Panorama

"You'll never walk alone" Klopp spricht festsitzenden Jungen Mut zu

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Klopp nimmt Anteil am Schicksal der Jugendlichen in Thailand.

(Foto: imago/ActionPictures)

Das Schicksal der in einer Höhle eingeschlossenen thailändischen Jugendfußballer geht auch der Sportwelt nahe. Teammanager Klopp zitiert das Vereinsmotto des FC Liverpool, um die Jungen zu ermuntern. Bei einer Hilfsaktion stirbt indes ein Höhlentaucher.

Star-Teammanager Jürgen Klopp vom FC Liverpool bangt mit dem in einer überschwemmten Höhle eingeschlossenen Fußballteam aus Thailand und hat den Jungen und ihrem Trainer Mut zugesprochen. "Bleibt stark und seid euch gewiss, dass wir bei euch sind", sagte Klopp in einer Videobotschaft für den US-Sender CNN.

"Wir verfolgen alle Nachrichten und hoffen jede Sekunde, dass ihr wieder Tageslicht sehen werdet. Wir sind alle sehr optimistisch, dass es passieren wird - hoffentlich in Minuten, Stunden oder den nächsten Tagen", sagte Klopp und zitierte das Vereinsmotto des FC Liverpool: "You'll never walk alone".

Auch Brasiliens Ex-Weltmeister Ronaldo berührt das Drama der zwölf Jungen im Alter zwischen 11 und 16 Jahren sowie ihres Trainers. "Es sind schreckliche Nachrichten, und die Welt des Fußballs hofft, dass jemand einen Weg finden kann, diese Kinder von dort wegzubringen", sagte der 41-Jährige.

Innenverteidiger John Stones hofft wie der Rest der englischen Nationalmannschaft, dass die Eingeschlossenen gerettet werden können. "Es ist so traurig, zu sehen, wo sie sind und wir hoffen, dass sie gesund und munter rauskommen", sagte Stones.

Am Morgen war bei der Rettungsaktion ein Helfer ums Leben gekommen. Der Ex-Soldat der thailändischen Militäreinheit Navy Seal sei ertrunken, als er als freiwilliger Helfer im Einsatz gewesen sei, sagte der Vize-Gouverneur der Region Chiang Rai, Passakorn Boonyaluck. Der Mann wollte Sauerstoff in die Höhle bringen, auf dem Rückweg habe er selbst nicht mehr genug Sauerstoff gehabt.

Die Fußball-Mannschaft und ihr Trainer waren am Montag nach neuntägiger Suche lebend in der kilometerlangen Tham-Luang-Höhle im Norden Thailands von britischen Tauchern entdeckt worden. Sie wurden mit Lebensmitteln versorgt und medizinisch betreut. Die endgültige Rettung des Fußballteams ist aber kompliziert, da viele Kammern der Höhle überflutet sind. Zudem sei das Zeitfenster "begrenzt", sagte der Navy-Seal-Kommandeur Apakorn Yookongkaew. Er räumte damit offiziell ein, dass die Jungen nicht das Ende der Monsunzeit abwarten können.

Quelle: ntv.de, jgu/sid