Politik

Korrektur nach Spott und Kritik Berliner 2G-Regel nimmt nun doch Kinder aus

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In der Hauptstadt bekommen 2G-Schilder nun eine Fußnote: Außer für Kinder.

(Foto: imago images/Bihlmayerfotografie)

Das Berliner 2G-Optionsmodell sieht nun doch Ausnahmen für Kinder vor. Die sozialdemokratische Gesundheitssenatorin muss für ihre Weigerung viel Spott einstecken. Die CDU etwa verlangt vom Senat künftig das "Erst-Denken-Dann-Handeln"-Modell.

Der Berliner Senat hat nach heftiger Kritik sein am Dienstag beschlossenes 2G-Optionsmodell um eine Ausnahmeregelung für Kinder unter zwölf Jahren erweitert. "Diese dürfen grundsätzlich auch an 2G-Veranstaltungen teilnehmen und 2G-Einrichtungen betreten und nutzen", teilte der Senat am Nachmittag mit. Voraussetzung sei jedoch, dass sie negativ getestet seien. Zusätzlich gelten demnach die allgemeinen Ausnahmen von der Testpflicht für Kinder unter sechs Jahren und Schüler, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden.

Am Dienstag hatte die Berliner Landesregierung die Einführung eines 2G-Optionsmodells für Veranstaltungen und Dienstleistungen beschlossen. Die geänderte Rechtsverordnung soll etwa in der Gastronomie sowie im Kultur- und Sportbereich Erleichterungen für Betriebe und Veranstalter ermöglichen, wenn diese lediglich Geimpfte und Genesene einlassen. So soll die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstands oder die Maskenpflicht entfallen, wo eine 2G-Regelung umgesetzt wird. Die sozialdemokratische Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci betonte dabei, dass es keine Ausnahmen gebe - auch nicht für Kinder. Das sorgte für heftige Kritik.

"Nicht auf dem Rücken der Kinder austragen"

Der Senat solle "den gestrigen Fehler in einer Sondersitzung schnell beheben", forderte etwa die Grünen-Spitzenkandidatin für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in der kommenden Woche, Bettina Jarasch. 2G sei eine gute Option, aber nur mit Ausnahmen für Kinder und Menschen, die nicht geimpft werden könnten. Auch SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey forderte eine Korrektur des Beschlusses. "Wir wollen und müssen eine höhere Impfquote erreichen, aber das darf nicht auf Kosten von Kindern und ihren Familien gehen", erklärte sie.

Kritik und Spott kam auch von CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner. Der rot-rot-grüne Senat trage einen internen Streit auf dem Rücken der Kinder aus, "die in dieser Pandemie sowieso schon die größten Leidtragenden sind". "Dieser Senat braucht eine 1D2H-Regel: Erst-Denken-Dann-Handeln", erklärte Wegner.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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