Panorama

Biden zeigt sich erschüttert Campus-Polizisten in USA erschossen

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Die Polizei führt eine Untersuchung nach der Schießerei am Bridgewater College durch.

(Foto: dpa)

Allein im vergangenen Jahr verlieren 44.000 Menschen durch Schusswaffen ihr Leben. An einer Hochschule und einer Schule werden nun wieder mehrere Menschen erschossen. US-Präsident Biden meldet sich nach der Gewalt zu Wort.

Bei zwei verschiedenen Attacken an Bildungseinrichtungen in den USA sind insgesamt drei Menschen erschossen worden. An einer Hochschule im US-Bundesstaat Virginia kamen zwei Campus-Polizisten nach Schüssen ums Leben. Ein 27-jähriger Verdächtiger wurde nach dem Vorfall am Dienstag festgenommen, wie Hochschule und Polizei mitteilten. Den Behörden zufolge ist er wegen Mordes angeklagt.

Die Tat hatte sich am Mittag auf dem Campus des Bridgewater College ereignet. Der mutmaßliche Schütze war zunächst geflohen und wurde dann kurze Zeit später gefasst. Die Hintergründe der Tat sind noch offen.

"Heute hat unsere Campus-Gemeinschaft eine unsägliche Tragödie erlebt. Zwei Mitglieder der Bridgewater College-Familie wurden uns sinnlos und gewaltsam genommen", teilte College-Präsident David W. Bushman auf der Webseite der Hochschule mit. Die beiden Polizisten seien befreundet gewesen. "Ich weiß, dass wir alle so viele Fragen und nicht viele Antworten haben", so Bushman weiter.

Ein weiterer Fall von Waffengewalt erschütterte die Menschen im Bundesstaat Minnesota. Zwei Schüler waren dort vor ihrer Schule angeschossen worden - einer von ihnen starb. Das Todesopfer wurde Medienberichten zufolge als Sohn eines Black-Lives-Matter-Aktivisten identifiziert. Verdächtige flohen vom Tatort. Auch hier war der Hintergrund der Tat noch offen. Ebenfalls am Dienstag wurde ein ehemaliger Dozent der kalifornischen Universität UCLA festgenommen. Er soll zuvor mit Gewalt gegen die Hochschule gedroht haben.

Biden betet für Familien der Verstorbenen

In den USA kommt es immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen, weil Schützen an Schulen oder Hochschulen das Feuer eröffnen. US-Präsident Joe Biden fordert schon lange strengere Waffengesetze in den USA. Auf Twitter erklärte er, er und seine Frau Jill, eine Lehrerin, "beten für die Familien der Verstorbenen". Er schrieb weiter: "Waffengewalt gegen Beamte ist abscheulich und muss ein Ende haben".

Die Gefahr durch Schusswaffen ist in den vergangenen Jahren in den USA stark gestiegen. In der Pandemie und im Zuge der Massenproteste gegen rassistische Polizeigewalt stieg der Waffenverkauf. 2020 erreichte die Zahl der verkauften Waffen mit 23 Millionen Stück einen Rekord, wie das Beratungsunternehmen Small Arms Analytics & Forecasting berichtet.

Etwa 40 Prozent der erwachsenen US-Bürger leben in einem Haushalt, in dem es mindestens eine Waffe gibt. Unter den 44.000 Menschen, die laut Zählung der unabhängigen Forschungsgruppe Gun Violence Archive 2021 durch Waffen ihr Leben verloren, waren auch 1517 Kinder und Jugendliche. Mehr als die Hälfte der Opfer tötete sich selbst.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP/dpa

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