Politik

G7 stocken Covax-Initiative auf Berlin gibt weitere 1,5 Milliarden Euro

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Merkel kündigt für Deutschland weitere 1,5 Milliarden Euro an, die der Covax-Initiative zukommt.

(Foto: REUTERS)

Mit Milliarden wollen die sieben führenden Industrieländer die Corona-Impfungen rund um den Globus unterstützen. Bei einem Treffen kommen weitere vier Milliarden Dollar zusammen. Auch die USA weiten ihren Anteil erheblich aus.

Die sieben großen Wirtschaftsmächte (G7) haben ihre Finanzzusagen für die globale Impfkampagne in ärmeren Ländern nach eigenen Angaben um mehr als vier Milliarden US-Dollar erhöht. Allein Deutschland sicherte weitere 1,5 Milliarden Euro zu. "Es geht hier um eine elementare Frage der Gerechtigkeit", sagte Kanzlerin Angela Merkel im Anschluss. "Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind."

Für Deutschland bedeute dies, dass es neben weiteren Finanzhilfen "gegebenenfalls" etwas von seinen eigenen bereits bestellten Impfstoffen an ärmere Länder "abgeben" müsse, sagte Merkel weiter. In welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt dies geschehen könnte, stehe aber noch nicht fest. Sie sicherte zu, dass dadurch "kein Impftermin in Deutschland in Gefahr geraten" werde. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte sich dafür eingesetzt, dass reiche Länder vier bis fünf Prozent ihrer Impfdosen möglichst schnell an ärmere Länder abgeben.

Es war der erste große Gipfel mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden, nachdem sein Vorgänger Donald Trump die westliche Wertegemeinschaft mit seinen Alleingängen immer wieder torpediert hatte. Die G7-Staaten unterstrichen ihre Entschlossenheit zur Kooperation, um die Corona-Pandemie zu besiegen und an einer Erholung der Weltwirtschaft zu arbeiten. In der Abschlusserklärung nach dem virtuellen Gipfel hielten die Staats- und Regierungschefs ferner fest, das Jahr 2021 zu einem "Wendepunkt für den Multilateralismus" machen zu wollen.

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Nachdem sich die USA unter Biden auch wieder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angeschlossen hatten, unterstrich die G7-Runde, die koordinierende Rolle der WHO im Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen. Auch soll die Entwicklung und Verbreitung von Impfstoffen verstärkt werden. Die Herstellungskapazitäten sollen ausgeweitet werden - auch durch freiwillige Lizenzen. Die sieben großen Wirtschaftsmächte stellten sich zudem voll hinter die Covax-Initiative für eine gerechte Verteilung von Impfstoffen in ärmeren Ländern. Die USA hatten bis zu vier Milliarden US-Dollar zugesagt, von denen sofort zwei Milliarden bereitgestellt werden.

Nach Ansicht der G7 zeigt Covid-19, dass sich die Welt besser gegen künftige Risiken für die globale Gesundheit wappnen muss. Globale Gesundheitssysteme müssten gestärkt werden. Die G7-Länder, die 2020 bereits "beispiellose Unterstützung" in Höhe von mehr als sechs Billionen US-Dollar für ihre Volkswirtschaften geleistet hätten, sicherten weitere wirtschaftliche Hilfen zum Schutz von Arbeitsplätzen und für eine starke und nachhaltige Erholung zu.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/DJ