Panorama

Nacktfotos an Highschool getauscht Mehr als 100 Schüler bilden Sexting-Ring

In einer US-amerikanischen Kleinstadt sollen mindestens hundert Schüler an einem Sexting-Ring beteiligt sein. Offenbar haben sie Hunderte Nacktfotos untereinander getauscht. Die US-Justiz steht vor einem Problem.

Mindestens hundert Schüler einer High School in Cañon City im US-Bundesstaat Colorado sind an einem Sexting-Skandal beteiligt. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf die Behörden der Kleinstadt. Demnach haben die Schüler in der Vergangenheit hunderte Nacktfotos untereinander getauscht.

Der Aufsichtsbeamte des lokalen Schulsystems, George Welsh, teilte mit, dass an der Schule zwischen 300 und 400 Nacktfotos im Umlauf waren, darunter Bilder "von mit großer Sicherheit hundert verschiedenen Kindern". "Das ist eine große Zahl", sagte er der Zeitung. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei einem Teil der Kinder um Schüler der High School handele, aber auch Schüler der Middle School seien involviert. Unter ihnen sollen sich Achtklässler befinden.

Football-Team im Fokus

Im Zentrum des Sexting-Rings steht laut Welsh das Football-Team der Schule. Mädchen und Jungen sollen aber in etwa gleicher Zahl an dem Sexting beteiligt gewesen sein. Nach dem Bericht der "New York Times" hat es bereits mehrere Treffen der Eltern der beteiligten Schüler gegeben, bei denen diskutiert wurde, wie man mit dem Fall umgehen solle. Das Sexting-Problem ist an US-High-Schools durchaus nicht unbekannt – die Größenordnung schocke allerdings die gesamte Kleinstadt, so die "New York Times".

Die Behörden der 16.000-Einwohner-Stadt stehen derweil vor einem anderen Problem. Der Besitz sowie die Verbreitung von Kinderpornografie sind laut US-Recht Straftaten. Allerdings sind die meisten der beteiligten Kinder noch minderjährig und haben selber Fotos von sich verbreitet.

Der Bezirksstaatsanwalt sagte der Zeitung, er sei nicht daran interessiert, Hunderte von Kindern festzunehmen. Sollte er Anzeige erstatten, würde er "diskret" sein. Es ginge aber darum zu prüfen, ob Eltern involviert waren oder ob Kinder zur Teilnahme gezwungen wurden.

Quelle: n-tv.de, jgu

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