Politik

Mit der Erhöhung zum 1. Juli 160.000 Rentner werden steuerpflichtig

Grundsätzlich sind fast alle Renten steuerpflichtig. Auch eine Rente aus der Pensionskasse ist davon nicht ausgenommen. Nur der Steuersatz ist hier noch umstritten. Foto: Andrea Warnecke

Schrittweise soll die Besteuerung der Renten bis 2040 ansteigen.

(Foto: dpa)

Die deutschen Renter können sich in diesem Jahr auf ein sattes Plus freuen. Doch für einige von ihnen hat die Erhöhung eine unangenehme Nebenwirkung, denn ihre Rente übersteigt damit den steuerfreien Grundfreibetrag.

Die bevorstehende kräftige Erhöhung der Altersbezüge hat für etliche Rentner einen bitteren Beigeschmack: Sie müssen künftig Einkommensteuer zahlen. Zum 1. Juli würden 160.000 Rentner erstmals steuerpflichtig, heißt es in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Bundestag, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren.

2017 werden damit insgesamt etwa 4,4 Millionen Ruheständler zur Einkommensteuer herangezogen - also jeder fünfte der rund 20 Millionen Rentner. Die Renten steigen zum 1. Juli um 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten.

Der Staat nehme allein durch diese Erhöhung im kommenden Jahr 720 Millionen Euro zusätzlich an Steuern ein, heißt es in dem Schreiben den Angaben zufolge weiter. Die Rentenbesteuerung trat zum 1. Januar 2005 in Kraft und sieht bis 2040 eine schrittweise ansteigende Besteuerung der Altersbezüge vor. Sie betrifft eine jährlich wachsende Gruppe Ruheständler. Grund dafür sind auch Rentenerhöhungen, durch die ihre Einkünfte über dem Grundfreibetrag liegen. Im Gegenzug für die Rentenbesteuerung werden die von Arbeitnehmern eingezahlten Rentenbeiträge über die Jahre immer stärker von der Einkommensteuer freigestellt.

Alleinstehende Rentner müssen im Jahr 2016 bis zu einem Jahreseinkommen von 8652 Euro keine Einkommensteuer zahlen, der Grundfreibetrag bei Verheirateten liegt bei 17.304 Euro.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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