Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 23:49 In Kiew werden Explosionen gemeldet +++

20.03.2022, 20:00 Uhr

Am späten Abend haben mehrere Explosionen die ukrainische Hauptstadt Kiew erschüttert. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden mehrere Wohnhäuser im Stadtteil Podil im Westen der Metropole beschädigt und in Brand gesetzt. Auch ein Einkaufszentrum sei getroffen worden. "Rettungsmannschaften und Sanitäter sind bereits vor Ort", teilt Klitschko auf Telegram mit. Nach ersten Erkenntnissen wurde bei dem Angriff mindestens ein Mensch getötet. "Wir warten auf genauere Informationen."

+++ 23:31 Odessa registriert vermehrt russische Drohnen +++

Die südukrainische Hafenstadt Odessa registriert den zunehmenden Einsatz russischer Drohnen über dem Stadtgebiet und in der Umgebung. "Es ist aber alles ruhig, es gab keine Angriffe", zitiert die "Ukrajinska Prawda" den Leiter der regionalen Militärverwaltung, Maxim Martschenko. Die Luftabwehr habe die Drohnen des Gegners unter Feuer genommen. "Der Abschuss einiger dieser Drohnen wurde bereits bestätigt", sagte Martschenko. Odessa ist vom Kriegsgeschehen bisher weitgehend verschont geblieben.

+++ 23:00 Russische Journalistin nach TV-Protest: "Russen stehen nicht hinter Putins Krieg" +++

Marina Owssjannikowa, die russische TV-Journalistin, die während der Nachrichten im Staatsfernsehen mit einem Plakat gegen Russlands Krieg in der Ukraine protestiert hat, glaub dass Wladimir Putin bei seinen Angriff auf die Ukraine nicht die Rückendeckung der russischen Bevölkerung hat. Mit ihrer Aktion habe sie der Welt zeigen wollen, "dass Russen gegen den Krieg sind", sagt sie bei einer Videoschalte mit dem US-Sender ABC. Zugleich habe sie ihren Landsleuten deutlich machen wollen, dass sie angesichts der Propaganda "kritisch denken und die Informationen, die ihnen präsentiert werden, kritisch analysieren müssen". Die Menschen in Russland seien wirklich gegen den Krieg, so Owssjannikowa. "Es ist Putins Krieg, nicht der Krieg des russischen Volkes."

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+++ 22:26 Ukraine: Mehr als 7000 Menschen aus umkämpften Gebieten herausgeholt +++

Aus von Russland belagerten Gebieten sind nach ukrainischen Angaben im Laufe des Tages 7295 Menschen herausgebracht worden. Vier von sieben humanitären Korridoren hätten funktioniert, sagt die ukrainische Vize-Regierungschefin Irina Wereschtschuk in einer Videobotschaft. Rund 4000 Menschen wurden demnach aus der umkämpften Hafenstadt Mariupol nach Saporischschja gebracht. Weitere Evakuierungen habe es in der Region Kiew gegeben.

+++ 22:08 Polizei warnt vor "Fake-Video" von angeblichem Verbrechen durch Ukrainer +++

Die Polizei warnt vor der Verbreitung eines "Fake-Videos" im Netz, in dem es um ein angebliches Verbrechen durch Ukrainer in Nordrhein-Westfalen geht. "Über das Internet wird derzeit ein Video verbreitet, in dem von einem Überfall auf einen 16-jährigen Jugendlichen im Bereich Euskirchen berichtet wird. Angeblich sei dieser von einer Gruppe Ukrainer zu Tode geprügelt worden", teilt die Bonner Polizei auf Twitter mit. Weiter heißt es: "Die Experten gehen derzeit davon aus, dass es sich um ein absichtliches 'Fake-Video' handelt, das Hass schüren soll. Wir bitten, dieses Video nicht weiter zu verbreiten (...)."

+++ 21:56 Russland stellt Ultimatum: Ukrainische Truppen sollen Mariupol unbewaffnet verlassen +++

Russland fordert ukrainische Truppen in Mariupol auf, die Waffen niederzulegen und die besonders schwer von Kämpfen betroffene Hafenstadt am Vormittag zu verlassen. Dazu solle zwischen 10 und 12 Uhr Moskauer Zeit (8 bis 10 Uhr MEZ) ein Korridor eingerichtet werden, teilt Generalmajor Michail Misinzew der russischen Staatsagentur Tass zufolge mit. Demzufolge schlägt Russland der Ukraine einen Plan vor, wonach alle bewaffneten Einheiten der Ukraine die Stadt "ohne Waffen und Munition auf der mit der Ukraine vereinbarten Route verlassen sollten". Russland besteht demnach auf eine "förmliche schriftliche Antwort" seitens der Ukraine zu den Vorschlägen bis Montagmorgen um 5 Uhr Moskauer Zeit (3 Uhr MEZ). Von ukrainischer Seite gibt es bislang keine Reaktion auf die Pläne.

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+++ 21:44 EU-Diplomat: Mariupol wird durch Krieg völlig zerstört +++

Griechenlands Generalkonsul in Mariupol, Manolis Androulakis, sagt nach seiner Rückkehr in die Heimat, er hoffe, er werde nie so etwas wieder sehen. "Mariupol wird sich in die Liste der Städte einreihen, die durch den Krieg völlig zerstört wurden", sagt er und verweist auf Guernica, Coventry, Aleppo, Grosny und Leningrad. Nach Angaben des griechischen Außenministeriums ist Androulakis der letzte EU-Diplomat, der am Dienstag Mariupol verlassen hat.

+++ 21:23 Analyse: In der Ukraine könnte sich eine "blutige Pattsituation" entwickeln +++

Forschende des "Institute for the Study of War" gehen davon aus, dass der Ukraine eine "blutige Pattsituation" bevorstehen könnte, in der weder ukrainische noch russische Truppen nennenswerte Vorteile erringen, sondern ihre Stellungen halten und es zu keinem Waffenstillstand kommt. In einer aktuellen Analyse der US-Denkfabrik heißt es, dass die ursprüngliche militärische Strategie Russlands - nämlich die schnelle Einnahme von Kiew und anderen Großstädten, um einen Regimewechsel zu initiieren - gescheitert ist. Ob es die russische Armee in den kommenden Tagen schaffen werde, näher an die Hauptstadt heranzurücken, sei noch unklar. Die bevorstehende Pattsituation an vielen Orten im Land dürfte viele zivile Opfer hervorbringen und könnte Wochen oder Monate dauern. "Russland wird seine Bemühungen verstärken, die ukrainische Zivilbevölkerung zu bombardieren, um den Willen der Ukrainer zu brechen, weiter zu kämpfen (was den Russen wahrscheinlich nicht gelingen wird)", heißt es in der Analyse.

+++ 21:05 Baerbock über Geflüchtete: "Wir müssen Menschen auch über den Atlantik bringen" +++

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock fordert angesichts der vielen Flüchtlinge aus der Ukraine Solidarität in Europa. "Es werden viele viele weitere Menschen kommen. Wir werden von der europäischen Außengrenze verteilen müssen", sagt die Grünen-Politikerin in Hannover. Baerbock kündigt an, diesen Appell beim Treffen der EU-Außenminister am Montag in Brüssel zu betonen. "Jedes Land in Europa muss Menschen aufnehmen." Sie fügt hinzu: "Wir müssen Menschen auch über den Atlantik bringen."

+++ 20:46 Russland: Zwölf Kilometer in Ostukraine vorgerückt +++

Die russische Armee ist nach eigenen Angaben im Osten der Ukraine um zwölf Kilometer vorgerückt. Die Grenze der Siedlung Nikolske nordwestlich der Stadt Mariupol sei erreicht worden, erklärt der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, der Agentur Interfax zufolge. Von ukrainischer Seite gibt es dazu bislang keine Angaben. Der ukrainische Generalstab schreibt auf Facebook jedoch von russischen Mobilisierungsmaßnahmen in den von Russland eingenommenen Gebieten der Regionen Luhansk und Donezk.

+++ 20:31 Nach Absturz von US-Militärflugzeug in Norwegen: Tote geborgen +++

Nach dem Absturz eines US-Militärflugzeugs während einer Übung in Norwegen sind die Leichen der Besatzungsmitglieder geborgen worden. Wie der norwegische öffentlich-rechtliche Rundfunk NRK unter Berufung auf die Polizei berichtet, wurden die vier Toten per Hubschrauber von der Unfallstelle in der Provinz Nordland ausgeflogen. Es soll sich ausschließlich um US-Amerikaner handeln. Überlebende gab es den Angaben zufolge keine. Die Bergung des Wracks gestaltete sich den Berichten zufolge wegen schlechten Wetters und der Gefahr von Lawinen und Erdrutschen im Absturzgebiet schwierig. Warum die Maschine vom Typ V-22 Osprey abstürzte, ist unklar. Der Fahrtenschreiber des Flugzeugs sei jedoch entdeckt worden und könne Aufschluss über die letzten Minuten vor dem Absturz geben, so der NRK-Bericht.

+++ 20:12 Pentagon: Einsatz von Hyperschallraketen kein Wendepunkt +++

Der mutmaßliche Einsatz von Hyperschallraketen durch Russland stellt nach Einschätzung der USA keinen Wendepunkt im Ukraine-Krieg dar. Er betrachte die neuartigen Raketen "nicht als Game-Changer", sagt US-Verteidigungsminister Lloyd Austin im TV-Sender CBS. Russland hatte die Raketen des Typs Kinschal (Dolch) nach eigenen Angaben seit Freitag zweimal auf Ziele in der Ukraine abgefeuert. Austin will den Einsatz der Flugkörper weder bestätigen noch dementieren. Der Einsatz von Hyperschallraketen durch Russland könnte nach Einschätzung des Pentagon-Chefs darauf abzielen, "eine gewisse Dynamik wiederherzustellen".

+++ 19:57 Landesminister: Unterbringung Geflüchteter nur international möglich +++

Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Joachim Stamp verlangt eine international geregelte Verteilung der Flüchtlinge aus der Ukraine. "Wir können eine menschenwürdige Unterbringung in den nächsten Wochen nur sicherstellen, wenn es eine internationale Verteilung gibt", sagt der FDP-Politiker der "Welt". Bundeskanzler Olaf Scholz müsse international einen Gipfel dazu auf den Weg bringen. "Wir brauchen auch die Solidarität der USA, von Kanada und Australien und vor allem von den anderen europäischen Ländern. Nur wenn sich alle beteiligen und große Kontingente aufnehmen, werden wir hier unserer Aufgabe gerecht werden können."

+++ 19:40 Videoaufnahmen: Zivilisten drängen russisches Militärfahrzeug in Cherson zurück +++

In der ukrainischen Stadt Cherson sind etliche Menschen aus Protest gegen die russische Invasion ihrer Heimat auf die Straße gegangen. Wie in den sozialen Netzwerken verbreitete Aufnahmen zeigen, drängten einige Demonstranten, die zum Teil Ukraine-Fahnen tragen, dabei einen russischen Militär-Lkw zurück. Die Videos bewertet das ntv-Verifizierungsteam als aktuell und authentisch. Die russischen Truppen haben das südukrainische Gebiet Cherson vor einigen Tagen erobert und besetzt.

+++ 19:22 "Endlösung": Selenskyj vergleicht Russland mit Nazi-Deutschland +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt in einer Video-Botschaft an Israel Russland mit Nazi-Deutschland gleich und dem Kreml einen Plan zur Auslöschung der Ukraine vorgeworfen. "Hört darauf, was jetzt in Moskau gesagt wird: 'Endlösung', aber jetzt bereits in Bezug auf die ukrainische Frage", sagt der 44-Jährige in einem Video-Auftritt vor Knesset-Abgeordneten. Das Staatsoberhaupt mit jüdischen Wurzeln erinnert dabei an die sogenannte "Endlösung der Judenfrage", wie die Ermordung von Millionen Juden in Europa durch Nazi-Deutschland genannt wurde. Der vor etwas mehr als drei Wochen begonnene russische Einmarsch in die Ukraine sei dabei nicht nur eine "militärische Spezialoperation" - wie der Krieg in Russland bezeichnet wird. "Das ist ein großflächiger und hinterhältiger Krieg, der auf die Vernichtung unseres Volkes, unserer Kinder, unserer Familien, unseres Staates abzielt", so Selenskyj.

+++ 19:10 150.000 Menschen in Spanien demonstrieren gegen hohe Rohstoff- und Energiepreise +++

Steigende Preise infolge des Ukraine-Kriegs treiben in Spanien etwa 150.000 Menschen auf die Straße. Die Demonstration in Madrid, zu der die rechtsextreme Vox-Partei aufgerufen hatte, richtet sich gegen steigende Rohstoff- und Energiepreise. Zahlreiche Bauern beteiligen sich an dem Protestmarsch durch das Zentrum der Hauptstadt, einige kamen mit ihren Traktoren. Die Demonstranten werfen der spanischen Mitte-links-Regierung vor, nicht genügend zu unternehmen. Bereits im vergangenen Jahr waren die Energiepreise in Spanien um 72 Prozent gestiegen. Das war einer der höchsten Anstiege in der Europäischen Union. Der Krieg und die deshalb verhängten Sanktionen gegen Russland treiben die Preise für Gas, Öl und Treibstoff weiter in die Höhe.

+++ 18:54 Hoher Marineoffizier der russischen Schwarzmeerflotte bei Kämpfen getötet +++

Der stellvertretende Befehlshaber der russischen Schwarzmeerflotte, Andrej Palij, ist tot. Entsprechende Berichte von ukrainischer Seite bestätigen inzwischen russische Medien unter Berufung auf offizielle Quellen aus Sewastopol. Den Angaben zufolge wurde Palij 51 Jahre alt. Er ist der erste hohe Marineoffizier, der im Krieg ums Leben gekommen sein soll. Er wurde demnach in der Nähe von Mariupol erschossen. Genauere Details zu seinem Tod sind bislang nicht bekannt.

+++ 18:37 Fünf Verletzte bei Angriff auf Wohnhaus in Kiew +++

Bei der Explosion einer Granate vor einem Wohnblock in der umkämpften ukrainischen Hauptstadt Kiew sind fünf Menschen verletzt worden. Das zehnstöckige Gebäude im nordwestlichen Bezirk Swjatoschyn wurde schwer beschädigt und alle Fenster zerstört. Die "Luftangriffe des Feindes" hätten fünf Menschen verletzt, erklärt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko im Messengerdienst Telegram. Sechs Menschen seien aus dem Wohnblock gerettet worden, sagt zudem eine Sprecherin des Rettungsdienstes. Das Viertel Swjatoschyn liegt nur wenige Kilometer von der Stadt Irpin entfernt, um die seit Tagen heftige Kämpfe toben.

+++ 18:28 Baerbock besucht Notunterkunft für Geflüchtete in Hannover +++

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ist zum Besuch einer Notunterkunft für Geflüchtete in Hannover eingetroffen. Bei einem etwa einstündigen Rundgang auf dem Messegelände der niedersächsischen Landeshauptstadt holt sich die Grünen-Politikerin einen Eindruck über die Unterbringung Geflüchteter aus der Ukraine ein. Durch die Halle 27 begleitet wird Baerbock von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und der Vorständin der DRK-Region, Marlis-Spieker-Kuhmann.

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Außenministerin Baerbock verschaffte sich einen Eindruck von der Unterbringung Geflüchteter in Hannover. (Foto: IMAGO/photothek)

+++ 18:14 Selenskyj verlangt von Israel Raketenabwehrsysteme +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlangt von Israel Raketenabwehrsysteme und wirtschaftlichen Druck auf Russland. Israel müsse die Wahl treffen, ob es damit das Leben auch ukrainischer Juden retten wolle, sagt Selenskyj in einer per Video übertragenen Rede vor der Knesset.

+++ 18:07 UN: Mindestens 902 Zivilisten in der Ukraine getötet +++

In der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit Kriegsbeginn mindestens 902 Zivilisten getötet und 1459 verletzt worden. Dies sei der Stand vom Samstag, teilt das UN-Menschenrechtsbüro mit. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei vermutlich wesentlich höher. Die meisten Opfer gab es demnach durch Explosivwaffen, wie den Beschuss durch schwere Artillerie und Mehrfachraketen sowie durch Raketen- und Luftangriffe.

+++ 17:54 Peking leistet Russland nach eigenen Angaben keine militärische Unterstützung +++

China stellt Moskau nach eigenen Angaben keine militärische Unterstützung bereit. "Es gibt Falschinformationen, dass China Russland militärische Hilfe leistet. Wir weisen sie zurück", sagt der chinesische Botschafter in den USA, Qin Gang, dem Fernsehsender CBS. "China schickt Lebensmittel, Medikamente, Schlafsäcke und Milchpulver - keine Waffen oder Munition an die Konflikt-Parteien." Peking werde "alles tun, was in unserer Macht steht, um eine Deeskalation zu erreichen", sagt er weiter. Der Botschafter vermeidet es jedoch bewusst, eine Aussage über die künftige Haltung seines Landes in dem Konflikt zu machen.

PolitikUkraine-Videos vom 20. März 2022

+++ 17:38 Regierung hat Hinweise auf Reise deutscher Rechtsextremisten in die Ukraine +++

Die Bundesregierung hat Hinweise darauf, dass deutsche Rechtsextremisten in die Ukraine reisen wollen - etwa, um sich dort an Waffen ausbilden zu lassen. Es lägen "Informationen zu 27 Rechtsextremisten mit Reisebewegungen oder Reiseabsichten" in das Land vor, sagt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der "Süddeutschen Zeitung". Bei einer einstelligen Zahl von Extremisten hätten die Behörden "tatsächliche Anhaltspunkte" für eine "angestrebte Beteiligung an Kriegshandlungen". Zwar geht es den Angaben zufolge nur um eine kleine Gruppe von Verdächtigen. Doch die Behörden nähmen die Gefahr ernst. Sie wollen verhindern, dass sich Extremisten an Kriegswaffen ausbilden lassen oder Kampferfahrung sammeln können. Bislang habe die Bundespolizei Ausreisen von Extremisten im einstelligen Bereich verhindert, erklärt das Bundesinnenministerium weiter.

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+++ 17:29 Natalia Klitschko: Die ganze Welt steht für die Ukraine +++

Natalia Klitschko, Frau des Bürgermeisters von Kiew und Ex-Profiboxers Vitali Klitschko, bedankt sich bei einer großen Solidaritätskundgebung in Berlin für die internationale Unterstützung. "Was meinem Land jetzt passiert ist furchtbar", sagt Klitschko am Rande der musikalischen Friedensdemonstration vor dem Brandenburger Tor. "Es ist wichtig, die Massen zu sehen, die hier zusammenkommen. Es ist wichtig zu sehen, dass die ganze Welt für die Ukraine steht", sagt sie. Es gehe darum, den Krieg in ihrem Land so schnell wie möglich zu beenden. "Mit Zusammenhalt, wenn wir alle aufstehen, werden wir das erreichen."

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Natalia Klitschko sang vor dem Brandenburger Tor den Song "Better Days". (Foto: dpa)

+++ 17:17 Weißes Haus tritt Spekulationen über möglichen Ukraine-Besuch Bidens entgegen +++

Die US-Regierung ist Spekulationen entgegengetreten, US-Präsident Joe Biden könnte bei seiner Europa-Reise in den kommenden Tagen auch die Ukraine besuchen. "Die Reise wird darauf ausgerichtet sein, die Welt weiterhin für die Unterstützung des ukrainischen Volkes und gegen Präsident Putins Einmarsch in der Ukraine zu mobilisieren", teilt die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, auf Twitter mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin mit. "Aber es ist nicht geplant, in die Ukraine zu reisen."

+++ 17:01 Russische TV-Journalistin Owssjannikowa ruft Landsleute zu Protest auf +++

Nach ihrer Aufsehen erregenden Protestaktion im russischen Fernsehen ruft die Journalistin Marina Owssjannikowa ihre Landsleute aufgerufen, ebenfalls gegen die Ukraine-Invasion Stellung zu beziehen. "Die Zeiten sind sehr finster und sehr schwierig und jeder, der eine staatsbürgerliche Haltung hat und der will, dass diese Haltung zur Kenntnis genommen wird, muss seiner Stimme Gehör verschaffen", sagt Owssjannikowa in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC. "Das ist sehr wichtig." Die 43-jährige Fernsehjournalistin hebt hervor, dass es sich nicht um Russlands Krieg, sondern um einen Krieg von Kreml-Chef Wladimir Putin handele.

+++ 16:54 Selenskyj: Bin bereit zu Verhandlungen mit Putin +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterstreicht erneut seine Bereitschaft zu persönlichen Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin über ein Ende des Kriegs in seinem Land. "Ich bin bereit für Verhandlungen mit ihm", sagt Selenskyj dem US-Sender CNN laut Übersetzer. "Wenn es nur eine einprozentige Chance gibt, diesen Krieg zu stoppen, dann denke ich, dass wir sie ergreifen müssen." Sollten alle Friedensbemühungen scheitern, "würde es bedeuten, dass dies ein dritter Weltkrieg ist".

+++ 16:45 Kiew beklagt immer brutaleres Vorgehen der russischen Armee +++

Die Ukraine wirft der russischen Armee ein immer brutaleres Vorgehen mit zerstörerischem Artillerie-Beschuss vor. Wegen vielfachen Scheiterns bei den Angriffen auf die Ukraine würden die Waffen gegen friedliche Städte gerichtet, schreibt der ukrainische Präsidentenberater Michail Podoljak bei Twitter. Er kritisiert auch den Einsatz der neuen russischen Hyperschall-Rakete "Kinschal" (Dolch) und der Rakete "Bastion". Das russische Militär hatte über den Raketenbeschuss berichtet, allerdings betont, dass nur Ziele der ukrainischen Armee damit getroffen worden seien. Die ukrainischen und die russischen Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.

+++ 16:38 Bürgerrechtler: Mehr als 900 Festnahmen bei Protesten in Russland +++

Bei erneuten Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine sind in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern fast Tausend Menschen festgenommen worden. Bis zum Nachmittag wurden mindestens 937 Menschen in 38 Städten festgenommen, wie die Organisation OWD-Info mitteilt. Proteste gab es demnach unter anderem in Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Nischni Nowgorod und Wladiwostok. Die russischen Behörden gehen immer wieder hart gegen kremlkritische Demonstranten vor. Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar gab es laut OWD-Info mehr als 15.000 Festnahmen auf Demonstrationen gegen den Krieg.

+++ 16:23 Türkei sieht Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine "kurz vor Einigung" +++

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über ein Ende des Krieges kommen nach Angaben der Türkei voran und stehen angeblich kurz vor einer Einigung. "Natürlich ist es nicht einfach, während der Krieg tobt, aber wir glauben, dass es vorangeht", sagt der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu. "Wir sehen, dass die Parteien kurz vor einer Einigung stehen." Das NATO-Mitglied Türkei steht in Kontakt mit den Verhandlungsteams der beiden Länder, wie Cavusoglu sagt. Er lehnt es jedoch ab, Einzelheiten über die Gespräche preiszugeben, da "wir eine ehrliche Vermittlerrolle spielen". Ankara unterhält gute Beziehungen zu beiden Seiten und versucht intensiv, sich als Vermittler zu positionieren.

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+++ 16:12 Ukrainische Armee "eliminiert" weitere hochrangige russische Militärs +++

Die russische Armee soll nach Angaben aus Kiew weitere hochrangige Militärs verloren haben. Kommandeure des Fallschirmregiments aus der russischen Stadt Kostroma nordöstlich von Moskau und des Kosakenregiments aus Stawropol im Süden Russlands seien "eliminiert" worden, teilt die ukrainische Armee mit. Der Kommandeur der 346. Brigade der Sondereinsatzkräfte sei zudem verletzt worden. Diese Angaben lassen sich nicht überprüfen. Von russischer Seite liegen dazu keine Informationen vor. In über drei Wochen Krieg will die ukrainische Armee mehrere Dutzend hochrangige russische Offiziere getötet haben. Darunter sollen mindestens sechs Generäle von Armee und Nationalgarde gewesen sein.

+++ 15:59 Ukraine erhält von Deutschland 500 Strela-Luftabwehrraketen +++

Die Ukraine hat von Deutschland 500 Luftabwehrraketen vom Typ Strela erhalten. Die Waffen wurden bereits am Donnerstag übergeben, heißt es aus ukrainischen Regierungskreisen. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, erfolgte die Übergabe in Polen. Eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums sagt, aufgrund von "operativen und Sicherheitsaspekten" könne keine Auskunft zu spezifischen Waffensystemen erteilt werden. Es seien Lieferungen verschiedener Militärausrüstung zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte zugesagt worden und auch bereits angekommen, und nach Möglichkeit werde es auch weitere geben. Ursprünglich war von bis zu 2700 Strela-Luftabwehrraketen die Rede gewesen, mit der Lieferung musste sich aber noch der Bundessicherheitsrat befassen.

+++ 15:44 NATO beginnt Patriot-Stationierung in Slowakei +++

In der Slowakei beginnt die Stationierung von Patriot-Flugabwehrraketensystemen zur Stärkung der NATO-Ostflanke. Die ersten Kräfte seien eingetroffen, teilt der slowakische Verteidigungsminister Jaroslav Nad bei Facebook mit. Sowohl Deutschland als auch die Niederlande stellen für den Einsatz auf NATO-Antrag Soldaten und Waffensysteme bereit. Nad dankt den Partnern für ihre Unterstützung. Nach Angaben des Verteidigungsministers werden die Einheiten zunächst auf dem Militärflugplatz Silac in der Mittelslowakei untergebracht. Die weitere Verlegung werde mit Experten konsultiert, um ein möglichst weites Territorium und wichtige Objekte abzudecken. Die Slowakei grenzt im Osten über knapp 100 Kilometer an die Ukraine. Die Patriots können Flugzeuge, Hubschrauber und Raketen selbst in großer Höhe ausschalten.

+++ 15:31 Tausende demonstrieren in Hamburg gegen Krieg +++

Mehrere Tausend Menschen protestieren in Hamburg gegen den russischen Angriffskrieg. Aufgerufen zu der Demonstration hatten die Jugendorganisationen der Parteien, die Klimabewegung Fridays for Future und die ukrainische Diaspora. Die Veranstalter gingen am Nachmittag von rund 5000 Teilnehmern aus. Die Polizei schätzte die Zahl zu Beginn der Veranstaltung auf etwa 3000. Alles laufe friedlich, so ein Polizeisprecher.

+++ 15:12 Vergewaltigungen und Morde: Ukrainische Vize-Premierministerin spricht von Völkermord +++

Die ukrainische Vize-Premierministerin Olga Stefanischina sieht im Vorgehen der russischen Truppen bei der Invasion ihres Landes einen Völkermord. Das sei "keine Frage, sondern einfach die Realität, mit der wir konfrontiert sind", sagt Stefanischina dem britischen Nachrichtensender Sky News. Russlands Präsident Wladimir Putin und die anderen Verantwortlichen im Kreml seien Kriegsverbrecher, so Stefanischina. Der Politikerin zufolge wurden von ukrainischen Behörden inzwischen 2000 Ermittlungsverfahren gegen russische Soldaten wegen mutmaßlicher Verbrechen eingeleitet. Unter anderem habe es Berichte über Vergewaltigungen und Morde gegeben. Als Völkermord werden laut der entsprechenden UN-Konvention von 1948 Verbrechen bezeichnet, die in der Absicht begangen oder befohlen wurden, "eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören".

+++ 14:55 Frontlinien sind laut ukrainischen Angaben "praktisch eingefroren" +++

Die Frontlinien zwischen ukrainischen und russischen Streitkräften sind nach ukrainischen Angaben "praktisch eingefroren". Russland verfüge nicht über genügend Kampfkraft, um weiter vorzurücken, sagt der ukrainische Präsidentenberater Oleksij Arestowytsch in einer Videoansprache.

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+++ 14:37 Deutschland vereinbart laut Habeck Energiepartnerschaft mit Katar +++

Deutschland vereinbart mit Katar eine langfristige Energiepartnerschaft, um sich von russischen Öl- und Gaslieferungen zu lösen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck traf dazu in Doha den Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani. Jene Unternehmen, die mit ihm gereist seien, würden nun mit der katarischen Seite in Vertragsverhandlungen einsteigen, sagt Habeck seinem Ministerium zufolge nach dem Treffen. Habeck wird von rund 20 Firmenvertretern vor allem aus dem Energiebereich begleitet. Von katarischer Seite heißt es lediglich, der Emir und Habeck hätten Möglichkeiten erörtert, die bilateralen Beziehungen auszubauen, insbesondere im Energiesektor. Der Grünen-Politiker sagt der ARD, Deutschland habe sich mit Energieimporten abhängig gemacht von Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin. Nun müsse man mit schwierigen Partnern in einen politischen Austausch kommen und diesen fortsetzen. Das Emirat am Persischen Golf ist eine absolute Monarchie, in dem der Islam als Staatsreligion das gesellschaftliche Leben prägt. Kritiker werfen Katar vor, geringere Menschenrechtsstandards zu haben als westliche Staaten.

+++ 14:21 Ukraine beziffert Russlands Verluste auf 14.700 Personen +++

Die Ukraine gibt die Anzahl der bisherigen Verluste Russlands mit 14.700 Personen und 476 Panzern an. Diese Zahlen bezögen sich auf russische Verluste in den Kämpfen seit Beginn der Invasion am 24. Februar, teilt das ukrainische Militär mit. Russland selbst hatte zuletzt am 2. März Zahlen zu eigenen Verlusten genannt und von fast 500 gefallenen Soldaten gesprochen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 14:00 UN: Zehn Millionen Ukrainer sind auf der Flucht +++

Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sind nach UN-Angaben inzwischen bereits rund zehn Millionen Menschen in die Flucht getrieben worden. Diese Menschen seien entweder an andere Orte innerhalb der Ukraine oder außerhalb des Landes geflüchtet, schreibt der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, auf Twitter. Die höchste Zahl an Flüchtlingen aus der Ukraine hat bisher Polen aufgenommen.

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+++ 13:42 Papst bezeichnet Krieg als "sinnloses Massaker" +++

Bei seiner Sonntagsansprache verurteilt Papst Franziskus abermals den Krieg in der Ukraine. Er bezeichnet ihn als ungerechtfertigtes "sinnloses Massaker" und fordert die Staats- und Regierungschefs auf, "diesen verabscheuungswürdigen Krieg" zu beenden. "Die gewaltsame Aggression gegen die Ukraine lässt leider nicht nach", sagt Papst Franziskus vor Zehntausenden von Menschen auf dem Petersplatz im Vatikan. Jeden Tag wiederholten sich Gemetzel und Gräueltaten.

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Papst Franziskus fordert ein Ende des Ukraine-Krieges. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 13:30 Göring-Eckardt fordert Krisenstab für Versorgung von Geflüchteten +++

Vize-Bundestagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt fordert eine schnellere und bessere Hilfe für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine. Nötig sei ein "ministeriumsübergreifender nationaler Krisenstab im Kanzleramt", sagt Göring-Eckardt der "Bild am Sonntag". Dort könnten alle Fragen von der Unterbringung bis zur Versorgung und Kinderbetreuung geklärt werden. "Wir brauchen eine Flüchtlingskoordination, bei der alle Fäden, auch die Abstimmung mit den Bundesländern, zusammenlaufen", plädiert sie. Die Politik müsse jetzt "schnell staatliche Strukturen hochfahren und für eine bessere Verteilung sorgen."

+++ 13:03 Russische Truppen sind "ziemlich demoralisiert und ziemlich festgefahren" +++

Russlands Streitkräfte sind dem ehemaligen Leiter des britischen Militärnachrichtendienstes zufolge "ziemlich demoralisiert, ziemlich festgefahren und ziemlich blockiert." Luftmarschall Philip Osborn sagt dem Sender Sky News, dass die russischen Truppen "demoralisiert sind, weil sie schlecht vorbereitet waren und sich als unzureichend erwiesen haben" und nun feststecken, weil sie "an Schwung verloren haben". Er fügt hinzu: "Wir sehen, wie sie Ressourcen und Arbeitskräfte aus ganz Russland abziehen, sogar aus Syrien. Das sei kein gutes Zeichen für eine angebliche Supermacht. "Sie sind blockiert, weil ihnen die Möglichkeiten ausgehen", so Osborn. "Was ihnen jetzt bleibt, ist mit brutaler Gewalt Druck auf die ukrainische Regierung auszuüben."

+++ 12:37 Deutsche Popstars singen in Berlin für den Frieden +++

Mit einer großen Solidaritätskundgebung vor dem Brandenburger Tor wollen Kulturschaffende ihre Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine demonstrieren. Die Friedensaktion "Sound of Peace" soll nach Einschätzung der Veranstalter "Europas größte musikalische Kundgebung" gegen den Krieg werden. Angemeldet sind 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gegen Mittag sind schon mehrere Hundert Menschen zur musikalischen Kundgebung vor Ort. Ziel von "Sound of Peace" soll es sein, viele Spenden zu sammeln, um die Opfer des Krieges in der Ukraine zu unterstützen. Auftreten sollen bis heute Abend unter anderem Clueso, Fatoni, In Extremo, Mia, Michael Patrick Kelly, Mine, Peter Maffay, Revolverheld, Sarah Connor, Silbermond, The BossHoss oder Zoe Wees.

+++ 12:21 Schwere Gefechte in Tschernihiw - "humanitäre Katastrophe" +++

Nach Mariupol meldet die nächste ukrainische Stadt katastrophale Zustände als Folge der russischen Bombardierungen. Um Tschernihiw im Norden des Landes gibt es nach Militärangaben aus Kiew weiter schwere Gefechte. "Tschernihiw wird verteidigt", teilt die ukrainische Armee mit. Die Stadt nahe der Grenze zu Belarus werde beschossen. Es gebe keinen Strom und keine Heizung mehr. Viele Einwohner seien ohne Gas. Der Bürgermeister von Tschernihiw , Wladislaw Atroschenko, schildert eine "absolute humanitäre Katastrophe" in seiner Stadt: "Dutzende Zivilisten werden getötet, Kinder und Frauen."

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Das Satellitenbild von Maxar Technologies Bränden in einem Industriegebiet und nahegelegenen Feldern im südlichen Tschernihiw. (Foto: picture alliance/dpa/Satellite image ©2022 Maxar Technologies/AP)
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Viele Gebäude der Stadt sind zerstört. (Foto: via REUTERS)
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Dutzende Menschen sterben. (Foto: via REUTERS)

+++ 11:59 Krieg könnte Meteorologen vor Datenprobleme stellen +++

Wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine fürchten Meteorologen Probleme bei der Gewinnung ihrer Daten. "Wir brauchen für verlässliche Vorhersagen flächendeckende Daten. Wir können schlecht mit blinden Flecken arbeiten", sagt der Vorsitzende der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, Clemens Simmer. Die Zusammenarbeit mit Russland sei im Moment durch eingeschränkte Kommunikationskanäle schwierig. Noch kommen die Daten aus Russland und den Gebieten der Ukraine ohne Kampfhandlungen über die von den UN vereinbarten Kanäle. "Fehlen Daten aus diesem riesigen Gebiet, würde sich das deutlich auf die Qualität der Vorhersage auswirken", betont Simmer.

+++ 11:42 Bundesregierung rechnet mit einer Million Geflüchteten +++

Die Bundesregierung rechnet einem Bericht zufolge damit, dass eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine für eine längere Dauer nach Deutschland kommen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, beriet die Ampel-Regierung in einer Kabinettssitzung zur Ukraine am vergangenen Mittwoch über die Folgen des russischen Angriffskriegs und passte ihre Prognose zu den Flüchtlingszahlen an. Ursprünglich sei die Bundesregierung von 340.000 Menschen ausgegangen, nun sei die Zahl auf eine Million erhöht worden.

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+++ 11:30 Bericht: Bundesländern fehlt Technik zur Registrierung von Ukraine-Flüchtlingen +++

Die Registrierung der Menschen, die vor dem russischen Angriffskrieg nach Deutschland flüchten, wird einem Bericht zufolge länger dauern als gehofft. Die elektronischen sogenannten PIK-Stationen zum Abnehmen und Vergleichen von Fingerabdrücken seien Mangelware, berichtet "Welt". Die Bundesdruckerei könne keine weiteren Geräte nachliefern. Die letzten Geräte seien in den vergangenen Tagen ausgegeben worden. Eine Neubestellung dauere laut Bundesinnenministerium im Regelfall bis zu drei Monate, berichtet die Zeitung weiter. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) leiste bereits allen Ländern Amtshilfe mit rund 160 Stationen und mehr als 200 Mitarbeitern. PIK steht für Personalisierungsinfrastrukturkomponente.

+++ 11:05 Sorge vor Angriff belarussischer Truppen wächst +++

In der Ukraine wächst die Sorge vor einem Angriff aus dem Nordwesten. Belarus soll Truppen an der Grenze zusammenziehen, um von dort aus das Land anzugreifen und den Nachschub von Waffen aus dem Westen abzuschneiden, berichten ukrainische Medien. "Die Gefahr einer belarussischen Offensive in Richtung Wolyn wird als hoch eingeschätzt. Die ukrainischen Verteidigungskräfte sind bereit, zurückzuschlagen", sagt ein Sprecher des Generalstabs der ukrainischen Armee der "Bild"-Zeitung. Wolnyn ist die Region nördlich von Lwiw. Medienberichten zufolge sollen Augenzeugen belarussische Militärkonvois auf dem Weg nach Brest beobachtet haben, einer Stadt in unmittelbarer Nähe zu Polen und der Ukraine.

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+++ 10:46 Eines der größten Stahlwerke Europas fast komplett zerstört +++

Durch Luftangriffe wird in Mariupol nach ukrainischen Angaben eine große Stahlfabrik schwer beschädigt. Die Abgeordnete Lesja Wasilenko veröffentlicht ein Video, das ihr zufolge eine Explosion im Werk der Asowstal-Gruppe zeigt und warnt vor schweren Umweltschäden. Ihr Kollege Serhij Taruta schreibt auf Facebook, die russischen Streitkräfte "haben die Fabrik praktisch zerstört". Der Generaldirektor von Asowstal, Enver Zkitischwili, erklärt es seien im Voraus Maßnahmen ergriffen worden, um die Umweltschäden im Falle eines Angriffs zu verringern.

+++ 10:31 Deutschland registriert 218.301 Kriegsflüchtlinge +++

In Deutschland hat die Bundespolizei seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine inzwischen 218.301 Kriegsflüchtlinge registriert, wie das Bundesinnenministerium mitteilt. Die Zahl der erfassten Ankommenden stieg damit von Samstag auf den heutigen Sonntag um rund 10.500. Erfasst werden nur Geflüchtete, die von der Bundespolizei angetroffen werden, etwa an der österreichisch-bayerischen Grenze, an Bahnhöfen oder in Zügen. Im Regelfall gibt es keine festen Grenzkontrollen an den EU-Binnengrenzen, Ukrainer dürfen zudem ohne Visum einreisen - die Zahl der tatsächlich Angekommenen ist daher wahrscheinlich deutlich höher.

+++ 09:50 Türkei: Russland und Ukraine nähern sich bei kritischen Punkten an +++

Die Ukraine und Russland nähern sich der Türkei zufolge bei kritischen Punkten an. Bei einigen Themen gebe es fast eine Einigung, sagt der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu der Tageszeitung "Hürriyet". Er hoffe auf eine Waffenruhe, sofern es bei den Gesprächen zwischen den beiden Ländern keinen Rückschritt gebe und die erzielten Fortschritte damit zunichtegemacht würden.

+++ 09:24 Sieben Fluchtkorridore sind für heute geplant +++

Heute sind nach Angaben der stellvertretenden ukrainischen Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk sieben Fluchtkorridore geplant.

+++ 08:56 Moskau meldet erneut Einsatz von Hyperschall-Raketen +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben Moskaus erneut Hyperschall-Raketen in der Ukraine eingesetzt. Mit Raketen des Typs Kinschal sei ein Lager für Treib- und Schmierstoffe der ukrainischen Streitkräfte in der Region Mykolajiw zerstört worden, erklärt das russische Verteidigungsministerium. Der Militärstützpunkt im Gebiet Mykolajiw sei aus dem Luftraum über der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen worden, sagt Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums. "Von diesem Stützpunkt aus wurden die meisten Treibstofflieferungen für ukrainische Panzerfahrzeuge abgewickelt." Kalibr-Marschflugkörper hätten zudem Reparaturwerkstätten für ukrainische Panzer getroffen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Das neuartige Hyperschall-Waffensystem war laut Moskau am vergangenen Freitag erstmals zum Einsatz gekommen.

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+++ 08:35 Stadtrat: Russland bombardiert Kunstschule in Mariupol - "Menschen liegen unter Trümmern" +++

In der belagerten Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine ist nach Angaben des Stadtrats eine Kunstschule Ziel eines Bombenangriffes geworden. 400 Menschen hätten dort Schutz gesucht, darunter Frauen, Kinder und Ältere, teilt der Stadtrat von Mariupol auf Telegram mit. Das Gebäude sei bei dem Angriff am Samstag zerstört worden. "Menschen liegen noch immer unter den Trümmern." Noch gibt es keine Angaben zu möglichen Opfern. Der Stadtrat macht russische Truppen dafür verantwortlich. Das lässt sich aber nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

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+++ 08:19 Bericht: Anwesenheit britischer Freiwilliger löste tödlichen Angriff auf Militärbasis aus +++

Die Anwesenheit von freiwilligen Kämpfern aus Großbritannien auf einer ukrainischen Militärbasis könnte der Grund für einen verheerenden Raketenschlag der russischen Armee gewesen sein, berichtet die britische Zeitung "The Telegraph". Bei Einschlägen von 30 russischen Raketen auf einem Stützpunkt bei Jaworiw wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, kamen am 13. März mindestens 35 Menschen ums Leben. Unter den Toten sollen auch drei frühere britische Soldaten gewesen sein, die dort zur freiwilligen Unterstützung der Ukraine im Einsatz waren. Wie der "Telegraph" berichtet, seien zuvor auf dem Stützpunkt mindestens 14 Mobiltelefone geortet worden, deren Nummern mit +44 für Großbritannien beginnen. Aus britischen Sicherheitskreisen heißt es demnach, dass vom Kreml eingesetzte Söldner-Gruppen vor dem Angriff in der Nähe waren und die Erkennung der Nummern an den russischen Geheimdienst weitergaben.

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+++ 08:07 Fünf Menschen sterben bei Beschuss eines Hauses in Charkiw - darunter ein Kind +++

Beim Beschuss eines mehrstöckigen Wohnhauses in Charkiw im Osten der Ukraine werden nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet - darunter ein neun Jahre alter Junge. Das Gebäude in der Nähe eines Industriegebiets sei in der Nacht zum Sonntag beschossen worden und in Brand geraten, teilt die Polizei mit. Sie veröffentlicht ein Foto von dem Haus, auf dem zu sehen ist, wie Rauch aus mehreren Etagen dringt. Fensterscheiben wurden zerstört. Den Behörden der Stadt zufolge sind seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine vor mehr als drei Wochen allein in Charkiw 266 Zivilisten getötet worden.

+++ 07:41 Mehr als 6600 Ukrainer können aus Mariupol und Kiew fliehen +++

In der Ukraine bringen sich am Samstag mehr als 6600 Menschen über Fluchtkorridore vor den Kämpfen in Sicherheit. Nach Angaben der Behörden können 4128 Menschen aus der belagerten Hafenstadt Mariupol fliehen. Weitere 1820 Menschen verlassen die Hauptstadt Kiew über Fluchtkorridore.

+++ 07:20 "Kyiv Calling": Ukrainische Band textet Clash-Hit um +++

Eine ukrainische Punkband interpretiert den The-Clash-Hit "London Calling" von 1979 neu, um Geld für die Ukraine zu sammeln. "Kyiv calling to the whole world...come out of neutrality, you boys and girls" (Kiew ruft der ganzen Welt zu... Verlasst die Neutralität, ihr Jungen und Mädchen), singen die drei Mitglieder von Beton in der neuen Version. Die "Punk-Hardcore"-Gruppe besteht aus einem Architekten, einem Orthopäden und einem Geschäftsmann. Nach eigenen Angaben haben sie den Song in der westukrainischen Stadt Lwiw aufgenommen. Die Mitgliedern von The Clash unterstützten demnach das Cover.

+++ 07:01 Bunker und Sirenen: BBK-Präsident will mehr Geld für Zivilschutz +++

Um für Krisen und den Schutz der Bürger im Verteidigungsfall besser gerüstet zu sein, sind nach Ansicht des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) deutlich größere Investitionen nötig als bislang geplant. "Für das, was wir vorhaben, reicht eine Steigerung um zehn Millionen Euro, so wie sie jetzt im Haushalt für 2022 vorgesehen ist, nicht aus", sagt Behördenpräsident Armin Schuster. "Wir haben im regulären Haushalt Mehrinvestitionen von rund 135 Millionen Euro beantragt." Dabei gehe es nicht um die Finanzierung einer Behörde, sondern um nationale Reserven, "die Trinkwassersicherstellung, Sirenen und weitere Warnmittel, Verbesserung der Ausstattung und den CBRN-Schutz, also den Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren". Auch in der Frage der Bunker müsse man rasch vorankommen.

+++ 06:39 Russische Truppen lassen wohl Evakuierungsbusse nicht nach Mariupol +++

Russische Truppen blockieren einen Buskonvoi, der Einwohner aus der belagerten Stadt Mariupol holen soll, berichtet die ukrainische Zeitung "The Kyiv Independent". Demnach wird den Bussen nicht gestattet, in die Stadt zu fahren. Außerdem bekämen die Fahrer keine Erlaubnis, dort zu übernachten.

+++ 06:22 Selenskyjs Frau fordert sichere Fluchtkorridore +++

Die Frau des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj bittet den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) um Unterstützung bei der Einrichtung humanitärer Korridore in der Ukraine. "Da wir die Erfahrung des Ökumenischen Rates der Kirchen bei der Bewältigung humanitärer Krisen kennen, bitten wir Sie, der Ukraine und den Ukrainern, die derzeit vor dem Krieg fliehen, zu helfen", schreibt Olena Selenska nach Angaben der ukrainischen Präsidentschaft in einem Brief an den ÖRK. "Ich bitte Sie insbesondere darum, bei der Organisation echter humanitärer Korridore zu vermitteln", fügt sie hinzu.

+++ 06:00 Mariupol: Tausende Einwohner nach Russland verschleppt +++

Nach Angaben der Stadtverwaltung der ukrainischen Stadt Mariupol haben russischen Streitkräfte in der vergangenen Woche mehrere Tausend Menschen gewaltsam aus der belagerten Stadt deportiert. "Die Besatzer haben illegal Menschen aus dem Stadtteil Livoberezhniy und aus dem Schutzraum des Sportklubs verschleppt, wo sich mehr als Tausend Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, vor den ständigen Bombardierungen versteckt hatten", teilt der Stadtrat in einer Erklärung auf seinem Telegram-Kanal mit. Die russische Nachrichtenagentur TASS meldet, dass 13 Busse mit mehr als 350 Menschen an Bord nach Russland unterwegs seien. Das russische Verteidigungsministerium hatte diesen Monat verkündet, dass Russland 200 Busse für die "Evakuierung" der Bürger von Mariupol bereitgestellt habe.

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+++ 05:31 Australien kappt Lieferung von Aluminiumerz nach Russland +++

Australien verhängt ein sofortiges Ausfuhrverbot für Aluminiumerze nach Russland. "Russland bezieht knapp 20 Prozent seines Aluminiumerzbedarfs aus Australien", erklärt die australische Regierung. Dadurch werde Russlands Kapazität zur Herstellung von Aluminium, das für Russland ein wichtiges Exportgut ist, eingeschränkt.

+++ 04:56 Ukrainische Behörden: Mehr als 260 Zivilisten in Charkiw getötet +++

Seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine vor über drei Wochen sind bei Kämpfen um die Stadt Charkiw nach Angaben lokaler Behörden 266 Zivilisten getötet worden. Darunter seien 14 Kinder, teilen die Justizbehörden der zweitgrößten Stadt des Landes mit. Die von russischen Truppen belagerte Stadt, in der vor Kriegsbeginn 1,5 Millionen Menschen lebten, werde weiterhin mit Artillerie beschossen, berichtet die Agentur Unian. Dabei seien am Samstagabend mehrere Wohnhäuser getroffen worden und in Brand geraten.

+++ 04:13 Selenskyj wendet sich an Russen: "Was hat man mit Ihnen getan, dass Sie Ihre Verluste nicht bemerkt haben?" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wendet sich in einer Videobotschaft mit drastischen Worten über schwere russische Kriegsverluste an die Bevölkerung in Russland gerichtet. "An den Brennpunkten besonders schwerer Kämpfe sind unsere vordersten Abwehrlinien mit Leichen russischer Soldaten praktisch überhäuft", sagt Selenskyj. "Und diese Leichen, diese Körper werden von niemandem geborgen", fährt er fort. Er könne verstehen, dass Russland über schier endlose Reserven an Soldaten und Militärgerät verfüge. "Aber ich möchte von den Bürgern Russlands wissen: Was hat man mit Ihnen in diesen Jahren getan, dass Sie Ihre Verluste nicht bemerkt haben?". Bisher seien bereits über 14.000 russische Soldaten getötet worden.

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+++ 03:29 Amt für Strahlenschutz: Weiter "ernste Lage" in Ukraine +++

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hält die Lage rund um die ukrainischen Atomkraftwerke weiter für ernst. "Es ist in keinster Weise vorgesehen, dass sich um ein Atomkraftwerk herum Kriegshandlungen abspielen", sagt BfS-Präsidentin Inge Paulini der Deutschen Presse-Agentur. Es bestehe "grundsätzlich das Risiko, dass die Kampfhandlungen direkt zu Schäden, zu Unfällen, zu Austritten von Radioaktivität führen können". Ihr Amt sei seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar "in Dauerbeobachtung" der Situation.

+++ 03:08 Ägypten will Brotpreisanstieg mit Einheitspreis gegensteuern +++

Ägypten will für drei Monate einen Einheitspreis für nicht subventioniertes Brot festlegen. Der Preis könne bei Bedarf jeden Monat angepasst werden, sagt Versorgungsminister Ali Moselhy in einem Interview mit einem lokalen Fernsehsender. Letzte Woche hatte der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi die Regierung aufgefordert, einen Preis für nicht subventioniertes Brot festzulegen, nachdem die Brotpreise in letzter Zeit gestiegen waren. Ägypten ist einer der führenden Weizenimporteure. Weltweit ist der Weizenpreis gestiegen, da in der Ukraine, einem der global größten Exporteure, mit großen Ernteausfällen gerechnet wird.

+++ 02:28 Arbeit prorussischer Parteien in der Ukraine vorübergehend verboten +++

Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine verbietet die Arbeit einer Reihe von prorussischen Parteien, solange im Land das Kriegsrecht gilt. Das teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj per Videobotschaft mit. "Die Aktivitäten von deren Politikern, die auf Spaltung oder Kollaboration abzielen, werden keinen Erfolg haben, dafür aber eine harte Antwort erhalten", wurde Selenskyj von der "Ukrajinska Prawda" zitiert. Zu den betroffenen Parteien gehören unter anderem die "Oppositionsplattform - Aus Lebenszeit" und der "Oppositionsblock", die auch im Parlament vertreten sind. Sie gelten ebenso wie die übrigen neun nunmehr verbotenen außerparlamentarischen Parteien als euroskeptisch, antiliberal oder als prorussisch.

+++ 01:46 Faeser: Massive Polizeipräsenz zum Schutz vor Menschenhändlern +++

Bundesinnenministerin Nancy Faeser will Ukrainerinnen mit einer hohen Polizeipräsenz auf Bahnhöfen vor Menschenhändlern und Sexualstraftätern schützen. "Jeder, der es versucht, die Not der Geflüchteten auszunutzen, sollte wissen: Auf solche Taten reagieren wir mit aller Härte des Gesetzes", sagt die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag". Es gebe massive Polizeipräsenz an den Bahnhöfen, in Uniform und in Zivil, so Faeser. "Alle sind sensibilisiert, jede Gefährdung sofort zu melden und einzuschreiten." In den vergangenen zwei Wochen wurden mehrere Fälle registriert, bei denen Männer ukrainischen Frauen bei der Ankunft in Berlin dubiose Wohn- oder Übernachtungsangebote machten.

+++ 01:09 Stadtverwaltung: Bislang 228 Menschen in Kiew getötet +++

Laut Kiewer Behörden sind seit Ausbruch des Krieges 228 Menschen in der Hauptstadt getötet worden. Darunter seien auch vier Kinder. 912 Menschen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht mit unabhängigen Quellen überprüfen.

+++ 00:31 Belarussische Eisenbahner unterbrechen Verbindungen in Ukraine +++

Belarussische Bahnarbeiter haben offenkundig alle Schienenverbindungen zwischen Belarus und der Ukraine unterbrochen. "Mit dem heutigen Tag kann ich sagen, dass es keinen Bahnverkehr zwischen Belarus und der Ukraine gibt", zitiert die Agentur Unian den Vorsitzenden der ukrainischen Eisenbahnen, Olexander Kamyschin, der den Kollegen in Belarus dankte. Dies würde bedeuten, dass die russischen Truppen in der Ukraine über diese Strecken weder Verstärkungen noch Nachschub erhalten. Auch ein Berater der belarussischen Oppositions-Ikone Swetlana Tichanowskaja berichtet über Twitter von der angeblichen Aktion. Eine Bestätigung durch unabhängige Quellen gibt es nicht.

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