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Wegen Flugstopp nach Kairo Ägyptische Behörde kritisiert Lufthansa

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Besonders die Tourismusbranche in Ägypten dürften die Flugstopps hart treffen.

(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Lufthansa und British Airways setzen ihre Flüge nach Kairo zeitweise aus - wegen Sicherheitsbedenken. Die ägyptische Luftfahrtbehörde verurteilt das als angeblich politisch motivierte Entscheidung und betont: "Alle ägyptischen Flughäfen sind gut gesichert."

Die ägyptische Luftfahrtbehörde hat die Entscheidung der Fluggesellschaften Lufthansa und British Airways, ihre Flüge nach Kairo teilweise auszusetzen, als politisch motiviert kritisiert. "Alle ägyptischen Flughäfen sind gut gesichert. Die Sicherheit dort übersteigt die normalen Vorschriften", sagte der Vorsitzende des Luftfahrtamts, Sami al-Hifnawi. Die Unterbrechungen hätten nichts mit der Luftfahrt zu tun, sondern hätten politische Hintergründe, sagte er einem Ableger des saudischen TV-Senders MBC.

Die Lufthansa hatte ihre Flüge in die ägyptische Hauptstadt am Samstag ohne nähere Angaben aus Sicherheitsbedenken gestrichen. Am Sonntag sollten die Flüge aber wieder fortgesetzt werden. Für den Nachmittag war in Kairo mit Verspätung die Ankunft einer Maschine aus Frankfurt geplant. British Airways kündigte an, ihre Flüge nach Kairo für mindestens sieben Tage auszusetzen. Die Sicherheit der Passagiere und der Crew-Mitglieder habe oberste Priorität.

"Künstlich herbeigeführte Krise"

Die Ankündigungen bedeuten einen Dämpfer für die Tourismusbranche des Landes, die sich nach jahrelanger Flaute im Land langsam wieder erholt. "Immer dann, wenn Ägypten sich erholt, kommt es zu einer künstlich herbeigeführten Krise", sagte Al-Hifnawi.

Das britische Außenministerium weist in seinen Reisewarnungen für Ägypten auch auf eine erhöhte Terrorismusgefahr im Luftverkehr hin. Das Auswärtige Amt hat für Ägypten lediglich eine Teilreisewarnung auf seiner Website, die vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara warnt.

Quelle: n-tv.de, aeh/dpa

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