+++ 09:15 Dahmen: Maßnahmen auch ohne neue Beratungen umsetzen +++

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sieht in den von Bund und Ländern nach Weihnachten geplanten zusätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen einen ersten Schritt, hält es aber für erforderlich, auch einen weitgehenden Lockdown jetzt bereits vorzubereiten. Dies sei wichtig, um solche Maßnahmen dann je nach Lage-Entwicklung und der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus schnell und "ohne neue lange Beratungen" umsetzen zu können, sagt Dahmen im ARD-"Morgenmagazin". "Wir müssen darüber hinaus vorbereiten, dass wir auch einen weiter gehenden Lockdown auf den Weg bringen können", verlangt Dahmen. Es könne sein, dass dann normale Geschäfte nicht mehr offenbleiben könnten, sondern nur Apotheken und Geschäfte zur Abdeckung des täglichen Bedarfs. Es sei wichtig, jetzt "konsequent vorausschauend zu handeln", damit dann der Lage entsprechend reagiert werden könne. Dann könne es auch durchaus sein, dann man die epidemische Lage von nationaler Tragweite "wieder beschließen müsste", die von den Ampel-Parteien vor allem auf Druck der FDP abgeschafft worden war, sagt der Grünen-Politiker weiter.

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+++ 09:00 Trotz Omikron: Australische Regierung schließt Lockdown kategorisch aus +++

Trotz der weltweiten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus schließt die australische Regierung künftige Lockdowns kategorisch aus. Die Bürger müssten dem Virus "mit gesundem Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein" entgegnen, sagt Premierminister Scott Morrison bei einem Besuch im Bundesstaat Queensland. "Wir werden das Leben der Menschen nicht mehr stilllegen", verspricht er. Das werde er auch den Regionalregierungen ans Herz legen, die letztendlich die Entscheidungsgewalt hätten. Es werde auch in Zukunft neue Varianten des Coronavirus geben, so Morrison. Deshalb müssten Maßnahmen ergriffen werden, mit denen die 25 Millionen Bewohner des Landes im Alltag leben könnten. Für Mittwoch ist eine außerordentliche Kabinettssitzung zu den steigenden Infektionszahlen geplant. Australien hat nach einem vergleichsweise langsamen Start der Impfkampagne inzwischen eine extrem hohe Impfrate erreicht: Mehr als 90 Prozent der über 16-Jährigen sind bereits zweifach gegen das Virus geimpft.

+++ 08:50 Diese Maßnahmen sollen nächste Woche kommen +++

Kurz vor Weihnachten treffen die Länderchefs und die neue Bundesregierung zusammen, um neue Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu beschließen. Vor allem angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante ist die Lage verändert. Kontaktbeschränkungen und Schließungen sollen kommen. Die Pläne im Überblick.

+++ 08:43 Regierung veröffentlicht Modellierungen zu Omikron nicht +++

Die Bundesregierung sagt nicht, welche Modellrechnungen den neu eingesetzten Corona-Expertenrat zu seinen Empfehlungen vom Sonntag gebracht haben. Das prominent besetzte Wissenschaftlergremium hatte in seiner ersten Stellungnahme wegen der Omikron-Variante einstimmig "starke Kontaktreduktionen" gefordert. Diese sind zentrales Thema der Bund-Länder-Beratungen. Begründet hat der Expertenrat seine Empfehlung mit "nationalen und internationalen Modellierungen der Infektionsdynamik". Welche das sind, sagt die Regierung auf Anfrage der Stuttgarter Zeitung nicht. "Die Beratungen des Expertengremiums der Bundesregierung zu Covid-19 sind vertraulich. Die Vertraulichkeit umfasst auch die den Beratungen zugrunde liegenden Unterlagen", schreibt ein Regierungssprecher. Neben Daten zum tatsächlichen Pandemiegeschehen etwa im Vereinigten Königreich oder in Dänemark sind Modellrechnungen entscheidend dafür, welche Maßnahmen die Politik zur Eindämmung einer möglichen Omikron-Welle ergreift.

+++ 08:22 Bildungsministerin Stark-Watzinger gegen flächendeckende Schulschließungen +++

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger will neue flächendeckende Schulschließungen "unbedingt vermeiden". "Kinder und Jugendliche haben schon bisher eine große Last in der Corona-Pandemie getragen. Sie brauchen beste Bildung. Die Lernrückstände dürfen nicht noch zunehmen", sagt die FDP-Politikerin vor den Bund-Länder-Beratungen am heutigen Dienstag über schärfere Beschränkungen zum Jahreswechsel. Stark-Watzinger: "Solange wir noch ins Fußballstadion gehen können, darf keine Schule schließen." Die Corona-Variante Omikron stelle das Land vor große Herausforderungen. "Es ist gut, dass der Expertenrat der Bundesregierung eine erste Stellungnahme dazu erarbeitet hat", sagt sie. "Impfen, boostern und auch Kontaktbeschränkungen sind die richtigen Gegenmaßnahmen."

+++ 08:08 Montgomery: "Wo Lockdown draufsteht, muss auch Lockdown drin sein" +++

Vor den Beratungen von Bund und Ländern über eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ruft der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery die Politik zu mehr Konsequenz im Kampf gegen die Pandemie auf und wendet sich gegen die Verhängung eines "Lockdown lights". "Ein 'Lockdown light' dient nur der Besänftigung des eigenen schlechten Gewissens und der Betäubung der Bevölkerung", sagt Montgomery der "Augsburger Allgemeinen". "Die Politik macht immer wieder dieselben Fehler", beklagt er. Zwar sei nicht immer ein bundesweiter Lockdown angemessen; auch harte regionale Einschränkungen könnten sinnvoll sein. "Aber, wo dann Lockdown draufsteht, muss auch Lockdown drin sein. Halbherzigkeit hatten wir nun wirklich genug."

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+++ 08:00 Epidemiologe Ulrichs erklärt die Wirkung von T-Zellen +++

Im Corona-Spezial beantwortet ntv-Moderatorin Vivian Bahlmann zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs Zuschauerzuschriften. Wer eine Frage an das Expertenteam hat, kann sie an "Coronafragen@ntv.de" schicken.

+++ 07:53 Grünen-Co-Vorsitzende: Auf Personalengpässe in der Gesundheit vorbereiten +++

Angesichts der Omikron-Ausbreitung fordert die Co-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Britta Haßelmann, eine rasche Vorbereitung auf mögliche Personalausfälle etwa im Gesundheitsbereich. "Gemeinsam mit Bund und Ländern muss schnell darüber beraten werden, ob und wie Kräfte etwa des Technischen Hilfswerks, des Deutschen Roten Kreuzes oder anderer Verbände eingebunden werden können", sagt sie der "Rheinischen Post". "Mit dem Krisenstab des Bundes und der Länder sollten wir unverzüglich Notfallpläne weiterentwickeln, um für mögliche Personalengpässe in der kritischen Infrastruktur gewappnet zu sein." Das Infektionsgeschehen in Großbritannien und den Niederlanden zeige, dass Deutschland vorbereitet sein müsse.

+++ 07:37 London sagt berühmte Silvesterparty ab +++

Angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sagt London seine berühmte Silvesterfeier ab. "Das wird für viele Londoner sehr enttäuschend sein, aber wir müssen die richtigen Schritte unternehmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen", sagt der Bürgermeister der britischen Hauptstadt, Sadiq Khan. "Das bedeutet, dass wir in der Silvesternacht keine Feier für 6500 Menschen auf dem Trafalgar Square veranstalten werden." Die Stadtverwaltung verspricht den Bürgern stattdessen eine "spektakuläre Live-Übertragung" im Fernsehen, die sie von zu Hause aus verfolgen könnten.

+++ 07:22 Landkreisechef fordert Ruhe statt Aktionismus +++

Vor den Gesprächen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie warnt Landkreistagspräsident Reinhard Sager vor Aktionismus. "Wir brauchen im Hinblick auf die Corona-Maßnahmen mehr Ruhe und weniger Aufgeregtheit", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir haben einen ordentlichen Instrumentenkasten zum Einsatz vor Ort und flächendeckende Grundvorkehrungen wie Abstand und Masken. Wir brauchen schnellstmöglich eine allgemeine Impfpflicht und genügend Impfstoff." Spekulationen über einen möglichen Lockdown oder andere Verschärfungen sollten im Zaum gehalten werden. "Ich habe auch meine Zweifel, ob man wöchentliche Bund-Länder-Konferenzen und zuspitzende Äußerungen braucht, die wiederum breit medial vor- und nachbereitet werden", so Sager. "Wir sind darauf angewiesen, diese schwierige Zeit noch länger durchzuhalten, und deshalb sollten Politik und Medien die Menschen mit viel Klarheit, Ruhe und guter Kommunikation durch die weitere Pandemie führen."

+++ 07:16 Wie funktioniert der neue Protein-Impfstoff Novovax? +++

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie helfen bisher vor allem Impfstoffe, die nach dem revolutionären mRNA-Prinzip funktionieren. Nun bringt der Hersteller Novavax einen ersten "klassischen" Totimpfstoff auf den Markt. ntv erläutert die Unterschiede.

+++ 07:11 DIVI-Leiter: Inzidenzen von Delta und Omikron trennen +++

Um die Corona-Infektionen künftig besser nachvollziehen zu können, hat sich der wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, für eine Trennung der Omikron-Inzidenz von der Delta-Inzidenz ausgesprochen. "Großbritannien hat gezeigt, dass die Delta-Welle sehr konstant verläuft und Omikron jetzt hinzukommt", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir sehen dort einen steilen Anstieg der Omikron-Fälle, aber noch keinen Abfall von Delta." Ohne eine Trennung der Inzidenzen der beiden Corona-Varianten könne nicht erfasst werden, "wenn die Delta-Welle abfällt und sich dafür die deutlich infektiösere Omikron-Variante verbreitet", warnt Karagiannidis. Die Gefahr sei, dass sich Omikron viel schneller verbreite und es deshalb plötzlich sehr hohe Omikron-spezifische Inzidenzen gebe. "Derzeit sind wir Großbritannien geschätzt zwei Wochen hinterher", betont der Experte.

+++ 06:58 Lehrerverbände schließen verlängerte Weihnachtsferien nicht aus +++

Wegen der sich rasch ausbreitenden Coronavirus-Variante Omikron kann sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vorstellen, die Weihnachtsferien zu verlängern oder Homeschooling kurzzeitig wieder einzuführen. "Distanzunterricht für eine begrenzte Zeit nach den Weihnachtsferien kann eine Möglichkeit sein, die Verbreitung der Omikron-Variante zu erschweren", sagt die GEW-Vorsitzende, Maike Finnern, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dies müsse aber eine Ausnahme bleiben, die allein der aktuellen Situation geschuldet sei, erklärt sie weiter. Der Präsident des Deutsche Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sagt: "Wenn die Infektionszahlen aufgrund von Omikron in den Weihnachtsferien massiv nach oben gehen, dürfen Ferienverlängerungen beziehungsweise erneuter Distanzunterricht nicht ausgeschlossen werden." Es sei falsch, Schulen bei einem größeren Maßnahmenkatalog komplett auszunehmen, weil dort demnächst eine hochansteckende Virusvariante auf eine Vielzahl von Kontakten treffe.

+++ 06:46 Texas meldet ersten Omikron-Toten in den USA +++

Der US-Bundesstaat Texas meldet einem Medienbericht zufolge den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Omikron-Variante. Das berichtet der Sender ABC unter Berufung auf Gesundheitsbeamte von Harris County. Es wird angenommen, dass es das erste bestätigte Todesopfer der Virusvariante in den USA ist, heißt es in dem Bericht.

+++ 06:15 Immunologe Watzl: Novovax eignet sich als Booster +++

Nach Ansicht von Immunologen eignet sich der neu in der Europäischen Union zugelassene Impfstoff des US-Herstellers Novavax auch für Booster-Impfungen. "Alles was bislang bekannt ist, deutet darauf hin, dass Novavax wahrscheinlich ein sehr guter Impfstoff ist", sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". "Bei den Booster-Impfungen ist Novavax laut einer britischen Studie nicht ganz so effektiv wie die mRNA-Impfstoffe, aber deutlich besser als Vektorimpfstoffe wie Astrazeneca oder Johnson & Johnson."

+++ 06:02 Brasilien lässt nur noch Geimpfte und Genesene einreisen +++

Brasilien lässt ab sofort nur noch gegen das Coronavirus geimpfte und von einer Infektion genesene Menschen ins Land. Darüber hinaus ist ein negativer Test vorzulegen, wie aus einem Erlass der Regierung hervorgeht. Demnach muss der Impfnachweis etwa vor dem Einsteigen bei der zuständigen Fluggesellschaft vorgezeigt werden. Damit folgt die Regierung, die eine solche Einreisebedingung zunächst abgelehnt hatte, einer Entscheidung des Obersten Gerichts in Brasília. Die Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa hatte die Maßnahme ebenfalls empfohlen.

+++ 05:36 Britische Expertin: Reisebeschränkungen gegen Omikron wirkungslos +++

Eine der führenden britischen Corona-Expertinnen hat die Beschränkungen, die Deutschland im Kampf gegen Omikron für Reisende aus Großbritannien verhängt hat, als wirkungslos kritisiert. "Es ist zu spät. Wenn Deutschland das vor drei Wochen getan hätte, fein", sagte Christina Pagel. Die Omikron-Variante habe sich aber längst auch in Deutschland verbreitet. Großbritannien gilt seit Anfang der Woche für Deutschland als Virusvariantengebiet, was die Einreise von der Insel drastisch beschränkt. Rückkehrer müssen - egal ob geimpft oder nicht - für 14 Tage in Quarantäne. "Was man wirklich tun muss, ist die Verbreitung im Inland zu verhindern. Und bei dem Tempo von Omikron kann man sich dabei nicht nur auf Boostern verlassen."

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+++ 05:04 RKI meldet 23.428 Neuinfektionen und 462 Tote +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 23.428 Corona-Neuinfektionen. Das sind 7395 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 30.823 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 306,4 von 316,0 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 462 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 108.814. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 6,8 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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+++ 04:02 Nach Flug mit Biden - Teammitglied positiv getestet +++

US-Präsident Joe Biden hat Kontakt zu einem später positiv auf das Coronavirus getesteten Teammitglied des Weißen Hauses gehabt. Es handle sich um jemanden aus der mittleren Stabsebene, teilte das Weiße Haus mit. Die Person habe am Montagmorgen ein positives Testergebnis erhalten und nicht regelmäßig Kontakt zu Biden, am Freitag aber etwa 30 Minuten in seiner Nähe an Bord der Air Force One verbracht. Die Symptome seien erst am Sonntag aufgetreten, so Sprecherin Jen Psaki. Mit 79 Jahren gehört Biden schon rein altersmäßig zu einer Risikogruppe. Er sei zuletzt am Sonntag und am Montag negativ auf das Coronavirus getestet worden, so Psaki. Ein neuer Test sei für Mittwoch geplant. Biden werde an seinem Programm für die kommenden Tage festhalten und sich nicht isolieren, da er vollständig geimpft sei.

+++ 02:57 13 Polizisten bei Corona-Demo in Mannheim verletzt +++

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen während einer unangemeldeten Demonstration gegen Corona-Maßnahmen sind in Mannheim nach Polizeiangaben 13 Einsatzkräfte verletzt worden. Demnach hatten die Protestierenden das Versammlungsverbot ignoriert und Widerstand geleistet, als die Ordnungskräfte ihren Aufzug beenden wollten. Einer der Beamten sei ins Krankenhaus gebracht worden. Wegen der Angriffe seien 13 Personen festgenommen worden, hieß es weiter. Geprüft werde, ob ein Demonstrant einem Haftrichter wegen Körperverletzung vorgeführt werden könne. Weitere 131 Menschen seien wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz angezeigt worden.

+++ 02:30 Buschmann: Bußgeld bei Verstoß gegen Impfpflicht denkbar +++

Justizminister Marco Buschmann will Verstöße gegen eine mögliche allgemeine Impfpflicht mit einkommensgestaffelten Bußgeldern ahnden. "Niemand soll gegen seinen Willen mittels physischen Zwangs geimpft werden", sagt der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Denkbar wäre es stattdessen, einen Verstoß gegen die Impfnachweispflicht als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld zu ahnden. Bei der Bemessung könnte die finanzielle Lage im Einzelfall Berücksichtigung finden. Zugleich ruft Buschmann dazu auf, weiter auf Überzeugung und Aufklärung zu setzen.

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+++ 02:00 Deutschland nutzt EU-Corona-Hilfen nur für wenige neue Projekte +++

Deutschland und Österreich nutzen die Gelder aus dem Corona-Aufbaufonds der EU laut einer Studie nur für wenige neue Investitionen. Die meisten durch den Fonds finanzierten Projekte liefen schon vor der Einigung über die Hilfen oder seien bereits geplant gewesen, schrieb das Forschungsnetzwerk EconPol. "Das deutet darauf hin, dass die EU-Mittel in diesen Ländern hauptsächlich dazu verwendet werden, um nationale Ausgaben zu ersetzen, die die Regierungen ohnehin getätigt hätten", sagte der Ko-Autor der Studie Mathias Dolls. Die Idee des Wiederaufbaufonds der EU sei eigentlich gewesen, neue Projekte zu finanzieren, um nationale Anstrengungen zu unterstützen und nicht zu ersetzen, sagten die Ko-Autoren Daniel Gros und Francesco Corti. Der Studie zufolge seien nur 20 Prozent der durch die EU-Gelder finanzierten Investitionsprojekte in Deutschland neu.

+++ 01:18 Omikron-Variante in den USA dominant +++

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in den USA nach Angaben der Regierung mittlerweile die vorherrschende Variante. 73 Prozent der Neuansteckungen in den Vereinigten Staaten seien auf Omikron zurückzuführen, teilt die US-Seuchenbehörde CDC mit.

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+++ 01:03 Ramelow ruft Skeptiker zu Impfung mit Novavax auf +++

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat bisher nicht geimpfte Bürger vor allem in Ostdeutschland aufgerufen, sich mit dem neu zugelassenen Totimpfstoff Novavax impfen zu lassen, wenn sie den mRNA-Impfstoffen skeptisch gegenüberstehen. "Der erste Totimpfstoff ist jetzt von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassen worden; ein zweiter wird bald folgen", sagte der Linke-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich sage denjenigen, die den mRNA-Impfstoffen ablehnend gegenüberstehen und derzeit demonstrieren gehen: Wenn sie sich ernst nehmen, dann müssen sie sich nun auch impfen lassen." Jetzt gehe es nur noch um die Produktion und darum, genügend Impfstoff bereitzustellen, fügte Ramelow hinzu.

+++ 00:38 Iran plant neue Einschränkungen wegen Omikron +++

Der Iran will wegen der neuen Omikron-Variante erneut strenge Corona-Einschränkungen bis hin zum Lockdown einführen. "Wegen der neuen Omikron-Variante planen wir mit einem Umdenken im Corona-Krisenstab", sagte Gesundheitsminister Bahram Ejnollahi bei einem Krisentreffen in Teheran. Wegen der Wirtschaftskrise im Iran wollte die Regierung von Präsident Ebrahim Raisi erneute Beschränkungen eigentlich unbedingt vermeiden.

+++ 23:23 Expertenrats-Mitglied sieht keine Chance für Großveranstaltungen +++

Der Kommunal-Vertreter im Corona-Expertenrat der Bundesregierung, Stefan Sternberg, hat sich in der derzeitigen Pandemielage gegen Großveranstaltungen ausgesprochen. "Ich sehe im Moment überhaupt gar keine Chance mehr für Großveranstaltungen", sagte der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern in den ARD-"Tagesthemen". Wenn man schaue, wie es in den Nachbarländern zu dem drastischen Aufwuchs der Corona-Infektionen gekommen sei, dann könne man da definitiv sehen, dass das Großveranstaltungen gewesen seien. Sie hätten wegen der hohen Ansteckung der Variante Omikron dazu geführt, dass sich das Infektionsgeschehen ausgedehnt habe.

+++ 22:56 EU will schneller auf Krisen wie Covid-19 reagieren +++

Die EU will auf Gesundheitskrisen wie die Corona-Pandemie schlagkräftiger reagieren können. Dazu verständigten sich die EU-Staaten auf ein Gesetz, das im Krisenfall den einfacheren Kauf von Impfstoff, Medizinprodukten und Medikamenten für alle Mitgliedstaaten ermöglichen soll. Zudem sollen Produktionskapazitäten überwacht und kurzfristig hochgefahren werden können. Ein Großteil dieser Aufgaben dürfte von der neuen EU-Behörde zur Vorsorge von Gesundheitskrisen Hera (Health Emergency Preparedness and Response Authority) übernommen werden. Sie soll gesundheitliche Notstände verhindern, gefährliche Erreger schneller entdecken sowie im Krisenfall zügig reagieren.

+++ 22:28 Fast 16.000 Covid-Patienten in französischen Kliniken +++

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen ist in Frankreich erstmals seit Mai über 3000 gestiegen. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörden erhöhte sich die Zahl der Krankenhauseinweisungen gegenüber dem Vortag um fast 400 auf 15.918. Binnen eines Tages zählten die französischen Behörden 15.075 Neuinfektionen, die Zahlen sind montags jedoch generell niedrig. In den vergangenen sieben Tagen stieg die Zahl der Neuinfektionen im Schnitt um 52.885 pro Tag.

+++ 22:07 Thailand prüft wegen Omikron schärfere Einreiseregeln +++

Reisen nach Thailand könnten wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus bald wieder schwieriger werden: Das quarantänefreie "Test&Go"-Modell, wonach vollständig geimpfte Touristen seit November bei der Einreise nur noch einen PCR-Test machen und dann eine Nacht in ihrem Hotel auf das Ergebnis warten müssen, wird womöglich vorübergehend auf Eis gelegt. Dann würden eventuell wieder strengere Einreiseregeln gelten, wahrscheinlich speziell für Länder mit einer erheblichen Omikron-Ausbreitung, zitiert der Sender "Nation TV" die Gesundheitsbehörden. Laut Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul wurden in Thailand bislang 63 Fälle der Omikron-Variante bei Einreisenden verzeichnet. 20 weitere Verdachtsfälle werden derzeit noch überprüft. Die Behörden wollen deshalb noch in dieser Woche prüfen, ob die Einreisebestimmungen wieder verschärft werden. Wie lange Touristen dann in Quarantäne müssten, ist aber noch unklar.

+++ 21:55 WHO soll Vakzin-Daten von Sputnik V bis Jahresende erhalten +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll die jüngsten klinischen Daten zum russischen Impfstoff Sputnik V bis Ende Dezember erhalten. Inspektionen der Produktionsstätten des Vakzins seien für Februar geplant, teilt ein WHO-Vertreter mit. Der Impfstoff ist weder von der WHO noch von der europäischen Behörde EMA zertifiziert. Im vergangenen Jahr hat die WHO neun Covid-19-Impfstoffen eine Notzulassung erteilt.

+++ 21:37 Günther: Schleswig-Holstein mit Regeln für Weihnachten gerüstet +++

Trotz der Ausbreitung der Omikron-Virusvariante sieht Ministerpräsident Daniel Günther derzeit keine Notwendigkeit für eine Verschärfung der Corona-Vorschriften in Schleswig-Holstein noch vor Weihnachten. "Ich sehe uns mit dem Regelwerk, das wir haben, auch für die Weihnachtstage gut gerüstet", sagt der CDU-Politiker. Am morgigen Dienstag wollen Bund und Länder erneut über die Lage in der Pandemie beraten. Obwohl Schleswig-Holstein das Bundesland mit der niedrigsten Zahl an Corona-Fällen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist, habe es auch die strengeren Kontaktregeln für Ungeimpfte mitgetragen, sagt Günther.

+++ 21:00 US-Seuchenbehörde warnt vor Reisen nach fast ganz Europa +++

Die US-Seuchenbehörde CDC stuft nun auch Spanien, Finnland und sechs weitere Länder in ihrer höchsten Pandemie-Risikoklasse ein. Diese umfasst inzwischen mehr als 80 Staaten, darunter fast ganz Europa. Neu aufgenommen werden auch der Tschad, der Libanon, Bonaire, Monaco, San Marino und Gibraltar. Die CDC rät US-Bürgern von Reisen in diese Staaten ab.

+++ 20:41 WHO: Omikron infiziert auch die Geimpften +++

Die Omikron-Mutation des Coronavirus breitet sich schneller aus als Delta-Variante. Zudem infiziere Omikron Menschen, die bereits geimpft oder genesen seien, teilt WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus mit. "Es gibt nun den Beweis, dass sich Omikron deutlich schneller ausbreitet als die Delta-Variante", sagt er. Es sei auch wahrscheinlicher, dass Menschen, die geimpft oder genesen seien, sich infizierten oder wieder infizierten. Die WHO-Chefwissenschaftlerin Soumya Swaminathan sagt, Omikron sei eine Immunflucht-Variante. Deshalb sollten die Auffrischungsimpfungen zunächst Personen mit einem geschwächten Immunsystem angeboten werden.

+++ 20:16 Tausende protestieren in Sachsen-Anhalt und Sachsen gegen Maßnahmen +++

In Sachsen-Anhalt sind erneut Tausende Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. In Magdeburg trafen sich laut Polizei am heutigen Montag rund 3000 Menschen zu einer nicht angemeldeten Demonstration am Domplatz. Sie seien auf Abstand gelaufen, die Menschen verhielten sich friedlich, sagt eine Polizeisprecherin. In anderen Städten demonstrierten zusammengenommen weitere rund 5000 Menschen. Auch in Sachsen kamen in verschiedenen Städten Hunderte Menschen zu nicht genehmigten Aufzügen, die als angebliche Spaziergänge deklariert wurden, zusammen.

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+++ 19:57 In Sachsen steigt die Inzidenz stark an +++

In sieben Bundesländern steigt die Sieben-Tage-Inzidenz - in einem sogar deutlich. Der stärkste Anstieg ist in Sachsen zu erkennen: Dort springt das Fallaufkommen pro 100.000 Einwohner und Woche um 28,80 auf 719,2. Drei Länder verbuchen dagegen einen deutlichen Rückgang bei der Inzidenz. In Thüringen sinkt der Wert um 21,90 auf 814,7, in Baden-Württemberg um 16,70 auf 328,9 und in Sachsen-Anhalt um 16,10 auf 659,7.

+++ 19:32 Bundesländer melden 15.725 Neuinfektionen und 184 Todesfälle +++

Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 6.815.938 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 15.725 neue Fälle hinzu. Das sind 20,1 Prozent weniger als am vergangenen Montag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 184 auf 108.469. Als aktuell infiziert gelten rund 834.900 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,85 angegeben (Vortag: 0,89). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4619 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2663 davon werden invasiv beatmet. 3641 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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