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Rückkehr verweigert Baby von britischer IS-Anhängerin ist tot

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Shamima Begum hält sich derzeit in einem Flüchtlingslager in Syrien auf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit 15 Jahren zieht sie in den heiligen Krieg nach Syrien, mit 19 Jahren will die Britin Shamina Begum mit ihrem Baby wieder in die Heimat zurückkehren. Doch die Regierung in London entzieht ihr den Pass. Nun stirbt der Säugling in einem Flüchtlingslager. Es ist das dritte Kind, das die junge Frau verliert.

Das erst wenige Wochen alte Baby der aus Großbritannien stammenden IS-Anhängerin Shamima Begum ist in Syrien gestorben. Der erst Mitte Februar geborene Junge sei jetzt gestorben, teilte der Anwalt der Familie in London mit. "Sein Tod ist bestätigt", twitterte Anwalt Tasnime Akunjee am Abend. Laut BBC starb der Junge an den Folgen einer Lungenentzündung.

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Die 19-jährige Begum hatte im Syrien-Konflikt bereits zuvor zwei Kinder verloren. Sie waren an Krankheit und Unterernährung gestorben. Begum war vor vier Jahren als 15-Jährige gemeinsam mit zwei Schulfreundinnen gegen den Willen ihrer Familie nach Syrien ausgereist, um sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Kurz darauf hatte sie noch als Jugendliche geheiratet.

Vor Kurzem floh Begum aus der letzten Bastion der Dschihadisten in Baghus in ein Flüchtlingslager im Nordosten Syriens. Zuletzt hatte sich ihr Mann darum bemüht, sie in die Niederlande zu bringen. Er sitzt laut BBC in einem kurdischen Gefangenenlager.

Die in Großbritannien als "Dschihad-Braut" bekannt gewordene Begum wollte in ihre Heimat zurückkehren, zeigte in Interviews im Flüchtlingslager allerdings keine Reue für Anschläge des IS. Die britische Regierung entzog ihr im Februar aus Sicherheitsgründen die Staatsangehörigkeit und lehnt eine Rückkehr der jungen Frau ab.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa/AFP

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