Panorama

Deutsche Bahn rächt sich Wand am Hauptbahnhof pinkelt zurück

Die Blase drückt und keine Toilette in Sicht? Wildpinkler haben am Kölner Hauptbahnhof ab sofort schlechte Karten: Wer hier seine Notdurft verrichten will, muss damit rechnen, dass der Urinstrahl auf der eigenen Hose landet.

Die Wildpinkler am Kölner Hauptbahnhof sind der Deutschen Bahn schon lange ein Dorn im Auge. Deshalb hat sich das Unternehmen etwas einfallen lassen und übt ab sofort "feuchte" Rache.

*Datenschutz

Warnschilder und Spezialfarbe sollen Wildpinkler davon abhalten, das Parkhaus in der Kölner Maximinenstraße zur öffentlichen Toilette verkommen zu lassen. "Hier nicht pinkeln! Wand pinkelt zurück", heißt es auf den blauen Schildern. Was für Passanten recht amüsant klingt, kann für jeden, der die Warnung ignoriert, ziemlich unangenehme Folgen haben.

Denn es handelt sich keineswegs um eine leere Drohung. "Wir haben die Wand über die gesamte Breite von 30 Metern bis zu einer Höhe von einem Meter mit einem besonderen, extrem feuchtigkeitsabweisendem Lack beschichtet, der dazu führt, dass der an die Wand gerichtete Strahl etwa im selben Winkel zurückkommt", zitiert der "Kölner Stadt-Anzeiger" einen Bahn-Mitarbeiter. "Damit die urinierenden Personen sich nicht unverhofft selbst beschmutzen, haben wir Warnschilder aufgehängt", so die Bahn.

Einmal im Jahr muss der Zauberlack mit dem Namen "Ultra Ever Dry" erneuert werden. Der Wildpinkler-Schutz kostet den Angaben des "Kölner Express" zufolge um die 550 Euro pro Quadratmeter.

In Hamburg und San Francisco wird die Abschreck-Methode bereits seit einiger Zeit mit Erfolg angewandt. Allerdings zeigte sich der Kölner "Express" nach einem Praxistest mit einer limonadengefüllten Wasserpistole enttäuscht: "Das Limo-Wasser platscht lediglich müde ab und staut sich am Boden. Schade!"

Quelle: n-tv.de, dsi

Mehr zum Thema