Politik

Afghanistan-Liveticker +++ 22:25 Russland verstärkt "Kampfpotenzial" in Zentralasien +++

Russland verstärkt angesichts der gespannten Lage in Afghanistan nach Angaben von Verteidigungsminister Sergej Schoigu das "Kampfpotenzial" seiner Basen in Zentralasien. Die Stützpunkte in den früheren Sowjetrepubliken Tadschikistan und Kirgistan würden besser ausgestattet, "um auf die Krisensituation zu reagieren", sagte Schoigu. Durch ihren "übereilten Abzug" hinterließen die USA eine zunehmend gefährliche Situation in der Region, sagte Schoigu. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete, verglich Schoigu bei einem Gespräch mit seinem chinesischen Kollegen Wei die USA mit einem "schlechten Dompteur in einem Wanderzirkus". "Der Dresseur ist in Panik aus dem Käfig gerannt und schaut jetzt mit dem ganzen Publikum von außen zu, wie die Mitwirkenden der Vorstellung sich um ein Stück zurückgelassenes Fleisch kabbeln."

+++ 21:48 Biden droht mit weiteren Vergeltungsschlägen +++
US-Präsident Joe Biden droht dem IS-Ableger in Afghanistan mit weiteren Vergeltungsschlägen. "Der Angriff war nicht der letzte. Wir werden weiter alle Personen jagen, die in die abscheuliche Attacke verwickelt sind und diese zur Rechenschaft ziehen", sagte Biden. Jeglicher Angriff auf US-Interessen oder das Militär werde vergolten werden, warnte er.

+++ 21:18 Biden warnt vor weiterem Anschlag in den kommenden "24 bis 36 Stunden" +++
Die USA halten einen weiteren Anschlag auf den Flughafen in der afghanischen Hauptstadt Kabul für "sehr wahrscheinlich". "Die Lage vor Ort ist nach wie vor extrem gefährlich, und die Gefahr von Terroranschlägen auf den Flughafen bleibt hoch", erklärte US-Präsident Joe Biden. Nach Einschätzung der Armeeführung sei "ein Anschlag in den nächsten 24 bis 36 Stunden sehr wahrscheinlich".

+++ 21:01 Maas bricht zu Afghanistan-Mission auf +++
Außenminister Heiko Maas startet am Sonntag eine viertägige Reise in fünf Länder, die alle eine Rolle bei den weiteren Bemühungen um die Ausreise Schutzsuchender aus Afghanistan spielen. Erste Station ist am Sonntag die Türkei, die für den Weiterbetrieb des Flughafens in Kabul und die Aufnahme von Flüchtlingen große Bedeutung hat. Danach besucht der SPD-Politiker mit Usbekistan, Pakistan und Tadschikistan drei Nachbarländer Afghanistans sowie Katar. Das kleine, aber einflussreiche Golfemirat hat sich tatkräftig an den Evakuierungen beteiligt. In der Hauptstadt Doha sitzt außerdem das politische Büro der militant-islamistischen Taliban, das quasi als Außenministerium der neuen Machthaber in Afghanistan fungiert und mit dem der deutsche Unterhändler Markus Potzel seit Tagen Gespräche über Ausreisefragen führt.

+++ 20:38 Frankreich spricht mit Taliban über Evakuierungen +++
Frankreich diskutiert mit den Taliban und unter Einbeziehung von Katar über weitere Evakuierungen aus Afghanistan nach dem geplanten Abzug der Amerikaner bis zum 31. August. "Ja, es gibt Gespräche mit den Taliban über humanitäre Operationen und die Möglichkeit, gefährdete Afghanen zu schützen und zu evakuieren", sagte Präsident Emmanuel Macron während einer Irak-Reise in Bagdad. "Wir arbeiten unter anderem mit Katar zusammen, um diese Operationen zu ermöglichen." Noch befänden sich die Gespräche aber in einer heiklen und vorläufigen Phase, sagte Macron. Es gehe um Hunderte Afghanen, die bereits für eine Evakuierung nach Frankreich vorgemerkt und mit Papieren ausgestattet seien, die es aber nicht zum Flughafen von Kabul geschafft hätten.

+++ 20:15 In Kabul getötete Soldaten zwischen 20 und 31 Jahre alt +++
Das US-Verteidigungsministerium hat eine Namensliste der gefallenen Soldaten veröffentlicht. Die US-Soldaten waren zwischen 20 und 31 Jahre alt. Darunter auch zwei Soldatinnen. Die Überstellung der getöteten Soldaten zum Luftwaffenstützpunkt Dover im Bundesstaat Delaware sei bereits im Gange, erklärte John Kirby, Sprecher des Pentagon. Er machte keine Angaben dazu, ob US-Präsident Joe Biden und Verteidigungsminister Lloyd Austin bei der Ankunft der Särge zugegen sein werden. Die 13 Soldaten waren an einem Tor des Flughafens im Einsatz, um Menschen zu kontrollieren, die aus Kabul evakuiert werden wollten. Über die Dutzenden zivilen Opfer des verheeren Anschlags von Donnerstag außerhalb des Flughafens der afghanischen Hauptstadt ist hingegen bislang wenig bekannt.

+++ 19:55 Taliban wollen Regierung vorstellen +++
Die radikal-islamischen Taliban bereiten sich nach eigenen Angaben auf die Aufstellung einer Regierung in Afghanistan vor. In den nächsten Tagen wollten sie das vollständige Kabinett bekannt geben, sagt ein Taliban-Sprecher. Die Vertreter von wichtigen Behörden wie dem Gesundheits- und Bildungsministerium sowie der Zentralbank seien bereits ernannt worden. Zudem gehe man davon aus, dass die Turbulenzen der heimischen Währung bald enden dürften.

+++ 19:19 26-Jährige bringt Baby während Evakuierungsflug zur Welt +++
Eine 26-jährige afghanische Frau hat ihre Tochter bei einem Evakuierungsflug zur Welt gebracht. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie laut AP, die sich auf türkische Medien stützen, von Kabul nach Dubai evakuiert worden. Anschließend seien sie in einen Flug weiter nach Birmingham gestiegen, doch schon kurz nach dem Start hätten die Wehen begonnen, heißt es. Die Crew von Turkish Airlines hat laut AP-Bericht bei der Geburt des Mädchens geholfen. Es sei das dritte Kind des Paares. Nach einem kurzen Halt in Kuwait, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu sichern, sei die Reise weiter nach Großbritannien gegangen.

+++ 18:57 Noch rund 350 Amerikaner in Afghanistan +++
Nach Angaben des US-Außenministeriums wollen noch rund 350 US-Staatsbürger das Land verlassen. Die Bemühungen, sie sicher außer Landes zu bringen, liefen rund um die Uhr, erklärte das Ministerium. Bislang seien seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban Mitte August insgesamt 5400 US-Bürger aus Afghanistan evakuiert worden, hieß es. Die US-Diplomaten stehen zudem mit rund 280 Menschen in Afghanistan in Kontakt, die sich als US-Bürger ausgegeben haben, aber bislang keine Informationen zu ihrer geplanten Abreise gemacht haben oder angegeben haben, vor Ort bleiben zu wollen, wie das Ministerium weiter erklärte.

+++ 18:34 Flughafen Kabul weiter unter Kontrolle des US-Militärs +++
Das US-Militär hat den Flughafen Kabul nach eigenen Angaben weiterhin komplett unter Kontrolle. Das Militär werde noch bis zum geplanten Abzug am Dienstag für Sicherheit und Betrieb des Airports verantwortlich sein, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, weiter. Alle Tore des Flughafens stünden weiter unter Kontrolle der US-Truppen. Damit widersprach Kirby einer Darstellung der militant-islamistischen Taliban, wonach die USA "zwei, drei" Zugänge zum Flughafen in der Nacht zu Samstag an Kräfte der Islamisten übergeben hätten. Die Taliban hätten Sicherheitskontrollen rund um den Flughafen errichtet, sagte Kirby. "Aber sie kontrollieren keine Tore, sie sind nicht am Flughafen und haben keine Rolle für die Sicherheit", betonte Kirby.

+++ 18:00 Abzug des US-Militärs vom Flughafen Kabul hat begonnen +++
Kurz vor dem Ende des Evakuierungseinsatzes hat das US-Militär nach eigenen Angaben mit dem Abzug seiner Truppen vom Flughafen Kabul begonnen. Der Prozess habe begonnen, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Die US-Truppen sollen Afghanistan nach Willen von US-Präsident Joe Biden bis Dienstag verlassen. Am Freitag waren noch mehr als 5000 US-Soldatinnen und Soldaten am Flughafen Kabul stationiert gewesen. Kirby erklärte, das Militär werde aus Sicherheitsgründen zunächst keine neuen Zahlen zur Truppenstärke nennen. Das US-Militär werde noch bis zum Abschluss des Einsatzes westliche Staatsbürger und frühere afghanische Mitarbeiter ausfliegen können, betonte er.

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums John Kirby (Mitte) im Pentagon.

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums John Kirby (Mitte) im Pentagon.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

+++ 17:34 US-Militär: Zwei IS-Kämpfer bei Luftangriff getötet +++
Bei einem US-Luftangriff in Afghanistan sind nach Angaben des US-Militärs zwei ranghohe Vertreter des örtlichen Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Ein weiterer sei verletzt worden, erklärte Generalmajor William Taylor im US-Verteidigungsministerium. Nach dem unbemannten Luftangriff in der Provinz Nangarhar hatte das US-Militär am Freitagabend (Ortszeit) zunächst nur angegeben, "einen Planer" des tödlichen Terroranschlags in Kabul vom Donnerstag getötet zu haben. Nun gehe man davon aus, bei dem Vergeltungsschlag einen Planer und einen Unterstützer des Vorhabens getötet zu haben, hieß es.

+++ 17:13 Verletzte Marines werden in Ramstein versorgt +++
20 Marines sind nach den Terroranschlägen am Flughafen Kabul nach Ramstein ausgeflogen worden und werden aktuell im Landstuhl Regional Medical Center (LRMC) behandelt. Das berichtet CNN. Das LRMC ist das größte Lazarett der US-Armee außerhalb der Vereinigten Staaten. General Joshua M. Olson erklärte dem Medium, dass die Verwundeten am Freitag von Kabul nach Ramstein gebracht worden seien. Wann sie stabil genug für eine Ausreise in die USA sind, ist bisher unklar.

+++ 16:58 Johnson und Merkel wollen humanitäre Krise in Afghanistan verhindern +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister Boris Johnson haben bei einem Telefonat internationale Anstrengungen gefordert, um eine humanitäre Krise in Afghanistan zu verhindern. Wie aus einer Mitteilung der Regierung in London hervorging, bekannten sich die beiden auch zur Zusammenarbeit, um den beim Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs Anfang der Woche diskutierten Fahrplan für den Umgang mit einer künftigen Regierung in Kabul umzusetzen. Johnson betonte, jegliche Anerkennung und Zusammenarbeit mit den Taliban müsse unter der Bedingung stehen, dass sie denjenigen sicheres Geleit zusicherten, die das Land verlassen wollten, und die Menschenrechte beachteten.

+++ 16:26 Bericht veröffentlicht mehr Details zu getöteten US-Soldaten +++
Nach den Anschlägen am Flughafen Kabul, der mehr als 160 Afghanen und 13 US-Soldaten das Leben kostete, hat Associated Press (AP) mehr Details über die verstorbenen US-Soldaten veröffentlicht. Dem Bericht zufolge sind elf Marines sowie ein Mitglied der Navy und eins der Armee durch die Attacke der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Demnach sei ein großer Teil gerade mal Anfang zwanzig gewesen.

+++ 15:57 Habeck: "Müssen genau hinschauen, wer in den hier ankommenden Maschinen saß und sitzt" +++
Grünen-Chef Robert Habeck hat nach dem Rückzug der Nato aus Afghanistan vor einem Erstarken von islamistischem Terror gewarnt. "Nach der Machtübernahme der Taliban dürfte der islamistische Terrorismus weltweit zu einer wieder wachsenden Gefahr werden", sagte er der "Welt am Sonntag". Auch in Deutschland sei deshalb eine erhöhte Wachsamkeit der Sicherheitsbehörden und Geheimdienste geboten. "Bekannte Gefährder müssen engmaschig überwacht werden. Und wir müssen sehr genau hinschauen, wer in den hier ankommenden Maschinen saß und sitzt."

+++ 15:35 Briten fliegen nur noch Militärangehörige aus +++
Wie das britische Verteidigungsministerium mitteilt, plant das Land keine weiteren Flüge eigens für Zivilisten. Fortgesetzt würden allerdings Flüge aus Kabul für britische Militärangehörige, bei denen auch eine kleine Anzahl an Afghanen mitgenommen werde. Zuvor hatte Großbritannien mitgeteilt, dass die Evakuierung von Zivilisten heute beendet werde. Der britische Diplomat Laurie Bristow sagte dazu heute: "Es ist Zeit diese Phase der Operation zu beenden." Großbritannien werde die Menschen, die das Land noch verlassen müssen, nicht vergessen und würde alles in der Macht stehende tun, ihnen zu helfen, sagte Bristow weiter.

+++ 15:11 Bisher etwa 20.500 Evakuierte aus Afghanistan in Ramstein gelandet +++
Etwa 20.500 Evakuierte aus Afghanistan sind bis heute auf der Air Base Ramstein in Rheinland-Pfalz gelandet. Das teilte der weltweit größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas mit. Ramstein nahe Kaiserslautern ist seit dem 20. August ein US-Drehkreuz für Geflüchtete aus Afghanistan. Etwa 100 Flugzeuge der United States Air Force seien auf der Air Base eingetroffen, berichtete eine Sprecherin des Stützpunkts. Mehr als 5000 Evakuierte seien von dort mit etwa 22 Flügen weitergereist. Die Flüge werden voraussichtlich über das ganze Wochenende andauern.

Schutzsuchende kommen zunächst in Zelten und Flugzeughangars der Air Base Ramstein unter.

Schutzsuchende kommen zunächst in Zelten und Flugzeughangars der Air Base Ramstein unter.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

+++ 14:50 USA und Verbündete fliegen 6800 Menschen aus Kabul aus +++
In den Endzügen der militärischen Evakuierungsmission in Afghanistan sind binnen 24 Stunden rund 6800 Menschen aus Kabul ausgeflogen worden. Eine Sprecherin des Weißen Hauses teilte mit, bis zum Vormittag (Ortszeit Kabul) habe die US-Luftwaffe mit 32 Flügen rund 4000 Menschen in Sicherheit gebracht, Flugzeuge von Verbündeten hätten rund 2800 Menschen evakuiert. Seit dem Start des Einsatzes Mitte August hätten die Vereinigten Staaten und ihre Partner damit insgesamt rund 112.000 Menschen ausgeflogen. Das US-Militär will seine zuletzt gut 5000 Soldaten bis Dienstag vom Flughafen der afghanischen Hauptstadt abziehen. Damit wird der Einsatz zur Evakuierung westlicher Staatsbürger und früherer afghanischer Mitarbeiter ausländischer Truppen und Einrichtungen enden.

+++ 14:32 Bundesanwaltschaft ermittelt nach Schuss auf Deutschen +++
Ein Deutscher ist auf dem Weg zum Flughafen in Kabul angeschossen worden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung, sagte ein Sprecher in Karlsruhe. Der deutsche Staatsbürger wurde laut "Welt" am 19. August verletzt. Es bestehe ein Anfangsverdacht für die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Jedoch ist bislang unklar, wer den Schuss abgegeben habe. Das Verfahren läuft daher gegen Unbekannt.

+++ 14:15 USA: Gefährlichste Phase der Evakuierung bricht an +++
Die USA stellen sich nach dem Vergeltungsangriff auf die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) auf die gefährlichste Phase der am Dienstag endenden Evakuierungen ein. Das Ausfliegen von Ausländern werde zügig fortgesetzt, sagte ein Vertreter westlicher Staaten heute Reuters. Jedem Ausländer solle bis Montag eine Ausreise ermöglicht werden. Nach seinem Worten zogen Kämpfer der Taliban und ihre Kommandanten den Kreis um den Kabuler Flughafen enger, drangen jedoch nicht auf das Flughafengelände vor.

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Bis kommenden Dienstag wollen die USA ihre Evakuierungsmission aus Kabul abschließen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

+++ 13:41 Söder will Verdienstkreuz für Afghanistan-Soldaten +++
CSU-Chef Markus Söder hat sich dafür ausgesprochen, allen Bundeswehr-Soldaten im Afghanistan-Einsatz das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. "Unsere Bundeswehr hat mehr Respekt und Anerkennung verdient. Alle Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz waren, sollten das Bundesverdienstkreuz oder eine vergleichbare Ehrung bekommen", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". Für ihn seien "unsere Soldatinnen und Soldaten wahre Helden".

+++ 13:25 Vizepräsident fordert Unterstützung für Widerstand gegen Taliban +++
Afghanistans Vizepräsident, Amrullah Saleh will von einem Versteck im Pandschirtal aus den Widerstand gegen die neuen Machthaber aufbauen. In einem Brief, per Messenger-Dienst an die Spiegel-Reporterin Susanne Koelbl verschickt, beschuldigt Saleh die USA, den Taliban durch ihre Verhandlungen in Doha "Legitimität verschafft" zu haben. Für seine Widerstandsgruppe fordert er Anerkennung als "legitime Herrschaft" und "moralische und politische Unterstützung". Sie sei im Pandschirtal, "um den afghanischen Pluralismus und die Vielfalt zu verteidigen. Wir sind am Hindukusch, im Pandschir, aber wir führen einen Kampf für ganz Afghanistan".

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Da standen sie noch Seite an Seite: Afghanistans Ex-Präsident Ashraf Ghani und sein Vize Amrullah Saleh im Jahr 2020. Ghani ist ins Ausland geflohen, Saleh will aus einem Versteck heraus den Widerstand gegen die Taliban organisieren.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

+++ 12:58 Taliban wollen mehrere Flughafentore unter Kontrolle haben +++
Die militant-islamistischen Taliban behaupten, mehrere Tore am Flughafen Kabul unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. "Zwei, drei" Zugänge zum Flughafen seien in der Nacht zu Samstag von den USA an Kräfte der Islamisten übergeben worden, sagte ein Taliban-Vertreter. Eine derartige Übergabe hatte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, allerdings in der vergangenen Nacht vehement dementiert. Taliban kontrollierten weder den Flughafen noch Teile davon, noch Tore des Geländes. Pro-Taliban-Nutzer hatten auf Twitter Bilder geteilt, die Kräfte der Miliz wenige Meter hinter dem Zugang zum zivilen Teil des Flughafens zeigen sollten. Von wann die Fotos sind, ist jedoch nicht klar. In der Vergangenheit haben die Islamisten ihre Kämpfer immer wieder kurzzeitig an bekannte Punkte geschickt und Fotos machen lassen, um beispielsweise in sozialen Medien ihr Vorrücken auf eine Stadt vorzutäuschen und Panik zu schüren.

+++ 12:39 UN: Millionen Afghanen von Dürre bedroht +++
In einem dringenden Hilfsappell haben die Vereinten Nationen Hilfe für Millionen afghanische Bauern gefordert, denen wegen extremer Dürre verheerende Ernteausfälle drohen. Die UN-Ernährungsorganisation FAO warnt vor einer innerafghanischen Fluchtbewegung und weiterer Instabilität. "Wenn wir es nicht schaffen, den am meisten von der akuten Dürre bedrohten Menschen zu helfen, werden viele von ihnen dazu gezwungen, ihre Farmen zu verlassen", betonte FAO-Direktor Qu Dongyu. Bedroht durch die Dürre sind nach UN-Angaben insgesamt etwa 14 Millionen Menschen, darunter zwei Millionen Kinder. Nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban in Afghanistan befürchten viele Hilfsorganisationen, dass sie Menschen in Not nur noch schwer erreichen. Die Vereinten Nationen warnten angesichts mangelnder Lebensmittelvorräte vor einer humanitären Katastrophe im Land.

+++ 12:10 Bundeswehr zieht auch Sanitätsflugzeug ab +++
Die Bundeswehr hat nun auch ihr Sanitätsflugzeug aus dem usbekischen Taschkent abgezogen, das dort noch für eine mögliche Rettung Verletzter aus dem afghanischen Kabul stationiert war. Laut Bundeswehr startete die fliegende Intensivstation "MedEvac" heute Richtung Wunstorf bei Hannover. Auch eine Transportmaschine A400M brach mit Material an Bord zurück nach Deutschland auf. Bereits am Freitagabend hatten drei Bundeswehrmaschinen Soldaten aus dem Einsatz zurückgebracht. Damit endete die größte Evakuierungsoperation in der Geschichte der Bundeswehr. In elf Tagen hat die Truppe 5347 Menschen aus mindestens 45 Ländern aus Kabul ausgeflogen, überwiegend Afghanen, aber auch mehr als 500 Deutsche.

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Das Transportflugzeug A400M der Bundeswehr am Freitag im Landeanflug auf den Stützpunkt Wunstorf.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 11:47 Seit Mitte August 110.000 Menschen ausgeflogen +++
Rund 110.000 Menschen haben die USA und ihre Verbündeten laut Angaben des Weißen Hauses seit dem Start der Evakuierungsmission aus Kabul ausgeflogen. Erst Mitte August hatten die westlichen Länder eine massive Rettungsaktion für eigene Landsleute und besonders gefährdete Afghanen gestartet. Laut US-Regierung wurden am Freitag binnen zwölf Stunden 4200 Menschen evakuiert.

+++ 11:18 Pulitzer-Preisträger: Taliban werden Internet "dichtmachen" +++
Der preisgekrönte afghanische Fotograf Massoud Hossaini sieht die Pressefreiheit in seinem Heimatland massiv bedroht. Er rechne mit einer "wirklich schlimmen Zukunft" für Journalisten in Afghanistan, sagte der Pulitzer-Preisträger der Nachrichtenagentur AFP. "Die Taliban werden versuchen, die Medien zu töten, aber sie werden es langsam tun." Ihre Zusage, Journalisten und auch Journalistinnen weiterhin eine freie Ausübung ihrer Arbeit zu ermöglichen, bezeichnete Hossaini als Augenwischerei. "Die Taliban werden die Medien komplett dichtmachen, sie werden das Internet komplett dichtmachen." Afghanistan werde "wahrscheinlich eine Art Nordkorea in dieser Region". Hossaini war am 15. August vor den Taliban aus Afghanistan geflüchtet. Zuvor hatte er über von Zwangsehen mit Taliban-Kämpfern betroffene Frauen und Mädchen berichtet. Die Pressekonferenz der radikalislamischen Miliz nach der Einnahme der Hauptstadt Kabul, bei der sie auch Fragen von Reportern akzeptierte, bezeichnete der Fotograf als einen "Trick" der Islamisten. Die internationale Gemeinschaft wird laut Hossaini von den Taliban "zum Narren gehalten".

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Für dieses Foto, aufgenommen im Jahr 2012 nach einem Selbstmordanschlag in Kabul, erhielt Massoud Hossaini vor neun Jahren den begehrten Pulitzer Preis.

(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 10:55 Taliban rufen Frauen im Gesundheitssektor zur Arbeit +++
Die Taliban haben alle im öffentlichen Gesundheitssektor beschäftigten Frauen aufgefordert, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Das Gesundheitsministerium weise alle weiblichen Mitarbeiter an, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, hieß es in einem Tweet des Taliban-Sprechers Sabiullah Mudschahid von Freitagabend. Der Ausübung ihrer Arbeit stehe nichts im Wege. Es ist bisher unklar, ob Frauen mit der Machtübernahme der Taliban weiter ihren Berufen nachgehen können. Aus dem Norden des Landes kamen Berichte, dass etwa Hebammen nicht mehr an Sitzungen mit männlichen Ärzten teilnehmen durften. In einer Pressekonferenz sagte der Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid diese Woche, arbeitende Frauen sollten zuhause bleiben, bis es neue Regeln gebe. Journalistinnen hatten in der vergangenen Woche berichtet, dass sie von Taliban-Kämpfern wieder nach Hause geschickt worden seien.

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Opfer des Selbstmordattentats vom Kabuler Flughafen werden in einer Klinik behandelt.

(Foto: imago images/Xinhua)

+++ 10:22 Amazon legt Islamisten-Website lahm +++
Amazon hat eine Website deaktiviert, über die ein Propaganda-Arm der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) das Selbstmordattentat am Kabuler Flughafen bejubelt hatte, bei dem mehr als 90 Menschen starben. Nida-i-Haqq, eine Mediengruppe des IS nutzte Amazon Web Services, um darüber islamistische Propaganda in Urdu zu verbreiten, einer Sprache, die vielfach in Pakistan, teilweise auch in Afghanistan gesprochen wird. Einige Inhalte feierten den Terrorableger IS-K, der sich zu dem tödlichen Anschlag bekannt hat.

+++ 09:53 Unionspolitiker fordert mehr Hilfe für Ortskräfte +++
Der Fraktionsvize der Union im Bundestag, Thorsten Frei, fordert die Aufnahme von afghanischen Ortskräften auch außerhalb von Afghanistan, etwa aus Flüchtlingscamps. "Für afghanische Ortskräfte hat Deutschland eine besondere Verantwortung. Das gilt auch für afghanische Ortskräfte, die außerhalb Afghanistans in Flüchtlingscamps festhängen", sagte Frei der Funke Mediengruppe. Diese nach Deutschland zu holen sei "keine Frage der Migrationspolitik, sondern eine Frage von Anstand und Verlässlichkeit".

+++ 09:34 Britische Armee beendet Evakuierungen heute +++
Der Oberbefehlshaber der britischen Armee, General Nick Carter, kündigt an, dass noch heute die von Briten durchgeführten Evakuierungen von Zivilisten abgeschlossen werden. Danach werde es nötig sein, "unsere Truppen mit den verbliebenen Flugzeugen rauszubringen", sagte Carter in der BBC. "Wir waren nicht in der Lage, jeden rauszubringen. Und das war herzzerreißend." Es habe "einige sehr schwierige Entscheidungen" gegeben, die man habe treffen müssen. Der britische Premier Boris Johnson hat den Zeitpunkt des Abzugs westlicher Truppen aus Afghanistan bedauert. "Das Timing ist definitiv nicht das, was sich dieses Land ausgesucht hätte", sagte der konservative Politiker am Freitag. Er hatte sich vor dem G7-Sondergipfel in der vergangenen Woche bei US-Präsident Joe Biden für eine Verlängerung der westlichen Evakuierungsmission eingesetzt - was dieser jedoch ablehnte.

+++ 08:58 Al Kaida-Verbündeter jubelt über Afghanistan +++
Einer der berüchtigtsten Partner der Terrormiliz Al-Kaida hat seine "Brüder" in Afghanistan für ihre Strategie gelobt. "Zwei Jahrzehnte Geduld", nannte Iyad Ag Ghaly als das, was nun zum Erfolg führe. Das seltene Statement Ghalys, dessen Terror-Ableger um die Macht im westafrikanischen Mali kämpft, zeugt davon, wie sehr die Rückeroberung Afghanistans durch die Taliban andere Islamisten-Gruppen motiviert und stärkt.

+++ 08:28 US-Oberstleutnant greift in Video Militärführung an +++
Nach dem Terroranschlag in Kabul, bei dem auch 13 US-Soldaten umkamen, greift ein Oberstleutnant der US Marines mit einem Video die militärische Leitung an. Stuart Scheller fordert darin die militärische Leitung auf, Verantwortung für das Versagen in Afghanistan zu übernehmen. Die Menschen seien "enttäuscht, weil die Leitung sie im Stich gelassen hat". Niemand wolle Verantwortung übernehmen "oder sagen, wir haben das verbockt". Nach seinem Facebook-Post am Donnerstag erhielt Scheller sogleich Warnungen, er solle das Video zurückziehen, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Der Oberstleutnant blieb jedoch bei seiner Position. Inzwischen wurde er laut Washington Post durch das Militär von seinen Aufgaben entbunden. Im Internet wird bereits Geld für seine Unterstützung gesammelt.

+++ 07:44 Regierungsmitglieder verstecken sich vor Taliban +++
Ehemalige afghanische Regierungsmitglieder werfen den Taliban vor, sie weiter zu verfolgen trotz der Versicherung, es gelte eine Amnestie. Der ehemalige Gouverneur Halim Fidai twitterte am Donnerstag, bereits acht Mal seien Taliban zu seinem Haus in Kabul gekommen und hätten nach ihm gesucht. "Sie bedrohten meine Kinder", twitterte der Politiker. Laut einem Bericht der New York Times stellte auch der ehemalige Abteilungsleiter der Kriminalpolizei im Innenministerium, Bismillah Taban, in einem Telefonat dar, die Taliban seien auf der Suche nach ihm. Derzeit hält sich der Mann versteckt. "Sie haben einen ehemaligen Mitarbeiter verhaftet und gefoltert, um ihn zu zwingen, mein Versteck preiszugeben." Ein Kollege sei bereits umgebracht worden. "Sie werden mich auch töten, wenn sie mich finden."

+++ 07:02 Trotz Terrorwarnung laufen Evakuierungen weiter +++
Auch nach dem verhehrenden Terrroranschlag am Kabuler Flughafen werden von dort weiter Menschen ausgeflogen. Die Evakuierungen von Zivilisten "gehen sehr schnell" weiter, sagt ein Vertreter westlicher Staaten. Jedem Ausländer solle in den kommenden 48 Stunden eine schnelle Ausreise ermöglicht werden. Kämpfer der Taliban und ihre Kommandanten umzingelten den Flughafen, seien jedoch nicht auf dem Flughafengelände, sagt er.

+++ 06:41 Grüne warnen vor Zusammenarbeit mit Taliban +++
Der außenpolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, warnt davor, die Taliban nun zu Partnern in der Bekämpfung des islamistischen Terrors zu machen. „Jetzt aus Angst vor Terroristen mit den zweitschlimmsten Terroristen zusammen­zuarbeiten, ist eine furchtbare Idee“, sagte Nouripour dem RND. „Natürlich muss man jetzt mit den Taliban darüber reden, wie man Leute aus Afghanistan rauskriegt, so wie man mit Geiselnehmern redet.“ Mit Geiselnehmern darüber zu sprechen, „wie man andere Geiselnehmer bekämpft“, sei jedoch kompletter Wahnsinn. Durch eine solche Heran­gehensweise würden die Taliban aufgewertet, und es werde ein Zeichen in die Welt gesendet, „dass es schon okay ist, wenn Milizen einfach eine Verfassung überrollen“.

+++ 06:13 Republikaner gratuliert Biden zu "Beginn der Rache" +++
Nach dem Vergeltungsanschlag der USA auf den örtlichen IS-Ableger und mutmaßlichen "Planer" des Terroranschlags auf den Flughafen Kabul hat ein republikanischer Abgeordneter Präsident Joe Biden gratuliert. "Der Schlag gegen Isis-K ist der Beginn der Rache", schreibt der republikanische Kongressmann Adam Kinzinger nach dem Angriff auf Twitter. "Glückwunsch an unser Militär und gute Entscheidung von Präsident Biden. Nichts wird unseren Verlust an Männern wettmachen, aber er darf nicht unbeantwortet bleiben." Der afghanische IS-Ableger "Islamischer Staat Provinz Chorasan" (IS-K) hatte sich zu dem Anschlag bekannt, bei dem am Donnerstag mindestens 85 Menschen getötet wurden, darunter 13 US-Soldaten. "Wir werden euch jagen und büßen lassen", sagte Biden an die Drahtzieher gerichtet.

+++ 05:34 Regionalgipfel im Irak berät über Kampf gegen IS-Miliz +++
Bei einem Gipfeltreffen im Irak beraten führende Vertreter der Region über den Kampf gegen die Dschihadisten-Miliz IS und andere Extremistengruppen. Zu dem zweitägigen Treffen werden der französische Präsident Emmanuel Macron als Mitorganisator sowie der ägyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und der jordanische König Abdullah II. erwartet. Auch die Türkei, Saudi-Arabien und der Iran sind eingeladen.

+++ 04:25 US-Botschaft warnt erneut vor akuter Gefahr am Flughafen +++
Die US-Botschaft in Afghanistan veröffentlicht eine neue Sicherheitswarnung für ihre Landsleute am Flughafen Kabul und ruft dazu auf, das Gebiet sofort zu verlassen. Das gelte für alle US-Bürger, "die sich am Abbey-Gate, Ost-Gate, Nord-Gate oder am Gate des neuen Innenministeriums aufhalten", heißt es in der Warnung. Alle anderen sollten aufgrund der Gefahrenlage auch weiterhin gar nicht erst zum Flughafen kommen.

+++ 03:41 USA fliegen Drohnenangriff gegen "Planer" der IS-Miliz in Afghanistan +++
Die USA attackieren als Reaktion auf die tödliche Terrorattacke in Kabul bei einem Luftangriff einen örtlichen Ableger der Terrormiliz IS. Der unbemannte Luftschlag in der afghanischen Provinz Nangahar gelte "einem Planer" von Isis-K, teilt der Sprecher des US-Zentralkommandos Centcom mit. "Ersten Anzeichen zufolge haben wir das Ziel getötet. Wir wissen von keinen zivilen Opfern."

+++ 02:44 Jill Biden wendet sich an Soldaten-Familien +++
Die amerikanische First Lady Jill Biden wendet sich nach dem tödlichen Anschlag an die Familien von Militärangehörigen und Veteranen. "Der tragische Anschlag vor dem Flughafen von Kabul in dieser Woche hat uns das ultimative Opfer, das Sie zu bringen bereit sind, schmerzlich vor Augen geführt", schreibt Biden auf Facebook. "Als Nation haben wir in den letzten zwanzig Jahren so viel von Ihnen verlangt." So viele hätten eine enorme Last auf sich genommen. "Sie haben uns mehr gegeben, als wir je zurückzahlen können."

+++ 01:25 Frankreich beendet Evakuierung aus Kabul +++
Frankreich hat den Einsatz zur Rettung Schutzsuchender aus Kabul beendet. Das gibt die französische Verteidigungsministerin Florence Parly auf Twitter bekannt. Sie sagt, Frankreich werde weiterhin Schutzbedürftigen bei der Ausreise helfen. Insgesamt seien fast 3000 Menschen, darunter 2600 Afghanen, nach Frankreich gebracht worden.

+++ 23:58 USA wollen noch mindestens 500 Amerikaner ausfliegen +++
Die USA versuchen derzeit, rund 500 US-Amerikaner aus Afghanistan auszufliegen. Diese wollten ausreisen und man stehe mit ihnen im direkten Kontakt, sagt der Sprecher des Außenministeriums. Man sei außerdem in Kontakt mit mehreren Hundert Staatsbürgern, die sich noch nicht entschieden hätten, ob sie das Land verlassen wollten. Die Zahl der Menschen, die bleiben wollten, weil sie Angehörige nicht zurücklassen wollten, sei "relativ klein".

+++ 22:30 US-Militär widerspricht: "Taliban kontrollieren nicht den Flughafen" +++
Das US-Verteidigungsministerium hat Berichte, wonach die Taliban den Flughafen Kabul unter ihre Kontrolle haben sollen, als "falsch" zurückgewiesen. Der Flughafen stehe weiter gänzlich unter der Kontrolle des US-Militärs, sagte der Sprecher des Pentagons, John Kirby. "Sie kontrollieren keines der Tore, sie kontrollieren nicht den Betrieb des Flughafens - das ist weiter unter der Kontrolle des US-Militärs", sagte Kirby. Zuvor hatten Berichte und Beiträge in sozialen Medien nahegelegt, die Taliban hätten an dem Flughafen inzwischen das Sagen oder stünden kurz davor.
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Quelle: ntv.de, mau/kst/AFP/dpa/rts

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