Panorama

"Rammasun" zieht Richtung Vietnam Taifun fordert 40 Todesopfer auf Philippinen

Der bislang stärkste Sturm der Saison kostet mindestens 40 Menschen auf den Philippinen das Leben. "Rammasun" hinterlässt eine Schneise der Verwüstung: Zehntausende Häuser liegen in Trümmern. Erinnerungen an den Horror-Sturm 2013 werden wach.

Entwarnung auf den Philippinen: Taifun "Rammasun" ist über die Inselgruppe hinweggezogen. Allerdings sind zahlreiche Tote zu beklagen. Durch das Unwetter mit Sturmfluten, heftigen Regenfällen und Sturmböen kamen mindestens 40 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer wurden durch umstürzende Bäume und Wände oder losgerissene Dächer und Masten erschlagen. 17 Menschen wurden verletzt, mindestens 4 Menschen werden noch vermisst.

Aber die genaue Zahl der Opfer und das Ausmaß der Zerstörungen bleiben auch einen Tag später noch unklar. Aus einigen Regionen gebe es wegen unterbrochener Strom- und Telefonleitungen noch keine Schadensberichte, sagte eine Sprechern der Behörde für Katastrophenschutz.

Zehntausende Häuser zerstört, Landesteile weiter ohne Strom

Der Leiter des philippinischen Katastrophenmanagements, Alexander Pama, äußerte sich enttäuscht, dass trotz Massenevakuierungen und eindringlicher Aufforderungen an die Bevölkerung, sich zu Hause zu verbarrikadieren, so viele Menschen ums Leben kamen. "Wir müssen herausfinden, warum viele unserer Landsleute die Warnungen missachteten", sagte er.

Der Wirbelsturm zerstörte mindestens 26.000 Häuser, beschädigte Brücken und löste Erdrutsche aus. Mehr als eine halbe Million Menschen suchte Schutz in Notunterkünften. "Rammasun" war der bislang stärkste Sturm in dieser Saison und hatte das Land zwei Tage lang im Griff. 

Noch immer sind in der Region um die Hauptstadt Manila rund zwei Millionen Menschen ohne Strom. Auch in den östlichen Provinzen sei die Stromversorgung unterbrochen, Millionen von Menschen seien davon betroffen, sagte Energieminister Jericho Patilla: "Es wurden etwa 1500 Strommasten zerstört. Es wird Wochen dauern, alles zu reparieren."

Kein Vergleich zu 2013

Der Elektrizitätskonzern Meralco rechnete damit, dass die Energieversorgung erst am Freitag komplett wiederhergestellt sein wird. In der Region Bicol könnte es nach Regierungsangaben sogar noch bis Dienstag dauern, bis die mehr als fünf Millionen Einwohner wieder Strom haben. In dem verarmten ländlichen Gebiet im Osten der Philippinen traf der Taifun zuerst auf Land.

Aber das Ausmaß der Verwüstung sei geringer als bei Taifun "Haiyan", fügte er hinzu. "Damals mussten wir ganz von vorne anfangen."  Im November 2013 hatte "Haiyan" auf den Philippinen mehr als 6200 Menschen in den Tod gerissen.

Taifun "Rammasun" hat das Gebiet der Philippinen bereits in Richtung Vietnam verlassen, berichtete der Wetterdienst. Doch östlich der Region Mindanao wurde bereits ein neues Tiefdruckgebiet gemeldet.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa/AFP

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