Panorama

"Orientierung ist da" NDR beendet Corona-Podcast mit Drosten

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Offiziell heißt es "Coronavirus-Update", für viele war es der Drosten-Pocast.

(Foto: picture alliance / Flashpic)

Über Monate hinweg erklären die Virologen Drosten und Ciesek den Menschen in einem Podcast die Pandemielage, Übertragungswege, exponentielles Wachstum und andere wissenschaftliche Erkenntnisse zum Coronavirus. Nun ist Schluss damit.

Der NDR beendet seinen Podcast "Das Coronavirus-Update". Die vorläufig letzte Folge werde am 29. März ausgestrahlt, teilte der Journalist Norbert Grundei bei Twitter mit. Er hatte das Format zu Beginn der Corona-Krise erfunden.

Ende Februar 2020 war der Podcast das erste Mal auf Sendung gegangen. Dabei sprachen Wissenschaftsjournalistinnen des NDR zunächst ausschließlich mit Christian Drosten, dem Chef-Virologen der Berliner Charité. Später kam als weitere Gesprächspartnerin die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hinzu.

Wie Grundei in einem Gespräch mit dem Deutschen Journalistenverband sagte, sei das Ziel gewesen, Hörern und Hörerinnen zunächst "täglich den aktuellen Stand der Wissenschaft zum neuartigen Coronavirus zu geben". Später wurde daraus ein wöchentliches Format, dann ein zweiwöchentliches. Grundei zufolge arbeiteten zeitweise bis zu zehn Journalistinnen und Journalisten sowie Techniker an dem Projekt.

Lernen am Virus

Bisher wurden 129 Folgen produziert, die sich meist an der Entwicklung des Infektionsgeschehens orientierten oder von neu veröffentlichten Studien inspiriert wurden. Die Virologen Drosten und Ciesek ordneten die neu gewonnenen Erkenntnisse wissenschaftlich ein und gaben zum Teil auch Empfehlungen für gesellschaftliche Maßnahmen.

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"Ich habe das Gefühl, dass die Orientierung in der Pandemie da ist", sagte Drosten in der neusten Folge am Dienstagabend. Vielleicht gebe es gegen Ende des zweiten Quartals wieder Informationsbedarf hinsichtlich der Update-Impfung. "Bis dahin bleibt nicht mehr viel zu sagen", so der Virologe.

Mit Blick auf den Sommer und Winter machte Drosten den Zuhörenden Mut: "Ich glaube nicht, dass wir bei uns eine ungebändigte Welle im Sommer sehen." Trotzdem rät er dazu, anders als in anderen Ländern, die Maskenpflicht in Innenräumen beizubehalten: "Das Tragen einer FFP2-Maske in Innenräumen ist auf längere Sicht sicherlich die effizienteste Maßnahme, die man aufrechterhalten sollte."

Quelle: ntv.de, sba

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