Politik

Wahl in Sachsen und Brandenburg AfD liegt in Umfragen nicht mehr allein vorn

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Heiße Phase im Wahlkampf in Potsdam

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Osten ist kurz vor dem Wahlgang noch richtig Musik: In Brandenburg und Sachsen sehen zwei Umfragen viel Bewegung, die vor allem zu Lasten von AfD und Grünen geht. Die AfD muss bangen, ob sie überhaupt in einem der Länder stärkste Kraft wird.

Bei der Landtagswahl in Brandenburg könnten sich zwei aktuellen Umfragen zufolge SPD und AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Gut eine Woche vor dem Urnengang kämen die regierenden Sozialdemokraten auf 21 Prozent, dicht gefolgt von der AfD mit 20 Prozent, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" Extra hervorgeht. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD liegt die SPD nun mit 22 Prozent gleichauf mit der AfD an der Spitze.

Die CDU hätte den Projektionswerten des "Politbarometers" zufolge 18 Prozent der Stimmen, Grüne und Linke jeweils 14 Prozent. Die 22 Prozent Zustimmung für die SPD, die Infratest dimap ermittelte, bedeuten ein Plus von 4 Punkten gegenüber dem Brandenburg-Trend von Anfang Juni. Die AfD legte um einen Prozentpunkt zu. Die CDU liegt bei Infratest dimap ebenfalls bei 18 Prozent – ein Plus von einem Prozentpunkt, gefolgt von der Linken mit 15 Prozent, die ebenfalls einen Prozentpunkt zulegen.

Schwache Werte für Woidke

Als deutlichen Verlierer sieht Infratest dimap Bündnis 90/Die Grünen, die dort mit einem Minus von 5 Prozentpunkten gegenüber Anfang Juni bei 12 Prozent liegen. Die FDP würde in beiden Umfragen mit fünf Prozent den Sprung in den Landtag schaffen. Die Partei BVB/Freie Wähler können bei ZDF und ARD mit vier Prozent rechnen. Allerdings wissen laut der ZDF-Umfrage zurzeit 44 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.

Den ARD-Zahlen zufolge sind aktuell 44 Prozent der Befragten mit der Arbeit der rot-roten Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. 54 Prozent seien weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit von Ministerpräsident Woidke zeigte sich eine knappe Mehrheit der Befragten von 51 Prozent zufrieden und 36 Prozent unzufrieden. Für Woidke ist dies der niedrigste Wert der laufenden Legislaturperiode.

CDU mit sechs Prozentpunkten vorn

In Sachsen würde die Regierungspartei CDU nach beiden Umfragen klar stärkste Kraft mit 31 Prozent beim ZDF-"Politbarometer" beziehungsweise 30 Prozent in der ARD-Umfrage. Beide Umfrageinstitut sehen die AfD mit einem Abstand von je sechs Prozentpunkten als zweitstärkste Kraft.

Die Linke kommt beim ZDF auf 14 Prozent, in der ARD auf 16 Prozent. Die Grünen liegen bei zehn bis elf Prozent. Die SPD kann laut "Politbarometer" mit neun Prozent rechnen, während Infratest dimap die Sozialdemokraten bei sieben Prozent verortet. Die FDP zieht in beiden Umfragen mit acht ("Politbarometer") beziehungsweise fünf Prozent in den Landtag ein. Für die Freien Wähler reicht es in beiden Umfragen nicht.

Laut Infratest dimap ist aktuell die Hälfte der Sachsen mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. 44 Prozent der Befragten wollen demnach, dass die CDU weiterhin die Regierung führt, 48 Prozent wünschen sich eine andere Partei an der Spitze. Mit Regierungschef Kretschmer sind 63 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa/AFP