Politik

Entwurf aus dem Sozialministerium Bericht: Hartz-IV-Sätze sollen steigen

Die Bundesregierung plant mit Beginn des kommenden Jahres eine Anhebung der Grundsicherung. Gut sechs Millionen Menschen haben monatlich etwas mehr Geld zur Verfügung. Besonders profitieren sollen demnach minderjährige Kinder.

Die Bundesregierung will mit Beginn des kommenden Jahres einem Medienbericht zufolge die Hartz-IV-Sätze anheben. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem SPD-geführten Sozialministerium vor, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Bis Ende 2020 sollen sich die Mehrkosten dadurch auf gut zwei Milliarden Euro belaufen. Allein für das Wahljahr 2017 schlägt die Anhebung der Regelsätze demnach mit 470 Millionen Euro zu Buche.

Wie es weiter heißt, sollen Singles monatlich 409 Euro erhalten und damit fünf Euro mehr als bislang. Für Paare werde der Regelsatz um vier auf dann 368 Euro pro Person angehoben. Unter 25-Jährige, die noch bei den Eltern wohnen, haben dann Anspruch auf 327 Euro - ebenfalls vier Euro mehr als bislang.

Laut dem Bericht wird der Satz für Kinder bis 13 Jahre am stärksten angehoben: Hier belaufe sich das Plus auf 21 Euro. Monatlich haben sie dann Anspruch auf 291 Euro. Laut Statistikamt liegt der Bedarf in dieser Altersgruppe am deutlichsten über den bisherigen Bezügen. Unverändert erhalten dagegen Kinder bis sechs Jahre monatlich 237 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern zwischen 6 und 13 Jahren hat demnach monatlich künftig 50 Euro mehr zur Verfügung.

Insgesamt haben Ende April 5,93 Millionen Menschen in Deutschland Grundsicherung bezogen. Von ihnen hatten 4,36 Millionen einen deutschen Pass. In den Zahlen sind neben Männern und Frauen im erwerbsfähigen Alter auch Kinder, Kranke und Ältere enthalten.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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