Panorama

Angriff auf Casino in Manila Täter war früherer Finanzbeamter

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Auf Überwachungsbildern war der Mann während der Tat zu sehen.

(Foto: AP)

Zunächst befürchten die philippinischen Behörden einen Terrorangriff. Aber die Attacke auf ein Casino in Manila war wohl die Tat eines Einzelnen, nun weiß die Polizei auch, wer er war.

Nach dem Angriff auf ein Spielcasino mit Dutzenden Toten in Manila hat die Polizei jetzt den Täter identifiziert. Verantwortlich für den Angriff, in dessen Verlauf 37 Menschen ums Leben gekommen waren, sei ein 42-jähriger ehemaliger Finanzbeamter, teilte die Polizei in Manila mit.

Der Mann habe hohe Spielschulden gehabt und sei wegen seiner finanziellen Probleme entlassen worden. "Dies war kein terroristischer Akt, sondern vielmehr die Tat eines Einzelnen, wie wir es gesagt hatten", erklärte dazu Polizeichef Oscar Albayalde.
 

Der bewaffnete Mann hatte in der Nacht zum Freitag die weitläufige Anlage des Casinos Resorts World Manila in der philippinischen Hauptstadt gestürmt und um sich geschossen. Dabei traf er aber nur Bildschirme und Fernseher. Auf die Besucher und das Personal zielte er offenbar nicht.

Den Menschen wurde jedoch zum Verhängnis, dass er dann auch Teppiche und Spieltische mit Benzin übergoss und anzündete. Durch den Brand entstand so dicker Rauch, dass sie es nicht mehr nach draußen schafften. Bei dem Brand erstickten 37 Menschen. Auch der Angreifer kam ums Leben. Auf Videoaufzeichnungen ist unter anderem zu sehen, wie der Bewaffnete das Feuer legt.

Die Leiche des Mannes wurde später in einem Zimmer des Hotels "Maxims" gefunden, Raum Nummer 510. "Er hatte eine Schusswunde im Kopf und war schwer verbrannt", berichtete Manilas Polizeichef. "Wir vermuten, dass er Benzin über sich geschüttet hat, eine Decke über sich gelegt und angezündet. Dann hat er sich erschossen, bevor er völlig verbrannt war."

Am Samstag hatte das Casino Entschädigungen für die Familien der Opfer angekündigt. Das Unternehmen werde die Kosten für die Begräbnisse der Opfer übernehmen und jeder betroffenen Familie eine Million Pesos (knapp 18 000 Euro) zahlen, sagte Manager Stephen Reilly von Resorts World Manila. "Mit der finanziellen Unterstützung hoffen wir, dass wir den Familien helfen können, ihre Bedürfnisse in dieser schwersten Zeit zu meistern."

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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