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Nach dem Missbrauch zahlte der Schaffner seinen Opfern teilweise zehn bis 90 Euro.
Nach dem Missbrauch zahlte der Schaffner seinen Opfern teilweise zehn bis 90 Euro.(Foto: dpa)
Montag, 25. Juni 2018

Jungen im Zug angelockt: Schaffner muss für Missbrauch lange in Haft

Während seiner Arbeit als Zugbegleiter spricht ein 48-Jähriger immer wieder Jungen an, lädt sie zu sich ein und missbraucht sie sexuell. Ganze 220 Taten werden ihm vorgeworfen - und es ist nicht das erste Mal, dass der Mann verurteilt wird. Nun muss er ins Gefängnis.

Ein Zugbegleiter ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs von sechs Kindern und Jugendlichen zu einer Gesamtstrafe von siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte zuvor ein umfassendes Geständnis abgelegt und seinen minderjährigen Opfern damit eine Aussage vor Gericht erspart, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Freiburg. Dem Angeklagten wurden mehr als 220 Taten zwischen Juni 2013 und Oktober 2017 zur Last gelegt.

Um an seine zwischen 12 und 17 Jahre alten Opfer heranzukommen, hatte der 48-Jährige sie während seiner Arbeit als Schaffner in Regionalzügen angesprochen und zu sich nach Hause eingeladen. Dort vergewaltigte und missbrauchte er sie. Alle Taten geschahen in seiner Wohnung in einer Stadt im Südwesten Baden-Württembergs. Zum Teil hatte er den Jungen dafür zwischen 10 und 90 Euro gegeben. Außerdem ließ der Mann sich Schulden, die die Jungen zwischenzeitlich bei ihm gemacht hatten, mit Sex bezahlen.

Der Mann war schon vorher einschlägig vorbestraft. Wegen ähnlicher Sexualstraftaten wurde er 2016 bereits zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das nun verhängte Strafmaß setzte sich daher aus zwei separaten Freiheitsstrafen zusammen: Zum einen für die vor der Verurteilung zur Bewährungsstrafe begangenen Taten und zum anderen für die Taten, die danach begangen wurden.

Mit dem Strafmaß folgten die Richter im Wesentlichen dem Antrag von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die Verteidigung hatte eine mildere Strafe gefordert, ohne diese genau zu beziffern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: n-tv.de