Politik

Flugzeugabsturz über Sinai Ägypten sieht keine Hinweise auf Anschlag

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Flug 9268 stürzte mit 224 Menschen an Bord ab.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die ägyptische Untersuchungskommission zum Absturz des russischen Passagierjets über dem Sinai sieht nach eigenen Angaben keine Anzeichen für einen Terrorakt. In Russland ist der Geheimdienst davon noch immer überzeugt.

Die ägyptischen Behörden haben nach eigenen Angaben keine Hinweise darauf, dass der Absturz einer russischen Verkehrsmaschine Ende Oktober über dem Sinai durch einen Terroranschlag verursacht wurde. "Der technische Untersuchungsausschuss hat bisher nichts gefunden, was auf eine rechtswidrige Aktion oder einen Terrorakt deuten könnte", erklärte das Luftfahrtministerium. Nach wochenlangen Ermittlungen sei die Arbeit an einem vorläufigen Bericht abgeschlossen worden. 

Russland geht trotz des Widerspruchs aus Ägypten von einem Terroranschlag auf das über der Halbinsel Sinai abgestürzte Passagierflugzeug aus. "Ich erinnere daran, dass unsere Geheimdienstexperten zu dem Schluss gekommen sind, dass es ein Anschlag war", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau.

Die russische Maschine war vor mehr als einem Monat mit 224 Menschen an Bord abgestürzt, alle Insassen kamen ums Leben. Weite Teile im Norden der Sinai-Halbinsel sind militärisches Sperrgebiet. Extremistengruppen sind dort aktiv - darunter auch ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Dieser hatte in einem nicht verifizierbaren Bekennerschreiben behauptet, die Maschine zum Absturz gebracht zu haben.

Quelle: ntv.de, jki/dpa/rts

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