Panorama

Attentäter identifiziert Mindestens 50 Tote bei Schießerei in Las Vegas

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Die Polizei sieht sich noch nicht in der Lage, genaue Zahlen zu Toten und Verletzten des Angriffs zu machen.

(Foto: dpa)

Am berühmten Strip von Las Vegas spielen sich grauenhafte Szenen ab. Auf einem Musikfestival werden mehr als 50 Menschen durch Schüsse getötet. Mehr als 200 werden verletzt. Der Attentäter sei inzwischen ausgeschaltet worden, meldet die Polizei.

Bei dem Angriff auf ein Freiluftkonzert in Las Vegas sind nach neuen Angaben mehr als 50 Menschen getötet worden. Es ist damit das tödlichste derartige Verbrechen in der US-Kriminalgeschichte. Den Namen des Schützen, der nach dem Angriff getötet wurde, gaben die Ermittler mit Stephen Paddock an. Die Schüsse auf das Country-Music-Konzert waren aus dem 32. Stockwerk des Casino-Hotels Mandalay Bay abgegeben worden, der mutmaßliche Schütze wurde von der Polizei getötet.

Laut Lombardo haben Beamte den mutmaßlicher Attentäter inzwischen gestellt und getötet. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass es keine weiteren Schützen gab. "Wir glauben, dass es ein Einzeltäter ist. Ein einsamer Wolf." Die Begleiterin des Täters, nach der die Polizei gefahndet hatte, wurde inzwischen gefunden.

Zum Hintergrund und Motiv des mutmaßlichen Täters konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der Mann sei als Einwohner von Las Vegas identifiziert worden. Nach ersten Erkenntnissen habe der Mann keine Verbindungen zu Extremisten oder militanten Gruppen gehabt.

Schütze feuerte aus 32. Stock

Um kurz nach 22 Uhr Ortszeit hatte der Täter das Feuer aus dem 32. Stock des Mandalay Bay Hotels auf den Zuschauerbereich des Open-Air-Konzerts von Countrysänger Jason Aldean eröffnet. Handy-Videos zeigen, wie Menschen sich in Panik auf den Boden werfen und versuchen, aus dem Bereich des Konzerts zu entkommen. Unzählige Schüsse aus einer automatischen Waffe sind zu hören. "Wir krochen über Tote", berichtete eine Konzertbesucherin.

Der Zuschauerbereich des Open-Air-Konzerts wurde für viele Opfer offenbar zur Falle. Die Besucher konnten durch die Ausgänge nur langsam entkommen, und waren auf der offenen Fläche den Schüssen schutzlos ausgesetzt. Dem Sender ABC beschrieb ein Augenzeuge den Ort als "Todes-Box". Etwa 20 Minuten lang habe das Gewehrfeuer angehalten. Etwa 30.000 Menschen sollen das Konzert besucht haben.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, den Bereich um das Festival zu meiden. Flüge vom und zum nahegelegenen Flughafen wurden zwischenzeitlich gestoppt. Der "Strip", Las Vegas berühmte Hotel- und Casino-Meile, ist weiterhin komplett abgesperrt.

"Heute Nacht war mehr als schrecklich", schrieb der Sänger Aldean. "Mir fehlen immer noch die Worte, aber ich wollte euch wissen lassen, dass ich und meine Crew in Sicherheit sind. Meine Gedanken und Gebete gelten allen, die heute Nacht betroffen waren." Es schmerze ihn zutiefst, fuhr der Sänger fort, dass dies Menschen zugestoßen sei, "die gekommen sind, um Freude zu haben". Es hätte, so Aldean, "eine Nacht mit Spaß sein sollen".

Quelle: ntv.de, mbo/bdk/dpa

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