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Todeskandidat hustet und krampft Verurteilter kämpft 13 Minuten mit dem Tod

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Ronald Bert Smith hatte 1994 einen Verkäufer erschossen.

REUTERS

Erneut spielen sich bei einer Hinrichtung in den USA abscheuliche Szenen ab. Ein wegen Mordes verurteilter Mann kämpft minutenlang mit dem Tod. Das eingesetzte Mittel hatte schon in der Vergangenheit zu Problemen geführt.

Bei einer Hinrichtung im US-Bundesstaat Alabama hat sich der wegen Mordes zum Tode verurteilte Mann während der Verabreichung der tödlichen Injektion minutenlang gekrümmt und gehustet. Augenzeugen berichteten, dass Ronald Bert Smith 13 Minuten lang mit dem Tod kämpfte, nachdem ihm das umstrittene Mittel Midazolam gespritzt wurde. Das Mittel soll Todeskandidaten betäuben, bevor anschließend zwei weitere Injektionen gegeben werden. Mit Midazolam war es bereits zuvor zu Zwischenfällen gekommen, der Oberste Gerichtshof hatte die Verwendung aber weiterhin erlaubt.

Der 45-jährige Smith hatte im November 1994 einen Verkäufer in einem Geschäft erschossen. Die Jury empfahl in dem Prozess mehrheitlich eine lebenslange Haft, das Gericht verurteilte Smith dennoch zum Tode. Seine Anwälte hatten versucht, dieses Urteil zu kippen. Zweimal setzte der Oberste Gerichtshof der USA die Vollstreckung der Todesstrafe aus, weil die Verteidiger argumentierten, dem Richter im Mordprozess hätte es nicht erlaubt sein sollen, sich über die Empfehlung der Jury hinwegzusetzen. Beim Obersten Gerichtshof schlossen sich dann aber nur vier Richter dieser Argumentation an - fünf wären notwendig gewesen, um die Hinrichtung zu stoppen.

In der Begründung für die Hinrichtung hieß es, der Mord sei einer Exekution gleichgekommen. Smith habe den Familienvater erst mehrfach geschlagen und dann mit einem Kopfschuss getötet. Vor seiner Hinrichtung wurde Smith von seinen Eltern und seinem Sohn besucht.

Quelle: n-tv.de, bdk

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