Politik

Liveticker Anschlag in Halle +++ 23.40 Knobloch: "Angriff auf Zusammenleben" in Deutschland +++

+++ 23.40 Knobloch: "Angriff auf Zusammenleben" in Deutschland +++
Der Angriff auf eine Synagoge in Halle/Saale erfüllt die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, mit "Trauer und Wut". "Wenn ein schwer bewaffneter Terrorist auf offener Straße mordet, und wenn ein Zentrum jüdischen Lebens in einer deutschen Stadt am höchsten jüdischen Feiertag mit Schusswaffen und Sprengsätzen angegriffen wird, dann ist das ein Angriff auf das Zusammenleben in unserem Land", sagt Knobloch. "Die Tat macht deutlich, wie schnell aus den Worten von politischen Extremisten Taten werden können."

+++ 23:07 Jüdischer Weltkongress fordert "Taten statt Worte" +++
Der Jüdische Weltkongress (WJC) verlangt nach dem Angriff einen besseren Schutz jüdischer Einrichtungen in Deutschland. "Leider ist die Zeit gekommen, in der alle jüdischen Gebetshäuser und andere jüdische Einrichtungen eine erhöhte Sicherheit durch staatliche Sicherheitskräfte benötigen", erklärt der WJC-Vorsitzende Ronald Lauder. Es seien "Taten statt Worte" nötig. Lauder ruft außerdem dazu auf, "eine einheitliche Front gegen neonazistische und extremistische Gruppen" zu bilden. Den tödlichen Angriff in Halle nannte er "entsetzlich."

+++ 22:29 Politiker äußern Entsetzen über Bluttat +++
Die schreckliche Bluttat von Halle sorgt für Entsetzen. Insbesondere der vermutlich antisemitische Hintergrund der Tat sei laut CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer ein "Alarmzeichen". Doch auch außerhalb von Deutschland bekunden Menschen ihr Mitgefühl.

 

+++ 22:11 Wollte Täter Suizid begehen? +++
Nach Informationen der "FAZ" hat sich der mutmaßliche Täter Stephan B. bei dem Anschlag in Halle eine Schusswunde am Hals zugezogen. Sicherheitsbehörden vermuten, dass er vor seiner Festnahme Suizid begehen wollte, schreibt die Zeitung. Allerdings berichtete Stephan B. seinen Zuschauern im Live-Video, dass er am Hals angeschossen worden sei.

Wie die "FAZ" weiter berichtet, soll sich Stephan B. gegenüber den Ermittlern bereits zum Tatgeschehen geäußert haben.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

 

+++ 21:58 Juncker ruft Europäer zum Handeln auf +++
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat einen eindringlichen Appell an die europäische Öffentlichkeit gerichtet. "Der zunehmende Antisemitismus muss alle Europäerinnen und Europäer zum Handeln aufrufen", schrieb er auf Twitter. Er sei "zutiefst schockiert" über die Nachricht von den mörderischen Anschlägen in Halle.

"Meine Gedanken und Gebete sind bei den Familien und Freunden der Opfer und der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland und ganz Europa, die in den letzten Jahren immer wieder Ziel antisemitischer Angriffe wurde", schrieb der Luxemburger weiter.

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+++ 21:48 Nachbar spricht über Familie von Stephan B. +++
Der mutmaßliche Todesschütze Stephan B. soll nach Angaben eines Nachbarn seines Vaters eine Wohnung in Halle haben. Demnach sei der 27-Jährige vor rund zehn Jahren aus dem Haus seines Vaters in Helbra im Landkreis Mansfeld-Südharz ausgezogen. Die Mutter lebt demnach in dem gut zwei Kilometer entfernten Benndorf, wie der Nachbar in Helbra der dpa sagte.

Zudem soll Stephan B. eine ältere Schwester haben. Der Nachbar beschreibt die Familie als ruhig, der Täter soll viel zu Hause gewesen sein. Der Vater des Schützen wollte sich nicht äußern.

+++ 21:37 Polizei bestätigt Festnahme des mutmaßlichen Täters +++
Die Polizei hat die Festnahme des mutmaßlichen Schützen bestätigt. "Die festgenommene Person ist der Tatverdächtige", sagte ein Polizeisprecher am Abend auf AFP-Anfrage. Der Mann sei verletzt worden. "Er wurde versorgt", fügte der Sprecher hinzu.

+++ 21:31 Mutmaßlicher Täter nannte sich "Anon" +++
Stephan B., der mutmaßliche Attentäter von Halle, soll sich in Neonazi-Kreisen "Anon" genannt haben. Das schreibt die "Leipziger Volkszeitung". Der 27-Jährige soll demnach aus Eisleben in Sachsen-Anhalt stammen. Die Bundesanwaltschaft geht von einer rechtsextremistischen und antisemitischen Motivation der Tat aus. 

+++ 21:07 Merkel bei Gedenkveranstaltung +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Abend an einer Solidaritätskundgebung an der Synagoge in Berlin-Mitte teilgenommen. Mit dabei waren auch Berlins Staatssekretärin Sawsan Chebli und Innensenator Andreas Geisel.

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+++ 20:57 Gemeindevorsitzender schildert Angriff +++
Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Halle, Max Privorozki, schildert in einem Video, wie er den Angriff auf die Synagoge erlebt hat.

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+++ 20:39 Zentralrat erhebt Vorwürfe gegen die Polizei +++
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. "Dass die Synagoge in Halle an einem Feiertag wie Jom Kippur nicht durch die Polizei geschützt war, ist skandalös", teilte Schuster mit. "Diese Fahrlässigkeit hat sich jetzt bitter gerächt."

Schuster erklärte weiter: "Die Brutalität des Angriffs übersteigt alles bisher Dagewesene der vergangenen Jahre und ist für alle Juden in Deutschland ein tiefer Schock."

+++ 20:24 Auch US-Amerikaner in Synagoge +++
Wie Richard Grenell, Botschafter der USA in Deutschland, mitteilt, waren zum Zeitpunkt des Anschlags auch zehn US-Bürger in der Synagoge. Sie alle seien unverletzt geblieben, teilte der Diplomat auf Twitter mit.

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+++ 20:12 Verletzte nicht in Lebensgefahr +++
Bei den beiden Verletzten, die im Universitätsklinikum Halle behandelt worden sind, besteht offenbar keine akute Lebensgefahr. Die Operationen seien erfolgreich verlaufen, sagte ein Klinik-Sprecher mehreren Medien. Die Frau und der Mann sollen schwere Schussverletzungen haben. Zur Identität der Personen äußerte sich der Sprecher nicht.

+++ 20:02 Polizei durchsucht Häuser in Landsberg +++

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Einsatzkräfte in Landsberg.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Landsberg hat die Polizei am Abend mehrere Häuser durchsucht. Mit Maschinenpistolen in den Händen gingen sie durch die Straßen des Ortsteils Wiedersdorf. Anwohner durften ihre Häuser nicht betreten.  Ihm sei gesagt worden, die Polizisten würden Grundstück für Grundstück durchsuchen, sagte ein 51-Jähriger einem dpa-Reporter vor Ort.

+++ 19:44 Frau stellte sich Täter in den Weg +++
Bei dem Angriff auf die Synagoge stellte sich offenbar eine Passantin dem Täter in den Weg. Das berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf einen Augenzeugen. Demnach sei die Frau auf den Täter zugelaufen, als dieser Sprengkörper über die Mauer warf. Nach Zurufen des Augenzeugen erkannte die Frau offenbar, dass der Angreifer ein Gewehr bei sich trug und sei weggerannt. Laut "Tagesspiegel" konnte sie sich in einen Hauseingang retten. 

+++ 19:13 Seehofer bestätigt zwei Todesopfer +++
Bundesinnenminister Seehofer bestätigt, dass bei der Attacke in Halle zwei Menschen getötet und mehrere Menschen verletzt wurden. "Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse müssen wir davon ausgehen, dass es sich zumindest um einen antisemitischen Angriff handelt", sagte der CSU-Politiker.

+++ 19:06 Jüdische Gemeinde kritisiert Polizei +++
Nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle kritisiert die jüdische Gemeinde die Arbeit der Polizei. Gut zehn Minuten und ein langes Telefonat habe es gebraucht, bis die Polizei eintraf, nachdem der Angriff gemeldet wurde, schreibt das Jüdische Forum unter Berufung auf den Vorsitzenden der Gemeinde, Max Privorozki.

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+++ 18:52 Täter filmte Tat mit Helmkamera +++
Laut dem "Spiegel" liegt den Ermittlern ein Video vor, dass der Angreifer offenbar mit einer Helmkamera aufnahm. Demnach ergeben sich aus den Aufnahmen Hinweise auf ein antisemitisches und rechtsextremes Motiv. In dem Clip soll der Täter mehrmals über "Juden" und "Kanaken" schimpfen.

Laut WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" lud der Täter das Video im Internet hoch. Unter Berufung auf Sicherheitskreise erinnert das Video an den Anschlag von Christchurch in Neuseeland.

+++ 18:39 Sicherheitskreise: Alles deutet auf Einzeltäter hin +++
Nun meldet auch die dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass derzeit alles auf einen Einzeltäter hindeute. Wie der "Spiegel" berichtet, soll es sich dabei um den 27-jährigen deutschen Staatsbürger Stephan B. aus Sachsen-Anhalt handeln.

+++ 18:28 Polizei Halle stuft Gefährdungslage herab +++
Die Polizei in Halle hat ihre Warnung vor einer akuten Gefährdungslage für die Bevölkerung aufgehoben. "Sie können wieder auf die Straße, die Warnungen sind aufgehoben", twitterte die Polizei. Die Gefährdungslage werde nicht mehr als akut eingestuft. Auch die Sperrung des Bahnhofs ist wieder aufgehoben.

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+++ 18:26 Medien: Angreifer wohl Einzeltäter +++
Wie "Bild" und "Tagesspiegel" berichten, soll der Angriff in Halle das Werk eines Einzeltäters sein. Beide Zeitungen berufen sich dabei auf Sicherheitskreise.

+++ 18:13 Gedenkveranstaltung am Brandenburger Tor +++
Das Jüdische Forum hat für 19 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Brandenburger Tor angekündigt. "In Solidarität mit den betroffenen der Anschläge von Halle", heißt es in einer Mitteilung auf Twitter.

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+++ 18:08 Verletzter soll aus Thüringen stammen +++
Nach aktuellen Informationen der "Leipziger Volkszeitung" stammt der festgenommene mutmaßliche Täter aus der Nähe von Eisenach, Thüringen. Dort soll auch das Mietauto für die Fahrt nach Halle angemietet worden sein.

+++ 18:01 Zeuge: Schütze "war ruhig wie ein Profi" +++
Einer der Imbiss-Mitarbeiter schildert gegenüber n-tv den Angriff. Der Täter habe auffällig ruhig gewirkt.

 

+++ 17:50 Täter nutzten wohl Mietwagen +++
Die Angreifer von Halle nutzten offenbar einen Mietwagen als Fluchtfahrzeug. Wie der "Stern" schreibt, wurde das Fahrzeug von einem großen Autoverleiher für die Zeit vom 7. Oktober bis zum 10. Oktober angemietet. Ob die Täter das Auto selbst anmieteten, ist noch unklar.

+++ 17:44 Täter legte Sprengsätze vor Synagoge  +++
Bei dem Angriff in Halle legte ein Täter auch selbstgebastelte Sprengsätze vor der Synagoge ab. Der Täter habe versucht, in die Synagoge einzudringen, erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen.

+++ 17:38 Polizei in Bayern trifft Vorbereitungen +++
Die Polizei in Bayern bereitet sich darauf vor, dass einer der Täter von Halle auf seiner Flucht auch in den Freistaat kommen könnte. "Wir stellen uns auf einen bewaffneten Täter ein", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. Über die Art und den Umfang der Vorbereitungen wollte er keine Angaben machen. 

Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach ein bewaffneter Täter mit dem Auto auf der Flucht in Richtung Süden unterwegs sei.

+++ 17:28 Mögliche Spur führt in Burgenlandkreis +++
Die "FAZ" berichtet, dass es sich bei dem festgenommenen mutmaßlichen Täter um einen weißen Deutschen handelt. Erste Spuren sollen in den Burgenlandlandkreis in Sachsen-Anhalt führen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise in Sachsen-Anhalt. Aktuell soll es einen Zugriff in Weißenfels im Burgenlandkreis geben.

+++ 17:21 Menschen verlassen Synagoge +++
Die Polizei in Halle hat die Menschen aus der Synagoge im Paulausviertel begleitet. Bereitstehende Busse nahmen die Menschen auf.

+++ 17:11 Täter wird gerade operiert +++
Einer der mutmaßlichen Angreifer von Halle befindet sich derzeit im Krankenhaus und wird operiert, berichtet die "Leipziger Volkszeitung". Es soll sich bei ihm um einen Deutschen handeln. Nach einem zweiten Täter wird weiter gefahndet.

+++ 17:09 Polizei und BKA bitten um Hilfe +++

Die Polizei in Halle und das Bundeskriminalamt bitten die Bevölkerung um Hinweise. Videos und Fotos können Zeugen über das Hinweisportal den Behörden zukommen lassen.

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+++ 16:52 Foto zeigt mutmaßliche Tatwaffe +++
Ein Foto eines Augenzeugen zeigt eine der mutmaßlichen Tatwaffen, die in Halle zum Einsatz kam. Aufgenommen wurde das Bild in einem Schnellimbiss. Offenbar hatte der Angreifer seine Waffe dort abgelegt.

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Zurückgelassene Schusswaffe in Halle.

(Foto: Privat)

+++ 16:38 Polizeihubschrauber landet in Landsberg +++

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Polizeihubschrauber landet in Landsberg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das etwa 15 Kilometer von Halle entfernte Landsberg steht nun offensichtlich im Fokus der Polizei. Die Zufahrt zu dem Ortsteil Wiedersdorf ist abgesperrt. Zuvor waren auch in der Ortschaft Schüsse gefallen.

Mehrere Mannschaftswagen der Polizei, darunter auch Fahrzeuge aus Sachsen, sind vor Ort. Auch zwei Krankenwagen sind zu sehen. Gegen 16.00 Uhr landetet auf einem Feld bei Wiedersdorf laut einem dpa-Reporter zudem ein Hubschrauber der Bundespolizei. Angaben zu den Hintergründen machte die Polizei nicht.

+++ 16:33 Ein Täter soll Deutscher sein +++

Nach "Bild"-Informationen aus Sicherheitskreisen soll einer der Täter ein Deutscher sein. Ob es sich dabei um die festgenommene Person handelt, ist unklar. Zudem soll einer der Täter eine Glatze tragen. Das sagte ein Augenzeuge, der den Angreifer kurz ohne Helm sah, n-tv.

+++ 16:23 Grüne fordern Geheimdienstausschuss +++

Die Grünen fordern eine Sondersitzung des Geheimdienstausschusses im Bundestag. Das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr) müsse zum nächstmöglichen Zeitpunkt zusammentreten, sagte Fraktionsvizechef Konstantin von Notz der "Welt".

+++ 16:19 Verstärkte Kontrollen an Bahnhöfen und Flughäfen +++
Die Bundespolizei verstärkt ihre Kontrollen an Bahnhöfen und Flughäfen in Mitteldeutschland. Das gelte auch für die Verkehrswege nach Polen und Tschechien.

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+++ 16:09 Angreifer wollte Tür von Synagoge aufschießen +++
Der Angriff in Halle hat sich nach Angaben des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Max Privorozki, direkt gegen die Synagoge gerichtet. "Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen", sagte Privorozki der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten".

+++ 16:04 Haseloff verurteilt Schüsse in Halle +++
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die tödlichen Schüsse in Halle als "verabscheuungswürdige Tat" verurteilt. "Es wurden durch sie nicht nur Menschen aus unserer Mitte gerissen, sie ist auch ein feiger Anschlag auf das friedliche Zusammenleben in unserem Land", erklärte der CDU-Politiker. Er sei entsetzt über die Tat. "Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer."

+++ 15:48 Polizei: Geiselnahme im Supermarkt ist Falschmeldung +++
Die Polizei in Halle dementiert Gerüchte, wonach es eine Geiselnahme in einem Supermarkt in der Stadt gebe.

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+++ 15:46 Zwei Verletzte in Uniklinikum +++
Im Uniklinikum Halle werden derzeit zwei Personen mit Schussverletzungen behandelt. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf einen Sprecher. Einer der Verletzten soll derzeit operiert werden.

+++ 15:40 EU-Parlament legt Schweigeminute ein +++
Mit einer Schweigeminute hat das Europaparlament den Opfern von Halle gedacht. In Gedanken sei man bei Deutschland, der deutschen Polizei und bei der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, sagte Parlamentspräsident David Sassoli.

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+++ 15:37 Polizei dementiert Medienberichte zu Leipzig +++
Die Polizei Sachsen dementiert Medienberichte, wonach sich ein Täter im Stadtgebiet von Leipzig aufhalten soll.

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+++ 15:32 Polizei schaltet Hinweis-Telefone frei +++
Die Polizei in Halle hat nun Hinweis-Telefone freigeschaltet.

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+++ 15:30 Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Mordes +++
Die Bundesanwaltschaft ermittelt nach den Schüssen in Halle wegen Mordes von besonderer Bedeutung. Ob es sich um eine antisemitische Tat handelt, sei noch unklar, sagte ein Sprecher.

+++ 15:27 Täter benutzte wohl Weltkriegswaffe +++
Offenbar nutzte einer der Täter von Halle eine sowjetische Schusswaffe aus dem Zweiten Weltkrieg. Laut der "Bild"-Zeitung handelt es sich um eine Salut PPSH mit Trommelmagazin.

+++ 15:19 Menschen in Halle sollen in Gebäuden bleiben +++
Nach den tödlichen Schüssen in Halle sollen die Menschen im gesamten Stadtgebiet in Sicherheit in Gebäuden bleiben. Das sagte ein Stadtsprecher der dpa.

+++ 15:10 Synagoge zum Zeitpunkt der Schüsse voll besetzt +++
Zum Zeitpunkt der tödlichen Schüsse nahe der Synagoge in Halle war das jüdische Gotteshaus voll besetzt. Das sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Max Privorotzki dem "Spiegel". "Momentan sind 70 bis 80 Personen in der Synagoge", wurde Privorotzki zitiert. Die Sicherungsvorkehrungen am Eingang hätten "dem Angriff standgehalten", so Privorotzki weiter. Derzeit feiern Juden auf der ganzen Welt den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

+++ 15:05 Fahndung der Polizei konzentriert sich auf Raum Leipzig +++
Laut Informationen der "Leipziger Volkszeitung" sucht die Polizei nun im Raum Leipzig nach einem der Täter von Halle. Wie die "Bild" berichtet, sollen Einsatzkräfte zudem den Ort Wiedersdorf östlich von Halle abgeriegelt haben. Möglicherweise befinden sich eine oder mehrere Täter in dem Ort.

+++ 15:03 Tote in Halle wohl ein Mann und eine Frau +++
Bei den in Halle getöteten Menschen handelt es sich um einen Mann und eine Frau. Das bestätigte eine Polizeisprecherin. Der Mann sei in einem Imbiss erschossen worden, die Frau in der Humboldtstraße in der Nähe eines Friedhofs.

+++15:01 Sicherheitskreise vermuten rechtsextremen Hintergrund +++
Wie der "Tagesspiegel" berichtet, vermuten Sicherheitskreise derzeit einen rechtsextremen Hintergrund. Die Lage sei aber derzeit noch "chaotisch".

+++ 14:55 Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen in Halle +++
Nach den Schüssen in Halle hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Das teilte die Behörde in Karlsruhe auf Anfrage mit.

+++ 14:45 Leipzig und Dresden verstärken Polizeischutz vor Synagogen +++
Nach den Schüssen in Halle verstärkt die Polizei ihre Kräfte vor den Synagogen in Leipzig in Dresden. Einer dpa-Reporterin zufolge stehen etwa fünf Polizisten vor dem Gebäude in der Leipziger Innenstadt.

+++ 14:43 Täter wollten in Kampfmontur Synagoge stürmen +++
Wie unter anderem der "Spiegel" berichtet, soll es sich bei dem Angriff in Halle um zwei Täter handeln. Die Täter sollen versucht haben, in Kampfmontur die Synagoge im Paulusviertel zu stürmen. Nach dem Angriff sollen sie sich getrennt haben. Einer der Täter floh offenbar im Taxi und konnte auf der Autobahn gestoppt werden. Der andere Täter ist offenbar weiterhin flüchtig.

+++ 14:40 GSG 9 in Halle eingetroffen +++
Nach Informationen der "MZ" ist nun auch die Spezialeinheit GSG9 in Halle angekommen. Auf Twitter meldet die Polizei, dass sie momentan Hinweise aus der Bevölkerung prüft.

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+++ 14:30 Bundesregierung entsetzt über tödliche Schüsse +++
Die Bundesregierung hat sich bestürzt über die tödlichen Schüsse von Halle gezeigt. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von "schrecklichen Nachrichten". Dass es zwei Tote gebe, sei "entsetzlich".

Seibert betonte, dass er noch keine Informationen zu den möglichen Hintergründen hat. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums äußerte sich ähnlich: Zur Motivlage seien "derzeit keine seriöse Angaben" möglich.

+++ 14:23 Video zeigt mutmaßlichen Schützen in Halle +++
Mittlerweile gibt es erste Bewegtbilder aus Halle. Darauf ist zu sehen, wie einer der mutmaßlichen Täter einen Schuss abgibt.

 

+++ 14:18 Polizei meldet Festnahme in Halle +++
Nach Informationen der Polizei wurde ein Verdächtiger festgenommen. "Bleiben Sie trotzdem weiterhin wachsam", twitterte die Polizei und rief die Bevölkerung auf, in ihren Wohnungen oder an ihrem Arbeitsplatz zu bleiben. Zur Identität des Festgenommenen gibt es bislang noch keine Informationen.

 +++ 14:13 Ministerpräsident Reiner Haseloff bricht Brüssel-Reise ab +++
Aufgrund der Ereignisse in Halle bricht Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff seine Dienstreise in Brüssel kurzfristig ab, sagte ein Regierungssprecher der "MZ". Sobald es die Lage zulasse, werde Haselhoff nach Halle reisen.

+++ 14:10 Schüsse auch in Landsberg bei Halle +++
Neben den Schüssen in Halle gibt es auch Schüsse im rund 15 Kilometer entfernten Landsberg im Saalekreis. Das bestätigt eine Sprecherin der Polizei Halle. Zu den näheren Umständen des Vorfalls in dem Ort östlich von Halle will sie zunächst nichts sagen.

+++ 14:02 OB von Halle spricht von Amoklage +++

Die Stadt Halle spricht nach den tödlichen Schüssen in der Stadt von einer Amoklage. "Im Zusammenhang mit einer Amoklage hat Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand den Stab für Außergewöhnliche Ereignisse einberufen", teilt die Stadt mit. Alle Rettungskräfte der Feuerwehr seien in Alarmbereitschaft versetzt worden.

+++ 13:10 Polizei gibt Warnung aus +++
"Nach ersten Erkenntnissen wurden Personen getötet. Wir fahnden mit Hochdruck. Täter flüchtig. Bitte bleiben Sie in ihren Wohnungen oder suchen Sie sichere Orte auf", teilte die Polizei via Twitter mit.

+++ 12:32 In Halle fallen Schüsse +++
In der Mittagszeit fallen in Halle mehrere Schüsse. Der Vorfall soll sich in der Humboldt-Straße, in der Nähe des Jüdischen Friedhofs, zugetragen haben. Die Stadt Halle warnt ihre Bürger mithilfe einer Warn-App vor der Schießerei im Paulusviertel und bittet in ihrer Mittelung, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Quelle: n-tv.de, bad/jpe/dpa/AFP