Panorama

Chronologie der Rettung in Chile Bergleute zwei Monate unter Tage

17 Tage suchen Rettungstrupps nach einem Lebenszeichen der 33 verschütteten chilenischen Minenarbeiter. Ein Überlebenszeichen halten sie mittlerweile für sehr unwahrscheinlich. Dann die Sensation: Die Kumpel werden gehört, sie haben alle überlebt. Eine Rettungsaktion sondergleichen beginnt.

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Die Kumpel können ihre Rettung kaum mehr erwarten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach gut zwei Monaten unter Tage rückt die Rettung der eingeschlossenen Bergleute in Chile immer näher. Sie können vermutlich schon ab dem 13. Oktober ans Tageslicht geholt werden, nachdem die Bohrung eines ersten Rettungsschachts am 9. Oktober abgeschlossen wurde. Doch wie ist es zu dem Unglück gekommen?

5. August

Die kleine Gold- und Kupfermine San José am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste stürzt ein. Von den 33 Bergleuten fehlt zunächst jedes Lebenszeichen.

7. August

Die ersten Rettungsversuche entwickeln sich zu einem Drama: Helfer müssen ihre Suche abbrechen, nachdem sie durch einen Steinschlag beinahe selbst verschüttet werden.

12. August

Das Bergbauministerium erklärt, die Wahrscheinlichkeit, die Kumpel noch lebend zu finden, sei "gering".

22. August

Die Sensationsmeldung geht um die Welt: Die Verschütteten werden knapp 700 Meter unter Tage lebend geortet. Mit einer Sonde schicken sie zwei kleine Briefe nach oben. Eine Kamera zeigt erste Bilder der Kumpel.

23. August

Zu den Bergarbeitern wird erstmals Verpflegung heruntergelassen.

25. August

Die Kumpel erfahren, dass ihre Rettung sich womöglich bis Weihnachten hinziehen könnte.

29. August

Die Bergleute dürfen erstmals über Funk mit ihren Angehörigen sprechen. Die Kumpel steigen tiefer in einen kühleren Teil der Mine hinab, da sich einige in der feuchten Luft der Notkammer Geschwüre und Infektionen zugezogen haben.

30. August

Die Bohrungen für den ersten Rettungsschacht beginnen.

4. September

Die Bergleute und ihre Angehörigen sehen sich per Videoschalte erstmals wieder.

5. September

Die Bohrungen für den zweiten Schacht beginnen. Der Bohrer erreicht knapp zwei Wochen später die Verschütteten - der Schacht muss für eine Rettung aber noch erheblich erweitert werden.

19. September

Noch ein weiterer Bohrer kommt zum Einsatz.

30. September

Die Familien von 29 der 33 eingeschlossenen Bergleute reichen eine Schadensersatzklage gegen den Betreiber der Mine ein.

1. Oktober

Die Rettungsarbeiten kommen schneller voran als gedacht: Die Behörden halten erstmals eine Rettung noch im Oktober für möglich.

9. Oktober

Die Bohrung des Rettungsschachtes ist abgeschlossen. Nach Angaben von Bergbauminister Laurence Golborne können die Kumpel vermutlich ab dem 13. Oktober einzeln in einem Fahrkorb aus der Mine geborgen werden.

10. Oktober

Arbeiter beginnen mit der Stabilisierung eines 96 Meter langen Abschnitts des Rettungsschachtes durch Metallröhren.

11. Oktober

Die Stabilisierung des Schachtes ist abgeschlossen, die Installierung des Bergungsmaterials kann beginnen.

Quelle: n-tv.de, AFP

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