Politik

"Löschen Sie Ihren Account" Clinton geht Trump auf Twitter an

Gerade hat sich der amtierende US-Präsident hinter sie gestellt, da nutzt die demokratische Präsidentschaftskandidatin Clinton den Schwung für einen Angriff auf ihren republikanischen Konkurrenten Trump. Das Schlachtfeld: Twitter.

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Hillary Clinton schlägt zurück: Mit einer scharfen Replik auf den Twitter-Wortschwall ihres Gegners Donald Trump hat die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin ihre Anhänger begeistert. "Löschen Sie Ihren Account", forderte Clinton den Republikaner auf.

Binnen Stunden verbreiteten ihre Anhänger die Botschaft fast 330.000 Mal weiter - der bislang größte Retweeting-Erfolg ihrer Kampagne, wie ein Clinton-Sprecher sagte. Mehr als 380.000 Twitter-Nutzern gefiel der Eintrag.

Kurz zuvor hatte der amtierende Präsident Barack Obama offiziell seine Unterstützung für Clinton verkündet - worüber sich Trump auf Twitter lustig machte: "Obama unterstützt die betrügerische Hillary. Er will vier weitere Jahre Obama - aber niemand anders will das", schrieb er.

Anders als Clinton nutzt der Republikaner seinen Twitter-Account seit Monaten intensiv, um sich mit impulsiven Botschaften im Gespräch zu halten. Über den Internetdienst bringt er seine bisweilen derben Beschimpfungen von Gegnern und Minderheiten an die Öffentlichkeit - oder auch Beleidigungen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Trump hat mehr Anhänger

Auf Clintons Twitter-Attacke reagierte Trump sarkastisch: "Wie lange haben Ihre 823 Mitarbeiter gebraucht, um sich das auszudenken?", twitterte er zurück. Außerdem fragte er Clinton, wo die 33.000 Emails seien, die sie gelöscht hätte - eine Anspielung auf die Affäre um Clintons privates Mail-Postfach als Außenministerin.

Zumindest in Sachen Twitter-Anhänger hat der Republikaner allerdings die Nase vorn: Ihm folgen 8,8 Millionen Twitter-Nutzer, bei Clinton sind es dagegen nur 6,72 Millionen. Noch deutlicher ist der Unterschied bei der Anzahl der abgesetzten Tweets - unabhängig von ihrer Qualität: Trump hat bereits mehr als 32.000 Mal getwittert, Clinton kommt nicht ganz auf 6000 Twitter-Botschaften.

Quelle: ntv.de